Ausgabe 
(19.7.1932) Nr. 155
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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten

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Der 31. Juli wird uns in einer Stärke der ganzen Welt zeigen, daß ohne uns und gegen uns in Deutschland keine Regierung mehr möglich ist. Es ist ein leeres Geschwätz, in einer Notzeit wie der heutigen, mathe­matische Kunststücke mit Mandaten zu ma­chen. Die Gegenseite, die sich damit ab­müht, hat für eine kommende Staatsgestal­tung auch nicht die geringste Idee. Wir aber sind unter dem einheitlichen Ober­befehl des Führers diszipliniert und die einheitlichste und stärkste politische Willens­richtung. Wir haben nach menschlichem und göttlichem Willen das Recht und die Pflicht, in Deutschland die Verantwortung in unsere Hände zu nehmen. Wir sind bereit, diese Verantwortung zu übernehmen, nicht des­wegen, weil wir die vor uns liegende Ar­beit unterschätzen oder gering achten.

Vielleicht weiß keiner besser als ich, wie die Wirtschaft und die politische Lage aus­sieht, vielleicht weiß keiner besser als der fieichsorganisationsleiter, daß

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ist. Trotzdem sind wir bereit, unter Ein­satz unseres Kopfes die Arbeit zu überneh­men, weil wir an das deutsche Volk und an die eigene Tatkraft glauben. Wir glauben an das deutsche Volk, weil wir im Kriege gewesen sind und den Herbst 1918 im Kampf gegen die neuartig ausgerüsteten amerika­nischen Regimenter erlebt haben. Deutsche haben immer dann am besten gekämpft, wenn sie scheinbar aussichtslos an die Wand gedrückt waren. Dann zeigten sie, was in ihnen steckte. Man hat uns aus den Stel­lungen geworfen und geschlagen, man hat uns in die Gefängnisse gesteckt und durch die Polizeipräsidien geschleift, und trotzdem sind wir nicht nur die alten geblieben, mit dem Sieg der Bewegung sind wir trotz der Strapazen immer stärker geworden und waren noch nie so in Form wie jetzt, wo es darangeht, 12jährige Predigt in die Tat umzusetzen.

sondern die nationalsozialistische Idee soll zum Inhalt des deutschen Volkes und des deutschen Staates werden. Wir wollen, daß sich der deutsche Mensch zur Größe seines Landes bekennt, um in der Stärke der Na­tion den Schutz der eigenen Existenz zu finden. Wir wollen, daß die Ehre wieder zur Richtlinie des Handelns wird. Wenn das durch uns der Inhalt des Denkens des deutschen Volkes geworden ist, dann kann die Partei sich ruhig auflösen, denn dann ist Deutschtum gleich Nationalsozia­lismus.

Wir haben nichts zu tun mit den bürger­lichen Parteien der Vorkriegszeit und weh­ren uns fanatisch dagegen, als Fortsetzung einer Partei angesehen zu werden. Wir einer Partei angesehen zu werden. Wir haben nichts zu tun mit den Bürgerlichen, die die Arbeiterbewegung nicht verstanden haben. Die Arbeiterbewegung wird von uns anerkannt. Wir sehen in ihr im wahrsten Sinne des Wortes den Sehnsuchtsfchrei von Millionen, als Gleichberechtigte in die Na­tion aufgenommen zu werden. Hätten die führenden Schichten damals das soziale Pro­blem aufgegriffen und im Rahmen des Mög­lichen gelöst, dann wäre der Weltkrieg nie­mals gekommen und Deutschland wäre der mächtigste Staat der Welt. Die National­sozialistische Arbeiterpartei hat nichts zu tun mit der Kriegszeit. Wir bestanden da­mals noch nicht und sind schuldlos daran, daß der besten Armee der Welt durch eine unfähige Führung nicht ein Ziel gesetzt werden konnte, das den Krieg siegreich ge­staltet hätte.

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sondern wir betonen immer wieder den Gegensatz, zumal der Reichsinnenminister unfähig ist, den organisierten Mordterror zu brechen. Ich komme soeben aus dem Ruhrgebiet. Dort werden die Straßen von

Rot-Front abgesperrt und man verlangt die Parole, Schüsse knallen den ganzen Tag. In Fürstenwalde mußte dieser Tage gegen die Kommunisten die Reichswehr ein­gesetzt werden. Ueber 50 Pistolen wurden gesunden. Ich warne die Reichsregierung, wenn sie glaubt, daß wir uns das noch lange gefallen lassen! Wir haben bis heute den Standpunkt des Gesetzes gewahrt im Glauben, die Polizei sei fähig, den Terror zu brechen. Wenn sie es nicht kann, dann kämmt bald der Tag, an dem wir uns selbst die Freiheit und die deutsche Straße erkämpfen werden!

Wir werden in Deutschland

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durchführen, wie sie einmal in Preußen zum Neide der ganzen Welt bestanden hat. Die Noten haben Krankenkassenpaläste ge­baut und konnten den Kranken keine Arznei mehr geben. Sie bauten Irren- und Kran­kenhäuser und haben von Staatswegen die Rassen-Bastardierung vorwärtsgetrieben. Man hat riesige Stadien errichtet, aber der Zinsendienst für diese Stadien hat mehr Kraft zerstört, als man in ihnen jemals erwerben kann.

Wenn im nationalsozialistischen Staate einer kommt und sagt: Ich traue Euch nicht, dann werden wir ihm entgegnen: warte unsere Taten ab! Wenn er sagt: ich schlage Lärm, wenn du anders handelst, als du versprochen hast, dann sind wir einverstan­den. Eins darf er aber nicht: die Aufbau­arbeit sabotieren. Eins aber darf er noch weniger; auf Befehl auswärtiger Stellen sich in die Innenpolitik mischen. Sie können jeden Tag beschließen, daß jeder Minister mit seinem Kopf haftet. Sie können ein Gesetz beschließen: Wer aus seinem Minister­amt reicher herausgeht, als er hineinge­gangen ist, wird enthauptet. Wir sind ein­verstanden. Das alles können sie. Eins aber gibt es bei uns nicht: die Politik machen wir, und nicht Moskau und nicht Rom!

l Heil Deutschland braucht keiner rufen, der I es nicht will, Heil Hitler soll keiner rufeitz wenn er es nicht aus tiefstem Herzen kaniy Heil Moskau darf keiner mehr rufen! Wii werden die Staatsautorität wieder hersteh len, wir werden die Polizei so organisieren; daß sie wieder als Vertreter der StaatK autoritat gelten kann. Unsere Polizei Wirt nicht nach drei Pfeilen schnüffeln, aber sh wird Verbrechen zu verhindern wissen.

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die man sich bemüht, dem Volke zu ve« sauen. Wir sehen darin nicht die materieb len Werte, vielmehr die größte Erziehung^ aufgäbe, die uns bevorsteht. Die 20jährigen müssen weg vom Asphalt der Großstadts sie müssen mit dem Heimatboden in Der? bindung gebracht werden. Da gibt es kein besseres Mittel, als in diesem Boden av, beiten. Ich glaube, wir alten Frontsoldaten lieben Deutschland deswegen so, weil wir vier Jahre für Deutschland schwere Arbeit geleistet haben. Wir versprechen kein Schlw raffenland, aber eins versichern wir hoch und heilig: Jede Maßnahme wird nur um ter dem einen Gesichtswinkel getroffen: das Wohl des Volkes. Jeder Pfennig, den wir als Opfer verlangen müssen, bleibt in Deutschland.

Unser Ehrgeiz wird nicht darin bestehend eine gute Weltpresse zu haben und inFranÄ reich beliebt zu sein, unser Ehrgeiz ist es^

in Frankreich verhaßt und in Deutschland geliebt zu worden.

Gebt uns nach mathematischen GcsichtÄ punkten in Deutschland die Macht, und wftls verpflichten uns unter Einsatz unseres bens, cinvn sauberen, anständigen, spayl samen und gerechten Staat zu bauen.

Gebt uns die Macht und wir bauen ektl Vaterland, in dem unsere Kinder wicdeq wissen, warum sie aus die Welt gekommen sind.

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Adolf Hitler spricht in Bremen

Beginn der Kundgebung um 20.30 Uhr

Preise der Plätze: 20, so Pfg. u. I — sowie num. Plätze Schwerkriegsbeschädigte frei

Verkaufsstellen: Nembertistr. 31, V.NZ., Papenstr. 15, Photo - Schäfer, Pelzerstr. 12--13, Deutsche Buchhandlung, Bahnhofstr., G.Löbe, Lützowerstr. 85-87, S.A.-Heim, Osterstr. 33

N. S. D. A. P. (Hitler - Bewegung)

Ortsgruppe Bremen

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Mittwoch, den 20. Juli 1932 . Weserstadion