Ausgabe 
(14.1.1934) Nr. 13
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Rr. 13 / i. Vierteljahr <

Sonntag, den 14. Äanua

r Einzelpreis is Rpf.

Folgen der Varifer Handelspolitik:

sie dem Aufstand in Fukien immer-ferngestanden

habe und nichts mit der Fukien-Regierung zu »lk -vssH'II

Ausgleichsaktion -er Reichsregierung

Einsuhrkontingentierung französischer Waren

änd. Berlin, 13. Januar.

Im Reichsgesetzblatt wird eine Verordnung der Reichsregierung veröffentlicht, durch die eine Anzahl französischer Waren der Ein­fuhrkontingentierung unterworfen wird. Zu dieser Maßnahme kam es durch die Ankündi­gung einer neuen Methode der Einfuhrkontingen­tierung für Anfang 1934 durch die französische Re­gierung, die darin bestehen sollte, daß nur noch Kontingente in Höhe von 25 v. H. der früheren Einfuhr auf alle Länder im Wege der Meistbe­günstigung gleichmäßig verteilt werden. Ueber die Vergebung der übrigen 75 v. H. im Verhand­lungswege behielten sich die französische Regie­rung freie Hand vor. Um die Anwendung dieser neuen Methode auf Deutschland haben in den letzten Monaten 1933 Verhandlungen zwi­schen einer deutschen und einer französischen Dele­gation in Paris stattgefunden, die aber daran scheiterten, daß von französischer Seite ohne jede Gegenleistung eine Verminderung der deutschen Ausfuhr um 360 Millionen Franken gefordert wurde. Zum 1. Januar 1934 hat die französische Regierung dann durch einseitige Anordnung die deutsche Ausfuhr nach Frankreich kontingentiert.

Die deutsche Regierung hat der französischen Regierung seit dem 1. Januar 1934 wiederholt mitgeteilt, daß sie diese einseitige Beschränkung der deutschen Ausfuhr nicht ohne Ausgleichs­maßnahmen hinnehmen könne. Die Lage ist inzwischen noch dadurch erschwert worden, daß die französische Regierung anderen Ländern gegen­über die neuen französischen Kontingentierungs- vorschrifts« nicht in der gleichen Schärfe anwen­det, wie gegenüber Deutschland. Es ist inzwischen bekanntgeworden, daß andere Länder we­sentlich günstiger behandelt werden als Deutschland, obwohl auch diesen Län­dern gegenüber die französische Handelsbilanz passiv ist. Einzelne Länder haben für alle kontin­gentierten Waren Kontingente von 100 v. H. der früheren Einfuhr erhalten; andere Länder haben wenigstens für einen Teil ihrer Wareneinfuhr die vollen Kontingente zugeteilt erhalten. Es liegt

Londoner

Kabinetts-Ausschuß bremst

and. London, 13. Januar. DerDaily Tele­graph" erklärt, der Abrüstungsausschuß des eng­lischen Kabinetts habe durch den Beschluß, zeit­weilig in der Abrüstungsfrage eine abwartende Haltung anzunehmen, eine ,,bremsende" Wirkung aus das Foreign Office ausgeübt. Die berufs­mäßigen Diplomaten wünschten natürlich die Initiative in den europäischen Angelegenheiten wieder aufzunehmen, aber es sei für klüger ge­halten worden, eine ungehinderte Fortsetzung der Besprechungen zwischen Deutschland und Frankreich zu gestatten. Dies sei die Absicht der Mehrheit der englischen Minister, die sich diese Woche beraten haben. Die stärksten Befürworter dieser Politik seien der Ministerpräsident Mac- Donald und der Kriegsminister Lord Hailsham gewesen.

also eine klare Differenz und Schlechter- stellung Deutschlands gegenüber anderen Ländern vor.

Angesichts dieser Lage hat die deutsche Regie­rung sich jetzt zu Ausgleichsmaßnahmen entschlie­ßen müssen. Bei der Bestimmung des Umfanges der Ausgleichsmaßnahmen hat die deutsche Regie­rung sich von der Absicht leiten lassen, die han­delspolitische Lage gegenüber Frankreich nicht noch weiter zu verschärfe» und insbesondere alles zu vermeiden, was Frankreich einen Verwand zu weiteren handelspolitischen Maßnahmen ge­gen Deutschland geben könnte. Durch die jetzt veröffentlichten deutschen Kontingentierungen wird die französische Ausfuhr nach Deutschland daher nur um 16V Millionen Frank eingeschränkt.

Die Einschränkungen betreffen in der Haupt­sache frische Blumen, Wein, gewisse Parfüme- rien, Thomas-Phosphatmehl, Florett-Seiden- gespinste, Krepp, Tüll und Spitzenstoffe aus Seide, Kammzug, Kammgarn, Streichgarn und Gewebe

dnb. Tschantschun,13. Januar (Reuter)

Für die Krönung Pujis zum Kaiser von Mand- schukuo am 1. März sind bereits weitgehende Vor­bereitungen getroffen worden. Die Krönung wird in der Privatwohnung Pujis stattfinden, die für diesen Zweck neu hergestellt worden ist.

In einer amtlichen Mitteilung heißt es, daß Puji verfassungsmäßiger Monarch in Ueberein­stimmung mit den bereits bestehenden oder noch zu erlassenden Gesetzen sein werde. Er werde alle autokratischen und despotischen Bestrebungen ver­meiden, alle internationalen Verpflichtungen ein­halten und für den Frieden und eine bessere Ver­ständigung der Welt arbeiten. Ein Parlament wird nicht gebildet, aber der gegenwärtige Rat und der Staatsrat werden beibehalten, und es solle eine klare Trennung zwischen dem kaiserlichen Hof und dem Vollzugs­ausschuß geschaffen werden.

Die Verfassung wird in weitgehendem Maße nach derjapanischenVerfassung gebildet werden, und ihre Vollendung wird mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen. Die Schaffung eines neuen Adelsstandes durch den zukünftigen Kaiser ist ebenfalls vorgesehen. Die Thronbesteigung soll formell durchgöttlichen Willen" erfolgen. Was ebenfalls in Anlehnung an das japanische System geschieht.

Das Programm der Krönungsfeierlichkeiten sieht u. a. eine Parade der mandschurischen Ar­mee vor dem neuen Kaiser als obersten Befehls­haber, ferner ein großes Staatsbankett und eine

aus Wolle, Vaumwollzwirn, Baumwollgewebe, gewisse Lederwaren usw. Außerdem ist noch die Ausfuhr von weichem Laubholz aus französischen Kolonien kontingentiert.

Im Dezember ist in Paris neben den Kontin­gentierungsverhandlungen auch noch über einige Sonderfragen, so insbesondere über die Verlängerung des Reiseverkehrsabkommens, ver­handelt worden. Die Verhandlungen über diese Sonderfragen sind unabhängig von der Kontin­gentsregelung im Januar in Berlin neu auf­genommen worden. Die französische Regierung ist davon unterrichtet worden, daß die deutsche Regierung bereit wäre, diese Sonderverhandlun- gen unabhängig von den französischen Kontingen­tierungsmaßnahmen und den deutschen Aus- gleichsmaßnahmen fortzusetzen und abzuschließen» selbstverständlich unter der Voraussetzung, daß von französischer Seite die entsprechenden Gegen­leistungen auf diesen Sondergebieten gegeben werden.

allgemeine Amnestie für Gefangene vor. Als einziger Staat wird Japan durch den General Hischikart vertreten sein, da von den anderen Ländern noch keines Mandschukuo anerkannt hat. Puji wird später selbst nach Japan fahren, um dem japanischen Kaiser seinen Besuch abzustatten.

Bemerkenswert ist, daß Puji angesichts seiner bevorstehenden Krönung dem englischen König durch seinen früheren Erzieher Sir Reginald Johnson drei Lichtbilder von sich übersandt hat, und zwar eines in europäischen Kleidern, eines in Golfhosen, und das dritte in Militäruniform. Gleichzeitig hat Puji dem englischen König seine Neüjahrswünsche übermittelt.

EP. Peking, 13. Januar

Die Meldungen über die bevorstehende Krö­nung Henry Pujis zum Kaiser der Mandschurei und der Mongolei in Tschangtschung werden von der chinesischen Bevölkerung mit sehr zwiespäl­tigen Gefühlen aufgenommen. Man fürchtet hier, und wohl nicht mit Unrecht, daß Tschangtschung nur eine Durchgangsstation für Henry Puji ist und daß Peking und der Drachenthron in der verbotenen Stadt das Endziel des neuen Kaisers und seiner japanischen Berater bildet. Die Mand- schus, die seit der Ausrufung der Republik in China ein sehr kärgliches Dasein geführt haben, verfügen plötzlich über sehr reichliche Geldmittel, die vermutlich aus japanischen Quellen stammen.

änb. Schanghai, 13. Januar.

Die Kanton-Regierung hat der Regierung Tschiangkaischeks eine Erklärung übermittelt, daß

tun habe. Aus außenpolitischem Interesse und zur Erhaltung des inneren Friedens, habe die Kanton-Regierung beschlossen, alle Maßnahmen der chinesischen Zentral-Regierung zu unterstützen. Damit hat Tschiangkaischek zurzeit einen großen Einfluß auf die Lage in Siidchina gewonnen.

Die chinesischen amtlichen Stellen erklären, daß nach einer Mitteilung aus Futschau die Provinz­regierung von Fukien, deren Truppen vor kur­zem von der Armee Tschiangkaischeks geschlagen wurden, freiwillig zurückgetreten sei.

Der Dolkfub-Xerrvr Wei-schlägt sich

and. Wien, 13. Januar.

21 Personen des Arbeitslagers Steinseld, die an dem nationalsozialistischen Aufmarsch in Villach (Körnten) teilgenommen hatten, haben in der Nacht zum Sonnabend die italienische Grenze überschritten und sich der italienischen Polizei zur Verfügung gestellt. Sie sprachen den Wunsch aus, nach Deutschland befördert zu werden.

Der Vundesführer des Heimatschutzes, Star- hemberg, hat am Sonnabend einen Befehl an die Heimwehren erlassen, in dem den Mitgliedern auf das strengste untersagt wird, mit Nationalsoziali­sten zu verkehren oder zu sprechen. Widrigenfalls wird mit sofortigem Ausschluß aus den Heim­wehren gedroht.

Wegen des Verdachts nationalsozialistischer Be- tätigiing sind der Vorstand des Rechtsbüros im Heeresministerium, Jlz, sowie drei weitere Per­sonen in Haft genommen worden.

<ivb. Innsbruck, 13. Januar

Wie amtlich gemeldet wird, sind in mehreren Orten Tirols Papierböller zur Explosion ge­bracht worden. Dadurch ist in einigen Fällen größerer Sachschaden entstanden. Der Sicher­heitsdirektor für das Bundesland Tirol hat die Einlieferung mehrerer Nationalsozialisten in Las Konzentrationslager Wöllersdorf angeord­net. .Unter den Eingelieferten befinden sich fünf Rechtsanwälte.

(Weitere Meldungen siehe Seite 2)

Auflösung der Schwesternschaften

cinb. Berlin, 13. Januar.

DerVölkische Beobachter" veröffentlicht fol­gende Anordnung des Stellvertreters des Füh­rers: Hiermit verbiete ich die innerhalb der NSDAP. oder ihren Nebenorganisationen beste­henden Schwesternschaften, braunen Schwestern oder rote Hakenkreuz-Schwestern. Diese Schwestern­schaften haben sich bis zum 15. Januar 1934'auf­zulösen. Eine Neubildung dieser Schwesternschaf­ten ist, gleichgültig, wie sie sich bezeichnen, künftig untersagt.

Das Verbot betrifft nicht die in der NS-Frauen- schaft zusammengeschlossenen Hilfsfllrsorgerinnen und Helferinnen. Dieselben dürfen sich jedoch in Zukunft nicht mehr als Schwestern bzw. Hilfs- schwestern bezeichnen. Die Leitung der NSV. ist von mir beauftragt, eine einheitliche Schwestern­schaft zu bilden. Die entsprechenden Anordnungen werden von ihr gemeinsam mit dem Leiter des Beirates für Volksgesundheit bei der Reichslei­tung der NSDAP., Pg. Dr. Wagner, und dem Leiter der NS-Frauenschaft, Pg. Dr. Krummacher, erlassen.

k. dlü.Hart im Raume (im pazifischen Raum) stoßen sich die Sachen": Japan weist die an seine Adresse gerichteten Moskauer Verdächtigungen, es arbeite bewußt aus eine kriegerische Lösung der Ostasien- Fragen hin, entrüstet zurück und beschuldigt umgekehrt den sowjetrussischen Ministerpräsi­denten Molotow und den Außenkommissar Litwinow aggressiver Absichten. Aus den süd- sibirischen Grenzgebieten kommen täglich Nachrichten über ungewöhnliche Truppen­transporte der Roten Armee und demonstra­tive Uebungen russischer Bombenflugzeuge rings um Wladiwostock; Japan arbei­tet fieberhaft am weiteren Ausbau der eige­nen Luststreitmacht, seiner an sich schon füh­renden Unterseebootflotte und seiner militä­rischen Stellung in der Mandschurei. Weiter: Die eben erst in Fukien siegreich vorgehende chinesische Zentral-Regierung protestiert unter Hinweis auf die Unteilbar­keit des Reiches der Mitte gegen die beab­sichtigte Krönung des Prinzen Puji zum Kai­ser der Mandschurei und König der Mongolei; Tokio gibt der chinesischen Republik gegen­über die paradoxe Versicherung ab, die Ein­führung der Monarchie in ihrem nördlichen Siedlungsgebiet bedeute keine Unfreundlich­keit gegen Nanking. Und schließlich: Der die­ser Tage in Washington in Aktion getretene sowjetrussische Botschafter Trojanowsky setzt sich vor Pressevertretern für einen russisch­amerikanischen Nichtangriffspakt ein; nach­dem das USA.-Staatsdepartement die Aus­söhnung von Dollar und Rubel unter aus­drücklicher Ablehnung eines Defensivpaktes im Stillen Ozean als keineswegs gegen Ja­pan gerichtet interpretiert hat, ruft der ein­flußreiche- japanische Vizeadmiral Suetsugu empört aus, die Anerkennung der Sowjet­union durch die Vereinigten Staa­ten sei nichts als ein der Einkreisung des Inselreiches dienendes militärisches Kom­plott. Sphinx Ostasien? Nervöses Ostasien!

Der Ferne Osten bietet der Welt wieder einmal ein dramatisches Kräftespiel unter dem Motto: Kriegsvorbereitungen wider Willen. Wobei man allerdings darüber strei­ten darf, ob bei der politischen, militärischen und wirtschaftlichen Expansion des Reiches der ausgehenden Sonne noch von einem Wider-Willen" auf japanischer Seite die Rede sein kann. Um was geht esimEnd - ziel, zunächst von Tokio aus gesehen? Um die Annexion der Mandschurei durch Ja­pan? Nein: Die Schwierigkeiten der Einver­leibung Koreas sind im japanischen Kernland noch nicht in Vergessenheit geraten, und die Geschichte der Dynastie dieser Halbinsel vom Zeitpunkt der Unabhängigkeitserklärung über den japanisch-chinesischen Frieden von Schimonoseki, den 1907 von Tokio erzwun­genenHerrscher"-Wechsel am koreanischen Hof bis zur Abdankung des Kaisers Li Chih bietet nur eine sehr äußerliche Parallele zu den Vorgängen um den Mandschukuo-Prin- zen Puji. Soll die Mandschurei ausschließlich Manisches Siedlungsgebiet werden? Mich auf diese Frage gibt es kein glattes Ja, denn der Kolonisationsdrang des Mikado- Reiches bevorzugt nachweisbar klimatisch günstigere Gebiete. Es geht um weit mehr, es geht umdieostasiatischeVorherr- schastIapansaufpolitisch-wirt- schastlicher Grundlage im Sinne eines in Tokio zentralisierten

Krönung pujis am 1 März

Der künftige Kaiser von Mandschukuo / Fukien-Negierung zurück­getreten / Kanton-Aegierung für Nanking

Die Zukunft der KUdenden Kunst

Aufbau nach neuen Grundsätzen Gespräch mit Lrok. Dr- Ov. k. v. 8 ellult 2 o,

Der Wandel, der alle Gebiete des politi­schen und kulturellen Lebens ersaht hat, machte auch bor der bildenden Kunst nicht »alt. Einer der berufenen Führer beim neuen lusbau aus diesem Gebiete, Pros. Dr. Dr. ,. e. Paul Schultze (Naumburg), Mit- ilied der Akademie des Bauwesens und der lkademic der bildenden Künste, gewährte unserem Vertreter eine Unterredung. Ueber die Neuorientierung im neuen Staate auf dem Gebiete der bildenden Kunst äußerte er sich folgendermatzen:

Der Wandel, den unser deutsches Vaterland im vergangenen Jahre durchgemacht hat, ist fv grundlegend und durchgreifend, daß der im Aus- land Lebende sich durch Augenschein davon über­zeugen muß, sonst bekommt er gar keinen Begriff davon. Aus dem Chaos ist ein neuer Ordnungs­staat entstanden, aus der Zersetzung ein neuer Aufbau. Es ist ein Wunder, daß diese Tat durch den Willen eines einzelnen zustande kam und sich damit ein Traum der Deutschen erfüllte, der Jahrtausende alt ist. Der Wandel ist so gewaltig, daß er über das Maß dessen hinausgeht, was wir für menschlich faßbar ansahen.

Wenn die Kunst des neuen Staates heute noch nicht klar in Erscheinung getreten ist, so liegt das daran, daß der ganze geistige Umbildungs­prozeß nicht von heute auf morgen erfolgen kann. Trotzdem sind auch die Grundgedanken einer neuen Kunst schon vorhanden, und der Führer hat sie selbst klar und eindeutig ausgesprochen. Sie lasten sich in kurzen Zügen folgendermaßen umreißen:

Direktor der Staatl. Kunsthochschulen in Weimar

Es ist nicht wahr, daß die Menschen gleich sind, sondern sie sind entsprechend ihren erblichen An­lagen verschieden. Die Einflüsse der Umwelt kön­nen die Menschen nicht grundlegend verändern; hier liegen die Grenzen der Erziehungsmöglich­keiten. Zwar können klimatische und andere Be­einflussungen im Individuum gewisse, in engen Grenzen gehaltene Verschiebungen herbeiführen, die auch nicht im Bereiche menschlicher Willkür liegen. Aber diese Verschiebungen sind nur ge­ring; sie können sich in den folgenden Generatio­nen auch nur wieder als neue Umweltsbeein- flustungen aus den gleichen Ursachen bemerkbar machen. Welche Zeit für den Werdeprozeß einer echtenMutation" notwendig ist, hat unsere Wis­senschaft noch nicht erforscht. Das steht aber fest, daß eine planmäßige Berechnung solcher Verän­derungen beim Menschen und seiner Erbmasse außerhalb menschlichen Willens beeinflussend steht. Auch im Tierversuch konnte immer nur eine Minusbeeinflussung, nie ein Plus beobachtet werden. Nur wenn man mit dieser Erfahrung der Vererbungslehren rechnet, wird man sich von völligen Irrwegen fernhalten können.

Dagegen können planmäßig Umschichtungen im Bestand der Menschen innerhalb eines Volkes hervorgebracht werden, wenn eine Auslese ge­troffen oder Ausmerze vorgenommen wird. Das »nacht sich nach wenigen Geschlechterreihen schon ganz deutlich bemerkbar. Es steht ohne Zweifel fest: In der Hochzucht oder in der ' Entartung

sind die Grundursachen für die Blüte oder den Verfall eines Volkes zu suchen.

Die seelischen und körperlichen Anlagen einer Menschengruppe bedingen die weltanschauliche Grundlage einer jeden Kultur, wie sie eben für die diese Kultur tragende Rasse richtunggebend sind. Deshalb kann eine Kultur nur einheitlich sein, wenn eine einzige Raste oder wenigstens unter Führung dieser einen Rasse einige mitein­ander harmonierende Rasten ein Volk bilden. Kommen aber Rassen hinzu, die körperlich oder seelisch eine zu große Spannung zu dem Wirts­volk bilden, so ist es unausbleiblich, daß bei der Ueberschreitung einer gewissen Grenze die ganze Kultur des Wirtsvolkes in Unordnung gerät und der Zersetzung anheim fällt. Das war bei uns der Fall mit den Juden, die sich durch Frucht­barkeit und Einwanderung sehr stark vermehrten, so daß sie eine beträchtliche Menge der Volkszahl bildeten. Die Zersetzung trat ein, als sie über das Maß ihres prozentualen Volksanteils sich im po­litischen und wirtschaftlichen Leben breit machten und nach der Alleinherrschaft strebten.

Diese Betrachtungen sind wesentlich, wenn man die Grundgedanken der nationalsozialistischen Kunsteinstellung richtig begreifen will. Kunst ist nicht eine rein artistische Uebung, sondern der Ausfluß des Sehnens einer Rasse, der sinnfällige Form angenommen hat Der Grad des Wertes einer Kunst wird davon bestimmt, wie sehr die Kunst dem höchsten Zielbild der Rasse nahekommt. Gestaltete Zielbilder fremder Rassen können für uns interessant, gleichgültig oder verderlich sein, aber sie können nie die geistige Nahrung eines Volkes ersetzen, die das Volk als Ausdruck des eigenen Ethos gebraucht, um aus sich heraus schaffen zu können.

Die Kunst eines Volkes wird immer die Höhe erreichen, die dem Auslesevorgang entspricht, den

das Volk durchgemacht hat. Daraus erklärt sich, daß harte heldische Zeiten, die große Rassen er­leben, immer auch heldische Kunst hervorgebracht haben. Diese Kunst zerfiel aber regelmäßig, als die edelsten Geschlechter ausstarben und minder­wertige oder fremdartige Menschen den leer ge­wordenen Raum füllten. So erklärt es sich auch, daß die liberaldemokratische Epoche im 19. und 1. Drittel des 20. Jahrhunderts unermeßlichen Schaden verursachte. Die Humanitätsduselei der Aufklärung erhielt planmäßig alles Kranke und Absterbenwollende, das sich hemmungslos ver­breitete und dem Tüchtigen und erbgesundheitlich Wertvollen den Lebensraum versperrte.

Diese Entwicklung drückte auch dem Bild der bildenden Kunst ihren Stempel auf. Parallel der Entwicklung der liberalistischen Tendenzen sehen wir auch die beträchtliche Zahl hoher Begabun­gen immer mehr zurückgehen. Die Wilhelminische Epoche war auf Äußerlichkeiten eingestellt und innerlich hohl. Der gänzliche Verfall trat aber erst sichtbar ein, als das deutsche Element gänz­lich zurückgedrängt wurde und die Herrschaft des jüdischen Geistes anbrach. Es ist sehr lehrreich, die Entwicklung zu verfolgen, wie dieser jüdische Geist die deutsche Kultur auf allen Gebieten zer­setzte. Denken wir an die verschiedenen Arten der -ismen, die im Dadaismus ihren unüberbietbaren Höhepunkt erreichten und in das Gebiet des Irrenarztes hineinragten, dann haben wir das Bild der Verseuchung und des Zerfalls.

Daß auch die Baukunst nicht verschont blieb, versteht sich von selbst, nur verlief hier das Krank­heitsbild etwas anders. Da hier verdient wer­den konnte, wurde die Bauform der Spielball der Interessenten, der Händler und der an der Baustofferzeugung interessierten Firmen. Das Zielbild aber wurde das Kollektiv der Sow­

jets. Da war zuletzt gefühlsmäßig kein Funken von Deutschtum mehr vorhanden, das waren Bauten, von Asiaten für Astaten gebaut.

Die Zukunft der deutschen Kunst und Kultur liegt besiegelt in der Durchführung der Grund- züge des Führers. Wird das deutsche Volk er­neuert durch Ausschluß des Artfremden, Zurück­drängen des Minderwertigen und Vetrauüng der Hochwertigen mit der Führung, dann braucht uns um die deutsche Kunst nicht bange zu sein. Die freiwerdenden, seither unterdrückten Kräfte und der Nachwuchs, im neuen Geiste erzogen, werden die Garanten einer neuen deutschen Kunst sein die wir wieder mit Stolz als die Repräsentanten einer spezifisch deutschen Kultur werden begrüßen dürfen."

Zehn Reichssendungen Beethoven Eine große Kulturtat des Deutschen Rundfunks Wie das VDZ.-Vüro meldet, hat die Führung des Deutschen Rundfunks auf dem Gebiete der Kulturarbeit eine Großtat angesetzt, die am 14 Januar einsetzen soll.. In zehn Reichssendüngen, die jeweils um 21 Uhr beginnen, damit jeder werktätige Hörer Gelegenheit zur Teilnahme hat, werden die Werke Beethovens dem deutschen Volk durch den Rundfunk vermittelt werden. Die erste dieser Sendungen am 14. Januar bringt Beetho­vens einzige OperFidelio". Bis zuin 25. Januar wird dann jeden Abend eine Symphonie gesendet. Es dirigieren neben Hanns Pfitzner, Siegmund Hausegger und Franz Adam anerkannte Stab- fuhrer des Deutschen Rundfunks. Mit den besten deutschen Rundfunkorchestern werden sie eine Lei­stung vermitteln, die in der Art geschlossener Form heute nirgendwo geboten werden kann. Parallel zu den symphonischen Werken wird allabendlich an Stelle der sonst üblichen Nachtmusik ein -- fassendes Kammermusikprogramm gesendet