Ausgabe 
(22.7.1932) Nr. 158
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Lktmen, SreUas, den 22 . Süll 1932

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Wer in Hannover

12000« Menschen füllten -as Ausstellungsgelän-e -er Sta-thaüe

Der Zag der Riedersnchsrn

Run ist er auch vorüber, der große, rauschende Tag von Hannover, der Tag der 120 000. Ver­klungen ist der brausende Rhythmus der Mili- tärmärsche, verklungen der Rubel und die helle Freude, dre über den Platz hinter der Stadt- halle hinweg klangen bis hinüber zur Stadt.

Niedersachsen steht auf! Niedersachsen ist wachs Das sah man aus jedem Gesicht, das dröhnte aus dem Marschtritt der braunen Kolonnen, und das klang aus dem dröhnenden Klang der Trommeln. Was in dieser großen erhebenden Stunde sich aus den Herze« aufschwang und zu glühendem Bekenntnis wurde, das war eine Erhebung und ein Anfbruch aus der Tiefe, so reich und erschütternd, daß Worte es niemals fassen können.

180000 Niedersachsen! Ein Bild von groß­artiger Wucht. Die langen Wege zum Pla hinunter stehen braune Kämpfer in Doppel reiben, eine endlose Kette. Und dann ein Ge­wühl. eine Menschenmauer, unabsehbar. Kopf an Kopf das weite Feld entlang, bis zu den grünen Bäumen hinüber.

Die Tribüne ragt hoch empor. Eichenblätter sind um die Geländer gewunden als Sinnbild niedersächfischer Kraft. Und dann stehen wir oben über dem Platz und erleben ein Schau­spiel, wie es wohl bisher nur Wenigen vergönnt war. Mitten durch das aufgeregte Meer der Menschenmassen ziehen die Fahnen und Stan­darten, heben sich in die Lust, flattern, und vor ihnen zieht die Musik, dröhnt und schmettert und reiht den Zehntausenden die Arme empor r«m Grutz der Ehrenzeichen.

Die Menschen stehen wie eine Mauer, die Fahnen ziehen vorbei, und dann teilt sich die Formation und nimmt Aufstellung zu beiden Seiten der Tribüne auf erhöhtem Platz. Im­mer noch strömen Tausende und Abertausende herbei, füllen den Platz bis in den letzten Winkel hinein, stauen sich an, drängen sich zu­sammen. Warten, bis der Führer kommt.

HundertzwanzigtausenL Niedersachsen, Natio­nalsozialisten bis ins Blut. Wie schwer war es, rn diese Herzen den Glauben und die Zuversicht an das kommende Deutschland einzuhämmern. Wie schwer war es, in Niedersachsen unser Ban­ner aufzuvslanzen. Aber nun steht das Ban­ner fest. Niedersachsen marschiert im Zuge der gewaltigen Volkserhebung, die durch Deutschland geht vom Osten zum Westen und vom Norden zum Süden.

M RieterfaMn bereiten dem Mrer einen Enwfang von un­erhörter WuKI und Größe.

Dann Ruf und Signal: Der Führer kommt'! Blumen über Blumen werden ihm entgegen- gereicht, Kinder kommen ihm entgegen, in weißen Kleidern, und reichen ihm ihre Sträuße. Dann steht der Führer auf dem Podium. Und all die Sorge und die Not. all der Glaube und die Hoffnung dieser Hundertundzwanzigtausend loste sich in einem aufbrausenden Begrützungs- sturm und lachten Adolf Hitler aus den leuchten­den Gesichtern entgegen. Schweres niedersächst- sches Blut kreist im Pulsschlag ehernen Ve- freiungswillens. Und grüßt den Führer.

Ein SA.-Mann steht auf der Tribüne mit verbundenem Kopf. Vor wenigen Stunden, als er herbeieilte, um seinen Führer zu sehen, lmugen ihn marxistische Wegelagerer nieder. Aber trotz feiner Wunde ist er hergekommen —

steht vor seinem Führer, der ihn mit Hand-

ilyiag begrüßt. Noch liegt die Erregung über diesen Vorfall auf dem Gesicht Adolf Hitlers, als er vor das Mikrophon tritt uns in den «egeisterungsfübel hinein zu feinen RiSwr- lachlen spricht

Ses Meers Rede

ist eine einzige Abrechnung mit fenen Parteien, die 13 Jahre lang in Deutschland regierten und nun versuchen, uns die Verantwortung für ihre Mißwirtschaft aufzubürden.

„Sie könne« sich nicht von der Verantwort­lichkeit drücken, auch wenn fle es tausendmal tun wollen. Dafür müssen wir Nationalsozialisten sorgen, daß dieser Wahlschwindel der SPD. der letzte Schwindel sein soll, mit dem sie das deutsche Voll treffen können.«

„Die Zeit steht jetzt auf einem anderen Zeiger, wir hoffen, daß wir jetzt in eiae andere Epoche eingehe», in der Disziplin und Ordnung wieder die Erundpseiler unseres Lebens werden."

„Sie möge« jetzt «och ei« paar Wochen glau­be«, durch Lüge» und Verleumdung «nd durch

Terror was erreichen zu können. Wir wer­de» uns der Lügen wie auch -es Teerors erwehren können.

Der 31. Juli ist ein Tag, an dem der Friede» entschieden wird. Es möge sich keiner täuschen, wie der Tag «mch eudige, unser Kamps geht weiter!"

Unter der begeisterten Zustimmung der ge­waltigen Menschenmenge beendet der Führer seine Rede mit einem aufrüttelnden Ruf zur Pflichterfüllung:

„An uns soll es nW fehlen, den Mut zur Verantwortung, den haben wir!"

(Ausführlicher Auszug -er Rede im Innern des Blattes.)

Brausend klingt das Deutschlandlied auf. Schon ratter« wieder die Motoren, und das Auto jagt durch die Stadt, das den Führer fortträgt zur nächsten Kundgebung, zu neuem Siege und zu neuer Begeisterung.

So liebt Bflumschwrig denMrer

rovo« Menschen füllten -as Stadion

lBo« »nsire« nach Brauulchweig eny'andtcn HS.» Sonderberichterstatter.)

Braunschweig, 21. Juli.

Braun schweig! Ein erhebender, hinreißender und unvergeßlicher Tag des Areiheitsfluges!

Vraunschweig: Leuchtendes Flammenzeicheu unaufhaltsamen nationalsozialistischen Vor­marsches.

Wir dursten diesen Tag miterleben. Wir waren mit dabei! Wir standen mit den 70 000 im Stadion der Stadt, Kopf an Kopf, Rock an Rock, Brust an Brust. Seit de« ersten frühen Nachnrittagsstunden. Unerschütterlich, etwas unbequem, aber geduldig und so froh, überhaupt stehen zu dürfen, denn jetzt um sechs Uhr — die Stunde rückt näher, die uns den Führer bringt — ist auch der letzte Stehplatz ausverkauft und Zehntansende müssen an der Sperre umkehre«. Sie stehen enttäuscht in den Zusahrtstraßen.

Sie haben die Hoffnung, den Führer zu hören, begraben müssen. Aber eine fröhliche Ge­wißheit ist geblieben: Sie werden ihn sehen ! Das ist der Trost des schwarzen Spaliers.

Vraunschweig ist im Festkleides Fahnen straßauf, Fahnen straßab. Die Häuser find in Fahnenschmuck eingehüllt, — rot und weiß, — weiß und rot.

Der hemmungslose Jubel, die grenzenlose Begeisterung, der unübertreffbare Opferwille, die schrankenlose Hingabe sind vollauf verständ­lich. Hier spricht der Führer auf historischem Boden. Hier spricht der Führer auch nicht zum erstenmal. Der heutige Besuch ist ein Jubiläum.

„Z mal Adolf Hitler in Brauu- schweis."

Braunschweig ist deutsch! Draußen im Sta­dion schmettern die Standartenkapellen frohe Weisen, und die Blicke der Harrenden sind zum Himmel gerichtet. Ein Platzregen durchnäßt in drei Minuten die Menschen bis auf die Haut. Aber sie wanken nicht und ein Spaßvogel spricht das erlösende Wort: „Solch kleine Dusche ist ja nubtL. aber dir D usche, dir dir S?

11. September 1330 bekam, das war eine kalte Dusche!"

Da erinnert man sich zurück an eineinhalb Jahre praktischer nationalsozialistischer Arbeit. Minister Klagges proklamiert als erster den Kampf gegen den Hunger und führt die Braun- schweiger Notgemeinschaft durch, die im Winter grenzenloses Elend mildert.

Mit dem Grundsatz, keine Ausgabe ohne Deckung, kann trotz der bösen hinterlassenen Schulden, die sich auf 7L Millionen Mark be­laufen, ei» «euer Fehlbetrag ver­miede« werden. Korruptionserscheinungeu heim Bau der Allgemeinen Ortskrankenkasse werden aufgedeckt und die Schuldige» zur Rechenschaft gezogen. Der Rektor -er Tech­nischen Hochschule, Professor Schmidt, fliegt.

Die Fürsorge-Richtsätze im Freistaat Vraun­schweig werden trotz Sabotierungsoersuche der SPD. nicht gesenkt. Zersetzungserscheinungen in der Vrannschweiger Schutzpolizei werden durch straffe Maßnahmen im Keim erstickt.

Dem sozialistischen Gemeindevorsteher von Langelsheim wird die Polizeigewalt entzogen, da er versuchte, eine Klaggesversammlung zu unterbinden.

«icht gem»g: Die weltlichen Schulen

werden abgebaut, eine Stillegung des Harzer

Bergbaues wird vermieden. Man rettet das! durch die Existenz Tausender von Bergleuten, und nicht zuletzt ermöglicht mau dem Führer durch Verleihung des Staatsbürgerrechts, seine volle Kraft für den Eudkampf zum Sieg unserer Bewegung einzusetzen!!!

Mit Dir, Braunschweig, ist der Führer eng verwurzelt. Erinnert Ihr Euch rwch, Braun- schweiger, der Massenversammlung von 1921 im Keglerheim? Wißt Ihr »och, Vraunschweiger» wie man dem Führer verbieten wollte, zu sprechen, und wie man im Polizeipräsidium sä energisch auf den Tisch klopfen mußte, daß das Tintenfaß umkippte? Nehmen Sie zu Proto­koll:

„Wenn Sie Blutvergießen vermeide» wollen, lassen Sie Adolf Hitler «icht auf dem Bahnhof verhaften. Zu Hitler geht der Weg nur über unsere Leichen!«

Das sagte die SA., die damals ganze 20 Mann stark war, und — der Führer sprach! Auf der Fahrt zum „Sächsischen Hof« wurde! Hitlers Wagen mit Steinen beworfen. Er, nicht faul, springt heraus und eins, zwei, drei — kriegen die Burschen mit der langen Peitsche immer links und rechts eins um die Ohren. Das Pack flüchtet, Hitler hinterher. Die Kameraden vermissen ihn. „Wo ist der Führer?" „Er schlägt sich noch draußen mit dem Pack herum". Dann krempelt er ruhig seine Hemdärmel herunter und begann im „Sächsi­schen Hof" zu sprechen: „Volksgenossen! . . .«

7,30 Uhr — der Himmel ist noch grau ver­hangen. Es regnet, was herunter will. Der Dreck reicht bis zu den Knöcheln, aber die Vraunschweiger stehen. Riesige Wasserlachen haben das große Zelt in ein riesiges Sumpf­gelände verwandelt.

Plötzlich ein Aufschrei! Motorengeknatter k Vom Andreaskirchturm daher fliegt der silberne Vogel, zieht eine Schleife über der Stadt und dem Versammlungsplatz und wenige Minuten später drückt sich der Führer durch die Reihen seiner stolzen, braunen Jungens und durch die Massen der Volksgenossen, die sich in diesem Augenblick restlos vergessen haben und von den Sitzen herunter auf die Rücken ihrer Vorder­männer geklettert sind, um ihrem Adolf Hitler zuzujubeln. Noch einmal brandet minuten­lange Begeisterung hoch.

Eine Handbewegung. Der Führer spricht. Ei spricht vor den 70 000, die in dem Regen bis zum Schluß aushalten. Er spricht in der Stadt, wo im Oktober vergangenen Jahres hundert­tausend Braunhemden aufmarschierten.

„Wir find nicht am Ansang, sonder« vor de» Vollendung! Die Bewegung steht nicht, sondern marschiert dauernd vorwärts. Das Ziel lautet kurz zusammengefaßt: sich zusammenfinden! Wir sind die Partei des deutschen Volkes. Der irr­sinnige Vruderkampf muß beendet werden. Wo die ganze Welt gegen uns ist, müssen wir zu­sammenhalten. Am 31. Juli gilt es! Es geht nicht nnr um die Freiheit, es geht auch um -atz tägliche Brot!

Sil der AnWllWWM

MtiiMN

3«««« hielten aus im strömenden Regen

Göttingen, 21. Juli 1932. >10 Jahren begannen 4 Männer den

Der Führer spricht nun endlich auch in Eöt- Kampf, zu dem sich heute mehr als die Hälft« trugen. Das ist Dank sür erfüllte Pflicht, Lohn aller Volksgenossen bekennt, für Arbeitsleistung und Erfolg. Denn hier ist In den Straßen der alten Georgia Augusta AlLI LML UlllLLLl Ätrltrn OrtSütMMen. Einst vor > ist ein bunten Bild. Wir leben die vielen