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Der köstliche Anblick, da sich die Exponenten mit Recht der Vergangenheit angehöre,rder Systeme und Anschauungen gegenseitig befehden und voneinander behaupten, daß jeder für sich das Recht in Anspruch nehmen dürfe, sich als Besitzer des Steines der Weisen zu bezeichnen, wird, wenn nicht alles täuscht, dem deutschen Volke nicht mehr altzulange geboten werden.
Im Vordergrund des Interesses steht augenblicklich die Frage,
was das Kabinett von Papen zu tun gedenkt.
Räch unseren Informationen dürste noch !km Laufe des heutigen Tages das Ergebnis der Kabinettsitzung bekanntgegeben werden und dieses Ergebnis wird Maßnahmen und Verordnungen zur Verkündung gelangen lassen, an Hand deren die Freunde des Herrn von Papen die Möglichkeit haben, die Emsigkeit der „autoritären Regierung" «ick» die Entschlußkraft des Herrn von Papen »u besingen.
So hört man, daß auf Grund des Art. 48 der Reichsverfassung eine Verordnung erlassen werden wird, die dem Reich die Rechte zuerkennt, die -er Staatsgerichtshof verweigert hat.
Man spricht davon, daß durch diese Maßnahmen die Reichsresorm auf kaltem Wege ermöglicht werde und die vom Staatsgerichtshof dem System Braun-Severing-Hirt- siefer zuerkannten Rechte damit illusorisch wären. Die Verordnung wird, wie wir hören, die Zusammenlegung verschiedener preußischer Ministerien mit Reichsmiuiste- rien bringen, 5 neue Kommissare sollen für Preußen ernannt, den Staatssekretäre« übergeordnet und 2 dieser neuen Kommissare sollen zugleich der Reichsregiernng als stimmberechtigte Mitglieder angehören.
Das System Papen-Bracht hat heute weniger denn je das Recht, sich in Preußen häuslich einzurichten, da nun nach Klärung der Lage das Zustandekommen einer verfassungsmäßigen und vom Vertrauen breitester Volksschichten getragenen Regierung als unmittelbar bevorstehend erachtet werden kann. Die Bildung einer solchen Regierung zu verhindern, dürfte den Einpeitschern der Reaktion doch einigermaßen schlecht bekommen, denn der Sprung in die Illegalität dürfte die Lage insoweit verschieben, als dann niemand mehr das Recht hat, im Interesse der StaatsautoritätMaß- nahmen vorzunehmen, sondern das Interesse der Gesamtheit dem Wunsch der Ge
samtheit gemäß wahrgenommen und verteidigt werden muß.
Wir sagten schon einleitend, baß wir nicht daran glauben, baß man ernstlich einen Konflikt heraufbeschwören will. Wir glauben dies um so weniger, als die Verständigungsbereitschaft noch gestern vormittag außerordentlich groß war und eingeweihte Kreise wissen wollen, daß lediglich das Zu- tagetreten der Versöhnnngsbereitschast so unmittelbar vor der Wahl als nicht wünschenswert angesehen werden müsse.
Den Sprung ins Dunkle werden die Herren Papen und Bracht nicht wagen, denn es ist nicht anzunehmen, daß der Reichspräsident sich an dieser körperlichen Uebung betätigen wird. Die einzige Möglichkeit, wenigstens den Anschein von Resonanz im Volke zu erwecken, wäre die von uns bereits gemeldete und
ernsthaft zur Erörterung stehen de Fro nt
Papen-Regiernng, DNVP., Bürgerliches Mischmasch, Zentrum, SPD.
Diese letzte Chance wird sich das System von gestern und das von vorgestern nicht entgehen lassen und all' die nun zu erwartenden Taten werden einer Prüfung auf ihre Ernsthaftigkeit unter Berücksichtigung dieser Sachte nicht standhalten.
Die Unstimmigkeiten zwischen dem
Reichspräsidenten und Herrn v. Papen
find zwar erwartungsgemäß dementiert worden. Aber auch dieses Dementi ist nicht in der Lage, Tatsachen aus der Welt zu schaffen. Auch als Herr Brüning gehen mußte, erschien kaum 24 Stunden vorher eine amtliche Erklärung, die das innige Verhältnis zwischen Reichspräsidenten und Reichskanzler feierte. Warum sollte ein Dementi in diesem Falle eine andere Bedeutung haben, als bei Herrn Brüning? Dementis sind nun einmal dazu da, um von den inzwischen Tatsache gewordenen Ereignissen dementiert zu werden.
Nach dem 6. November werden sich erst Dinge ereignen, die entscheidend sind. Was vor dem 6. »»November von diesen beiden Seiten passiert, ist beherrscht von dem Wunsche, guten Eindruck beim Volk zu machen.
Die Herren brauchen nicht zu denken, daß der Nationalsozialismus mit sich Spielball treiben lasse. Wir wissen sehr gut, was wir wollen. Wir haben ein durchaus positives Ziel und wir werden nichts unterlassen, um die Voraussetzungen, dieses Ziel zn erreichen, zn schaffen.
Noch sitzen sie zu zweit auf einem Ministerstuhl. Aber schon pocht das Voll an das Tor, um den Inhalt der Sessel an die frische Luft zu befördern!
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Berliu, 28. Oktober. I» der vorvergaugenen Nacht wurde in der Oramenburger Straße der 49 Jahre alte SA.-Maun Richard Harwik von einer Baude Kommunisten angefallen und mit allen möglichen Mordhaudwerkzeugeu zu Boden geschlagen. Pg. Harwik besand sich allein auf dem Heimweg. Passanten, die den Schwerverletzten in seinem Blute liegend vorfanden, veranlaßten seine Ueberführung in das nächste Krankenhaus. Gestern vormittag ist er gegen 11 Uhr seinen schweren Verletzungen erlege«.
Pg. Harwik war von Beruf Zirmnermann und Vater von vier Kindern.
Fast kein Tag vergeht, an dem das nationale Deutschland nicht die Fahnen vor neuen frischen Gräbern senken müßte. Pg. Harwik ist der achte Lote innerhalb von acht Tagen. Herr von Papen
hat die Regierung Braun—Severing abgesetzt, weil der Zustand Deutschlands unter ihren Maßnahmen einem latenten Bürgerkrieg gleichzusetzen war. Heute ist es nicht anders! Täglich fallen deutsche Menschen von den Kugeln roter Banditen getroffen, täglich beklagt das nationale Deutschland neue Opfer und nichts geschieht, um dem Wüten der marxistischen Terrorbanden Einhalt zn gebieten. Herr von Papen, der Kanzler des Kabinetts der „nationalen Konzentration" war es, der das nationale Deutschland mit vertiertem marxistischen Untermenschen- tum auf eine Stufe stellte!
Gestern fiel Pg. Harwik! Auch sein Tod wird für das nationalsozialistische Deutschland ein Fanal sein. Wir werden weiter kämpfen und der Sieg des nationalsozialistischen Deutschland wird die Erfüllung seines Todes sein!
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Von ^ninr August Wttkoln von pnouüon
Nachstehend geben wir das jeden ehrlich empfindenden Teutsche» packende Bekenntnis eines deustchen Prinzen zu Boll und Vaterland wieder, das den Stahlhelm und die Teutschnationa- len veranlaßte, in übelster Weiss über den Prinzen herzufallen. Unsere Leser aber fordern wir auf, diesen Artikel Stahlhelmern und Teutschnationalen zum Lesen zu geben und zu warten, ob in ihren Gesichtern die Schamröte aufsteigt ob der Schnmtzigkeit, mit der dieses Bekenntnis beantwortet wurde.
Das deutsche Voll bereitet sich auf eine neu« Entscheidung vor, aber es weiß auch, daß dieser Wahllamps überflüssig war. Tie Nation hatte deutlich ihre Meinung kundgegeben, und sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus strahlte ihr großer Wille. Allerorten hatt« man erwartet, daß dieser Wille zur Ausführung kommen würde, nur in Deutschland gab
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Adolf Hitler spricht am Sonnabend in Oldenburg
Der Wahlkampf hat seinen Höhepunkt erreicht. Auf der ganzen Linie geht die kampferprobte nationalsozialistische Freiheitsbewegung im Sturm vorwärts und tritt alles nieder, was sich ihr entgegenstellt. Es geht vorioärts, immer weiter vorwärts! Alle Stimmungsmache der Gegner, alle heimliche» Wünsche des Herrenklubs find zunichte geioorden. Mit einem Schwung und einer Begeisterung wie nie zuvor sind die Kämpfer des Nationalsozialismus aus den Plan getreten. Und das Geheimnis dieses überwältigenden Angriffsgeistes, der alle überwinden wird? Der Führer!
Als Adolf Hitler in München die Parole ausgab, da stand seine Armee bereit — zum Letzten entschlossen! Der Führer selbst stellte sich an die Spitze und trat die Fahrt durch die deutschen Gaue an. Unsere Loser wissen von der Triumphzug des Führers, wissen von den gewaltigen Kundgebungen in Schlesien, Ostpreußen, Pommern usw. Mag Herr von Papen vor „feinen" Leuten reden — Adolf Hitler spricht vor dem Volke, aus dem er gekommen und dem er sich für alle Zeiten verbunden fühlen wird.
Morgen wird Adolf Hitler in einer Riesenkundgebung in Oldenburg die Ueberzeugung mitnehmen können, daß auch der Gau Weser-Ems in unverbrüchlicher Treue zu seinem Führer steht!
Dem Führer, der dem Volle die Treue hielt, wird auch vom Volle die Treue gehalten werden!
Wir grüßen deu Führer des kommenden Deutschlands! Hetl Hitler!
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