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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten
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TIsalssIpsIekpILns sm Sekattsn üsi' Ksaklion
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k^onl mit ^apsn!
Die Reaktion hofft in der ihr eigenen Ueberheblichkcit auf einen größeren Mandatsverlust -er NSDAP., um den neuen Reichstag für arbeitsunfähig erklären Und möglichst schnell wieder auslösen zu können. Das ist schlechthin der „Sinn" dieses Wahlkampfes — durch die Monokel des Herren- klubs gesehen.
Die Wahlkampftaktik der Deutschnationalen ist lediglich daraus angelegt, dem Nationalsozialismus Abbruch zu tun, ohne jede Rücksichtnahme, wer der Gewinner dabei Lein würde. Selbst auf die Gefahr hin, daß Moskau -er Sieger sei« kann und Deutschland in kurzer Zeit in Blut Und Flammen -er bolschewistischen Revolution versinkt.
Man hüte sich, diese Ausblicke als von der Wahlkampfstimmung beeinflußt zu werten!
Der günstige Win- weht uns ein
Rundschreiben -er Parteicxekutive des Zentralkomitees der KPD. auf den Tisch, das die Ueberschrift trägt: „Achtung äußerst wichtig!
Die Mtionsaufgaben der Parteiexekutive des Zentralkomitees der KPD.
An die Landes-, Bezirks- und Unterbezirks-- leitungen.
Streng geheim!"
Die allerletzte Ehance
Aus mehreren Seiten wird darin auf die einzige der KPD. noch verbleibende günstige Gelegenheit einer „zweiten Revolution" hingewiesen, die nach den Wahlen in die Tat umgesetzt werden soll. Ueberzeugt von dem stührer- und Organisationsmangel in der KPD. sieht der Bolschewismus in dieser von der Reaktion festgesetzten Reichstagswahl seine allerletzte Chance: den Staatsstreich. Es heißt in diesem Rundschreiben wörtlich:
Termin am 15. November
1. Die Aktionsauslösungen werden nicht vor den Wahlen gegeben. Als letzter Termin ist vom Zentralkomitee der 15. November festgesetzt,
2. Die Landes-, Bezirks- und Unter- bezirksleitungen beginnen sofort mit der Schulung der Hanptfnnktionäre.
Es werden nur die zuverlässigsten und erprobtesten Funktionäre, welche das Zentralkomitee vorschlägt, zugelassen.
3. Die Aktionsauslösungen müssen von den Erwerbslosen ausgehen, In der Kommune ist dafür zu sorgen, daß die Zahlungen der Erwerbslosenunterstützungen an bestimmten Tagen einheitlich vorgenommen werden müssen» Hier ist die Zusammen- ballung großer Massen vorhanden. Zu jeder Zahlstelle sind eingeweihte Instrukteure zu entsenden, die Aktionen auszulösen haben. Die Mitglieder des Kampsbundes, -es RFB, -er KG und -er Antifa
sind fernzuhalten. An den Baustellen der Wohlfahrt-, Pflicht- und kommunalen Arbeiter sind Streiks zu organisieren. Der Zweck von Abschnitt 3 und 4 soll der sein, die Polizei z« zermürben.
Die Mobilisierung
Die Mitglieder des Kampfbundes, des RFB, der KG! und der Antifa werden mobilisiert und im entscheidenden Moment eingesetzt.
Die Bewaffnung erfolgt, soweit diese Truppen noch nicht bewaffnet find (!!>, vor Beginn der Aktionen.
Im Ruhrgebiet wird ein zahlenmäßiger Ausgleich geschaffen. In Städten mit größerer vorhandener Mehrheit der Kampftruppen werden diese nach den anderen Bezirken dirigiert, die zahlenmäßig schwächer find. —
Der Bolschewismus wird diesmal nicht lange fackeln, sondern handeln. Bis ins kleinste ist der Bürgerkrieg vorbereitet, alle Maßnahmen sind eingehend erwogen» die Saat der Reaktion harrt der roten Schnitter!
Da heißt es weiter über die Taktik des Angriffs:
Die Kampftruppe wird in drei Gruppen geteilt: Angriff-Vcrteidigung-Wach-ienst.
Die
hat nach vorhergehender Aktionstaktik in den Städten, bet Auszahlung der Erwerbs- losennnterstützungen, Demonstrationsversuchen der Erwerbslosen, wo die staatlichen Organe eingesetzt werden, sofort diese Stützpunkte, Wachen, Kasernen, Unterkünfte, Lager zu besetzen. Die
Verteidigungstruppe
greift die eingesetzten Organe an, um sie solange festzuhalten, bis den Angriffstruppen die Besetzung gelungen ist. Die Wachdienstgruppc
hat sofort bei Beginn der Aktion-sauslösung die Verkehrsinstitute zu besetzen, und zwar in bestimmter unbedingt durchzuführender Reihenfolge: 1. Fernsprechämter. 2. Flughäfen. 3. Post und Eisenbahn. 4. Städtische Verwaltungsgebäude. 5. Banken.
Ja, selbst die ersten amtlichen Bekanntmachungen nach der Revolution liegen bereits im Wortlaut vor:
Rundtelegramm!
An alle
Amtsstellen des Deutschen Reiches!
Alle Aemter erhalten Weisungen vom Vollzugsrat der Revolutionsexekutive.
Reichs-, Land- und Stadtparlamente sind aufgelöst und sind alle politischen Versammlungen
bei Todesstrafe verboten.
Die Grenzen sind geschlossen und militärisch besetzt. Die Vorstände der Aemter basten bis auf weiteres persönlich für unbedingte Ausführung der Weisungen. Zeitungen und Druckschriften dürfen nicht erscheinen, ehe
nicht festgestellt ist, daß sie keine politisches Ausschreitungen enthalten. !
Der Vollzugsrat der Revolutionsexekutive«
Standrechtlich erschossen wird... Verordnung!
Es wird bestimmt, daß das ganze Reichsgebiet gesperrt ist. Wer versucht, die Gren zerr zu überschreiten, gleichgültig ob hinaus oder herein, wird standrechtlich mit dem Tode bestraft, ebenso wer Geld oder Nahrungsmittel aus Deutschland hinausge-
Osn „gottgisudigv" ttugvndveg
Auf der letzten Reichssührertagung der DNVP. bemühte sich der deutschnationale Abgeordnete D. Doehring, den Nachweis zu bringen, daß Nationalsozialismus und Christentum nicht zu vereinbaren wären. Wir empfehlen dem dentsch- nationalcn Kirchensiirsten, sich einmal in die Gedichtsammlung „Moderne Dichtercharaktere" (1884) zu vertiefen. Da stellt man mit Verblüssen fest, daß Hugenberg auch einmal den Pegasus bestiegen und recht eigenartige Auffassungen über seine Gottesgläubigkeit, soweit eine solche daraus überhaupt zu erkennen ist, in Verse geformt hat:
„Aus Erden ist der Menschheit schönstes Gut!
Ich kann und mag an Gott nicht glauben,
Der mich erschaffen aus dem dunklen Nichts — Nicht lasse ich den hohen Stolz mir rauben,
Ein Mensch zu sein, ein Sohn des Sonnenlichts! Ich k-nie nicht vor einem kalten Gotte.
Der mich zum Dienst mit harter Drohung zwingt, Komm her, o Kind, in diese kühle Grotte
Vor dir will ich in heiher Liede knien
Nicht soll ein Gott mich strafen und belohnen
Ich selbst will meiner Taten Richter sein, Die Götter, die im eignen Innern wohnen, Sie bet' ich hoffend an, nur sie allein."
langen läßt. Standrechtlich wird sofort erschössen, wer plaudert, wer Streiks oder politische Kundgebungen in Wort, Schrift oder Tat veranlaßt oder an ihnen teilnimmt, wer unbefugt im Besitz von Waffen oder Munition betroffen wird.
Alles Bargeld ist beschlagnahmt.
Alle Reichs- und Landbanken unterstehen der revolutionären Aufsicht. Vermögenswerte und Be- fitz von Nichtdeutschen werden der revolutionäre» Zentralverwaltung übergeben. Die revolutionäre Pressestelle prüft den Inhalt aller Zeitungen und' Druckschriften. Alle Kraftfahrzeuge und Ersatzteile werden beschlagnahmt. Alle Kraftfahrer müßen auf Anruf sofort halten, sonst wird auf sie geschossen. Die Polizeistunde ist bis aus weiteres auf 8 Uhr abends festgesetzt.
Der Vollzugsrat der Revolutionscxekutive«
Das Zentralkomitee der KPD in Berlin erwartet strengste Befolgung seiner Beschlüsse. Die KPD
Angriffstruppe
Das fta- -re Denhchnatlonalenr
Seht diesen Spitzenkandidaten!
Als die Bokspartei ihren Wählern versprach, Bremen von roten Ketten frei zu machen, fand fich Herr tzintzmann ei«, übernahm die Spitzenkandidatur, nnd zog als Kettenbrecher in den Reichstag.
Herr Zintzmann paktierte trotz seines Wahlversprechens weiter mit der Sozialdemokratie.
Das Volk ließ fich diesen Wahlbetrug nicht gefallen!
Die Bolkspartei drohte zusammenzubrechen. Da verließ der geschäftsgewandte Kerr Aintz» mann die von ihm zngrundegerichtete Partei und sprang acht Tage vor der Wahl zu den Deutschnationalen über, bei denen er aber seine« sichere« Mandatsfitz nicht mehr erwischen konnte.
Die neue Reichstagswahl findet ihn als Spitzenkandidaten der Deutschnattonalen in Bremen, die dafür den verdienten und sachlich arbeitenden Landwirt Dr. Agena absägten.
Die Deulfthnntlonale« wagen alsv, in Bremen einen Mann der Wählerschaft zu präsentieren, von dem sie selbst noch vor wenigen Monaten als von elnee P-Uttfth HSthft NNeofeenUthea Goskhsl- nung fpenthen. Und das mit Recht, denn dieser Mann, der deutschnationale Spitzenkandidat für Weser-Ems, lft fSlVft NUS -em Stahlhelm ansgeteetem wett er Mrht gegen den Voungplan kämpfen wollte.
Deemee. das ist also Giiev -eatfthnatt-naler Spltzentan-r-atr
A« Illitoz. UM llhr. sM Ver«h. Rist. M. i. R, io den EeMlhM