Ausgabe 
(12.7.1932) Nr. 149
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Verlagsort Bremen. Herausgeber Kurt Thiele. Verlag: Bremer Die BNZ erscheint seden Werktag u. kostet RM 1.90 frei Haus, Anzeigeuberechnung; hiesige die 10 gespaltene mm--Zeile RM 0.

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Ohlau. Auf der Rückfahrt von SA.--Stür- Men aus Brieg, wo am Sonntag ein SA-- Aufmarsch stattfand, kam es am Sonntag abend in Ohlau zu schweren Ueberfällen. Die Lastwagen wurden an verschiedenen Stellen von Reichsbannerangehörigen ange­halten und überfallen. Die in Ohlau sta­tionierte Polizei war machtlos. Erst im Laufe einiger Stunden gelang es, zahl­reiche Landjägereibeamte aus dem Kreise in Ohlau einzusetzen. Schließlich mußte auch die Reichswehr mit einer starken Pa­trouille eingreifen.

Nach den bisherigen Feststellungen sind zwei SA.-Männer getötet worden. Die Zahl der Verletzten beträgt etwa 30. Die Reichs­wehr hat auf dem Ring einen Reichsbanner- mann angeschossen, der auf Anruf nicht stehenblieb.

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Bcv.rungeu, 11. Juli. Am Montag kam es in Beverungen, im Kreis Minden zu einem Ueberfall von Kommunisten auf Nationalsozialisten, der in eine eineinhalb- stündige Straßenschlacht ausartete.. Ein SA-Maun aus Godenfelde an der Weser erhielt ei,reu Dolchstoß in den Unterleib, an dessen Folgen er kurz daraus starb. Weitere >»rei Nationalsozialisten wurden drrrch Re- »olverschüsse schwer verletzt. Außerdem wurden zahlreiche Leichtverletzte gezählt.

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Reichenbach, 11. Juli. Am Sonntag kam tu Rerchenbach zu schweren Ueberfällen von A gehörigen der Eisernen Front auf SA.-Mämu Auf feiten der SA. wurden mehrere Person verletzt, darunter einer schwer, ferner wurde d nach Langenbielau einrückende Sturm vor La genbielau überfallen und beschossei wobei es 14 Schwerverletzte gab.

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Eckernförde. Am Sonntag nachmittag kam fk nach einem SA-Ausmarfch in Eckern- sorde vor dem Gewerkschaftshaus zu einem schweren Ueberfall des im Gewerkfchafts- haus bereitgestellten Reichsbanners auf die E,n SA-Mann wurde schwer verletzt, wahrend ein Reichsbannermann getötet sein

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, ^Hardt. Bei dem Gautre E Sonntag kam es zu ei, L fergen und hinterlistigen Uebers ^e, dem Propagandamarsch durch die S der Stadt fielen plötzlich aus ei, «enster einer Wirtschaft vier Schüsse ch

die vier SA-Männer schwer verletzt wurden und durch das Sanitätsautv ins Kranken­haus gebracht werden mußten-

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Hageir, 11. Juli. Anläßlich einer Kund­gebung der NSDAP., im Stadtteil Del- stern, bei der Dr. Goebbels sprach, kam es schon in den Nachmittagsstunüen mehr­fach zu Zusammenstößen. Die Teilnehmer der Kundgebung wurden aus den Arrmars^- straßen von Anhängern der KPD. mehrfau.) mit Steinen beworben und überfallen.

Die Kundgebung selbst verlies ohne grö­ßere Störungen, obwohl unbekannte Brand­stifter den in der Nähe befindlichen Wald in Brand steckten. Der Feuerwehr gelang es bis Mitternacht noch nicht, den Brand zu löschen. Mehrere Morgen Waldbs- fland sind bereits vernichtet. Nach der Kundgebung wurden die heimkehrenden Bersammlungsbesucher, die geschlossen ab­marschierten, und die begleitenden Polizei­beamten beschossen.

Zu besonders starken Schlägereien, die zu Straßenschlachten auswuchseu, kam es in der Jägerstraße und an der Schwenke. In der Jägerstratze wurde aus den Häusern geschossen, sodaß die Polizei gezwungen war, das Feuer zu erwidern. Bisher wur- t den etwa 20 Verletzte^ darunter einige ^

Schwerverletzte, festgestellt. Festgenommen wurden insgesamt 13 Personen, die zum größten Teil der KPD. angehören.

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Bresla«, 11. Juli. In Gnadenfrei kam es am Sonnabend zu schweren politischen Zusammen­stößen. Die Nationalsozialisten veranstalteten einen Deutschen Tag, während die Reichsbanner­leute einen Propagandamarfch durch das Dorf abhielten. Vor dem GasthausNorddeutscher Hos" uud auf der Festwiese kam es dabei zu blutigen Ueberfällen.

Die Reichsbannerleute gingen mit Messern, Zaunlatten, Aexten und mit der Schußwaffe auf ihre politischen Gegner los. Auch von mehreren Dächern aus wurde geschossen.

Zahlreiche Personen wurden schwer verletzt. Ein Motorradfahrer wurde von der Maschine ge­rissen und mit Messern bearbeitet. Die Maschine war in den Straßengraben geworfen worden, um einen Ueberfall vorzutäuschen. Ein Molkerei­lehrling aus Gnadenfrei wurde von dem Kom­munisten Hentschel übel zugerichtet und mußte in lebensgefährlichem Zustand in das Kranken­haus eingeliefert werden.

Der Kommunist Hentschel, der von einem Na­tionalsozialisten in einer Stube eingeschlossen wurde, verübte dort, ehe die Polizei ihn in Ge­wahrsam nehmen konnte, Selbstmord, indem er sich an einem Selbstbinder erhängte.

Wir senken die Fahnen

Zur gleichen Zeit, in der deutsche Fugend durch die Straßen Bremens marschierte, um den Freiheits­willen unseres Volkes zu bekunden, bereitete marxi­stisches Verbrechergefindel eine furchtbare Bluttat vor. Auf abfahrende SA-Lastzüge sollten Bomben geworfen werden, die vielen jungen Menschen das Leben geraubt hätten.

Eine Polizeistreife stellte die kommunistischen Ver­brecher und nahm ihnen die Bomben ab. Dabei ex­plodierte eine von ihnen und zerriß den Polizeiwacht- meister Lalle.

Fn treuester Pflichterfüllung hat er sein Leben eingesetzt für andere, für uns.

Wir senken die Fahnen und grüßen ihn im Tode als deutschen Freiheitskämpfer.

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Als der Bremer Senat, Senator von Spreckelsen, Senator Kleemann und Senator Allerheiligen zu dem unverständ­lichen Entschluß kamen, sich vor dem Blutterroi weniger hundert Verbrecher im Westen zu beu­gen und der deutschen Freiheitsbewegung ihre Aufklärungsarbeit zu verbieten, haben sie wohl selbst nicht geahnt, wie rasch ihnen eine Blut- antwort erteilt würde. Das Paktieren der Volks- Partei mit dem Marxismus, das Dulden der Bluthetze derBremer Volkszeitung", das Ein­setzen von Professor Dietz für den Bluthetzer Alfred Faust und seinesgleichen, das alles hat nach Gössel und Decker ein neues Opfer gefordert^

Ein Polizeibeamter, Polizeiwachtmeister Talke, wurde das Opfer eines Politische» Attentats, das Nationalsozialisten galt, die i» Kraftwagen in den Abendstunden nach dem SA.» Aufmarsch die Strecke Passieren mußten.

Wer geglaubt hatte, daß abgesehen von An- rempelungen der Kommunisten der SA.-Auf- marsch in Bremen einen ruhigen Abschluß finde» würde, wurde überrascht. In den Abendstunde» erhielt die Polizei Kunde von dem Anschlag. Eine Polizeistreife rückte aus, stellte sieben Personen, die Sprengkörper mit sich führ­ten und bei deren näherer Durchsuchung Pi­stolen, Steine und Messer gefunden wurden.

Die Sprengkörper stellten sich als Bombe»

mit Aufschlagziinöung heraus.

In dem Augenblick, als der Polizeiwachtmeister Talls den Sprengkörper untersuchen wollte, explodierte die Bombe mit einem furchtbare»

> Krach. Sie riß den Beamten in Stücke und traf auch noch einen anderen Beamten, der durchs . Sprengstücke schwer verletzt wurde. Ein Polizei- ! beamter besiegelte seine aufopfernde Berufspflicht mit dem Tode durch politische Verbrecher. Weni­ger ihm galt der Anschlag, dessen Opfer er wurde, als den Lastzügen der National­sozialisten. Talle hat damit eine Tat ver­hindert, deren Folgen grausam und unüberseh­bar gewesen wären. Zufällig war der Lastwagen? der SA., der die Strecke passieren sollte, schort vorüber. Andernfalls wäre ein großange­legter Verbrecherplan zur Tat ge­worden.

Drei Sprengkörper der Art, wie sie den Po- lizeibeamien in Stücke gerissen haben, wurden bei. dem lichtscheuen Verbrechergefindel vorgefunden^ Diese drei Bomben hätten vollkommen genügt um SO deutschen Volksgenossen, die um die Frei­heit ihres Volkes kämpfen, das Leben zu rauben-

Darum gehört unsere Anteilnahme besonders dem Polizeiwachimeister Talle, der durch seine Tat ein Freiheitskämpfer für uns geworden ist. Hoch stand er in Achtung bei seinen Vorgesetzten wegen seiner Pflichttreue, als Sportsmann ge­noß er wegen seiner Leistung ebenfalls höchste Achtung. Er hat sein junges Leben für Deutsch­land mit dem Tode bezahlen müssen. Jedes weiteren Polizeibeamten und deutschen Volks­genossen, der im Freiheitskamps fällt, gedenke» wir in Dankbarkeit.

Wieder ist ein Polizeibeamter in treuer Er­füllung seiner schweren Pflicht ein Opfer der planmäßig organisierten marxistischen Mordwelle