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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten
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Während in allen deutschen Gauen die nationalsozialistische Bewegung sich erneut hinter ihre Führer schart und in ungehemmten Siegeslauf eine neue Position nach der anderen gewinnt, die Aufnahme in Partei und NSBO. sich täglich mehren, erleben wir auf der anderen Seite, wie allmählich die besten Freundesichzersleischen,wiedieAutorität und das Ansehen der Regierung zerbricht, wie alle die Hoffnungen, die leichtgläubige Wirtschaftskrise für die Ankurbelung der Wirtschaft gehegt haben, schnell und restlos vor den Tatsachen zer- bröckeln.
In der Tat ist das deutsche Volk den Parteistank der anderen satt und es erkennt in zunehmendem Maße, daß das positive Arbeitsbe- schassungsprogramm der NSDAP. und die sachlich und unwiderleglich vorgetragenen weltanschaulichen Grundsätze unserer Bewegung die Gewähr dafür bieten, daß mit unserem Siege der Aufbau des neuen Staates begonnen werden kann. Hätten z. B. die Deutschnationalen sachliche Argumente gegen uns ins Feld zu führen, so hätten sie es nicht nötig, folgende Verleumdungen in ihrer offiziellen Parteizeitüng „Unsere Partei" zu verbreiten. In Nummer 19 vom i. Oktober heiß es:
.Mir stellen fest, daß das Untermenschentum »er Großstadt, das lichtscheue Gesinde!, das bisher nur in den Reihen der KPD. zu finden war, offenbar jetzt in der NSDAP. Unterschlupf gesunden hat."
Und an einer anderen Stelle finden wir folgenden Satz:
„Goebbels ist die männliche Rosa Luxemberg. Beide sind unansehnlich von Gestalt und von jüdischem Aussehen. Ihn treibt — wie sie früher — die große, brennende Leidenschaft, zu hetzen und zu lügen."
Unsere Fahne aber, das heilige Symbol für Deutschlands Erwachen, wagt diese Partei der der Kommunisten gleichzusetzen, indem sie schreibt:
„Die Farbe der Symbole beider Bewegungen ist die Farbe der Internationalen: Rot. In dem einen rote« Banne« das Hakenkreuz und in dem andere» der Sowjetstern."
Wie tief müßen die Deutschnationalen gesunken fein, um sich zu solchen Verleumdungen herzugeben. Auf der anderen Seite ist diese Partei des guten Tones entrüstet über die Beschimpfung des Prinzen August Wilhelm durch den „Stahlhelm". Unter der Ueberschrift „Schluß" schreibt jedenfalls der deutschnationale „Tag":
„Der „Stahlhelm", Bund der Frontsoldaten, hat es für nötig gehalten, dem Prinzen August Wilhelm mit einer offiziellen Erklärung entgegenzutreten, in der der Prinz persönlich angegriffen wird. Ihre auf materialistische Instinkte pochende Tonart war bisher lediglich in der marxistischen Hetze gegen den KLnigsgedmcken zu finden. Es ist den» auch bezeichnend genug, daß die gesamte antimonarchistische Propaganda die Stahlhelmerklärung aufgreift und erweitert." So sehen wir, wie sich im Papenlager eine Gesinnung breit macht, die sich tatsächlich in nichts mehr von der marxistischen Kampfesart unterscheidet. Darum ist es auch nicht zu verwundern, wenn Papen trotz aller Dementis und trotz der angekündigten Verwaltungsreformen vor dem roten Kabinett Braun—Severing Schritt für Schritt zurückweicht und nicht die Kraft aufbringt, dem neuen Ausstehen des Marxismus entgegen zu
treten. Selbst die „DA Z.", die doch wirklich nicht nationalsozialistisch ist, stellt fest:
„Schon hat die Regierung Braun zweierlei erreicht: Einmal, daß vor diesem Besuch die Reichsregierung keine vollondeten Tatsachen zu schassen wagt, und zweitens, daß die bayerische Regierung Held den roten Preußen abermals mit einer Klage zu Hilfe eilen will. Es besteht nach wie vor — und sogar in steigendem Maße — die Gefahr, daß das Werk der Neuordnung, das am 2V. Juli begonnen worden ist, in Verfall gerät und daß schließlich die Linke wieder neue« Auftrieb bekommt."
Das System Papen befindet sich also in voller Auflösung, der Reichskanzler ist bereits erledigt. Es ist dem Herrenklub und den hinter ihm stehenden Judentum nicht gelungen, das erwachte deutsche Volk in allen seinen Berufsschichten, geeint in der deutschen Freiheitsbewegung, unter neue Fronherrschaft zu zwingen. Der 6. November wird ein Abrechnungstag werden, wenn jeder seine Pflicht tut.
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erlin, 39. Oktober. . Die bereits Von angekündigten Maßnahmen des Systems Papen-Bracht, dürsten nunmehr unmittelbar bevorstehen. Auf Grund einwandfreier 'Informationen sind wir in der Lage, über diese Maßnahmen folgende Einzelheiten mitzuteilen: Bei einer am Donnerstag stattgefundenen Chef-Besprechung der kommissarischen Preußischen Regierung, der auch Herr von Papen in seiner Eigenschaft als Reichskommifsar für Preußen beiwohnte, wurden die Maßnahmen in ihren Grundzügen festgelegt. Auch der Staatssekretär des Reichspräsidenten Dr. Meißner, soll dieser Besprechung beigewohnt haben.
Man will verschiedene der preußischen Ministerien mit Reichsministerien zusammenlegen, und zwar soll die Wahrnehmung der Geschäfte des preußischen LaMoirkschaftsministeriums dem Reichsernährungsminister, des Handelsministeriums dem Reichswirtschaftsministertum kommissarisch übertragen werden. Das Wohlfahrts- ministeriuM soll vollständig ausgelöst werden.
Es blieben also praktisch nur noch Innenministerium, das Finanzministerium und das Kultusministerium als selbständige preußische Ministerien bestehen. Um auch die Selbständigkett dieser 3 Ministerien weitgehendst zu be-- schränken, sollen die Herren Tr. Bracht und der frühere Staatssekretär Popitz als Reichsminister ohne Portefeuille ernannt und Bracht mit der Wahrnehmung der Geschäfte des preu
ßischen Innenministeriums und Popitz mit der Wahrnehmung der Geschäfte des preußischen Finanzministeriums betraut werden. Ein weitesten Kreisen unbekannter Herr von Hülsen, der bet dem letzten Beamtenschub des Systems Papen-Bracht plötzlich an die Oberfläche gespült wurde und als Oberpräfident in Kassel in Aussicht genommen war, soll das preußische Kultusministerinm übernehmen.
Wenn diese Maßnahmen des Systems Papen-Bracht auch im ersten Augenblick unsere Meldung über eine Verständigung bezw. über einen Linksabmarsch dieses Systems zu widerlegen scheinen, so wird man bei ernsthafter Prüfung doch zu dem Schluß kommen, daß selbst diese Maßnahmen die Möglichkeit einer offen zutage tretenden Verständigung nach dem 6. November keinesfalls ausschließen würden. TaS System Papen-Bracht braucht Anlehnung und eine solche Anlehnung könnte sich nicht nur aus Preußen beschränken, sondern müßte auch aus die Reichspolitik Rückwirkungen haben. Wenn SPD und Zentrum mit Herrn von Papen aber im Reich ein« Koalition eingeht, dann kommen die Herren auf diese Weise auch dann, wenn die Reichsreform auf kaltem Wege durchgeführt sein sollte, wieder in den Besitz ihrer Pfründen. Es wäre nur ein« kleine Umleitung, das Ziel ist dasselbe und der Bogen, den man beschreibt, ist lediglich von den Rücksichten für den 6. November diktiert.
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Kein Wahlkampf hat die Deutschnalionalen mtt so vielseitigen Versprechungen gesehen wie der. gegenwärtige. Um Anhänger zu gewinnen, versprechen und vertreten diese Herren alles. Bauern, Kaufleute, Industrielle, Beamte, Arbeiter und Techniker, kurz alle Berufsgruppen sollen im Wirb schastsprogramm des Herrn Hugenberg etwas für sich finden. Wir Nationalsozialisten werden von deutschnationaler Seite in unflätigster Weise beschimpft, weil wir diese Volksgemeinschaft als plumpes Wahlmanöver bezeichnen. Nach Meinung der Hugenberg-Leute kann sich die Deutschnationale Volkspattei ebenso auf die Angehörigen aller Wirtschaftszweige erstrecken, wie die Bewegung Adolf Hitles. Warum wir das verneinen? Weil die Deutschnationale Volkspattei ihrem schönen Namen zum Höhne als Zwingburg des Leihkapitalismus und damit als Stütze der Ausbeuter dem Unterdrückten niemals zu seinem Recht ver» helfen kann
Einige kleine Beispiele: Die Deutschnationalen fordern Ausdehnung des Verbots von Einheitspreisgeschäften, spielen sich also als Beschützer des Kleinhandels auf. Dieselben Deutschnationalen lassen sich aber in ihrer Patteipresse von den Einheitspreisgeschäften und den Warenhäusern mit seitenlangen Anzeigen bestechen.
Die Deutschnationalen rufen nach Einfuhrbeschränkung zu Gunsten der bedrohten Landwirtschaft. Dieselben Deutschnationalen sitzen im Reichsverband der Deutschen Industrie mit einem Otto Wolfs, Emil Kirdorf und Geheimrat Vogler zusammen, lassen sich dort für die falschen Exportpläne der Liberalistisch-Jndustriellen gewinnen und fordern dann der deutschen Landwirtschaft zum Hohn die Pflege des weltwirtschaftliche« Systems.
Die Deutschnationalen betonen in ihren Reden immer wieder das Watt national, verschweigen aber aus guten Gründen, daß dentschnationale Führer heute bei 8 Millionen deutschen Arbeitslosen der „Billigkeit" wegen polnische Landarbeiter beschäftigen, daß dentschnationale Führer als Export- industrielle durch Schleuderangebot an das Aus- land den grotesken Zustand einer Belieferung Deutschlands mit deutschen Waren über das Aus- land herbeiführen!
Die Deutschnationalen verlangten weiter in Anlehnung an die nationalsozialistische ForÄrung auf Verstaatlichung des Geldwesens noch im Jahre 1931 ständische Banken. Inzwischen hat sich ihr Bund mit den jüdischen Großbanken noch viel
Gregor Straffer spricht
am Dienstag, den 1. November, im Casino
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Eintritt 50 Pfennig, Erwerbslose u. Kriegsbeschädigte 15 Pfennig.
bereits um 20 Ahr