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Von /^ilnsü ßrossndeng
Zwei Ergebnisse der Wahl vom 31. Juli find es, die vor allem in die Augen fallen: Das unaufhaltsame Vordringen der nationalsozialistischen Bewegung, dann aber die Tatsache, daß es den übrigen Gruppen, die sich zur uationalen Opposition rechnen, in keiner Weise gelungen ist, auch ihrerseits für andere Menschen ein Sammelpunkt derartiger Energien zu werden, um zu den 37,4 Prozent, die die NSDAP. heute darstellt, noch 14 Prozent hinzuzufügen. Aus diesen Feststellungen ergibt sich zunächst die von uns nach jeder Wahl ausgestellte Forderung, die neu errungene Stellung auszubauen und sie als
Ausgangspunkt eines neuen Vormarsches
zn betrachten. Es steht dem Nationalsozialismus die riesige Aufgabe bevor, die 13,3 Millionen Wähler nun organisatorisch zu erfassen und sie dann ihrerseits zu wirklichen Mitkämpfern umzugestalten. Dies ist um so wichtiger, erfordert dazu millionenfache Einzel- einwirkung, weil das zweifellos starke Anwachsen der KPD. auf die zahlreiche Arbeiterjugend zurückzuführen ist. Diese Jugend ist radikal, entstammt einer durch Tributpolitik und demokratische Korruption enterbten Volksschicht, die demagogische Verknüpfung des augenblicklichen Reichskabinetts mit uns hat dann dazu geführt, daß sie nicht zu begreifen fähig ist, w a s die NSDAP. auch für sie bedeutet. Hier wird es nunmehr größter Arbeit bedürfen, einer klaren Arbeiterpolitik im Rahmen des gesamten Volkssozialistischen Wirkens den Weg zu bahnen. Von der anderen Seite betrachtet, ist das
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eine erneute, immer drohender werdende Gefahr für Staat und Volk, der das Verbrechertum innerhalb des Bolschewismus ermutigen und zu neuen Mordtaten aufstacheln wird.
Hieraus ergibt sich aber, daß es einer eisernen Hand, zugleich aber einer kompromißlos sozial gerechten Staatssührung bedarf, um diese Gefahr zu bannen.
Daß reaktionäre und zugleich zögernde Personen wie etwa der gegenwärtige Reichsinnenminister dazu unfähig find, darf als bereits erwiesen gelten. Ohne den Nationalsozialismus ist die bolschewistische— zugleich gesamt marxistische — Gefahr heute überhaupt nicht mehr zu überwinden, diese Einsicht aber allein zeigt erneut, welches Verbrechen das Zentrum am deutschen Volke begangen hat, weil erst durch seine Förderung der Sozialdemokratie zugleich auch die Früchte Moskaus reifen konnten. Ja, in diesem Wahllampf ging das Zentrum in seinem Haß sogar so weit, die bolschewistische blutige Revolte gegen eine eventuelle Hitler-Mehrheit in seinen Plakaten als das „einzige Mittel" zur Ueberwindung Hitlers hinzustellen und damit zu empfehlen!
Das
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hat durch kirchliche, fast lOOprozentige Hilfe seine letzten Reserven auch des Nachwuchses zu mobilisieren verstanden, und hat sich somit gehalten. Noch nie wurde das Christentum so schamlos als Schutzmittel für die rot-schwarze Verbrüderung mißbraucht, wie in diesem Wahlkampf: Und, leider, nochmals mit Erfolg.
Die SPD. verläßt trotz größerer Wählermassen erneut empfindlich geschlagen das Schlachtfeld. Die
alten Schlagworte haben zwar ihre Wirkung nicht ganz verfehlt, waren aber doch mir das letzte Mittel, um den Zerfall noch. einmal aufhalten.
Nahezu gänzlich aufgerieben find die Deutsche Volkspartei, die Wlrtschastspartei, die Staatspartei; auch die. Christlich-Sozialen haben eine Niederlage erlitten, von der es keine Erholung mehr geben wird. Das gesamte liberalistische Bürgertum also sinkt endgültig in sich zusammen und wiederum klären sich die Fronten. Von der
Weimopsi» KosiMon
ist nur eine trübc Erinnerung übriggeblieben, das Urteil damit über alles, was mit dem Jahr 1919 zusammenhängt, für alle Zeiten gesprochen.
Im Unterschied zu diesem Bürgertum hat die DNVP. sich gehalten, weil sie gerade noch im letzten Augenblick sich eine, wenn auch nicht starke, so doch starre Führung schuf, die immer noch besser ist für ein Politisches Gebilde als eine ständig wechselnde Haltung. Der sozialreaktionäre Nationalismus hat somit seine Position gewahrt. *
Nein technisch-arithmetisch ist auf Grund des Wahlergebnisses eine einheitliche Regierungsbildung auch nur in bezug auf grundlegende Fragen nicht möglich. Es werden wohl zweifellos Versuche unternommen werden, um diesen Reichstag „regierungsfähig" zu machen. Wir haben keine Ursache, diesen Möglichkeiten vorzugreifen, ob-
Berlin, 1. August. Bon wenigen ausgesprochenen Zentrumshoch bürgen abgesehen, haben wir Nationalsozialisten in allen Wahl- kreisen nnsere Stimmenzahl seit der Landtagswahl vor wenigen Monaten trotz der Schwierigkeit der durch die Papenregierung herbeigeführten Situation noch verbessert (der geringfügige Rückgang in Berlin ist auf die Reisezeit zurückzuführen). Aus der Fülle der Meldungen seien einige besonders interessante herausgegriffen.
Im Freistaat Anhalt, der bekanntlich seit Monaten eine nationalsozialistische Regierung hat, gewannen wir in einem Vierteljahr noch 13 000 Stimmen und erreichten die Zahl von 102398. Demgegenüber haben Kommunisten und Sozialdemokraten zusammen nur um 8000 Stimmen zugenommen, so daß unsere Mehrheit sich weiter gefestigt hat. Ebenso liegen die Verhältnisse in Braunschweig und Mecklenburg, ein Zeichen, daß nicht bürgerliche Halbheit, sondern allein der Nationalsozialismus in der Lage ist, die Dinge zu meistern und den Marxismus zu überwinden.
Besonders hervorragend ist das Ergebnis in Württemberg, wo wir in einem Vierteljahr, seit der Landtagswahl, rund 10»««« Stimmen gewinnen konnten.
Am Sitz der Reichsleitung, in München, wurden wir wie bei der Landtagswahl zur stärksten Partei. Aber unser Vorsprung gegenüber der Bäurischen Volksvartei ver
gleich die Aussichten duz» denkbar gering sind. Die jetzige Reichsregierung befindet sich also in äbnlicher Position wie die geschästsführendeir Län- derregierungen, da ja auch eine Brüning-Koali- tion restlos unmöglich gemacht worden ist und die KPD. außer Betracht bleibt. Daraus ergibt sich eine politische Perspektive, die nur bestimmt werden kann durch die ungeheure Dynamik, die trotz aller Hemmungen in der Hitler-Bewegung wiederum elementar zum Ausdruck gekommen ist. Denn wurde bereits 1930 das damalige Ergebnis als „Erdrutsch" empfunden, so zeigt die heutige mehr als verdoppelte Zahl die ungeheure Kraft in einer Weise,
daß ein Voriiberregieren an ihr nunmehr endgültig der Vergangenheit angehöre« muß.
Wer überhaupt Wolf Hitlers Freiheitsflug über Deutschland verfolgt hat, wird gestehen müssen, daß hier die edelsten Regungen des Volkes Gestalt und Willen angenommen hatten. Starker als je eine andere Partei erscheint der Nationalsozialismus im Deutschen Reichstag , als Schirmer der besten Ueberlieferungen und zugleich als Vorkämpfer einer staatlichen Neuordnung, die allein geeignet ist, die deutsche Nation ihren Schicksalskampf gegen ihre Gegner führen zu lassen.
In welchen Formen sich dieser nicht mehr einzudämmende Wille Geltung schaffen, wird, wird Ueberlegnng der nächsten Wochen sein. Adolf Hitler hat jedenfalls eine überwältigende Vollmacht von der deutschen Nation übertragen erhalten, die seine Bewegung nicht nur zahlenmäßig zur weitaus stärksten gemacht, sondern die auch in ihrem inneren Wert und Gehalt nahezu alles vereinigt, was überhaupt noch berechtigt ist, fiir Deutschland — und nicht für irgendwelche Internationale — zu sprechen.
Der Kampf geht weiter, der Endsieg ist uns jetzt nicht mehr zu entreißen.
Deutschland ist erwacht, bald werden unsere Fahnen von allen Zinnen wehen.
größerte sich durch deren Abnahme und unsere Zunahme von damals 1000 aus heute über 7000 Stimmen. Auch in ganz Franken hat die Bayrische Volkspartei abgenommen, während wir noch 24000 Stimmen gewinnen konnten.
Zum Brief des Fraktionssührers der Deutsch- nationalen, Dr. Oberfohren, an den Herrn Reichsinnenminister über den oldenburgischen Ministerpräsidenten Röver teilt uns dieser mit, daß der Reichstagsabgeurdnete Oberfohren seinen Brief lediglich aus Zertungsmeldungen oder Privaten Meldungen stützen kann. In dem Bericht, über die Rede des Ministerpräsidenten in Aurich in der „Auricher Zeitung" Nr. 174 sind die als „wörtlich" bezeichneten Ausführungen des Ministerpräsidenten falsch und absolut sinnentstellend wiedergegeben. Dasselbe trifft zu für die Pressemeldungen aus Kassel und Vechta in Oldenburg. Der oldenburgische Ministerpräsident betrachtet die durch die Presse gegangenes Meldungen über ihn als rein agitatorische Meldungen.
Zt«n Verbot der „Oldenburgischen Bolkszeitung" In der Angelegenheit des viertägigen Verbots
In der ebenfalls roten Hochburg Wuppers tal (Elberfeld-Barmen), wo wir uns eben-» falls gegenüber der Lanötagswahl noch ver-r besserten, erhielten wir mit über 110000s Stimmen fast doppelt soviel, wie die Korn-- muuisten, die mit 58000 Stimmen zweit-» stärkste Partei wurden, und 12 000 Stimmen mehr als beide marxistische Parteien zus sammen.
Gewaltig ist der Ersolg einerseits in deiL altpreußischen Gebieten Ostpreußen, Pom» mern, Brandenburg, Ostmark und Schlesien,' aber auch in Schleswig-Holstein, ProvinK Sachsen und Hessen-Nassau. In der Juden-' Metropole Frankfurt am Main gewannen wir seit der Lanötagswahl noch 1000H Stimmen und liegen mit 127 000 um 42000s Stimmen vor der Sozialdemokratie, dep zweitstärksten Partei.
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Braunschweig, l. August. Am Montag früh kauf es in Braunschweig zu einer schweren Schlägerei^ bei der von kommunistischer Seite auch geschossen wurde.
Der Sturmbannführer der SA. der Technischer/ Hochschule, Schaseldt, wurde getötet.
Mehrere Beteiligte wurden leicht verletzt. SchU feldt war der Leiter des Kreises 3 (Niedersachsenjs der Deutschen Studentenschaft.
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Hamburg, 1. August. In den frühen Morgen« stunden des Montag erschollen aus dem Bäcker» und Breiter-Gang im Gängeviertel Hilferufe. Als Polizeibeamte hinzueilten, wurden sie beschossen^ Einer von ihnen erhielt einen Bauchschuß, während der andere durch einen Schuß in den Oberschenkel verletzt wurde. Die Beamten erwiderten das Feuer- Später wurde ein Mann mit einer Schußwunde tot aufgefunden. Die Schützen konnten nicht festgestellt werden. Wahrscheinlich- handelt es sich um linksradikale Elemente.
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Berlin, 1. August. Die kommunistische Berliner Tageszeitung die „Rote Fahne", ist mit Wirkung vom 1. bis 10. August einschließlich, wegen eines zum Umsturz auffordernden Aufrufes des Zentralkomitees der KPD. verboten worden.
der „Oldenburgischen Volkszeitung", das, wie berichtet, auf einen Artikel „Ministerpräsident Rover im Wahlkampf" zurückzuführen ist, veröffentlicht die „Münsterländische Zeitung" eine amtliche Entgegnung auf den, auch bereits erwähnteck „Offenen Brief an Herrn Ministerpräsidenteck Rover"; die Entgegnung hat folgenden Wortlaut: „Die in dem Artikel „Offener Brief an deck Herrn Ministerpräsidenten Röver" mitgeteilten Aeußerungen des Ministerpräsidenten sind in der vorgebrachten Form nicht gefallen. Sie stelleck eine auf Unwahrheit aufgebaute Verächtlichmachung des Ministerpräsidenten dar."
Die „Oldenburgische Volkszeitung" hat gegett das Verbot in Oldenburg und Berlin Einspruchs erbobew
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