Ausgabe 
(10.10.1932) Nr. 226
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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten

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Die sich national nennende Presse zweifelt besonders in Zeiten von Wahlkämpfen im­mer und immer wieder an der nationalen Zuverlässigkeit der NSDAP und sucht so in den Reihen des nationalen Deutschland Miß­trauen zu säen gegen eine Bewegung, die, wie keine zweite, in den Jahren nach der Revolution die Hauptlast des Kampfes um chie Wiedererstarkung der Nation getragen hat. Die nationalsozialistische Bewegung, der das historische Verdienst gebührt, Deutschland vor dem Bolschewismus und damit vor dem Untergang, ebenso wie vor dem Pazifismus und damit vor der ewigen freiwilligen Knechtschaft gerettet zu haben, soll auf diese Weise vör der Öffent­lichkeit und in den Herzen der durch uns wieder zu nationalem Empfinden gebrachten Masse geschändet werden. Der Zweck dieser durchsichtigen Angriffe, mögen sie nun Schauergeschichten von Spwnagefällen in­nerhalb der SA. zu gunsten von Polen, mögen sie von angeblichen Verhandlungen und nationalen Zugeständnissen von Rosen- berg in London, mögen sie ebenso unwahren Angeboten der NSDAP-Beobachter in Gens an die ehemaligen Feindmächte, oder mögen sie von angeblichem Verrat an Südtirol lügen, ist für jeden Einsichtigen klar. Die nationaleEtappe", die deutschnationale Partei ohne Volk, welche gleich dem im Weltkrieg zu trauriger Berühmtheit gekom­menen Etappenkrieger" wohl die Annehm­lichkeit des Sieges allein zu genießen wünscht» sich aber wohl hütet, selbst in die Schützengräben des Kampfes gegen die In­ternationale zu steigen» überläßt auch heute noch der nationalsozialistischen Bewegung allein die Lösung der Aufgabe, den deutschen Menschen zum nationalistisch denkenden und deswegen sozialistisch fühlenden Staatsbür­ger zu erziehen.

Was die nationalsozialistische Bewegung selbst in der Zeit ihres schärfsten Kampfes gegen eine sichauch-national" nennende Regierung an wahrhaftüberparteilicher" wehrpolitischer Aufklärungsarbeit geleistet hat, das wird eine gerechter denkende und urteilende spätere Zeit einmal anerkennen­der beurteilen, als eine von niedrigem Par­teihaß und überheblichem Kastendünkel ge­leitete kleine Schicht politischer Erbschleicher.

Während die Deutschnationale Partei zur­zeit ihre einzige Aufgabe darin erblickt, in täglichen Hetzt»ersammlungen nach dem Mu­ster einer deutschnationalen Freifrau von Matter von grunzenden nationalsozialisti­schen Schweinen zu reden, während diese Art staatlich geschützten Kampfes gegen die NSDAP jedem anständigen Deutschen gleich welcher Partcirichtung das Blut in die Wangen treibt, hat die NSDAP die Zeit rnid die aus sicherer Siegeszuversicht ge­borene Ruhe» Veranstaltungen wie den gest­rigen Großflngtag vorzubereiten und durch­zuführen

Wenn es je eines Beweises bedürfte, wo das in Wahrheit nationale Deutschland, wo der in Wahrheit wehrhaft denkende Deutsche zu finden ist, dann mag das dafür gelten, was wir alle gestern auf dem Flugplatz in Bremen erlebt haben. Nicht nur die zu zehntausenden herbeigeströmten Massen, nicht nur die den Ordnungsdienst in vorbild­licher und aufopfernder Weise versehende SA. legen dafür Zeugnis ab.

Deutschlands beste Flieger, die Elite des Flugsports der ganzen Welt, tra­gen heute stolz und offen das Hakerr- > kreuz

weil sie wissen, daß allein Adolf Hitler und seine Bewegung die Gewähr dafür bieten, daß Deutschland die Ketten, die man seiner Fliegerei in Versailles geschla­gen hat, eines Tages abschütteln wird.

Die Ersatzwahl für die Landwirtschaftskammer der Grenzmark Posen-Westpreußen hat einen gran­diosen Sieg der nationalsozialistischen Idee er­geben. Die Wahlbeteiligung war in Anbetracht der dringenden Erntearbeiten recht mäßig. Im Netze­kreis wurden z. B. von 5476 Stimmberechtigten 1465 Stimmen abgegeben. Hier hielten sich Na­tionalsozialisten und Landbund (NSDAP. 732 Stimmen, Landbund 733 Stimmen) die Waage. Im Kreise Meseritz dagegen erhielten die National­sozialisten von 1661 abgegebenen Stimmen S14, während für den Landbund 747 abgegeben wurden. Als nationalsozialistischer Vertreter wurde der Landwirt Kahle, Eschenwalde, gewählt. Im Kreise Schlochan war ebenfalls die Wahlbetei­ligung sehr schwach. Von 5000 Wahlberechtigten wählten 2400. Davon entfielen allein auf die NS­DAP. 1046 Stimmen. Den Rest (ein Wahlbezirk steht noch aus) teilten sich Landbund und Bauern­verein. Als Vertreter der NSDAP. wurde der Bauer Kremer gewählt. Im Kreise Flatow wur­den von 5512 Wahlberechtigten 2681 Stimmen ge­zählt. Davon erhielt die NSDAP. allein 1843 Stimmen und damit zwei Sitze, der Vauernoerei-n mit 838 Stimmen mußte leer ausgehen.

Insgesamt sind in den vier Wahlkreisen der Grenzmark gewählt NSDAP. 5 Sitze, Landbund 3 und Bauernverein 1.

Diese Kammerwahlen haben wieder einmal den endgültigen Beweis geliefert, daß die ostdeutsche Bauernschaft von ihren alten in Vorurteilen und Standesdünkel steckengebliebenen Organisationen keine durchgreifende Hilfe erwartet. Die NSDAP. hatte sich schon in den ersten Zeiten ihres Bestehens, als ihre Wählerschaft sich noch hauptsächlich aus den Arbeitermassen der Großstadt rekrutierte, zum konsequenten Wortführer des deutschen Bauern­tums gemacht. Jetzt hat der nationalsozialistische Gedanke auf dem flachen Lande einen unaufhalt­samen Siegeszug angetreten, das deutsche Landvolk

Die NSDAP mahnt mit diesen Ver­anstaltungen aber auch die derzeitige deut­sche Regierung etwas weniger Zeit für ihre eigene Reklame zu verwenden und sich anstatt dessen nm die Hauptaufgabe jeder deutschen Regierung zu kümmern, die in dem Schutz der jedem feindlichen Angriff wehrlos preisgegebenen Bevölkerung be­gründet liegt. Die NSDAP fordert mit allem Nachdruck die Organisation dieses Schutzes.

6000 feindliche Flugzeuge sind auf Kom­mando startbereit, über Deutschlands schöne Gaue einen Bombenhagel zu schütten und unsere größten Städte in kürzester Zeit zu einem grauenhaften Trümmerhaufen zu ma­chen. Uns aber hat marxistische Feigheit und des Zentrums Angst vor einem einigen, kämpf- und einsatzbereiten, vom ganzen Volk geliebten Deutschland an den Versailler

schart sich zielbewußt um den Arbeiter- und Bauern­führer Adols Hitler.

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Braunschwelg, 9. Oktober. In einer nationalso­zialistischen Versammlung führte am Sonntag Rcichstagspräsident Göring u. a. aus: Die Wah­len vom 31. Juli seien überflüssig gewesen, weil man der Willenskundgebung eines größten Teiles des deutschen Volkes nicht entsprochen habe. Am 13. August habe Hitler nicht die gesamte Macht gefordert, sondern die Staatsführung. Er habe den Reichskanzlerposten gefordert, um eine dem Bolksganzen dienende Innen- und Außenpolitik führen zu können. Den Reichspräsidenten habe man falsch unterrichtet. Jnnerpolitisch habe das Kabi­nett Papen erreicht, daß der Klassenkamps wieder beginne, außenpolitisch reihe sich Mißerfolg an Mißerfolg und wirtschastspolitisch könne man nur Scheinerfolge verbuchen. Die Deutschnationalen seien von jeher erbitterte Gegner des Nationalso­zialismus gewesen. In Harzburg habe man ver­sucht, Hugenberg zum Führer der gesamten natio­nalen Opposition zu machen. Die Harzburger Front habe zusammenbrechen müssen, weil man unauf­richtig gegen den Partner gewesen sei. Göring be­faßte sich dann mit der Stellung des Nationalso­zialismus zum Stahlhelm, der seiner Einstellung nach zum Nationalsozialismus gehöre und -nicht zu Papen.

Man habe niemals den Stahlhelm bekämpft und werde ihn auch niemals bekämpfen. Der Natio­nalsozialismus müsse jedoch die Führung bekämp­fen, weil sie sich hinter die Regierung Papen und damit gegen das Volk stelle. Man verlange von keinem Kämpfer dieser Bewegung Treubruch. Ver­langen müsse man aber von ihm» daß er seine Führung auffordere, den Mitgliedern die Freiheit des politischen Handelns wieder zu geben.

Vertrag gebunden, der uns zu einem bM bidendegebenben (die Dividenden fließen lei-, der in die Taschen der gegnerischen Mächte und -er herrschenden Parteibonzen) Kolo- nialstaat unserer Weltkriegsgegner gemacht. Da wurdeinternationale Solidarität^ ge­predigt, aber nur in Deutschland. Dtr­än deren auch die andern Sozialisten, kümmerten sich einen Deut um diese Soli­darität, hie anderen auch die andern Sozialisten dachten zuerst und allein an ihr Vaterland, an ihr Volk, bei ihnen galt dieInternationale Solidarität" nur solange, als sie und ihr Volk bei ihr ver­dienten. Bet uns aber nahm man sie so! ernst, daß man mit ihr Volk und Staat rui­nierte und den Arbeiter zum Kuli werden ließ. Da geschah in Adolf Hitlers einzig­artiger Bewegung das Wunder der großen nationalen Sammlung des Volkes in sozia­listischem Geist, der den Gemeinnutz vor den Eigennutz setzt, der Marxismus wurde de­maskiert und der deutsche Mensch ge­schaffen. Wie über den Marxismus wird auch über die deutschnationale Herrenklub­reaktion das Gericht hereinbrechen, das am 6. November das Volk halten wird.

Das Hakenkreuz, tiefes Symbol des Le­bens und des Lichtes, wird an die Stelle vergifteter Pfeile treten

und das Zeichen eines Volkes sein, das sich seiner männlichen Kraft freut und diese einzusetzen weiß, wo es für das Volk etwas zu erringen, etwas zu erwerben, aber auch etwas zu erhalten gilt.

6000 feindliche Flugzeuge harren an Deutschlands Grenzen. Und wir?! Wir sind schutzlos. Die deutschen Regierungen der Nachkriegszeit haben diesen Zustand hinge­nommen. Diese Regierungen werden dafür in der Geschichte mit dem Kainsmal gezeich­net registriert werden, weil sie die deutschn Bewußtheit geradezu pflegten. Der Pazin fismus hat uns schwach gemacht. Noch ritt die unerbittliche, Geschichte hat es ge­lehrt hat der Pazifismus einem Voll zum Leben verholsen. Das wollten Deutsch­lands marxistische Zaren und Machthaber seit 1918 nicht wissen. Wir sind ja seit bald 14 Jahren gewohnt, daß der Marxis­mus eine Pest, ein Jllusionsgebilde ist, daß die marxistischen Führer (wenn sie nicht die Besten" des Marxismus sind, bann wären ja die Schlechten im Marxismus tonbe- stimmend) ihre Unfähigkeit in einer Fülle von Beispielen gezeigt haben; wir sind ja gewohnt, daß alles, was si- anfassen, sich zum Unheil rveiidct wir sind aber auch von unserem Führer Adolf Hitler gei wohnt, daß er mit instinktsicherem Blick die Dinge durchschaut, das Notwendige zum Volkswohl klar erkennt. Was ist mehr Not­wendigkeit zum Aufstieg tu die Freiheit, als die Wchrhaftigkcit der Kraft?! Die Er­kenntnis dieser Notwendigkeit ist im Natio­nalsozialismus Sldvlf Hitlers tief ver­ankert. Den Willen zur Wehrhafttakeit iu»

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