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(22/02/1934) Nr. 52
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Nr. 52 / i. Vierteljahr

Donnerstag, den 22 . Februar Einzelpreis 15 Rpf.

Ins Stammbuch der politischen Brandstifter

IM. Der unmittelbar vor der Ratifizierung stehende deutsch-polnische Nichtangriffspakt läßt gewisse Politiker, denen die unbeirrbare Friedenspolitik Adolf Hitlers nicht in ihre Pläne paßt, keine Nacht mehr ruhig schlafen. Eigentlich sollte auf der ganzen Linie Einig­keit darüber herrschen, daß ein aufrichtiges Friedensabkommen ganz gleich, zwischen welchen Staaten es abgeschlossen wird im­mer als eine politische Tat ersten Ranges, als ein Schritt vorwärts zu werten ist. Der fran­zösische radikalsozialistische Führer Herriot denkt hierüber anders. Seine Liebe gilt nicht der Friedenspalme, sondern der Petroleum- Kanne.Hat Polen beachtet", so fragt er in einem dieser Tage veröffentlichten Artikel, daß nach der im Pakt vorgesehenen Frist Deutschland seine Forderungen wieder auf­nehmen kann? Hat Polen sich eine Sicherheit mehr verschafft oder eine neue Illusion ge­macht? Will Deutschland uns nach und nach an den endgültigen Frieden gewöhnen oder einen Krieg vorbereiten?" Auch im Prag scheinen die Drahtzieher an solchen hetzerischen Fragen besondere Freude zu haben; so springt denn der frühere tschechoslowakische Gesandte in Rom, Dr. Leo Borsky, dem ehemaligen französischen Ministerpräsidenten zu Hilfe, in­dem er dessen Fragenreihe in einem Präger Blatt in folgender Weise fortsetzt:Haben sich Hitler und Pilsudski über die Aufteilung der Tschechoslowakei geeinigt? Oder schützen sie nur die Richtung ihrer Politik nach Süden vor, um die wirklich geplante Richtung nach Osten auf Kosten Rußlands zu verdecken, so­bald dieses im Fernen Osten beschäftigt ist?"

Ja, wenn es mit der Petroleum-Kanne allein getan wäre! Mutz nicht auch ein Feuer vorhanden sein, in das man die ge­fährliche Flüssigkeit gießen kann? Das aber gerade fehlt. Im Autzenausschutz des War­schauer Sejm hat soeben der konservative Fürst Radziwill eine Rede gehalten, mit der die selbständige Politik Polens scharf um­rissen und zugleich eine klare Antwort aus jene unsinnigen Fragen erteilt worden ist. Wir können die Enttäuschung Herriots und Borskys mitempfinden, die beide befallen haben muh, als Fürst Radziwill statt einer freundlichen Berneiguna vor Paris und Prag von der Sympathie und Hochachtung sprach, die Adolf Hitler beim Gegner hervorrufe. Dem neuen Deutschland gegenüber fand der Fürst treffende Worte fest wurzelnden Ver­trauens. Und den an der polnischen Außenpolitik nörgelndenPropheten" rief er zu, daß Polen nickt den geringsten Anlaß zur Beunruhigung biete. ' Das Letztere war hauptsächlich an die Adresse Frankreichs ge­richtet, das die etappenweise Loslösung Po­lens von der Pariser Bevormundung und die Besinnung Warschaus auf seine eigenen Interessen mit wachsendem Unbehagen ver­folgt hatte. Die geplante Reise des franzö­sischen Außenministers Barthou nach War­schau gewinnt so angesichts der vergeblichen Brandstiftungsversuche jener Petroleum- Konsumenten eine recht interessante Note.

GG.-GruppenMrer

Seidel-Dittmarfch^

Berlin, L1. Februar.

SS-Gruppenführer Seidel-Dittmarfch, bis vor kurzer Zeit Chef des Führungsamtes der Reichssührung der SS und zuletzt Inspek­teur Mitte der Obersten SA-Führung. Mit­glied des Reichstages und preußischer Staats­rat, ist nach kurzem schweren Leiden im 48. Lebensjahre verstorben.

Seidel-Dittmarfch ist einer der bekann­testen SS-Führer Deutschlands gewesen und hat am Aufbau der SA und besonders der SS großen Anteil.

«!

Ministerpräsident Eöring hat zum Tode des preußischen Staatsrats und SS-Gruppenführers Seidel-Dittmarfch dem Bruder des Verstorbenen sowie dem Stabschef Rohm und dem Reichsführer der SS, Himmler, telegrafisch sein herzlichstes Beileid ausgesprochen.

In Anbetracht der hohen Verdienste des Ver­storbenen um die nationalsozialistische Revolution und das deutsche Volk findet am Freitag, 23. 2., 15 Uhr, in der Luther-Kirche zu Berlin-Schone- berg, Dennewitz-Platz eine Ehrentrauer- seier statt, an der Vertreter der Regierung sowie Formationen der Polizei, SA und SS teilnehmen werden. Im Anschluß daran erfolgt die Beisetzung auf dem St. Matthäi-Friedhof in Verlin-Schöneberg, Großgörschenstratze.

Außenminister Beck erkrankt. Der polnische Außenminister Beck hat infolge einer starken Er­kältung seine Amtstätigkeit für einige Tage unterbrochen. Wie dieEazeta Warszawska" zu melden weiß, soll das deutsch-polnische Nicht- angriffs-Abkommen am Donnerstag durch den Staatspräsidenten Moscicki ratifiziert werde«.

Keine AbiÄstungö-Zllusion!

Günstiger Verlauf der Besprechungen zwischen Adolf Hitler und dem

Lordsiegelbewahrer Eden

änb. London, 21. Februar.

Times" läßt sich von ihrem Berliner Bericht- erstatter melden, Eden habe zwar beabsichtigt, am Donnerstag nach Rom abzureisen, das sei jedoch noch nicht endgültig entschieden. Der gestrige Tag habe offenbar den Eindruck hinterlassen, daß Edens Besuch die Mühe gelohnt habe. Falls der leidlich gute Anfang zu einer Aussicht auf einen Fortschritt in der Rüstungsfrage führe, werde Edens Berliner Aufenthalt vielleicht verlängert werden.

Wie in unterrichteten englischen Kreisen weiter verlautet, wurde in der Umgebung Edens nach Ab­schluß des ersten Vesprechungstages ein gemäßig­ter Optimismus zur Schau getragen. Man gehe wohl nicht fehl in der Annahme, daß im Mittel­punkt der bisherigen Besprechungen die Frage der Luftstreitkräfte, ferner die englische Anregung auf Rückkehr Deutschlands nach Eenf und schließ­lich dieSA.-Frage" gestanden hätten. Am Mitt­woch wurden die Besprechungen des Reichskanzlers mit dem Lordsiegelbewahrer Eden in Gegenwart des britischen Botschafters und des Reichsaußen­ministers fortgesetzt. Die Unterhaltungen werden voraussichtlich am Donnerstag zum Abschluß ge­langen.

Unter der UeberschriftNotwendiger Realis­mus" beschäftigt sich die Deutsche Diplomatische Korrespondenz mit den internationalen Bemü­hungen um eine Verständigungs- und Verhand­lungsgrundlage in der Abrüstungsfrage. Zu dem englischen Memorandum vom 29. Januar schreibt die Korrespondenz u. a.:

Deutschland sieht in dem Plan an sich eine brauchbare Diskussionsgrundlage, es ist sogar mit den meisten seiner Einzelbestimmungen einver­standen. Diese Zustimmung ist naturgemäß da­durch bedingt, daß die Voraussetzungen des eng­lischen Planes, so wie er sie selbst unmißverständ­lich bezeichnet, praktisch vorhanden sind. Der englische Plan will die Abrüstung, er lehnt aus­drücklich eine Lösung ab, die zwar die Begren­zung der Rüstungen vorsehen, aber nichts für ihre Einschränkung tun würde. Angesichts der in den letzten Tagen wieder bestätigten Haltung Frank­reichs wäre es leider eine nicht länger zu recht­fertigende Illusion, im gegenwärtigen Augenblick irgendeine Art von Abrüstung, die diesen Namen verdient, zu erwarten. Deutschland hat, ebenso wie England, lange geglaubt, die unerfreuliche Tatsache nicht hinnehme» zu müssen, daß bis aus

weiteres kein Abbau der kriegerischen Rüstungen in Europa zu erreichen ist. Sie kann aber jetzt, nach so vielen gescheiterten Versuchen, die Mit­arbeit Frankreichs für ein internationales Ab­kommen zu gewinnen, nicht mehr ignoriert wer­den, wenn neue Verständigungsversuche nicht den gleichen Mißerfolg haben sollen.

Dem englischen Plan stellt dann die Korrespon­denz den italienischen Vorschlag vom 31. Januar gegenüber, dervon . Anfang an den Grundsatz vertrat, daß die hochgerüsteten Mächte entweder nicht den Willen oder die Möglichkeit haben, zu erheblichen gemeinsamen Abrüstungsmaßnahmen zu gelangen" und bezeichnet ihn als die einzige realpolitische Lösung, die ihn in den Vordergrund des Interesses treten läßt. Um die Hoffnung auf weitere Fortschritte so wenig wie möglich zu be­einträchtigen, so fährt dann die Deutsche Diplo­matische Korrespondenz fort, wäre es angezeigt, die Vertragsdauer nicht, wie es das englische Memorandum vorsieht, auf zehn Jahre festzusetzen, sondern die schon reichlich bemessene sechsjäh­rige Frist des Mussolini-Planes als Maximum zu betrachten. Innerhalb dieser Frist müßte eine neue Behandlung der Abrüstungsfrage vorgenommen werden.

Oesterreich und Llngarn

wollen ihre Wehrmacht verdoppeln

cknd. Wien, 21. Februar.

In hiesigen politischen Kreisen verlautet, gegen­wärtig seien internationale Verhandlungen über ein« Verstärkung der österreichischen Wehrmacht im Gange. Der tatsächliche Bestand des österreichi­schen Bundesheeres, der nach dem Vertrag von St. Germain nur 39 VVV Mann umsaßt, soll auf SO 999 erhöht werden. Auch auf dem Gebiet der Material­rüstungen sollen der österreichischen Regierung er­hebliche Zugeständnisse gemacht werden. Diese Verhandlungen werden mit den letzten Wiener Ereignissen in Zusammenhang gebracht. Nach Auf­fassung der österreichischen Regierung habe sich für die Niederwerfung innerer Unruhen die Stärke des Heeres und der Polizei als ungenügend er­wiesen. Die Erhöhung der österreichischen Rüstung soll, wie verlautet, im Rahmen der englischen Ab­rüstungsdenkschrift bereits in gewissem Grade vor­gesehen sein. Ebenso soll eine Rüstungsverdoppe­lung auch für llngarn geplant werden. Von amt­licher Seite liegt jedoch eine Bestätigung dieser Mitteilung noch nicht vor.

Guvichs Donau-Aufgabe

ckvb. Budapest, 21. Februar

Sämtliche Budapester Morgenblätter begrüßen den hier heute eingetroffen«» italienischen Unter­staatssekretär Suvich mit einer llberschwänglichen Herzlichkeit. Das RegierungsblattFügget- lenseg" betont, daß von Italien wie von Ungarn sowohl einzeln als auch zusammen eine aus­gesprochene Friedenspolitik betrieben werde. Auch der Besuch Suvichs steh« im Zeichen der Friedenspolitik. Gerade eine Bereinigung geeignet, den europäischen Frieden zu sichern. Die Kleine Entente befolge Ungarn und Oesterreich gegenüber eine wirtschaftliche Absperrungspolitik.

Der nationaleMagyarsag" erklärt in ziemlich scharfer Form, die Kleine Entente habe seil 1t Jahren eine engere Zusammenarbeit Ungarns mit Oesterreich zu verhindern verstanden und damit den Wiederaufbau des Donaubsckens vereitelt. Bezüglich des Donaubeckens habe nur ein einziger Mann und ein einziger Staat eine großzügig« Konzession, und das sei Mussolini und Italien. Das Blatt will wissen, daß Frankreich die italie­nischen Donaubecken-Pläne zu unterstützen bereit sei und die Führung Mussolini überlassen wolle, als Gegendienst von Mussolini jedoch fordere, daß er sich den französischen Standpunkt in der Ab- liistungsfrage zu eigen mache. Das Blatt stellt fest, daß in der Frage des Donaubeckens sehr er­hebliche politische und wirtschaftliche Interessen­gegensätze bestünden. Ungarn müsse daher um so mehr entschlossener handeln.

Simon nimmt nicht Stellung

Die österreichische Frage vor dem Unterhaus «lud. London, 21. Februar.

Im Unterhaus stand am Mittwoch erneut das Problem Oesterreich zur Debatte. Sir John Simon erklärte, die britische Regierung vertrete die Anschauung, daß sie bei Anrufung des Völkerbundsrates durch eine streitende Partei nicht das Recht habe, Stellung zu nehme», b«»r

die Gegenpartei Gelegenheit gehabt habe, gehört zu werden. Ein Gerichtshof, der faire Entschei­dungen zu treffen habe, werde am angemessen­sten verfahren, wenn jedes seiner Mitglieder so­lange mit seinem Urteil zurückhalte, bis beide streitenden Parteien gehört worden seien.

Kredite für dieVulverbefchaffung

ävd. Paris, 21. Februar.

Die Kammer, die heute drei Sitzungen abhält, ! um den neuen Haushalt zu verabschieden, hat in ! ihrer ersten Sitzung eine Reihe von Artikeln angenommen, so denjenigen, der vom 1. Juli 1934 ab eine lüprozentige Sonderbesteuerung ausländischer Arbeiter in Industrie und Handel einführt, soweit sie nicht schon über zehn Jahre in Frankreich tätig sind. Die Besteuerung wird von den Arbeitgebern ein­gezogen. Angenommen wurde ferner die Er­höhung der Umsatz st euer für Einheitspreisgeschäfte. Sie beträgt,

wie die Warenhaussteuer, bei einem Umsatz bis zwei Millionen Francs 1,2 v. H.

Bei dem Artikel, der Kredite für die Pul- verbeschaffung im Hinblick auf die indu­strielle Mobilisierung vorsieht, erklärte der Re­gierungskommissar, es handle sich nicht um die Herstellung von Dynamit, sondern eines Dynamit- explosivstoffes, den man für Zwecke der Lan­desverteidigung brauche. Kriegsminister Marschall Pvtain erklärte, man wolle nicht der Dynamit- fabrikation Abbruch tun, aber man brauche im Hinblick auf eine Mobilisierung ergänzende Fa­brikationen. Auch neue Abgaben aus Gas und Elektrizität werden angenommen.

Vor neuen englisch-französischen Handelsver­tragsverhandlungen. Die britische Regierung er­hielt am Dienstag eine französische Note, in der, wie verlautet, Frankreich vorschlägt, Verhandlun­gen über einen neuen Handelsvertrag zu begin­nen und inzwischen den gegenwärtigen Stand der Handelsbeziehungen unverändert zu lassen.

Dr. Ley spricht vor den Bremer Arbeitern

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Dr. Robert Ley in Bremen

k'. L. Bremen, 22. Februar.

Die grauen öden Riesenschuppen draußen im Hafen Bremens waren gestern abend für ein paar Stunden Stätten der Freude und des Glücks geworden. Zehntausende von Men­schen, die tagein, tagaus in der ewig gleich­laufenden Tretmühle der Arbeit stehen, lauschten dort dem Organisator der Deutschen Arbeitsfront, Stabsführer Dr. Robert Ley. Man muß diese Massen gesehen, muß in die frohen, leuchtenden Augen unserer braven Ar­beiter geblickt haben, die wie gebannt an den Lippen des Redners hingen, um zu begreifen, daß dieses erhabene Bild nichts zu tun hatte mit den berühmten Potemkinschen Dörfern einer längst versunkenen Zeit. Diese Masse der Arbeiter der Stirn ukd der Faust war die Verkörperung der Ehrlichkeit und Ueber­zeugung. Das war keine künstlich aufgezogene Organisation, die lediglich äußerlich zeigen sollte, wie man Massen auf die Beine bringen konnte, sondern in diesen Riesenkundgebungen steckte eigener Geist und Wille, nach Leben rufend und Leben verwirklichend.

Es hatte schon immer seinen eigenen Reiz, Arbeiterversammlungen mitzuerleben. Dort ballt sich die ganze aufgespeicherte Urkraft eines Volkes zusammen und wer es versteht, an dieser Kraft eine Flamme zu entzünden, kann sicher sein, daß diese Flamme hoch in den Himmel emporsteigen werde. Zum deutschen Arbeiter zu sprechen, ist ebenso eine schwere Kunst, als wenn irgendein Unbedeutender sich erkühnen wollte, zu einem auserlesenen Kreis hervorragender Wissenschaftler zu reden. Zum Arbeiter zu reden haben nach dem Kriege ganz gewiß viele Berufene und Un­berufene fertig gebracht. Sie haben sich die Kehle heiser geschrieen und dem Arbeiter Pa­radiese, eines schöner als das andere, ver­sprochen. Aber diese Reden gingen nur bis zur Hosentasche, wo der schmale Geldbeutel saß und dann kam gleich die Gegenfrage: Was wird dabei verdient? Bis zum Herzen aber gingen die Worte nicht. Weil man ja nur den Geldbeutel meinte, nicht aber den Menschen; weil man den Arbeiter entweder nur als Subjekt betrachtete oder als Schachfigur für politische Pläne. Das blieb sich vollkommen gleich, ob da ein Arbeiterführer, ein Bonze aus dem Klubsesselbereich, sprach, oder einer der modernen Literaturhelden, die sich die Politik als ihr Spezialfeld für geistreiche Un­terhaltung ausgesucht hatten. Wer zum Ar­beiter aber sprechen will, muß selbst die härteste Arbeit kennen und darf in keiner Lebenslage, und wenn er noch so hoch im Leben steigen würde, die Fühlung mit der Seele des Arbeiters verlieren. Der Arbeiter muß jederzeit wissen, daß derjenige, der ihn führen und belehren will, ein Kamerad ist, einer, der ihm Treue hält in guten und bösen Zeiten; und einer, der seine Sprache redet.

Der Nationalsozialismus hat diese Redner­talente in reicher Fülle hervorgebracht, weil er ja gerade aus der Masse der Unbekannten emporgestiegen ist und sich durchgerungen hat. So stand auch gestern in Dr. Robert Ley der Arbeiterredner vor uns, ein Mann, der mit seinem Doktortitel nicht prunkt, dem der Doktor" lediglich der Ausdruck persönlicher Leistung ist, wie er sie von jedem Berufs- tätigen verlangt. Es wird keinem Arbeiter eingefallen sein, bei der Rede Dr. Leys daran zu denken, daß da oben auf der Bühne ein Akademiker spricht, sondern er hatte nur das eine Gefühl: Ley ist dein Kamerad, genau so, wie Hitler dein treuer Freund und Kamerad

^st­und dieses tiefe Kameradschaftsgefühl, diese feste innere Verbundenheit, durchzog die ganze Rede Dr. Leys. Wenn er mit einer fanati­schen Lebensfreude dem Arbeiter, der be­stimmt heute noch mit schweren wirtschaftlichen Sorgen belastet ist, die Worte zurief:W i r wollenwiederleben!" wußte man, daß ein vieltausendfaches Echo in allen Herzen wisderklang. Dann hatte er damit die Klein­mütigen wieder stark gemacht und die Zweif­ler besiegt. Dann hatte er auch wieder die Fahne der Hoffnung und des starken Glau­bens aufgepflanzt, ohne die es keine Zukunft gibt.Wir wollen leben!", d. h. wir wollen alles überwinden, was uns hindernd im Wege steht. Weg mit all' dem Gestrigen, das wir als Bremsklotz mit uns herumschlep-

N^as es Lorrst Neues.-

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