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das amtliche Organ -es Senat-
Minna
-er Freien Hansestadt öremen
.. Hamburg -7 Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung ober Ersatz.
Bremer Zeitung, Verlagsgesellschaft m. b. H„ Teeren 8 bis 8 / Fernruf: Sammelnummer Roland 828.
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Nr. 48 / 1 . Vierteljahr
Sonntag, den 18 . Februo
r Einzelpreis 15 Rps.
Auch «Senf für Dollfuß eine Weite
änb. London, 17. Februar.
,Mrly Telegraph" nimmt in einem Leitaufsatz sehr energisch gegen den Vorschlag einer englisch- sranzöstsch-italienischen Garantie der österreichischen Unabhängigkeit Stellung. Ein Kardinalpunkt der englischen Außenpolitik sei. so schreibt das Blatt, daß England keine weiteren Verpflichtungen auf dem Festlande übernehme. Selbst wenn die tragischen Ereignisse in Wien nicht stattgefunden hätten, würde das in Paris erörterte Projekt keine Aussicht auf eine Annahme von England gehabt haben. Die Revolte und ihre Unterdrückung, die Bombardierung und die Menschenopfer hätten sogar , eine Erörterung dieses Projektes unmöglich gemacht.
Die englische Regierung habe bereits bekanntgegeben, daß sie keinen Einwand erheben werde, wenn Deutschland und Oesterreich eine Zollunion abschlössen. Auch würde sich England nicht zur Einmischung veranlaßt fühlen, wenn Oesterreich durch eine Volksabstimmung nationalsozialistisch würde und entschlossen wäre, sein Geschick mit dem des nationalsozialistischen Deutschlands zu verbinden.
Der Pariser Reuter-Berichterstatter sagt, die Antworten der drei Mächte, England, Frankreich und Italien, auf das österreichische Dossier über die angebliche deutsche Einmischung und die beigefügte Note, daß Oesterreich eine Anrufung des Völkerbundes beabsichtige, hätten Meinungsverschiedenheiten hervorgerufen. Besonders Italiens Haltung habe Oesterreich hinsichtlich der geplanten Anrufung des Völkerbundes entmutigt.
äub. Rom, 17. Februar.
Die Meldung des „Evening Standard", daß der italienische Botschafter in London, Grandi, bei seinem Gespräch mit dem englischen Außenminister Simon einen italienischen Entwurf vorgelegt habe, der eine Aufrollung der österreichischen Frage in Genf unter Anrufung des Protokolls von 1932 vorsieht, wird von zuständiger Stelle als vollkommen unrichtig und phantastisch bezeichnet.
So hat denn Dollfuß mit seinen Bemühungen, den Genfer Bund gegen Deutschland auszuspielen, das Gegenteil dessen, was ihm vorschwebte, erreicht. Nicht nur ist die in Paris mit auffallendem Eifer betriebene erneute Garantie- der österreichischen Unabhängigkeit recht theoretische Natur, sondern der Bundeskanzler muß sich sogar von amtlicher Londoner Stelle aus sagen lassen, daß England gegen eine nationalsozialistische Volksregierung in Oesterreich nichts einzuwenden hätte. Möglich, daß der kleine Diktator diesen an sich deutlichen Wink, endlich von der politischen Bühne zu verschwinden, in seinem Blutrausch nicht versteht. Aber ein großes Londoner Blatt versichert, man habe bei „Beobachtung vollständiger diplomatischer Korrektheit" bereits Mittel gefunden, der Regierung Dollfuß ,Me schärfste Verurteilung" der Wiener Ereignisse seitens Englands vor Augen zu führen. Auch in Paris haben die Helfershelfer des österreichischen „Helden" ungewollt eine starke Reaktion g egen das System der Bajonette und Maschinengewehre ausgelöst. So warnt der Historiker Gustave Hervä sein Land eindringlich davor, in der österreichischen Frage aktiv zu werden. Frankreich bedanke sich dafür, meint er, unter Opfer von zwei oder drei Millionen seiner Söhne Deutschland daran zu hindern, an der Donau seine nationale Einigung zu vollziehen, die unter Anwendung des auch für Frankreich geltenden Nationali täten- prinzips erfolgen würde. Gewiß, hier spricht, vom französischen Standpunkt aus betrachtet, ein Außenseiter, aber seine Aeußerung wäre vor einem Jahre ganz uiÄenkbar gewesen. Und nun stellt sich auch noch heraus, daß ebenso wenig wie England Italien daran denkt, für einen moralisch verurteilten Volks- unterdrllcker die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Alles, was Dollfuß beginnt, oder beginnen läßt, endet mit einem Fiasko. Die größte Pleite aber steht ihm noch bevor. Der Sieg des Nationalsozialis- musinOe st erreicht st nurnocheine
Frage der Zeit!
LmMmofsen! Bremer!
2» den härtesten Kampfjahren unserer Bewegung hat die „VNL", die Vorgängerin der heutigen .^Bremer Leitung", unerschrocken und in vorderster Front mit uns gefochten gegen alles, was unser Volk und Vaterland zersetzte und zerstörte.
Heute, da Staat und Volk durch uns eins geworden sind, geht unser parteiamtliches Organ,
unsere.Bremer Zeitung"
an die Arbeit, — wieder in vorderster Front und getragen von frischen, in Verlag und Schrift- leitung erfahrenen Kräften — ihren Kamps dafür einzusetzen, baß der Wille und Geist, aus welchem unser Führer geboren wurde, und in welchem allein Deutschland gesunden kann, das Leben der Nation bis in die letzten Verzweigungen burchbringe.
Lur Verkündung dieses Geistes aber ist niemand berufener, als unsere eigene Vresse, die keinen privaten Gewinninteressen dient, sondern einzig und allein dafür geschaffen ist, das Leben der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft bis in die letzte Familie hineinzutragen — unermüdlich und treu.
Unsere Aufgabe ist es daher, Mann für Mann mit dafür zu sorgen, daß unsere Leitung
bis in die letzte Familie Eingang findet!
Dieses Liel machen wir uns von heute an zur Micht. Beharrlich und treu werden wir dazu stehen.
Die „Bremer Leitung" und wir marschieren in einer Front. Lhr Vorwärtsschreiten ist unser Vorwärtsschreiten. Durch sie sprechen wir zu einander und zur ganzen Oeffentlichkeit.
Wer uns hören und zu uns gehören will,
der findet hier die feste tägliche Gemeinschaft, aus der ihm und uns erhöhte Kraft erwächst und erhöhte Leistung.
Daher,Varteigenoffen und alle,die Zhr Such zu uns rechnet,an die Arbeit! Werbt in Suren Organisationen, in Suren Berufen, bei Suren Freunden und Bekannten für Sure Zeitung! Werbt für sie in ieder Beziehung und laßt darin nicht nach!
Go dient Ihr dem Ganzen und dadurch Such selbst. Das ist nationalsozialistische Art.
GA.-Gruppenführer
Gtaatsrat
Kreisbetriebszellenleiter
Kreislelter der Deutschen Arbeitsfront
Kreisleiter
Gtaatsrat
GE.-AbschnittsMrer
Gtaatsrat
Kreissrauenschaftsleiterin
Gtaatsrat
gez Carl Jung
Oberbannführer der Hitler-Jugend
gez Grete Grimsen
Gauführerin des BDM.
gez v. Seelen
Bezirksobmann des NS.-Iuristenbundes
Zn Spanien gärt es wieder
llnb. Madrid, 17. Februar.
Von der extremen Linken wurden am Freitagabend Kundgebungen veranstaltet, bei denen in überaus scharfer Weise kritisiert wurde, daß die spanische Regierung wegen der Vorgänge in Oesterreich gegen den Marxismus keinen Protest eingelegt habe. Die Demonstrationen nahmen einen so heftigen Charakter an, daß die Polizei einschreiten mußte. Mehrere Personen wurden verletzt. Ein junger Faschist wurde in der Nacht zum Sonnabend aus dem Hinterhalt von kommunistischen Elementen erschossen. Die marxistische Presse hetzt ganz offen zum bewaffneten Aufstand. Sie stellt den spanischen Sozia- listen das Verhalten ihrer österreichischen Genossen als Vorbild dar.
gez Kreikemeyer
Bezirksobmann des NS.-Lehrerbundes
gez Dr. Ertl
Gau-Obmann des NS.-Aerztebundes
g°z Gerhard v. Hagel gez Gildemeister
Kreisamtsleiter der NS.-Hago und GHG., Kreisobmann des Kampfbundes
Staatsrat der Architekten und Ingenieure
gez Nutzhorn
Fachschaftsleiter der NS.-Drogisten
gez Kayser
Ortsgruppenobmann der NS.-Kriegsopfer- versorgung, Präsident der Behörde für Arbeit, Wohlfahrt und Versicherungswesen
gez Machtan
Leiter des Amtes für Beamte, Oberregiernngsrat
gez Vabst gez Wenzel
Leiter der Ausländsabteilung, der Abteilung Kreiswalter der NS.-Volkswohlfahrt Seefahrt, Ortsgruppe Bremen
Vorwärts und aufwärts!
ll. ll. Bremen, 18. Februar 1934. Noch zittert im deutschen Volke die Erregung über die blutigen Ereignisse in Oesterreich nach. Fäuste ballen sich im Zorn und Verwünschungen über jene, die in heilloser Verblendung wieder einmal Deutsche von Deutschen niederknallen ließen, wandern über die Grenze. Wie die Freude des österreichischen Volkes auch unsere Freude im neuen Deutschland ist, so ist österreichisches Leid auch deutsches Leid. Wer Oesterreich verrät, verrät auch das deutsche Volk. Millionen Augen werden heute auf dem österreichischen Trümmerfeld sehnsuchtsvoll nach Deutschland blicken, da ein altes österreichisches Augenpaar Wache hält. Millionen österreichische Herzen werden heute heißer denn je den Tag herbeiwünschen, da der Geist eines Hitlers,
8 der auf österreichischem Boden geboren, von einem österreichischen Elternpaar zur Flamme entzündet wurde, auch an der Donau Einkehr halten werde.
Mehr als einmal sind in diesen österreichischen Bluttagen in der ausländischen Presse Vergleiche zwischen Dollfuß und Hitler angestellt worden. Ganz abgesehen davon, daß der Miniatur-Napoleon Tollfuß gar keinen Vergleich mit Hitler aushalten kann, so muß doch festgestellt werden, daß die ausländische Presse Hitler turmhoch über Dollfuß setzte. Da der Führer aber auch Repräsentant des Volkes ist, wurde dem deutschen Volke und Staat gleichzeitig eine hohe Anerkennung ausgesprochen. Die trüben Erfahrungen des letzten Jahres haben das deutsche Volk mit Recht dagegen stumpf gemacht, ob man es und seine Führung im Ausland lobt oder beschimpft. Wir müssen in Deutschland ja doch unsere eigenen Wege gehen. Darum nehmen wir solcherlei Anerkennungen lediglich gebührend zur Kenntnis, denn wir sind nicht so vermessen, uns einzubilden, das' Ausland habe uns heute schon innerlich verstanden und begriffen. Aber eines wissen wir: Mit unseren Leistungen imponieren wirganz gewaltig dem Auslande! Und nur auf Grund unserer Leistungen, die wir innerhalb des Staates vollbringen, werden wir uns wieder in der Welt durchsetzen.
Dabei ist es im Augenblick nebensächlich, wenn Frankreich m seiner letzten Antwortnote an Deutschland immer wieder „olle Kamellen", die tausendmal widerlegt sind, vorträgt, um sein angebliches Recht auf Sicherheit zu verteidigen. Die Reichsregierung wird sich nicht bluffen lassen. Wenn die deutsch-französische Verständigung heute nicht kommen kann, wird sie später kommen müssen. Deutschland ist in dieser Frage . nicht in der Defensive, sondern in der Offensive: Deutschland greift an! Dieser Kampfeswille, um einen europäischen Dauerfrieden zu sichern, zieht sich wie ein roter Faden durch alle außenpolitische Maßnahmen unserer Führung. Während die Welt um uns Tanks und Bombengeschwader baut, bauen wir feste Brücken des Friedens, die in eine ferne, unbekannte Zukunft hinüberführen. Auf diesen Friedensbrücken finden sich die Völker, selbst jene, die sich nicht mehr kennen wollten. So hat Hitler Polen besiegt — ohne, daß es einen Mann oder eine Patrone gekostet hätte. Wie der Führer selbst über die Dauerhaftig- - keit des Vertrages mit Polen denkt, zeigt am besten sein Ausspruch, den er gegenüber einem englischen Journalisten getan hat: „Er h"ffe ernstlich," so erklärte der Führer, „daß durch diese Verständigung Deutschland und Polen nicht nur für zehn Jahre, sondern für immer den Gedanken auiaeqeben baden, zu den Waffen zu greifen." Wer möchte angesichts dieser Tatsachen noch bezweifeln, daß Frankreich, wenn auch zögernd und schüchtern, auch eines Tages auf derselben Brücke, die Hitler gebaut hat, zu uns kommen wird?
Das sind alles Leistungen, die kein Staatsmann der Welt vor Hitler fertig gebracht hat. Was außenpolitisch in dieser kurzen Spanne Zeit an gewaltigen friedlichen Errungenschaften geschafft worden ist, wird innenpolitisch noch weit übertrumpft. Es ist einfach unmöglich, die Größe dieser Leistungen auch nur annähernd zu skizzieren. Wenn sich ein nicht unerheblicher Teil des Volkes darüber noch keine Gedanken und Vorstellungen gemacht
LvttsL Neues.-
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