Ausgabe 
(2.1.1934) Nr. 1
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öas amtliche Organ des Senats

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Nr. i / i. Vierteljahr

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Dienstag, den 2. Januar

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Das Aufbau-Lahr beginnt!

Neujahrsaufruf des Zührers an die Partei

Nationalsozialisten! National- sozialiftinnen! Varteigenossen!

Als wir vor 12 Monaten in das Jahr 1933 eintraten, konnten wir zurückblicken auf ein wahr­haft beispielloses Ringen. In zwölf schwersten Wahlkämpfen hatten wir im Jahre 1932 unsere Gegner endlich so zerstoßen und zerschlagen, daß nur den Blinden ihre immer schneller einsetzende Zermllrbung und Ermattung verborgen bleiben konnte.

Zwölf Wahlkämpfe in einem Jahr! Sie haben auch an unsere eigene Kraft und unsere Nerven die schwersten und höchsten Anforderungen ge­stellt. Wer so streitet, muß lernen, auch eigene Verluste zu ertragen. Meine Parteigenossen, Ihr erinnert Euch noch des letzten Aufzuckens und Aufbäumens der Gewalten des alten Systems, der letzten Terrorwelle und der letzten Verfol­gung, die damals über uns hereinbrach! Ihr entsinnt Euch des letzten Versuches, die verhaßte siegreiche nationalsozialistische Bewegung in ihrem Innern durch Abtrünnige zu spalten!

Und trotzdem! Niemals hatte ich die Notwen­digkeit, den Kamps um die Macht ohne Kompro- pM hsp zur letzten Konsequenz durchzuführen, mehr erkannt als hgmals, niemals war ich mehr bereit, dieser Erkenntnis blind zu gehorchen, niemals aber hat sich zugleich Eure Treue und Anhänglichkeit, meine Parteigenossen und -genossinnen, mehr be­währt als in dieser letzten, schwersten und entschei­denden Zeit!

Schon am 2, Januar 1933 begann das neue Rin­gen, und, während wir noch versuchten, mit ver­bissener Entschlossenheit und unter äußerstem Ein­satz die Schlappe des 6. November 1932 wieder gutzumachen, waren von uns aus schon alle Vor­bereitungen getroffen, um zwei weitere deutsche Landtage zur Auflösung zu bringen, die Gegner sofort wieder zum Kampf zu zwingen und uns zu stellen. Denn:

das Jahr 1933 mußte die Entscheidung bringen!

Dreizehn Jahre lang habe ich als Nationalsozia­list und als Euer Führer mit äußerstem Fanatis­mus die These vertreten, daß das Wort Kapitula­tion in unserem Lexikon nie zu finden sein darf. Es ist immer noch besser, in Ehren vernichtet zu werden, als sich Feinden freiwillig zu unterwerfen. Und nur wer entschlossen ist, mit dem letzten Mann das Feld zu behaupten, darf hoffen, am Ende doch erfolgreich zu seinem Rechte zu kommen. Aus die­ser Gesinnung heraus hatten wir dreizehn Jahre gekämpft und nun im vierzehnten --- wenn auch nach sehr schweren eigenen Opfern — schon im ersten Monat wieder einen neuen großen Sieg errungen.

Der Erfolg des 15. Januar 1933 in Lippe-Det- mold führte zur endgültigen Entmutigung unserer Gegner und leitete damit jene größte Umwälzung ein, die Deutschland seit vielen Jahrhunderten er­lebt hat.

Am 30. Januar wurde durch den großherzigen Entschluß des Herrn Reichspräsidenten die natio­nalsozialistische Bewegung mit der Führung des Reiches betraut.

Was sich in den zurückliegenden elf Monaten seitdem in Deutschland vollzogen hat, ist ein Wan­del von so wundervollem Inhalt und Ausmaß, daß ihn spätere Generationen schwerlich in seinem ganzen Umfange werden ersassen können.

Als wir die Macht übernahmen, prophezeiten die Gegner am 1. Februar dem neuen Regiment eine Dauer von nicht einmal sechs Wochen. Zehn Monate später aber, am 12. November, haben sich nahezu 19 Millionen Deutsche zu diesem Re­giment und über 19 Millionen zu unserer Politik bekannt!

Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen! Erinnert Euch an das Programm unserer Be­wegung, ermeßt die Größe unseres Kampfes und Ihr werdet dann nicht bestreiten können die Größe unserer Erfolge. Denn getreu dem Pro­gramm unserer Bewegung haben wir in diesen elf Monaten einen unerbittlichen Kampf aufgenommen gegen die Feinde und Zerstörer unseres Volkes und Vaterlandes. Und wir haben diesen Kampf erfolgreich geführt und erfolg­reich bestanden.

Die große, mir selbst gestellte Ausgabe meines Lebens hat in knapp 6 Monaten ihre Erfüllung gefunden. Der Marxismus wurde vernichtet und der Kommunismus zu Boden getreten!

Vierzehn Jahre lang habe ich die Notwendigkeit der Ueberwindung dieser Wahnsinnslehre und die Notwendigkeit der Beseitigung der von ihr infizierten Organisationen als Vorausset­zung für den deutschen Wiederaufstieg gepredigt.

Der Marxismus in Deutschland existiert nicht mehr! Und mögen auch Verbrecher oder verrannte Ideologen und Narren von seiner Wiederaufer-

stehung träumen, die Würfel sind gefallen, das Schicksal hat entschieden,

der Nationalsozialismus ist Sieger geblieben und wird seine Gegner niemals mehr sich erheben lassen! Denn, meine Parteigenossen, wir haben dem Marxismus nicht die Organisationen ver­boten, nein wir haben ihm das Volk genommen. Die Millionen-Armee der diesem Wahnsinn er- legenen deutschen Arbeiter ist zurückgeführt wor­den in die deutsche Volksgemeinschaft. Der deutsche Arbeiter ist nicht mehr ein Fremdkörper im nationalen Staat, sondern die tragende Kraft der deutschen Na­tion.

Und so wie der marxistische Feind unseres Vol­kes vernichtet wurde, sind die bürgerlichen Par­teien beseitigt. Die Organisationen der Klassen- spaltung, des Klassenhasses , und des Klassen- kampfes sind auf beiden Seiten aufgelöst und weg­gefegt. Der Staat dieser Parteien aber, er existiert nicht mehr. Den parlamentarischen Geschäften mit ihrem korrumpierenden Kuhhandel ist ein für alle Mal ein Ende bereitet worden.

Das nationalsozialistische Prinzip der Auto­rität der Führung hat die parlamentarische Unfähigkeit besiegt. Damit ist der - Gedanke des ^

DNB. Berlin, 1. Januar.

' Anläßlich des Neujahrstages fanden bei dem Herrn Reichspräsidenten die üblichen Empfänge statt, die um. 19.45 Uhr durch das Aufziehen der Wache eingeleitet wurden, deren Meldung der Herr Reichspräsident an der Tür seines Hauses entgegennahm. Um 11 Uhr empfing der Herr Reichspräsident in seinem Arbeitszimmer eine Ab­ordnung der „Salzwirker Brüderschaft in Thale zu Halle", die ihm nach altem Brauch der Halloren Salz, Schlackwurst und ein Neujahrsglückwunsch­gedicht, den sogenannten Neujahrscarmen, über­brachte. Der Herr Reichspräsident dankte mit herzlichen Worten und sprach der Abordnung seine besten Neujahrswünsche aus.

Um 11.39 Uhr begann die Anfahrt des Diplomatischen Korps. Die Chefs der beim Reich beglaubigten fremden diplomatischen Vertretungen, denen eine im Ehrenhof aufgestellte Abteilung Reichswehr unter Führung eines Offi­ziers bei ihrem Eintreffen militärische Ehren­bezeugungen erwies, versammelten sich in dem großen Saal des Reichspräsidentenhauses. Um 12 Uhr betrat der Herr Reichspräsident den Saal, gefolgt vom Herrn Reichskanzler, dem Reichsminister des Auswärtigen Freiherrn von Neurath nebst den Herren der Umgebung. Der Apostolische Nuntius

Monsinore Cesare Orsenigo brachte als Doyen des Diplomatischen Korps

Dr. Goebbels zum Zadreswechfel

Reichsminister Dr. Goebbels hielt am Sil­vesterabend über alle deutschen Sender eine An­sprache, in der er zunächst die Wandlungen auf­zeigt«, die sich in Deutschland während des letz­ten Jahres vollzogen haben. Das Jahr» 1933 werde in die Geschichte übergehen als das Jahr der aus 2999jährigem Leid erstandenen deutschen Nation. In diesem ersten nationalsozialistischen Winter sei kein einziges Glied des deutschen Volkes, und sei es noch so arm und bedürftig, in Stich gelassen worden.

Der Minister fuhr dann fort: „Wie früher immer, so binden wir auch diesmal nach der Schlacht den Helm fester. Das neue Jahr liegt vor uns mit neuen Forderungen und neuen Auf­gaben. Es wird uns nichts geschenkt, es will er­obert werden. Es wird nötig sein, daß wir mit Eifersucht und Klugheit den gewonnenen festen Boden, auf dem wir stehen, halten, wahren und ausbauen, denn nur von ihm aus können wir den Sprung ins Neuland wagen.

Die Kameradschaft des Volkes, die so wunder­bar begonnen hat, darf nicht die Laune eines Zeitabschnittes sein. Sie mutz die echte und blei­bende Leidenschaft eines edlen Gesinnungswechsels darstellen, der im deutschen Volke Platz gegriffen und alle Herzen für immer erobert hat. Aus ihr werden wir dann auch Kraft gewinnen, für die noch vor uns liegenden schweren Wintermonate den Kampf gegen Hunger und Kälte siegreich zu Ende zu führen, um dann mit beginnendem Frühjahr den zweiten großen Angriff gegen die Arbeitslosigkeit zu eröffnen und sie im nächsten Jahr zum zweiten Male vernichtend aufs Haupt zu schlagen.

Persönlichkeitswertes in seiner überragenden Be­deutung gefestigt und zur Grundlage unseres ge­samten organisatorischen Ausbaues bestimmt wor­den.

Wir alle sind uns dabei im klaren, daß die Durchdringung unseres öffentlichen Lebens mit diesem neuen Gedanken nicht in wenigen Mo­naten erfolgen kann, sondern einer jahrzehn­telangen Erziehung und dauernden Wei­terbildung bedarf. Gleichlaufend mit dieser Ueberwindung des Parteistaates erfolgt die Stärkung der Autorität des Reichsgedankens.

Die Elemente des fortgesetzten Widerstandes, des dauernden Kritisiercns und des ewigen Nörgelns, ja der bewußten Sabotage am Reiche sind entweder unterworfen oder beseitigt.

Diese Neubildung des Reiches erhält aber ihre höchste Bedeutung erst durch die

Bildung einer wirklich deutschen Nation

Das deutsche Volk hat sich über Parteien, Stände, Konfessionen und Weltanschauungen hinweg endlich zu einer Einheit zusammengefun­den. Den Schädlingen a.n dieser Gemeinschaft

dessen Glückwünsche in einer Ansprache zum Aus­druck, die in der llebersetzung wie folgt lautet:

Das zur Neige gegangene Jahr ist für Deutsch­land außerordentlich reich an Ereignissen poli­tischer, wirtschaftlicher und sozialer Art gewesen, und wir haben sie mit der lebhaftesten Aufmerk­samkeit verfolgt. Für uns, die unmittelbaren Zeugen der Wechselfälle, von denen die Geschichte der letzten Jahre dieses Landes so reich ist, war es nicht schwer, uns klar zu werden über den tiefgehenden politischen Umschwung, der für Ihr Land einen wahren Wendepunkt der Geschichte verzeichnet. Unsere Herzen haben sich gefreut, daß die Männer, denen Eure Exzellenz die Geschicke dieses Landes anvertraut haben, feierlich ihre Bereitwilligkeit erklärten, die zwischen Deutsch­land und den anderen Nationen schwebenden An­gelegenheiten auf dem friedlichen Wege freundschaftlicher Verständigung zu regeln. Im Glänze so edler Versprechungen be­grüßen wir vertrauensvoll die Morgenröte des neuen Jahres und entbieten Ihnen, Herr Reichs­präsident, die heißesten und aufrichtigsten Wünsche für die Wohlfahrt und das Gedeihen Ihres Vaterlandes.

Der Reichspräsident erwiderte darauf in einer Ansprache, in der er erklärte: Mit Recht haben Sie darauf hingewiesen, daß das vergan­gene Jahr für Deutschland außergewöhnlich reich an Ereignissen von weittragender Bedeutung ge­wesen ist. Das Jahr 1933 muß in der Tat als

Politisch ist uns für das kommende Jahr das schwere Problem einer neuen und organi­schen Gliederung des Reiches aufge­geben; fußend auf den festen Boden der Tradi­tion wird hier eine Reform durchgeführt werden müssen, die der Vereinheitlichung des Volkes eine gleiche Vereinheitlichung des Reiches zur Seite steht. Der Nationalsozialismus aber, als die Idee und Bewegung, wird beide in seine feste Klammer nehmen, die unzerbrechbar sein soll für alle Zeit. Dann können wir mit Ruhe und Gelassenheit der weiteren Entwicklung der außenpolitischen Probleme entgegensehen. Volk und Nation stehen auf sicherem Grund; keine Macht der Welt kann sie auseinander feilen oder zerreißen."

Mord an GN-GturmMrer

Rinteln (Weser), 1. Januar. In der Nacht auf Sonntag, kurz nach 12 Uhr, wurde der Sturmsührer August Kuhlemann aus Rinteln unterhalb Todenmann von dem 21- jährigen Sparkassengehilfen Erebovicz er­schossen. Ueber das Motiv der Tat er­fahren wir, daß zwischen den beiden persön­liche Streitigkeiten bestanden. Im Interesse der Untersuchung können nähere Angaben noch nicht gemacht werden.

Aus österreichischen Kerkern entlassen

Wien, 1 . Januar.

Der iM Zusammenhang mit dem Attentat auf Dr. Steidle in Innsbruck im Juli vorigen Jahres

aber ist auf allen Gebieten unseres öffentlichen Lebens ein unbarmherziger Kampf an­gesagt worden.

Ohne Ansehen der Person und der Herkunft, des Standes, des Berufes oder des Vermögens sind wir der Korruption zu Leibe gegangen. Wir haben wirklich mit dem Grundsatz gebrochen, daß man wohl den kleinen Dieb hängen, aber den großen frei seines Weges laufen lassen müsse.

Wir haben uns bemüht, die Wirtschaft von jenen Parasiten 'zu befreien, die in der organi­sierten Zersplitterung das Heil ihrer eigenen Existenz erblickten. Wir haben daher den inter­nationalen marxistischen Zerstörern unseres ur­alten Gewerkschaftsgedankens die Organisationen genau so aus den Händen genommen, wie umge­kehrt auch den Vertretern großkapitalistischer Syndikate. Wir haben die wirtschaftlichen Diffe­renzen und ihre Begleichung aus der Sphäre wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Machtkämpfe herausgenommen und einer über­legenen, den Nutzen aller, im Auge behaltenen Autorität zur Behandlung und zur Lösung zuge­wiesen.

Wir haben damit das Vertrauen der g e - samten Wirtschaft in die politische Führung

ein Wendepunkt in der Geschichte Deutschlands bezeichnet werden. Das deutsche Volk hat binnen kurzer Frist eine völlige geistige und , seelische Wiedergeburt erfahren. Es ist nach langen Jahren voller Not und Leid zu neuem Le­bensmut erwacht. Die zielbewußte Führung des Staates, getragen von dem Vertrauen und dem Opferwillen aller Volksgenossen hat es er­möglicht, der fortschreitenden Verelendung der Bevölkerung zu steuern. Der innere Hader ist gebannt. Mit Hoffnung steht vor allem die Jugend wieder in eine bessere Zukunft.

Diese Wiedergesundung eines großen Landes wird sich — davon bin ich überzeugt — immer mehr als eine Sicherung des Friedens und der internationalen Wohlfahrt auswirken. Sie selbst, Herr Nuntius, haben auf die feierlich verkündete Friedenspolitik der Reichsregierung Hingewiesen. Ich, der ich als Soldat die Schrecken dreier Kriege erlebt habe, weiß, daß Regierung und Volk nichts anderes wollen, als auf der Grundlage von Ehre und Gleichberechtigung in Eintracht mit allen anderen Nationen zu leben. Mit der deutschen Gleichberechtigung wird auch das Vertrauen wiederhergestellt sein, das die un­erläßliche Voraussetzung für eine fruchtbare Zu­sammenarbeit der Regierungen bildet.

Nach dem Austausch der Ansprachen begrüßte der Herr Reichspräsident die einzelnen Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger und wechselte mit ihnen Neujahrswünsche.

(Fortsetzung auf Seite 2)

zu drei Jahren Kerker verurteilte Werner von Alvensleben wurde auf ein Gnadengesuch seines Vaters vom Bundespräsidenten mit Rück­sicht auf sein Lungenleiden begnadigt und Silvesterabend auf freien Fuß gesetzt. Er hat heute bereits Oesterreich über Salzburg verlassen.

Wie aus privater Quelle verlautet, ist die gegen Gauleiter Frauenfeld wegen Hochverrats eingeleitete Untersuchung eingestellt und Frauen­feld heute vormittag aus der Haft ent­lassen worden. Ferner wurde Hauptmann Leo­pold, der Eauführer der NSDAP. von Nieder- österreich, aus dem Konzentrationslager Wöllers- dorf entlassen.

Der Belagerungszustand in Numänien

Bukarest, 1. Januar.

2m Zusammenhang mit der Verhängung des Belagerungszustandes sind jetzt Ausführungs­bestimmungen erlassen worden. Die Bevölkerung ist verpflichtet, bis zum 2. Januar sämtliche Waffen abzuliefern. Das Tragen von Uniformen und Abzeichen privater Organisationen ist untersagt. Oeffentliche Versammlungen, Kund­gebungen und Umzüge sind verboten. Die Poli­zeistunde ist auf 12 Uhr festgesetzt worden.

Reichsindexziffer. Die Reichsinbexziffer für die Lebenshaltungskosten Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „Sonsti­ger Bedarf" belauft sich für den Durchschnitt des Monats Dezember 1933 auf 129.9 (1913/14 gleich 199); sie ist somit um 9.4 v. H. h ö h e r als im, Vormonat (129.4).

der Nation so gestärkt, daß sie nunmehr auch ihrerseits den großen Aufgaben gerecht werden konnte, die wir ihr zu stellen gezwungen waren. Denn die Katastrophe unserer Arbeitslosigkeit kann nur behoben werden durch die äußersten An­strengungen aller, denen wieder allein das gläubigste Vertrauen die Voraussetzungen zum Erfolge schaffen kann. Und in knapp 11 Mona­ten ist es uns gelungen, einen hohen Prozentsatz der deutschen Arbeiter und Angestellten wieder in eine allen nützliche Produktion zurückzuführen. Ge­waltig sind die wirtschaftlichen Aufgaben, die wir uns stellten und an deren Erfüllung wir tätig sind. Die Motorisierung unseres Ver­kehrswesens wurde aus einer förmlichen Lethargie gelöst und hat in diesem Jahr einen außerordentlichen Aufschwung genommen.

Ein gewaltiges Straßennetz befindet sich im Bau

Dem drohenden Verfall des ganzen deutschen Hauswesens wurde vorgebeugt. Ueber 1^ Mil­lionen Bauarbeiter und Handwerker sind zurzeit in Deutschland damit beschäftigt, Reparaturen an Häusern und Wohnungen auszuführen. Große öffentliche und private Staats- und Monumen­talbauten sind begonnen worden. Auf zahlreichen Gebieten hat die von uns systematisch geförderte nationale Produktion heute schon wieder Höchst- leistungen zu verzeichnen. Durch einschnei­dende Akte der Gesetzgebung wurde dem plan­mäßigen Zerstören des deutschen Bauern­tums von oben herunter Einhalt geboten U n - geheure soziale Hilfswerke sind ins Leben gerufen und wenn ihre Wirksamkeit die von uns an sie geknüpften Hoffnungen noch lange nicht befriedigt, dann wird das zweite Jahr ler­nen an den Fehlern des ersten, die Erfolge stei­gern und das dritte Jahr wird die Leistungen noch mehr verbessern, und es ist unser uner­schütterlicher Wille, genau so wie wir bisher in 14 Jahren den Kampf um die Macht erfolgreich bestanden haben, am Schlüsse auch den Kampf gegen die Not erfolgreich zu been­den!

Allein nicht nur auf wirtschaftlichem, sondern auf den anderen Lebensgebieten führten wir in diesem Jahre einen

unablässigen Kampf gegen die Verfalls­erscheinungen in unserem Volke.

Die religiösen, sittlichen und moralischen Zeichen der Zeit redeten eine zwingende Sprache. Indem wir das Zentrum vernichteten, haben wir nicht nur Tausende von Priestern wieder in die Kirche geführt, sondern Millionen von anständigen Men­schen den Glauben an die Religion und die Priester zurückgegeben.

Der Zusammenschluß der evangelischen Kirche zur Reichskirche, das Konkordat mit der ka­tholischen Kirche, sie sind nur Marksteine auf dem Wege zur Herstellung eines nützlichen Verhältnis­ses und einer nützlichen Zusammenarbeit zwischen dem Reiche und den beiden Konfessionen.

Der Kampf gegen die religiösen, sittlichen und moralischen Verfallserscheinungen wäre aber zwecklos geblieben, wenn wir nicht die deut­sche Presse aus dem Niveau einer manchmal geradezu planmäßigen Zersetzungsarbeit heraus­gehoben hätten, um aus ihr eine wirkliche Insti­tution zur Erziehung des Volkes im besten Sinne des Wortes zu machen. Diese gewaltige Reform­arbeit war allerdings nur durchzuführen unter der Voraussetzung der Annahme eines hohen Wertes unseres Volkes.

Vierzehn Jahre lang habe ich an diesen Wert der deutschen Nation geglaubt und mich trotz aller Erscheinungen des Verfalls an ihm nie irre machen lassen. Ich habe stets leidenschaftlich prote­stiert gegen den Versuch, die Minderwertig­keit von Regierungen zu einer Minder­wertigkeit des deutschen Volkes umzusälschen. Und wenn endlich das deutsche Volk den großen Kampf unserer Bewegung und der von ihr getragenen deutschen Regierung um den Frieden, die Ehre und die Gleichberechtigung am 12. November mit dem gewaltigsten Votum, das jemals abgegeben wurde, unterstützte, dann weiß ich, daß dies nicht so sehr ein Zeichen sür die Vorzüglichkeit seiner heutigen Regierung ist, als vielmehr ein Zei­chen sür die innere Anständigkeit unseresVolkes selbst, das sich wieder zu sei­nem besseren Ich zurückgefunden hat. Und dies ist der höchste und schönste Erfolg dieses Jahres!

Wenn dieses große Werk der Reorganisation unseres Volkes und Reiches so erfolgreich in An­griff genommen werden konnte, dann war es nur möglich dank dem Geist und dem Eefüge der Nationalsozialistischen Partei. Ihr, meine Par­teigenossen und -Genossinnen, seid die Träger unse­res Kampfes in der Vergangenheit gewesen und Ihr allein könnt die Garanten sein für den Aufbau in der Zukunft!

Ohne die Härte, die seelische Kraft unserer Be­wegung, wäre das deutsche Volk nicht mehr zu erwecken gewesen! Ohne die einzigartige Pro-

Neujahrsempfänge beim Reichspräsidenten