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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten
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Noch einmal vor der Machtergreifung der NSDÄP. führt des Führers Flug durch Deutschland. Von den bayerischen Bergen, wo er noch vor kurzem weilte, ging es im sausenden Tempo ins Grenzland, Ostpreußen, Masuren. Von weit her, zu Fuß, auf Rädern, Lastwagen kommen sie, um den Führer zu sehen. Ueberall die gleiche Freude und Begeisterung, die ihn empfängt. Adolf Hitler ist schon lange der populärste Mann in Deutschland. -Mit Neid und Bosheit sehen die Feinde, wie er beginnt, das Volk zusammenzuschließen. Von Tag zu Tag werden es mehr die zu seinen Fahnen stehen. Doch immer noch sind es nicht genug. Der 31. Juli muß die Entscheidung bringen, die lautet, Deutschland ist unser!
Und wieder treten die Kolonnen an zmn Dienst. „Nur wer immer strebend sich bemüht, den werden wir erlösen!" Voran der Führer, er selbst, Adolf Hitler, gibt seinen Leuten das beste Beispiel in vorderster Schlachtlinie, ringt er um fein Volk. Von der Liebe des Volkes getragen, treibt es ihn an, nicht eher zu ruhen und zu rasten, bis das Ziel erreicht ist. Deutschland muß unser werden!
Nicht um persönliche Vorteile, nicht um Bremen geht es, setzt gilt es, alles zu gewinnen oder zu verlieren. Deutschland marschiert.
Langsam sickert es durch. Es läßt sich nicht mehr geheimhalten. Der Führer wird in diesem letzten Wahlkamps auch in Bremen sprechen. Vermutungen werden ausgetauscht, Betrachtungen angestellt. Genaues läßt sich nicht ersehen. Gewiß, er kommt. Wann, unbestimmt. Endlich, einige Lage vorher schreibt die Presse: Adolf
Hitler kommt am Mittwoch nach Bremen.
Ein Sturm auf die Kartenverkaufsstellen setzt ein. Die Telephone klingeln tagsüber ohne Unterbrechung. Jeder möchte ein Plätzchen haben, jeder einmal seinen Führer sehen.
Das Stadion, das uns zum ersten Mal zur Verfügung gestellt worden ist, saßt zig- tausende von Menschen, ein Platz, den andere zu Versammlungszwecken niemals füllen könnten. Die NSDAP. schafft es. Ja, für sie ist er fast noch zu klein. Lange bevor der Führer sprechen soll, sind die Karten ausverkauft. Unlautere Elemente treiben bereits am Morgen der Veranstaltung einen schwunghaften Handel mit aufgekauften Karten. Phantastische Preise von 20—35 Mark Höhe werden genannt. Und sie werden gezahlt, denn sie sind ihren Besitzern nicht soviel wert, wie einmal Adolf Hitler Hören und sehen.
Sehnsüchtig wird der Mittwoch erwartet. Endlich ist er da. Die Stürme und die Ortsgruppenleitung haben alle Hände voll zn tun. Gilt es doch zur Hitler-Kundgebung zu rüsten. Die Lautsprecheranlagen
müsse» gelegt werden. Alles ist mit Vorbereitungen beschäftigt, im Fluge vergeht so die Zeit.
Der Mittag rückt Hera«. Schon glänzt die Stadt im Flaggenschmuck. Vom Winde leicht bewegt, leuchten die Farben dar Deutschen Freiheitsbewegung im Stadtbild. Das schwarze Hakenkreuz auf weißem Feld im rote« Grunde, weht in den Straßen, dem Führer zum Willkommen, der noch am selben Tage in Ktel und Hamburg spricht. Aber kommen muß er doch!
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Am frühen Nachmittag bereits setzt eine Völkerwanderung zur Weser ein. Männer, Frauen, Mütter, Kinder, Greife, alles was noch laufen kann, ist in Bewegung. Einige tragen Klappstühle und dicke Butterbrote unterm Arm. Im Stadion angelangt, wollen sie sich häuslich einrichten. Die SA. und SS. sorgt in vorbildlicher Weise.
Plätze werden angewiesen, aus ihre Güte hin, untersucht, denn jeder möchte Wolf Hitler doch gerne sehen und hören. Jetzt
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Jetzt rücken sie heran. Von brausendem Beifall empfangen, zieht die Bremer SS.- Kapelle auf und beginnt sofort mit ihren Darbietungen angenehm zu unterhalten. Flotte Märsche schmettern in den Abend und lassen nicht müde werden. In allen Farben wogt es hin und her. SA. in braunen und die mit Recht so gefurchtste und geachtete SS. in ihren schwarzen Hosen. Freude und helle Begeisterung blitzt aus allen Augen. Der Führer kommt und sott alles in bester Ordnung finden. Achtung, Achtung! Wie auf Kommando werden die Hacken zusammengenommen. Die Arme recken sich zum Gruß. Der Standartenführer kommt. In Begleitung seiner Unterführer inspiziert er, ob alles am richtige» Platz ist.
Dann kann es losgehen. Die Spannung wachst von Minute zu Minute. Alle Blicke sind auf die Tribünen gerichtet, die unter der Last schier zusammen zu brechendrohen.
Die Uebertragnngsgeräte werden überprüft. Alles klappt. Es kann losgehen.
Auch die Bremer Stadion-Verwaltung hat ihr Bestes getan«
Und richtig, von den begeisterten Massen mit lautem Händeklatschen begrüßt, erscheint der oldenburgische Ministerpräsident Pg. Röver und nimmt auf dem Podium Platz.
Hoch in den Lüften zieht ein Flieger seine Kreise und kreuzt über die Stätte, an der Tankend« von Bremern ihres Führers häl
tst das ja noch alles möglich, solange die Vorbereitungen getroffen werden. Bald ist aber auch das erledigt. Die Fahnen sind aufgezogen. Siegreich flattern die Banner im Wind, inmitten der Bremer Farben.
Mehr und mehr Menschen kommen. Schon sind die ersten Reihen gefüllt. Die Polizei hat in vorbildlicher Weise für den Anmarsch gesorgt. Wagen auf Wagen rollt an. Links vom .Platz selbst ist ein großer Parkplatz eingerichtet. Geübte Verkehrsbeamte regeln hier den Verkehr. Auch ihnen sieht man die Freude an, an dem Erfolg dieses Tages mitarbeiten zu dürfen und sie geben sich wirklich Mühe, den einzelnen Ansprüchen und Wünschen gerecht zu werden.
So geht allmählich eine Stunde nach der anderen .hin. Der Himmel, der noch am Morgen „unbestimmt" zeigte, färbt sich allmählich grau und richtig. Es regnet. Feine Wassertropfen rieseln herab. Wem könnte das stören? Mantel werden angezogen und Aufschläge werden hochgeschlagen, und so verspricht jeder dem zürnenden Wettergott zu trotzen- Der gibt den Kampf auch bald auf und zeigt die Kehrseite, sein lächelndes Gesicht. Und so ist es fast, als wollte gegen Abend die Sonne für Augenblicke noch einmal den Platz beleuchten, aus dem der Held des Lichts, später zu den Massen sprechen wird, die sich immer dichter drängen. In langen Schlangen kommen sie zugweife heran. Soweit das Auge blicken kann, nichts als Menschen und Menschen. In unübersehbaren Mengen drängt es heran. Geduldig harren sie der Dinge, die da kommen sollen.
8 A. kommt
ren. Dichtgesäumt stehen sie. Der Osterdeich gleicht einem Heerlager. Eine große Zahl von Neugierigen hat hier Ausstellung genommen- Die besten Plätze sind in festen Händen und werden von der bremischen Jugend standhaft verteidigt. Aus Sockeln und Borsprüngen haben sie ihren Standort aufgerichtet und haben so eine gute Uebersicht aus das Stadion, in dem die Spannung der Siedehitze gleicht.
Langsam senkt sich die Dämmerung hernieder. In einiger Entfernung singt die Weser ihr uraltes Lied, während der Himmel ungetrübt erscheint. Heute ist der Tag an dem jedem einzelnen noch einmal die Gelegenheit gegeben ist, den Mann des kommenden Reiches von Angesicht zu Angesicht zu sehen, und die, die seinem Ruf folgte», sind sich der Feierlichkeit der Stunde wohl bewußt, denn näher rückt die Entscheidung heran, die de» Grundstein legen wird für alle Zukunft.
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Nach kurzen einleitenden Worten, erteilt Konsul Bernhard, dem oldenburgischen Ministerpräsidenten Pg. Rover (dessen Rede wir im Innern des Blattes bringen) Las Wort. In atemloser Stille lauscht die Menge seinen Ausführungen und hört aus seinem Munde, den Bericht über die Tätigkett der nationalsozialistischen Regierung in l Oldenbura. Nachdem das letzte Heil der-1
klungen ist, erscheint ein leuchtender Punk? am Horizont, der näher und näher komm? und plötzlich über uns ist. Das Flugzeugs das den Führer bringt! Im Gleitflug verschwindet es in der Richtung des Flug°c Platzes. Jetzt sind die Massen, die bis d<« hin in atemloser Spannung gelauscht haben, nicht mehr zu hallen. — Die Kapelle schmetz« tert ihre Weisen.
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Unterdessen hat die SA. im Halbkreik aus dem inneren Wall Aufstellung genoms men. Auf ein Zeichen flammt es auft Hundert und aberhundert Fackeln erhellen den Platz. Dunkel heben sich die Gestalte» ihrer Träger vom Himmel ab. Ein Korn« mando:
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Durch die Sperrkette der SS. schreitet Adolf Hitler.
Ernst und blaß ist sein Gesicht, und doch geht ein inneres Leuchten über seine Züg^. als die ersten seiner ansichtig werden. Orkanartig setzt sich der eine Ruf fort. Hitler, Heil Hitler! Im Echo schallt es zurück. Derjenige, dem es gilt, schreitet unter den erhobenen Armen der Menge dies Stufen zum Podium empor und hebt die! Hand zum Gruß. Und wieder brandet es aus, das „Heil", und will kein Ende netz--» men. Der Führer ist da. Blumen über? Blumen rieseln aus ihn hernieder. Gerührt steht der Mann da, dem alle diese Ehrun--» geu gellen und keiner, der ihn nicht kennte würde in diesem Augenblick in ihm deq Füyrer des neuen Deutschland vermuten. So steht er vor seinem Volke, einer der nicht mehr sein möchte als alle anderen, und dann wieder reißt es ihn fort, das eiserne Muß .und er denkt an die Pflicht, aft Deutschland, das ihm keine Ruhe läßt. Dann wird er hart, stahlhart, aus seiner^ Augen blitzt das heilige Feuer des Fana-c tismus. Die tiefe Glut der Liebe zu sei-, nem Voll und es ringt sich los in ihm der! eine Satz, der alles bedeutet:
vou-sokSsnÄ! muk lodsn
Was bist du, ich, wir? Nichts, Spreu im Wind. Deutschland und immer wieder! Deutschland ist alles. Deutschland soll und! muß leben, wenn wir auch sterben müssen« Zündend schlendert der Führer seine Worts in die Masse. Sie zünden tausendfach. Di« heilige Flamme brennt, springt über vom Volk zum Führer, der über sich hinaus-, wächst. Groß und majestätisch steht er dai und während das Volk seinen Worten lauscht, wird er frei und leicht. Wie Ken-i lenschläge sausen die Sätze herab: ,Hhü habt kein Recht, Rechenschaft zu fordern!^ 13 Jahre hattet ihr Zeit." j
Jeder lauscht innerlich erfaßt und gepackt^ den Worten des Mannes, der da sprich? von dem Werden der deutschen Nation. j
(AuskLbrlickwr Bericht der Hitlerrebe M?
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