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Parteiamtliches Organ der ' Bremer Nationalsozialisten
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Grus. Die englische Regie«»»- beabsichtigt in diesen Tagen bereits mit Paris, Washington «ud Rom in Fühlungnahme einzutreten, um die StÄ- luugnahme dieser Regierungen zu dem Gedanken einer Konferenz der Fünsmächte in London zu klären, die möglichst noch nächste Woche zusammen, treten soll.
- Mau will dem Zusammentritt k« FüufmSchte nicht den CharaSer -einer offiziellen Konferenz, sondern mehr Leu direkter vertraulicher Besprechungen zwischen den leitenden Staatsmänner« der Fünfmächte gebe«. Eine offizielle Einladung an die vier Mächte zur Teilnahme an dieser Konferenz wird daher nicht ergehen.
Die grundsätzliche Anerkennung 8er deutsche« Gleichberechtigungsforderung wird' setzt auf englischer Seite als unerläßlich angesehen. Man will sedoch die Verhandlungen über die Praktische Regelung über die Deutschland auf dem Gebiet der Abrüstung einzuräumenden Stellung sofort aufnehmen. Ausdrücklich-wird erklärt, daß Las Ziel dieser Verhandlungen mur die Rückkehr Deutschlands in die Abrüstungskonferenz sein könnte.
Die Tatsache, daß der englische Außenminister Simons heute zu einer Besprechung mit Herriot Nach Parts gereist ist, steht sicher mit diesen englischen Plänen im Zusammenhang.
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Berlin, 4. Oktober. Der englische Geschäftsträger erschien am Dieustag «achmittag im Auswärtigen Amt, um der Reichsregienmg eine Einladung zu der für London geplant«, FSnf-MSchte- Konserenz über die Gleichberechtigungsfrage zu überbringen.
Diese Einladung dürfte von deutscher Seite in dem Sinne aufgenommen worden sein, daß nämlich vorher die Gewißheit bestehen müßte, daß Deutschland nicht einer Einheitsfront gegenübertritt und der deutsche Anspruch auf Gleichberechtigung auch tatsächlich anerkannt wird.
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München, 4. Oktober. In dem Prozeß, i« dem die Verleumdungen über eine angeblich bestehende Tscheka-Organisation im Braunen Haus Aburteilung fanden, wurde heute das Urteil gefällt. Der Angeklagte Edmund Goldschaag wurde wegen Verleumdung zu einer Geldstrafe von 5000 Reichsmark verurteilt. In der Urteilsbegründung heißt es, daß Wahrheitsbeweise für das Bestehen irgendeiner „Tscheka-Organisation" im Braune«
München. Auf 8er zweiten Tagung der NS.-- Gaufrauenschaftsleiterinnen in München hat Adolf Hitler «ine eind-rucksvolle Rede gehalten, deren Grundgedanken im nachstehenden Auszug festgehalten find:
Die heutige Regierung glaubt, in einem luftleeren Ranm nationale Politik treiben zu können, sie sucht nationalpolitische Entschlüsse zu verwirklichen und begreift nicht, daß das Wesentliche das geistig weltanschauliche Fundament ist, auf dem Politik zu verwirklichen ist. Nicht das entscheidet, daß eine Regierung ein nationales Fühlen zu haben vorgibt, entscheidend ist, ob im Volk die Voraussetzungen für die Regierung gegeben sind, die eine Verwirklichung dieses nationalen Fühleus nicht als eine Maßnahme, die nur die Regierung angeht, erscheinen lassen, sonder» die das ganze Volk versteht.
Die heutige Regierung bildet sich ein, daß von ihr Kraft ausgehen kann.
Aber im Volk liegt die Kraftquelle, und nur wen» eine Regierung es versteht, diese Quelle für sich zu mobilisieren, ist ei« Erfolg möglich.
Daß eine Regierung glaubt, einzelne unserer Gedanken sür sich annektieren z« können, zeigt, wie wenig sie das Programm verstanden hat. Er» alter Moralgrundsatz sagt: Unrecht Gut gedeiht nicht.
Der Sinn liegt darin, daß, wenn ein Mensch nicht fähig ist, etwas zu erwerben, er auch nicht fähig sei« wird, was ein anderer erworben hat, zu verwalten, denn um etwas zu verwalten, muß man die Fähigkeit haben, es zu erwerben.
Die erste Wurzel des Staates sehen wir im natürliche« Gemeinschaftssinn der Familie. Diese kleinste Keimzelle ist nur schöpferisch, wenn sie auf einer gemeinsamen Auffassung des Lebens beruht, sie zerbricht, wenn die Partner über die wichtigsten Lebensvorgänge verschiedene Ausfassungen besitzen. Jede Organisation muß zerbrechen,
Haus und überhaupt in der NSDAP. in jeder Weise mißglückt seien. Damit ist eine der letzten niederträchtigste» Mordhetzon, die von der gesamten System-Journaille planmäßig geführt wurden, elend zusammengebrochen.
wenn nicht eine einige Auffassung über lebenswichtige Vorgänge besteht.
Der Sinn der Familie ist, den Lebenskampf durchführen zu helfen und dazu bedarf es einer gemeinsamen Weltaussassung.
Wir leben heute mitten in der Zeit der Erschütterung einer Basis, die durch viele, viele Jahrhunderte die Staatenbilduug emöglicht hat.
Mein Ausgangspunkt als Nationalsozialist für die Bettachtung aller Erscheinungen ist das Volk an sich, als rassischer Begriff, dem Fähigkeiten gegeben find, die niemand beseitigen kaun und die auch nicht wegzuleugnen find. Dieser Ausgangspunkt gibt eine feste Plattform sür alle Lebensfragen.
Ich kann nur im Staat auf wirkliche Autorität rechnen, wenn das Volk der Ueberzeugung ist, daß diejenigen, die regieren, die geistige Auslese sind. Und hier ergibt sich, wenn auch zunächst nur mittelbar,
die Stellung der Frau.
Ich gehe nicht aus von einer abstrakten Vorstellung. Ich gehe aus von einem einzigen: Das Volk soll erhalten werden und muß erhalte« bleiben. Wichtig allein ist, daß aus der volle» Uebereinstimmung der Ehepartner das gemeinsame Leben entsteht.
In einem Volk ist es nicht anders.
Es ist die große Aufgabe der nationalsozialistischen Frauenbewegung, daß sie ganz bewußt immer mehr und mehr die beiden Geschlechter auf den Gebieten zur Zusammenarbeit führt, die ihnen zukommen.
Je vollständiger das gelingt, um so mehr wird i»e innere Befriedigung eintreten, die Erlösung unseres Volkes von Not und Leid. Es ist eine gewaltige Ausgabe, die damit in die Hände der Frauen gelegt ist, eine Ausgabe, die nicht nach Jahren zu bemessen ist, die eine einzige Frauen- generatiou überhaupt nicht lösen kann. Ich bin sicher, daß die nationalsozialistische Frauenschast zu ihrem Teil dazu beitragen wird.
am Dienstag abend der Gesamtverband der Freien Gewerkschaften den gleichen Beschluß gefaßt.
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Berlin, 4. Oktober. Amtlich wird mitgeteilt: Im heutigen Reichsanzeiger wird eine weitere Ausführungsverordnung des Reichsarbeitsministers veröffentlicht, in der die von der Reichsregierung schon bisher ständig vertretene Auffassung hinsichtlich der Friedeuspflicht der Gewerkschaften nochmals ausdrücklich klargestellt wird.
Nach der Verordnung gilt die Erfüllung des Ar- britsvertrages trotz der von dem Arbeitgeber wegen Belegschastsoermehrung vorgenommenen Lohn- ermäßigung als dem Tarifvertrag entsprechned, so daß Kampsmaßnahmen einer Tarispartei gegen die Durchführung der Verordnung durch die andere Partei oder ei« Mitglied dieser Partei als Ver- letznng des Tarifvertrages gelten.
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Berlin, 4. Oktober. Nach dem ergebnislosen Ansgaug der Rachtverhandlnnge« tm Streik der
Hamburger Verkehrsarbeiter hat der Reichsarbeitsminister am Dienstag vormittag den Schiedsspruch, der sür das Personal der Hamburger Verkehrsgesellschaften gefällt worden war, sür verbindlich erklärt. Der Hamburger Verkehrsstreik dürfte auf Grund dieser Entscheidung nunmehr sein Ende finden.
In der Begründung wird darauf hingewiesen, daß in der Entscheidung eine Aenderung der vom Reichsarbeitsministerium in der Frage der Verbindlichkeitserklärung bisher eingehaltenen Linie nicht zu finden sei. Hier handele es sich um einen Arbeitskampf in gemeinnötigen Betrieben, durch den die Aufrechterhaltung des Wirtschaftslebens in Hamburg in Frage gestellt sei.
Hamburg, 4. Oktober. Nachdem bereits die christlichen Gewerkschaften sowie die nationalsozialistische Streikleitung im Laufe des Dienstag nachmittag beschlossen hatten, ihre Mitglieder aufzufordern, am Mittwoch die Arbeit wieder aufzunehmen,, hat auch.
Hagett, 4. Oktober. Bei der Firma Wip- permann A.--G'., Abteilung Fahrradteile in Hägen-Delster, ist wegen geplanten Lohnabbaues ein Streik ausgebrochen, der zur Entlassung der fünfhundertköpfigen Belegschaft geführt hat. Die Firma betont, daß die Einführung der 40stündigen Arbeitswoche mit entsprechenden Lohnkürzungen und Mehreinstellungen von Arbeitern im Sinne der Notverordnung von ihr nicht geplant sei, sondern daß sie lediglich über- tartsliche Löhne habe abbauen wollen.
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Fortsetzung des Streiks in der Hochseefischerei.
Alton«, 4. Oktober. Der Streik in der Hochseefischerei dauert an. Den Arbeitnehmerverbänden sind die Borschläge der Arbeitgeber zur Tarifrevision übermittelt worden. Sie sehen u. a. einen Abbau der Heuer um durchschnittlich 15 v. H« vor, ferner eine Verkürzung der Liege- und Freizeiten sowie Streichung des Urlaubs vor.
In der Nacht zum Dienstag haben sich die Löscharbeiter in Hamburg-Altona geweigert, Fischdampfer zu löschen. Im H'am- burg-Altonaer Fischereihafen liegen augen
blicklich xlf ungelöschte Dampfer mit erheblichen Fischmengen. Erst heute morgen ist ein Fischdampfer mit einer Ladung von fast 160 000 Pfund Heringen aus der Nordsee eingetroffen. Nach Blättermeldungen werden die Löscharbeiter im Laufe des. heutigen Dienstagnachmittag die Arbeit wieder aufnehmen. Die auswärtigen Fischdampfer sind ungelöscht in ihre Heimat- Häfen Cuxhaven und Wesermünde zurück« gekehrt.
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Berlin, 4. Oktober. Wie wir erfahren, be, absichtigt die Reichsbahnverwaltung allein in! Reichsbahndirektionsbezirk Berlin i» den nächsten Wochen abermals 6000 Arbeiter zu entlassen. Bekanntlich find schon in der letzten Zeit insgesamt 52000 Entlassungen pon Arbeitern und Angestellten vorgenommen worden.
Unter den Angestellten befanden sich sogar solche, die schon über 20 Jahre im Dienst der Reichsbahn standen. Die Reichsbahnverwaltung hat, wie bekannt geworden ist, den Gewerkschaften einen Vorschlag unterbreitet, nachdem sie sich bereit erklärt, die Entlassungen vorläufig zurückzustellen, wenn die Arbeiterschaft sich mit der Einlegung von Feierschichten und mit einer erneuten radikalen Lohnkürzung einverstanden erkläre. Entweder setzt man also den deutschen Arbeiter kurzerhand auf die Straße, oder jede Willkür ist gerade gut genug, unk das Hungerdasein des deutschen Arbeiters noch! weiter zu verschlimmern.
Das ganze heißt „Wirtschaftsankurbelung"!
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Programmatische Rede des neuen ungarischen Ministerpräsidenten.
Bndapest, 4. Oktober- In einer programmatischen Rundfunkansprache erklärte ant Dienstag abend der nen ernannte ungarische Ministerpräsident Julius Gömbös, die Hauptaufgabe der ungarischen Regierung sei der Ausbau eines starken unabhängige« nationalen Staates. Aus diesem Grunde fordert die Regierung die Revision des Tri- anon-Vertrages. Die Gömbös-Regierung verschließt sich auch vor einer Zusammenarbeit der Donaustaaten nicht.
Ueber handelspolitische Fragen erklärte der Ministerpräsident, die Regierung wünsche die Verstärkung der ungarischen Aus- fuhrtätigkeit und plane aus diesem Grund« eine einheitliche Leitung der Ausfuhr zu schaffen. Die inländische Industrie werde tatkräftig unterstützt werden, jedoch nur so weit diese Unterstützung den allgemeinen Interessen des ungarischen Wirtschaftslebens nicht zuwiderlaufe. !
Die Regierung stehe auf kapitalistischer Grundlage. Die Golddeckung des Pengö würde unter allen Umständen aufrechterhalten. Von einer Inflation könne keine Rede sein.
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Mukdett, 4. Oktober. Bei einem Stras- feldzug am Nonny-Fluß wurden, einem Bericht der mandschurischen Militärbehörde zufolge, 1500 chinesische Freischärler getötet. Japanische Bombenflugzeuge verfolgen bis nach dem Ueberschwemmungsgebiet fliehenden Chinesen. ^
In der Nordmandschurel Haben die chinesischen Freischärler jedoch weitere Erfolgs erzielt. Sie Haben von der ganzen weW ltchen Hälfte der oftchinesischen Eisenbahn Besitz ergriffen. Sie werden durch mongolische Freischärler unterstützt, die mit der! neuen mandschurischen Regierung ebenfalls unzufrieden sind. Die Japaner Haben ein aus 40 Maschinen besehendes geschwader gegen die Freischärler eingesetzt.