vremn
das amtliche Vrgan lies Senats
öer Freien Sanfestadt vremen
M^ °^°zug: Bei täglichem Erscheinen RM. 2 30 einschließlich 30 Rps ZusteNungSgebühr: durch die Post RM, 2.30 einschließlich Ueberweisungsgebuhr, ausschl Postbestellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. — Postscheck Hamburg 172 72. — Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz
Bremer Zeitung, Verlagsgesellschast m. b. H., Eeeren « bis 8 / Fernruf: Sammelnummer Roland 625.
Nr. s / i. Vierteljahr
Anzcigen-Grundprcise: Je mm-Zeile im Anzeigenteil (15 Spalten) 12 Rps.. im Texttcil (5 Spaltenl 75 Npf. Ermäßigte Grundpreise (sür Stellengesuche, Familienanzeigen, kleine Anzeigen. Vereinsmitteilungen u. a.) sowie sonstige Bedingungen laut Preisliste. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 1b iu>r.
Sprechzeit des Verlages werktäglich von 12—13 Uhr, der Schriftleitung werktäglich von 18—17 Uhr.
Sonnabend, den 6 . Januar
Einzelpreis is Npf.
Der Bayonner Skandal greift um sich
Gefahr für das Kabinett Chautemps
Die französischen Sparer sollten um weitere 200 Milk. Franken betrogen werben
An erster Stelle
Bericht des Internationalen Arbeitsamtes cknb. Eeuf, 5. Januar.
Aus der am Freitag veröffentlichten Arbeitslosenstatistik des Internationalen Arbeitsamtes für das letzte Vierteljahr 1933 geht hervor, daß sich die Lage auf dem internationalen Arbeitsmarkt weiter gebessert hat. Verglichen mit der gleichen Zeit des Vorjahres ist in zwanzig Staaten ein Rückgang der Arbeitslosigkeit festzustellen. An erster Stelle steht dabei Deutschland. Zugenommen hat die Arbeitslosigkeit in Norwegen, Bulgarien, Neuseeland, Palästina, Polen und der Tschechoslowakei. Auch in der Schweiz ist die Arbeitslosenziffer von 109 817 im Dezember 1932 auf 137157 im Dezember 1933 gestiegen.
Doppelt so hoch als angekündigt
Die Frage der französischen Kontingente dnb. Berlin, 5. Januar.
Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, ist der deutsche Botschafter in Paris angewiesen worden, sich über die Neufestsetzung der französischen Einfuhrkontingente zu unterrichten. Inzwischen sind über die Auswirkung der neuen Festsetzung der französischen Kontingente statistische Feststellungen getroffen worden. Es ergab sich, daß die Abstriche, die bei dieser Neuregelung von französischer Seite an der deutschen Einfuhr nach Frankreich gemacht worden sind, ungefähr die doppelte Höhe dessen erreichen, was ursprünglich angekündigt worden war. Es werden nämlich nicht etwa 300 Millionen Franken von der deutschen Ausfuhr nach Frankreich abgestrichen, sondern nach vorläufigen Berechnungen ergäbe sich ein Betrag, der sich auf etwa 600 Millionen Franken belaufen dürfte.
Es ergibt sich nun für uns die Frage, welche Ausgleichsmaßnahmen getroffen werden können, damit die deutsche Wirtschaft nicht zu schwer geschädigt wird, denn es ist ganz augenfällig, datz die hohen französischen Abstriche die handelspolitische Lage außerordentlich beeinflußt haben.
Neuer Bestechungsskandal
clnb. Brüssel, 5. Januar.
Unter dem Verdacht, sich der Veamtenbestechung schuldig gemacht zu haben, sind heute der Direktor und ein Beamter des Justizministeriums, ein Sekretär der Eeneralstaatsanwaltschaft, ein Geistlicher und eine Frau verhaftet worden. Durch die Bestechungen sollte erreicht werden, daß mehrere Gefangene begnadigt und Ausweisungsbefehle gegen mehrere fremde Staatsangehörige zurückgezogen würden. Der verhaftete Geistliche war bereits wegen unerlaubter syndikalistischer Be- tätigung aus Frankreich ausgewiesen worden.
Gegen die ungarische „Pfeilkreuz"-Vewegung. Der ungarische Innenminister hat, wie aus Budapest gemeldet wird, eine nach Tapolca einberufene Massenversammlung der „Pfeilkreuz"-Bewegung mit der Begründung verboten, daß die Abhaltung der Versammlung zu Ruhestörungen führen könne.
Wie aus Paris verlautet, sollen beim Wieder- zusammentritt der französischen Kammer am kommenden Dienstag von mehreren Abgeordneten der Rechts- und Linksparteien Interpellationen in der Stravisky-Afsäre eingebracht werden, die möglicherweise den Sturz des Chautemps-Kabi- netts herbeiführen können, da kaum mit einer ausreichenden Antwort des Ministerpräsidenten gerechnet werden kann.
clnb. Paris, 5. Januar.
Ministerpräsident Chautemps hatte heute eine längere Unterredung mit Kolonialminister Dali- mier, dessen Name im Zusammenhang mit der Be- trugsaffäre von Bayonne genannt worden war. Ministerpräsident Chautemps erklärte, Dalimier habe ihm die formelle Versicherung gegeben, daß er niemals mit dem internationalen Betrüger Stravisky zusammengekommen sei und daß er von
dessen Existenz überhaupt erst an dem Tage erfahren habe, an dem der Krach von Bayonne bekanntgeworden sei.
Die Untersuchung gegen den Millionenbetrüger des Vayonner Credit Municipal Stavisky, nimmt ihren Fortgang Aus den am Pariser Sitz der von Stavisky gegründeten Unternehmen beschlagnahmten Papieren geht hervor, datz der Betrüger einen neuen großen Coup gegen das französische Sparerpublikum vorbereitet hatte, der ihm einen Betrag von 500 Millionen Franken einbringen sollte. Aus den vorgefundenen Büchern ist zu ersehen, daß so gut wie keine Aktiven bei den Unternehmen vorhanden sind.
Die Pariser Morgenpresse veröffentlicht zahlreiche Bilder, die erkennen lassen, welch ungeheuren Aufwand und Luxus der Schwindler Stavisky und seine elegante Frau in den französischen Modebädern und Spielkasinos getrieben haben. Von Stavisky fehlt noch immer jede
reformsrage zeigte Mussolini die Kriterien auf, nach denen die Reform durchgeführt werden sollte, um dem Völkerbund ein besseres Arbeiten zu sichern und es ihm zu ermöglichen, seinen Zwecken besser zu entsprechen,
Der englische Außenminister Simon hat Rom heute mittag planmäßig um 12.15 Uhr mit der Eisenbahn verlassen. Er wird sich in Paris nicht aufhalten.
Am Vormittag empfing Simon die Presse, um einen Bericht über die Lage zu geben. Aus ihm geht hervor, daß England die Frage der Völker b u n d s r e f o r m als eine Frage zweiter Ordnung betrachtet. Das Abrüstungsproblem sei so wichtig und schwierig, daß man es nicht noch durch Hinzuziehung eines anderen Problems belasten dürfe. Nur wenn in der Abrüstung ein befriedigendes Ergebnis zustande gekommen sei, könne man an die anderen Fragen der Reform des Völkerbundes herangehen, die sich dann leichter lösen ließen. Im übrigen gebe es zwei Möglichkeiten von Reformen. Die eine gehe darauf aus, den bestehenden Zustand
„Figaro" glaubt zu wissen, daß in der Rüstungsfrage zwischen Rom und London eine wesentliche Annäherung erfolgt !ei Man habe sich bereits dahin geeinigt, Deutschland die „Aufrüstung" in einem gewissen Grade zuzugestehen, wobei die aufgerüsteten Mächte ihre Rüstungen wesentlich einschränken müßten.
Der „Excelsior" glaubt, die Forderungen Mussolinis in folgenden fünf Punkten zusammenfassen zu können: 1. Der deutschen Forderung nach Gleichberechtigung müsse Rechnung getragen werden. 2. Da diese Gleichberechtigung
Spur, indessen liegt eine Meldung aus Gens vor, derzufolge der Betrüger am letzten Sonntag bei einem Genfer Fußballspiel gesehen worden sein soll. Die Genfer Polizei geht dieser Andeutung nach. Inzwischen hat der französische Rundfunk alle auf dem Ozean befindlichen Schiffe auf den Schwindler aufmerksam gemacht und sie gebeten, ihre Passagierlisten auf das Vorhandensein des Betrügers nachzuprüfen, da man immer mehr zu der Annahme neigt, daß sich Stavisky auf der Flucht nach einem überseeischen Land befindet.
Ein Abendblatt erörtert die Möglichkeit, daß Stravisky im Spionagedienst einer fremden Macht gestanden haben könnte, wodurch sich sein ungeheurer Einfluß auf diplomatische und politische Kreise erklären würde. Sollte dies zutreffen, dann allerdings, so meint das Blatt, werde man wohl jede Hoffnung, seiner habhaft zu werden, aufgeben müssen.
Erst /Abrüstung", bann Genfer Reform
Das MschlußcommumtM über öZe Besprechungen MussoSmS - Simon
clnb. Rom, 5. Januar.
Die „Agenzia Stefani" meldet: In zwei langen herzlichen Unterredungen, die gestern und heute zwischen Mussolini und Sir John Simon im Pa- lazzo Venezia stattfanden, wurden die wichtigsten Fragen der allgemeinen Politik erörtert, insbesondere die Frage der Herabsetzung und Beschränkung der Rüstungen und die Frage der Völkerbundsresorm. Hinsichtlich der ersterwähnten Frage stellten Mussolini und Simon in voller Uebereinstimmung fest, datz es unumgänglich notwendig ist, datz die Erörterungen sobald wie möglich zu einem Abschluß gelangen, indem man auf jeden Gedanken oder jeden Vorschlag verzichtet, der nicht in sich selbst Elemente einer praktischen und schnellen Verwirklichung enthält und in dem man diejenigen Punkte zum Ziele nimmt, welche in der internationalen öffentlichen Meinung als bereits geklärt betrachtet werden müssen und welche die Zustimmung der beteiligten Staaten finden können. In der Völkerbunds-
Was Baris zu wissen glaubt
vnb. Paris, 5. Januar.
Die Pariser Morgenpresse nimmt sehr ausführlich zu den römischen Besprechungen Stellung. Das Ergebnis der Besprechungen wird in einem kür Frankreich möglichst günstigen Sinne dargestellt. Der Vertreter des französischen Nachrichtenbüros will den Eindruck gewonnen haben, daß die Wünsche des italienischen Ministerpräsidenten im Rahmen der augenblicklichen Völkerbundssatzungen verwirklicht werden könnten. Der
zu stärken, die andere ihn zu schwächen. Selbstverständlich komme für England nur die erste Art in Frage.
Was Simon nach diesen Ausführungen weiter über die Abrüstung zu sagen hatte, ging nicht über den bekannten Rahmen des englischen Standpunktes hinaus: Vermittlung zwischen der französischen und der deutschen Auffassung.
clnb. London, 5. Januar.
In den englischen Pressemeldungen zum Abschluß der Besprechungen in Rom wird besonders die Entscheidung Mussolinis und Sir John Simons hervorgehoben, daß in erster Linie eine Abrllstungsvereinbarung zustande kommen müsse und daß die Frage der Völkerbundsreform an zweiter Stelle stehe.
Im Rahmen des Meinungsaustausches seien die englischen Botschafter in Berlin und Paris zur Rücksprache über die Ansichten Deutschlands und Frankreichs nach London berufen worden.
gegenwärtig nicht durch Abrüstung zu erreichen die stark gerüsteten Mächte befürchte. 1. Aus rein verständlichen Prestigegründen könne Deutschsei, müsse man eine beschränkte Aufrüstung des Reiches hinnehmen. 3. Deutschlands Standpunkt regele sich daraus, daß es eine Einkreisung durch land. das im Innern geeint sei, keine Unterlegen- heit auf internationalem Gebiet ertragen. 5. Der neue deutsche Staat brauche eine Militärmacht oder andere Macht, um die politische Reform und den Kampf gegen den Kommunismus durchführen zu können.
I »»W I >11! II
Der Sieg des mähren Sozialismirs
Don -Tudroig Druck ner, stelln. Führer des Defarntverbandes der deutschen Arbeiter
Die deutsche Arbeiterschaft, die rückschauend zur Jahreswende das Ergebnis nationalsozialistischer Sozialpolitik wertet, wird versucht sein, in alter Uebung vergangener Jahre, sich ihr Werturteil aus der Summe der einzelnen sozialpolitischen Ereignisse zu bilden. Auch ein auf solcher Wertung beruhender Rückblick würde sehr günstig von den Bilanzen abstechen, die zum Jahreswechsel in früheren Zeiten gezogen werden mußten.
Und doch würde eine Rückschau dieser Art an der Oberfläche des ungeheuren sozialen Geschehens der letzten Monate hängen bleiben, wäre ein Rückfall in die hoffentlich bald restlos überwundene materielle Denkweise, wäre nicht nationalsozialistisch! Denn es handelt sich nicht mehr um eine möglichst gute und heilsame, vielleicht auch mit anderen Mitteln betriebene Fortsetzung der früheren Sozialpolitik, sondern in erster Linie um die Neuordnung des gesamten sozialen Lebens schlechthin. Es handelt sich um eine Neuordnung, die endgültig mit den alten marxistisch-liberalistischen Grundlagen bricht und auf den Erkenntnissen der nationalsozialistischen Weltanschauung aufbaut.
Der Sieg des Nationalsozialismus bedeutet den Sieg des wahren deutschen Sozialismus über den Scheinsozialismus der Juden und Marxisten. Es ist unerläßlich, in dieser Rückschau scharf und unverwischbar den Vergleich zu früheren Zeiten zu ziehen. Man erzählte der deutschen Arbeiterichaft von Sozialismus und nie war ihre soziale Not größer als unter der Herrschaft dieser „Sozialisten". Sie gaben vor, das materielle Glück der Arbeiter durch ihren So
zialismus verwirklichen zu können und ließen zu, daß das Millionenheer der Existenzlosen von Jahr zu Jahr immer größer wurde. Immer deutlicher wurde aber auch die Unfähigkeit dieser Sozialisten, einen Weg aus dieser Not zu weisen.
Der Nationalsozialismus hat sofort — denn jeder Tag war kostbar — mit allen Mitteln den Kampf gegen die Volksnot Arbeitslosigkeit aufgenommen. Auch das ist in weiterem Sinn soziale Politik. Der äußere Erfolg dieses Kampfes ist überwältigend. Erstmals in der ganzen Welt gelang es einem großen Industriestaat, die Arbeitslosigkeit entscheidend um über 2V- Millionen zurückzudrängen. Selbst die Herbstund Wintermonate brachten nicht das sonst regelmäßige Geschehen eines riesenhaften Anschwellen^ der Zahl der arbeitslosen Volksgenossen. Mit diesem erstaunlichen Erfolg stieg wieder die Hoffnung in den Herzen der Arbeitermassen, die Hoffnung und das gläubige Bewußtsein, daß das große Ziel der völligen Beseitigung der Arbeitslosigkeit mit Sicherheit erreicht werden wird. Für jene Volksgenossen aber, die bisher noch nicht an einen Arbeitsplatz gestellt werden konnten, setzte eine in ihrem Ausmaße und in ihrer Wirkung noch nie gekannte Nothilfe ein, denn das ist der soziale Wille des Führers: Keiner soll in diesem Winter hungern und frieren! — Das ist der wahre Sozialismus!
Der Sieg der nationalen Revolution ist die Vernichtung des marxistischen Klassenkampfes, ist das Werden einer deutschen Volksgemeinschaft. Die Arbeiterschaft ist eingezogen ins deutsche Volk und lebt nun in ihm als völlig gleichberechtigter wertvoller Teil: aus dem Weltproletariat wurde
das deutsche Arbeitertum! Gewiß wird noch ein langer Weg zurückzulegen sein, bis in allen deutschen Herzen das Volksgemeinschaftsbewußtsein unverwischbar lebendig ist, denn die gegenwärtige Generation wurde ja durch Jahrzehnte marxistisch-materialistisch erzogen. Aber wer wollte leugnen, daß wir schon herrliche Beweise des unaufhaltsamen Wachsens einer echten Volksgemeinschaft in dem abgeschlossenen Jahre erlebten? Das Wahlergebnis vom 12. November ist das überwältigend deutliche Kennzeichen einer neuen Gemeinschaftsgesinnung. Jene, die einst im erbitterten Klassenkampfe gegeneinander standen, sich einerseits als Arbeiter parteipolitisch „links" anderseits als Arbeitgeber „rechts" stellten — sie alle haben sich zu einer Weltanschauung bekannt, aus der nun eine soziale Gesinnung wächst.
Der 1. Mai, einst ein Tag der Zwietracht, sichtbarer Beweis der Klassentrennung, wurde zum „Tag der nationalen Arbeit", zum Zeichen der Einigkeit und Einmütigkeit. Ein soziales Erlebnis von allergrößter Bedeutung! Die jahr- hundertalte Zerrissenheit des deutschen Volkes ist beseitigt. Einig ist das Volk und in ihm der deutsche Arbeiter als mitverantwortlicher, stärkster Träger des Dritten Reiches.
Am 10. Mai erlebten wir den ersten Kongreß der Deutschen Arbeitsfront, deren Schirmherrschaft der Führer an diesem Tage übernahm. Auch das ist wieder ein sozialer Fortschritt von größtem Ausmaß. Einst waren die Eewerk- schafts- und Arbeiterkongresse auch nur der Ausdruck der Klassenzerrissenheit, machten die Feindschaft und Uneinigkeit innerhalb der deutschen Arbeiterschaft deutlich. Am 10. Mai sind diese Trennungen verschwunden! Das ganze deutsche Volk bekannte sich zum deutschen Arbeiter und an seiner Spitze unser Führer Adolf
Hitler, der am 10. Mai versicherte: „Ich werde keinen größeren Stolz in meinem Leben besitzen als den, am Ende meiner Tage sagen zu können: Ich habe dem Deutschen Reich den deutschen Arbeiter erkämpft!"
In dieser Rückschau auf das Jahr 1933 erscheint angesichts der eben geschilderten sozialen Ereignisse das Ableben der Gewerkschaften in ihrer früheren Form fast nebensächlich, und wir wollen das hier auch ausdrücklich betonen. Die Einheitsgewerkschaft, der Jahrzehnte alte Traum der deutschen Arbeiter, wurde nun Wirklichkeit in den Verbänden der Deutschen Arbeitsfront. Es gelang, die durch Zusammenbruch gefährdeten Anrechte der Arbeiter restlos zu sichern. Millio- nenwerte sind damit der deutschen Arbeiterschaft erhalten worden.
Als die Nationalsozialisten die alten Gewerkschaften übernahmen, da gab es keine Gegenwehr und nicht die geringste Verteidigung. Da gingen die ehemaligen „Führer", ohne den geringsten Schritt zur Verteidigung der immer als so mustergültig gepriesenen Gewerkschaften zu tun. Sie gingen, da der Marxismus in den langen Kampsjahren vom Nationalsozialismus bereits erschlagen war, weil er am 2. Mai bereits toi und überlebt war. So stellt sich uns heute das „A b- leben" der Gewerkschaften nicht mehr als ein besonderes Ereignis von sozialpolitischer Bedeutung, sondern als eine selbstverständlich« Folge des größeren Geschehens des nationalsozialistischen Sieges dar.
Mit dem 'Verschwinden der Gewerkschaften in ihrer alten Form und der Selbstauslösung der Ardeitgeberverbände sind zugleich die Träger des Lohnkampses oerichwunden, der die wesentliche Grundlage des Klassenkampfes war. Und trotz
Der Ginn der SA.
«lnb.Sofia, 5. Januar. Die bulgarische Tageszeitung „Nesawissimost" veröffentlicht folgende Unterredung, die der Reichsminister und Stabschef der SA. Ernst Röhm, dem Berliner Vertreter des Blattes, Dr. Christoph, gewährt hat. Der Stabschef führte u. a. aus:
„Der Nationalsozialismus ist eine neue Weltanschauung, er wird künftig in einer durch Blut und Boden, durch Art und Natio- nalcharakter der verschiedenen Völker bedingten Form die politische Weltanschauung schlechthin auf der ganzen Erde sein. Durch den Nationalsozialismus ist Deutschland aus dem Brückenkopf eines tödlichen Angriffs auf die Welt in einem festen Bollwerk gegen den Bolschewismus geworden. Seit der Neuordnung Deutschlands aus dem Geist des Nationalsozialismus befindet sich auf dem ganzen Erdball der gesamte Marxismus endgültig in rückläufiger Bewegung.
In den letzten Monaten erleben wir jedoch eine neue Welle des Hasses gegen das junge Deutschland Adolf Hitlers. In ver- antwortungs-, gewissen- und vaterlandslosen Pamphleten kehrt eine Lüge immer wieder: Unsere politischen Kampforganisationen trügen militärischen Charakter und könnten dadurch zu einer Bedrohung des Friedens der Welt werden. Als verantwortlicher Stabschef der SA. wende ich mich im Hinblick auf die Tatsache, daß wir nichts zu verheimlichen haben, an die Weltöffentlichkeit, um darzulegen, was es mit diesen Einheiten auf sich hat. D i e S A. l ä ß t s i ch m i t Keinem Heer, mit keiner Miliz vergleichen, denn sie ist keines von ihnen. Allen genannten Heeren ist der Begriff der bewaffneten Macht eigen. Das aber ist nach dem ausgesprochenen Willen Adolf Hitlers die SA. nicht. Im Gegenteil hat er in allen Proklamationen, die sich auf das Verhältnis zwischen Reichswehr und SA. beziehen. ganz scharf und eindeutig die Tren- M'ngslinie gezogen.
Der SA. ist zur Ausgabe gesetzt, den neuen deutschen Staat zu formen, und den deutschen M.e nschenzu einem lebendigen Glied dieses nationalsozialistischen Staates zu erziehen. Zwischen der Reichswehr und der SA. bestehen keinerlei Bindungen. So war auch das Reichsheer bei der nationalsozialistischen Revolution gänzlich unbeteiligt — ein Vorgang, der in der Geschichte der Revolution wohl beispiellos dasteht. Im übrigen habe ich bisher nicht gehört, daß irgend jemand an der Uniformierung der zahlreichen Verbände unserer Nachbarstaaten Anstoß genommen hätte. Dabei ist fast die gesamte Jugend in England. Frankreich, Italien, in den Vereinigten Staaten. in Polen und in Rußland nicht nur mit Uniform bekleidet, die denen der entsprechenden Armee ähneln, sondern sie wird sogar von Heeresangehörigen ganz offen mit der Waffe für Kriegsdienst ausgebildet.
Deutschland ist sich der Ungunst seiner militär-geographischen Lage bewußt und hat deshalb das größte Interesse an der Aufrechterhaltung eines ehrlichen Friedens. Die deutschen Jndustriereviere liegen fast sämtlich in der Reichweite der Geschütze unserer Nachbarn. Den Tausenden und aberTausendenKriegsflugzeugen hatDeutsch- land nicht ein einziges entgegenzusetzen. Der nationalsozialistische Staat ist endgültig.
des Fehlens der Lohnkämpfe und jener Menschen, die sie geführt hatten und für den Verlauf und das Ergebnis die Verantwortung tragen sollten, sind die Löhne der Arbeiter nicht gesunken. Die Regierung unterband mit Hilfe der Treuhänder der Arbeit jede Verschlechterung der sozialen Lage der Arbeiter und wir müssen als Erfahrung mit Nachdruck feststellen: Die Regierung ist ein
stärkerer Garant für die Erhaltung erträglicher Lohn- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterschaft, als es bisher jede Gewerkschaft gewesen ist. Auch das hat das Jahr 1938 unter Beweis gestellt
Unter den sozialen Neuschöpfungen des vergangenen Jahres steht an erster Stelle die Organisation „Kraft durch Freude". Es gilt, das beste Kulturgut des deutschen Volkes allen Volksgenossen. auch jenen zuteil werden zu lassen, die kein Bankkonto besitzen. Nicht mit „Freikarten", nicht mit Verbilligung der Theaterkarten, nicht mit minderwertigen „proletarischen" Festlichkeiten, sondern in großzügiger Weise wird nun auch der Arbeiter in die deutsche Kultur eingefügt. Er wird so fest eingefügt, daß ihm auch sein Feierabend die Gewißheit tagtäglich bringt, daß er nun wirklich vollwertiges Mi'tglied unseres Volkes geworden ist. — Die Zeit zieht schnell dahin. Ein knappes Jahr, wenig Meilen des Weges der deutschen Arbeiterschaft im Dritten Reich sind zurückgelegt. Noch nie hat die deutsche Arbeiterschaft in Wertung besten, was ein abgelaufenes Jahr gebracht hat, mit soviel Hoffnung in das neue Jahr geblickt wie an dieser Jahreswende. — Und nie mit größerer Berechtigung! Denn diese Hoffnung ist getragen vom felsenfesten Glauben an den Führer, den Volkskanzler Adolf Hitler. Millionen deutscher Arbeiterherzen schlagen für ihn in Dankbarkeit und Treue.
(Arbeitertum.)
1
r
2