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Nr. ss / i. Vierteljahr §
Sonntag, den 2 S. Februo
,r Einzelpreis is Rpf.
Eine Million Amtswalter werden vereidigt
Die Grundlagen
L. 1. Alles Große fing einmal klein an und wurde in seinen Ansängen verlacht, verspottet und verkannt. „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen!" — sagt Martin Luther vor dem Reichstag zu Worms, und die auserwählten Herren des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation spotteten Wer den großen Reformator, ohne im geringsten daran zu denken, daß dieser Martin Luther mit seinen Thesen das Denken und Fühlen ganzer Böller für ewig in neue Bahnen lenkte, daß er der Künder einer neuen Epoche war, der Kar und entschlossen, ohne jede Kompromisse, seinen Weg ging.
Am 24. Februar 1920 stand ein Mann aus dem Volle auf, ohne jeden Titel und Namen, ein unbekannter Soldat des Weltkrieges, der einer Keinen Schar von Anhängern seine Ideen entwickelte und erklärte, mit seinem Leben filr die Erreichung seines Zieles kämpfen zu wollen. Auch er wurde damals verlacht und mit Hohn überschüttet. Nur wenige erkannten zu dieser Zeit, daß dieser Mann dazu berufen war, Bahnbrecher gewaltigster Geistes- umformungen und Künder einer völlig neuen Zeit zu sein. 14 Jahre sind vergangen, seit Wolf Hitler die 25 Programmpunkte bekanntgab, die heute und für epilg das Glaubensbekenntnis der Bewegung sein werden.
Ein dornenvoller Weg sind diese 14 Jahre, die zwischen dem 24. Februar 1920 und dem heutigen Tage liegen. Durch eine Wüste von Haß und Mrßverständnis gingen aufrecht und unbeirrbar die Männer jener ersten Stunden des Anbruchs der neuen Zeit — allen voran der Führer — und warben mit Wort und Tat fanatisch um die Seele des deutschen Menschen. Das Versprechen, sich mit allen Kräften, und sei es mit dem Leben, für die Durchführung der 25 Punkte einzusetzen, ist gehalten worden. Ueber 400 starben für die Idee des Führers
Die Rede des Führers, die am Sonnabend in München im Sternecke-Bräu gehalten worden ist, können wir, da sie uns bei Redaktionsschluß im amtlichen Text nicht vorliegt, erst in der Montag-Nummer veröffentlichen.
gaben ihr kostbarstes Gut, ihr Loben, für is neue Vollwerden hin. Horst Wessel, der yp des neuen deutschen Menschen, fiel an nem 23. Februar, einen Tag vor der zehn- n Wiederkehr des Tages der Verkündung r Glaubensgegensätze, denen er und mit ihm ine Kameraden, ihre Jugend und Zukunft ^schrieben hatten. Ewig werden sie in un- cen Reihen als Blutzeugen mitmarschieren. Der Weckruf an ein ganzes Volk, der am Februar 1920 ertönte, war nicht ungehört rhallt. Das deutsche Volk erwachte. Immer irker schwoll der Zug derer an, die frei- illig und aus innerer Ueberzeugung dem ikenkreuzbanner folgten, bis dann endlich ich opfervollem Ringen am 30. Januar 1933 e Macht im Staate erungen und der 14 ahre lange Traum Wirklichkeit geworden
Nachdem der kommunistische Terror und der Marxismus gebrochen waren, konnte die Auf- cuarbeit und die eigentliche Mission des Na- onalsozialismus beginnen: das Volk in llen seinen Schichten undStan- en mit dem Ideengut der Bewe- ung zu durchdrungen.^
Und wieder bilden die 2o Punkte den rundritz des neuen Staates. Jetzt mutz auf- ärende und erzieherische Arbeit einsetzen, ie Fülle der andrängenden Probleme, die h aus der notwendigen inneren Reforma- on eines ganzen Volkes ergaben, konnte nur -löst werden, wenn neben den Hütern des »wer Errungenen auch Männer zur Verfü- ina stehen, die sich die E r z i e h ung u nd ormung der Volksgenossen zur ufgabe setzten und für diese grotze Aufgabe rch das geistige Rüstzeug mitbringen.
So entstand neben der SA. und SS., denen e Sicherung der erreichten Ziele obliegt, das wtze Heer der A m ts w a l t e r. Nachdem die artei zum Staat wurde, sind die Funk-- ionsträger des neuen Staates Morden.
Der 24. Februar 1934 soll für uns alle mehr in, als nur Gedenktag. Mit der Vererdl- rng der Amtswalter, die ihrem Führer Adolf itler Treue bis zum Tod schwören, wird un- re völkische und staatliche Entwicklung im inne des nationalsozialistischen Programms ollendet und die vor 14 Jahren aufgestellten ö Grundthesen unserer Weltanschauung wer- en zum unerschütterlichen T-nndament des »ritten Reiches erhoben.
Das neue Deutschland vergißt seine Toten nicht!
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Der Tag des Treueschwurs
Eine Rundfunk-Ansprache des Reichsleiters Alfred Rosenberg
Berlin, 24. Februar.
Reichsleiter Alfred Rosenberg hielt am Sonnabend eine Ansprache, die über alle deutschen Sender verbreitet wurde. Er führte dabei u. a. aus:
Am 14. Jahrestag des Angriffsbefehls der nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei auf eine zerbrechende Welt schwören viele Hunderttausende politische Leiter dem Führer Treue und Gefolgschaft. Dieser ernste Tag für alle Nationalsozialisten wird die innere Verbundenheit zwischen dem Führer und uns allen in noch viel persönlicherer Form festigen, als je zuvor und zugleich die Krönung darstellen der Arbeit aller jener, die in diesen Jahren für Führer und Bewegung und damit für Deutschland mit dem Einsatz all ihrer Kräfte gekämpft haben.
Wir denken heute zurück an alle Tage. die Marksteine sind auf dem Wege zu unserem Siege, auf dem Wege, der aus einem unscheinbaren Münchener Easthause zum triumphalen Marsch durchs Brandenburger Tor führte. Der Traum, den wir 14 Jahre lang geträumt haben, ging in
Erfüllung: Adolf Hitler zog in Vismarcks Haus als Träger des jetzt erst zur Vollendung reifen 20. Jahrhunderts, auf dem Berliner Schloß wurde das Banner unserer Bewegung hochgezogen und am Grabe des größten Königs der deutschen Geschichte vollzog sich der Gründungsakt des ersten deutschen Nationalstaates.
Vor unseren Augen ziehen aber heute auch die großen Menschen der deutschen Vergangenheit vorüber. Wir grüßen sie in ehrfürchtiger Dankbarkeit nach Ueberwindung überlebter Wertungen von dem einen Gesichtspunkt aus, daß sie des deutschen Volkes Leben gestärkt, seine seelischen und leiblichen Kräfte gefördert, geklärt und durchgesetzt haben.
Ein anderer Zug der Geister wird deshalb im Lichte unserer Zeit hervortreten und manche Gestalten, welche von einer gestorbenen Zeit gelobt wurden, werden in den Hintergrund treten.
Die jetzigen Tage stehen also in einem Bewußtsein uncnlBicher Verbundenheit mit denen, die einst getragen worden waren von der Sehnsucht zu einem großen, starken, deutschen Volk zu einer ehrbewußten Stellung des Deutschen Reiches,
zu einer Verklärung der deutschen Seele, getrieben vom Willen des Durchsetzens germanischer Schöpferkräfte.
Zu gleicher Zeit aber flattert an unseren Augen die Standarte des Sieges vorüber. In unendlicher Zahl sehen wir diese Fahne heute über deutsche Lande wehen und grüßen dieses Symbol als Zeichen einer neuen politischen und weltanschaulichen Einheit Deutschlands. Dieses Symbol ist uns heute das herrliche Zeichen der deutschen Einheit, und dieses Symbol — das ist Verpflichtung für alle — wird so stark sein, wie der Wille seiner Träger, es zu verteidigen.
Der Schwur des Tages aber gilt dem Manne, der das deutsche Volk aus den Tiefen der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit durch seinen starken Glauben wieder emporriß zu Selbstvertrauen und Stolz, der inmitten eines tiefsten Zusammenbruches die F-.rhnr der Hoffnung und des Widerstandes ent ollte and schließlich mit se?!".r Reichsgriin >ung die Sehnsucht aller jener
(Fortsetzung auf Seite 2)
Dolkstmuettag
ll. ll. Bremen, 25. Februar 1934.
Den Machthabern im alten System war der Volkstrauertag ein Dorn im Äuge. Sie hätten ihn vielleicht sogar verboten, wenn sie nicht den gerechten Zorn der alten Frontkämpfer fürchteten. Aber es gab auch gut „Bürgerliche", darunter sogar Kanzel- redner, die den Volkstrauertag mit dem Totensonntag verschmelzen wollten, weil er ihnen überflüssig erschien. Tie Ersteren verdammten den Volkstrauertag aus politischen Gründen, die Letzteren, weil sie den tiefen Sinn des Volkstrauertages nicht verstanden hatten. Beide aber verteidigten ihren Standpunkt damit, daß man alle Wunden nicht aufreißen soll. Unsinn! Heute, nachdem mehr als ein Jahrzehnt vergangen, bluten alte Wunden nicht mehr. Wenn heute noch etwas schmerzt, dann die Tatsache, daß man die Gefallenen des Weltkrieges unter dem alten System beinahevergessen hätte. Und dieses Vergessenlassen wurde mit voller Absicht gefördert. Hatte man erst das Volk so weit, daß es sich seiner Toten des Weltkrieges nicht mehr erinnerte, dann war es reif für art- und volksfremde Ideen, dann war die Gemeinschaft jener Lumpen geschaffen, in der die Deserteure und Volksverräter die erste Geige spielen konnten. Und diesem vater- landslosen und ehrlosen Beginnen leisteten auch jene Deutschen — wir nehmen zu ihren Gunsten an unbewußt — Helsersdienste, die den toten Frontsoldaten als gewöhnliche Nummer einreihen wollten in die Millionen jener Toten, die sanft und selig im Bett entschlummert sind. „In 20 Jahren", sagte mir einer von dieser Sorte, „denkt ja doch kein Mensch mehr an die Gefallenen." So schätzte man das Volk ein! Es wird Ausgabe des nationalsozialistischen Staates sein, dafür zu sorgen, daß diese sonderbare Prophezeiung nie Tatsache werde.
Wir begehen heute den Volkstrauertag nicht ausschließlich in dem Gefühl eines dumpfen, ewig brennenden Schmerzes. Der Sieg Adolf Hitlers über die zersetzenden Mächte -in Deutschland hat dem Volkstrauertag einen höheren Sinn gegeben. Ost hat man nach dem Kriege die Frage ausgeworfen: Sind jene zwei Millionen nicht umsonst gefallen? Wenn es nach den Novemberherren und ihren Nachfolgern gegangen wäre, hätte man allerdings einmal diese Frage mit „Ja!" beantworten können. Aber eine gütige Vorsehung hat es anders gewollt. Das Blutopfer der zwei Millionen war die Vorahnung des neuen Reiches. Wir alten Frontsoldaten wissen doch, warum wir 1914—1918 draußen im Treck an der Front gelegen waren. Wir sind heute die noch lebenden Zeugen dafür, daß uns damals ein starkes Reich vorschwebte, eine starke Volksgemeinschaft, und jeden Tag an der Front haben wir es mit der Tat bewiesen, daß Klassendllnkel und Klaffenkampf ausgelöscht in uns war. Nur, wenn wir einmal die Heimat wiedersahen, spürten wir jenen unheimlichen Geist, der nach Geburt und Rang fragte und den Menschen danach einschätzte, der den Eigennutz förderte und ein mitleidiges Lächeln für uns, die wir noch die Zeichen des Grabenschmutzes an uns trugen, übrig hatte. Darum war es auch der unbekannte Frontsoldat Adolf Hitler, der aus dem großen Fronterlebnis heraus den Geist einer neuen Zeit gebären ließ. Und wenn heute jene zwei Millionen Tote ausstehen und reden würden, sie würden mit den alten Frontkämpfern zusammen sprechen: „Jawohl, das, was Hitler heute im Nationalsozialismus Deutschland geschenkt hat, wollten wir ja gerade! Nicht jene blasse November-Republik, die heillos und planlos zerstörte, die tausend Machthaber ohne Macht hatte und mit der die „Siegerstaaten" spielten, als wäre sie ein Fußball. Auch nicht ein monarchisches Staatengebilde, in dem dynastische GrundLtze Schlagbäume zwischen den deutschen Stimmen aufrichteten. Nein! Ein Deutschland wollten wir baben, in dem geschafft und gearbeitet wird, das glücklich ist und das in der Welt geachtet dasteht!"
Dieses Deutschland schaffen wir heute. Aus dem Frontgeist heraus, den man dem deutschen Volke austreiben wollte. Deshalb weht heute, zwar unsichtbar, auf den Gräbern der zwei Millionen neben der schwarzen Fahne der Trauer die leuchtende Hakenkreuzfahne als Zeichen des Sieges und der Hoffnung. Und in das Gedenken an jene Toten des Weltkrieges beziehen wir gleichzeitig auch die Blutopser der vielen Hundert ein, die für oas Hakenkreuz gebracht wurden. Die Toten des Weltkrieges und die Toten der nationalsozialistischen Revolution starben für ein und dasselbe Ziel. Wenn Hitler an der Feldherrn- Halle in München den braunen Toten die