M. 246 Jahrgang 1933
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DcrsAmtlloke 0rcra» dss Serrals der ^reierr LrarrfeklLdt BeernerT
Vremen. Mtttwsch. den 13 . September 1933 Einzelpreis 15 Kg.
Anzeigen: hiesige die 14 gespaltene mm-Zeile RM. 613, auswärts RM. 6.17; im Textteil RM. 6.75, auswärts RM. 1.—; Stellengesuche RM 0.06; Familienanzeigen, Stellenangebote und Wohnungsmarkt RM. 0 08; sonstige kleine private Anzeigen bis zu 20 mm bei Vorauszahlung (ohne Rabatt) RM. 0.08. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Anzeigenschluß 16 Uhr. Bei Betriebsstörung, Streik, Verbot u- s. w. hat der Bezieher keinen Anspruch auf die Rückzahlung des Bezugspreises.
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Dis Welt sollte Oeutsclil^ncl clakür «lanken:
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Sensationelle Enthüllungen über den geplanten lommunWchen Umsturz
Das Meinland als AaSgangspunll -er Hevotte voegeredea
T^lLece ^rsickt.-
Sie können
nicht aus ihrer Haut
heraus!
Die „Bremer Nachrichten" vom Dienstag dieser Woche veröffentlichen auf der ersten Seite einen kurzen Bericht von der Uraufführung des „Hitlerjunge Quex" in München, im Beisein des Führers und seines Stellvertreters Rudolf Hetz. Es heißt darin, daß vor dem Laufen des Films der Reichsjugendführer Baldur von Schi- rach das Wort zu einer Gedenkrede für den von Marxisten zu Tode gequälten Hitlerjungen Her- Lert Norkus gehalten hätte, dem auch dieser Film gewidmet sei. Der Bericht der „B. N." schließt dann mit den Worten: Zum Gedenken des toten Norkus erhob sich das Haus.
„ . . . des toten Norkus". Das ist eine Schreibweise, die einem nur bei den ,Mremer Nachrichten" verständlich erscheinen kann. Genau so, wie diese neuen Gönner des Nationalsozialismus schreiben würden: „dann verurteilte das Gericht „d e n" Schulze oder e n" Meier wegen
Diebstahl" so schreibt dieses gleichgeschaltete Blatt von ,ch e m" toten Norkus. Geschäft ist Geschäft, und der Mensch ist ein abgestandener Markenartikel. Je nachdem, was gerade gebraucht wird, wird hervorgezogen: „d e r" Schul- ze, „d e r" Meier, „d e r" Norkus. Und aus dieser Gleichschaltung einer liberalistischen Arbeitsweise in liberalistischen Redaktionsstuben erklärt sich auch der Wert der eigenen Gleichschaltung, die nichts weiter ist als Schall und Rauch, verwand- bar ebenso unter bolschewistischen wie nationalsozialistischen Machthabern.
Wir verbitten es uns als Nationalsozialisten, wenn die „B. N." von „dem toten Norkus" schreiben! Das ist eine bewußte Verächtlichmachung eines unserer größten Märtyrers. Für uns ist Herbert Norkus nicht ,Her tote Norkus" sondern „der ermordete Hitlerjunge Herbert Norkus". Feine Unterschiede, die gefährlich sind für alle, die sie nicht kennen und beherrschen, d. h., die keine Nationalsozialisten sind.
Bauernadel. Die Rede des Reichsmmisters Darrö, die er am Sonntag in dem märkischen Städtchen Gransee anläßlich der Eröffnung der ersten Bauernhochschule hielt, hat mit erfreulicher Deutlichkeit gezeigt, daß das Bauer ntumzueinemGrund Pfeiler des neuen Staates geworden ist. Besonders beachtenswert ist der Satz, in dem Darre sagt: „Aus dem Bauerntum schöpft die Nation ihre Kraft. Man darf nicht fragen, ob das Bauerntum rentabel sei, genau so wenig, wie man diese Frage bei einer Armee stelle." Dieser Satz ist ein Bekenntnis eines verantwortlichen Ministers zu den ewigen Kraftquellen eines Volkes. Denn nur das Volk ist sicher vor Unter- gang und Verfall, das in dem größten Teil seiner Bevölkerung eine innige Verbundenheit von Blut und Scholle hat. Hervorgehoben muß weiterhin jener Satz des Reichsministers Darre werden, in dem er davon spricht, daß dasBauernrecht in Zukunft wieder triumphieren soll über das römische Recht. Jeder, der mit der deutschen Geschichte nur einigermaßen vertraut ist, wird hier aus vollem He^en zustimmen, denn gerade in der bäuerlichen Nechtsauffassung, wie wir sie beispielsweise aus dem Sachsenspiegel kennen, lebt die urgesunde Rechtsauffassung unseres Volkes. Heute wissen wir, ein neuer Adel, der Bauernadel, ist wieder im Entstehen. In ihm liegt die Sicherstellung der Zukunft unseres Volkes.
Die Rettung in letzter Minute.
Der große Empfangder Weltpresse, der gestern nachmittag im Hotel „Adlon" vom Gesamtverband Deutscher Antikommuni- stischer Vereinigungen abgehalten wurde, wird in der ganzen Welt einen außerordentlich großen Widerhall finden, umsomehr, als hier mit unwiderlegbarem Material gezeigt wurde, daß Deutschland in den Februartagen dieses Jahres dicht vor dem kommunistischen Aufstand mit dem Ziel der Errichtung eines SowjetDeutschlands gestanden hat. Die bis ins einzelne gehenden Vorbereitungen der Kommunisten, die jetzt bekannt geworden sind, beweisen der Weltöffentlichkeit die historische Aufgabe und Leistung des neuen Deutschland. Dadurch, daß das nationalsozialistische Deutschland mit eiserner Faust zugriff, ist der Untergang des Abendlandes von Europa abgewendet worden, es ist vor der Ueberschwem- mung des asiatischen Bolschewismus gerettet worden. Das Interessante bei diesen Enchül-
B e r l i n, 12. September.
Der Gesamtverband deutscher antkkommunkstkscher Bereinigungen übergibt der Oeffentlichkeit aufsehenerregende Enthüllungen über den kommunistischen Umsturzversuch am Vorabend der nationalen Revolution» die alles, was bisher über die roten Revolutionspläne durchgesickert war, in den Schatten stellen. Danach war nach jahrelangen systematischen Vorbereitungen, kommunistischer Spionage-, Wühl- und Zersetzungsarbeit unter Einsatz von Sprengstoff und Terror und nach Ausarbeitung eines exakten Mobilmachungsplanes Ende Februar 193S alles soweit fertig, daß beim verabredeten Signal losgeschlagen werden konnte.
Anfang Februar trat die „Geheime Kampfleitung" des bewaffneten Aufstandes zusammen. Als Vertreter der KPD. nahmen die Führer der kommunistischen Kampsverbände an der Sitzung teil: Olbrich, Schneller und Hans Kippenberger. Sie nahmen die Befehle der kommunistischen Internationale entgegen, die ihnen von dem Leiter der westlichen Sektion, dem Juden Manuilski, erteilt wurden. Der Inhalt des Planes ist in großen Zügen bekanntgeworden. Danach sollte der Aufstand in der entmilitarisierten Zone des Rheinlandes beginnen.
Das Signal sollte die Ermordung des Führers bei seiner Meineeike werden
Zugleich mit dem Anschlag auf den Führer oder den Reichspräsidenten wurde beschlossen, sämtliche Grotzsendestationen zu besetzen, von denen aus der Aufruf zum bewaffneten Aufstand an das Proletariat ergehen sollte, und unverzüglich sollten im Anschluß daran lebenswichtige Betriebe gesprengt oder stillgelegt und Sabotageakte an öffentlichen Gebäuden, Eisenbahnen, Brücken, Kasernen, Polizeiunterkünften usw. verübt werden. Die Geheime Leitung der bolschewistischen Revolution sollte sich in Kreseld und Düren befinden« Die militärische Leitung lag offenbar in der Hand des russischen Juden Wollenberg. Als nächste Etappe des Ausstandes war das oberschlesische Industriegebiet vorgesehen, während Berlin kurz danach in die Aktion einbezogen werden sollte.
Wie alles vorbereitet war
Am 13. Februar 1933 waren die Zentralbefehle schon bis in die Provinz durchgedrungen. Es gelang an diesem Tage, eine Sonder- besprechung auserlesener kommunistischer Führer in Aue i. S. zu beobachten, bei der offen davon gesprochen wurde, daß in kürzester Zeit „große Dingegedreht" würden. Kurze Zeit daraus wurde der Polizei in Flensburg die Bildung von bewaffneten und mit Sprengstoff versehenen Aktivgruppen, die größtenteils aus Hamburger Schwerverbrechern bestanden, bekannt. Geheimnisvolle Mauerinschriften „Arbeiter verschafft euch Waffen" aus unabwasch- barem Teerfirnis tauchten auf. Einige Tage später wurden im Ruhrgebiet nächtlich geplante bewaffnete Ueberfälle auf die Polizei verpfiffen. Die Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden kommunistischen Umsturz häuften sich von Tag zu Tag bedrohlich.
In Cammin in Pommern fiel der Polizei der chiffrierte Plan für die örtliche Durchführung des gewaltsamen Handstreiches in die Hand. Unter Führung des Maurers Dumann war eine Initiativgruppe von 25 Mann beauftragt, die leitenden Staatsbeamten, Führer der nationalen Verbände und Aerzte als Geiseln festzusetzen. Oeffentliche Gebäude und lebenswichtige Betriebe sollten besetzt und die Eisenbahnbrücken gesprengt werden.
Eine ähnliche Terrorgruppe entdeckte man in Burscheid, bei der man fast einen Zentner Dynamit beschlagnahmen konnte. In Schleswig-Holstein beschlagnahmte Anwev sungen an alle „Aufstandsinjtrukteure", Rundschreiben an die KPD.-Ortsgruppen, Tagesbefehle an die Wehrtechnischen Leiter, Entlarvung terroristischer Geheimorgani sationen besonders im Westen, aber auch in allen anderen Teilen des Reiches, vervoll- ständigen das Bild.
Das rose Mona
Einer der gefährlichsten Aufstandsherdc war auch diesmal wieder Alton«, wo Rot- Frontkämpser-Bund, Rote Marine und Kampfbmch gegen den Faschismus organisiert und bewaffnet bereitstanden. Die Lei tung lag zum Teil in den Händen von Funktionären, die in Rußland militärisch ausgebildet waren. Die Aufstandstruvpcn der KPD. wurden mit den allerneucsten Er rungenschaften in der Straßenkampstechnik bekanntgemacht, die schriftlich ^xj-rt sind. Am 28. Februar 1933 ergingen von de- Geheimen Ausstandsleitung der KPD. die letzten zentralen Kampfanweisungen an d'.e Terror- und Kampfverbände. Noch am selben Tage erging der Befehl für die höchste Alarmstufe. In den kommenden Togen oder auch Stunden sollte der Aufstand ausgelöst werden:
wurden, ist die Tatsache, daß an der Spitze des bolschewistischen Aufstandes Juden standen. Der Militär»
lungen, die gestern im Hotel „Adlon" gemacht will.
diktator sollte der russische Jude Wollenberg sein, dessen engster Mitarbeiter wiederum ein Jude namens Lande smaun war. Hieraus mag das durch Greuelmeldungen verhetzte Aus- land erkennen, daß der rücksichtslose Kampf gegen das Judentum vornehmste Aufgabe ist für ein Volk, das sich selbst und seine Kultur erhellten
„Bis Samstag muß dem Reichskurier gemeldet sein, wieviel Waffen in Euren Bezirken sind. Sofort mitzuteilen, daß die eingesetzte Hilfspolizei dort, wo man sie antrifft, mit allen zu Gebote stehende» Mitteln zu erle digen ist. Es muß so sein, daß kein Faschist mehr über die Straß? gehen kann. Festzustellen, wo Nazikasernen und alle strategischen Punkte der Nazis. Einheitliches Vorgehen der gesamten Organisation.
Auf Nazi ist kein Pardon zu geben.
Die Ortsgruppen haben in allen Aktionen freie Hand, nur wo es sich um Polizei bandelt und um Kasernen der Polizei, sowie technische Betriebe, muß die Einwillign»^ der BL. der M.-Abteilung eingeholt werden Höchste Alarmstufe 5. 3. abends 12 Uhr. Eintreffen der Alarmmeldung. Positive Anweisung über Operation im Reich. Eintreffen des Reichskurier. Wir erwarten, daß unsere Anweisungen sofort durchgeführt werden zum Sturz der Hitler-Regierung."
So sollte Verlin erobert werden
Parallel mit der Auslösung des Bürgerkrieges au vielen Orten zugleich, wodurch die Kräfte des Staates und der SA und SS zersplittert und in Verwirrung gebracht werden sollten, wurde ein aufs genaueste ausgearbeiteter Aktionsplan für die Zeit nach dem 5. März 1933 vom Generalstab der Revolution entworfen, der sich speziell mit Berlin befaßte.
Schlag auf Schlag sollten vom 5. bis S. März 1933 die Sprengungen der Eisenbahn- brücken, die Niederlcgung der Hochspannungsleitungen, die Stillegung und Zerstörung der Elektrizitäts- und Kraftwerke erfolgen. Die Polizeiunierkünste in der Chausseestraße, am Kreuzberg und in der Wrangelstraße sollten augenscheinlich während dieser Zeit durch RFB-Truppen und Terrorgruppen in Schach gehalten werden. Kuriere und besondere Telefonleitungen waren zur Herstellung der Verbindungen und der Einheitlichkeit der Ge- samtaktion eingerichtet. Ein Massenaufgebot von Erwerbslosen sollte offenbar UeberfMe und Raub in der Villengegend Krumme Lanke verüben. Wenn auch die Chisfrierung des Aktionsplanes nicht völlig entziffert werden kann, so liefert er doch einen unwiderleglichen Beweis. für die unmittelbar .bevorstehenden planmäßigen und zielbewußten Terror- und Sabotageakte in Berlin.
Die Enchüllüsigen, die unter dem Titel „Bewaffneter Ausstand!" in einer umfangreichen Broschüre von 138 Seiten, enthaltend zahllose Belege, Photographien und statistische Unterlag von Adolf Aert zusammengestellt sind, geben erstmalig ein genaues Bild der kommunistischen „„Erziehungsarbeit und Bürgerkriegsstrategie", die alle nihilistischen Masseninstinkte systematisch aufgriff und verwertete, um im letzten Augenblick kurz nach der Betrauung Adolf Hitlers mit dem Kanzleramt zum letzten und entscheidenden Schlag auszuholen. Das mußte schnell geschehen, noch ehe sich das neue nationalsozialistische Regime konsolidieren konnte.
Zum ersten Fanal des bewaffneten Aufstandes wurde in der Nacht zirm 28. Februar, dem Vorabend deö Befehls für die höchste Alarmstufe der kampfbereit stehenden kommunistischen Organisationen, der Brand d«S ReichstagsgebSudes,
Auf die besonderen Zusammenhänge dieses Brandes geht die Schrift nicht ein, um dem Prozeß, nicht,^vorzugreisen. Wie der Herausgeber mlltAlt, besteht die Absicht, eine Urteilssammlung des Reichsgerichts über die kommunistische Verschwörertätigkeit in offizieller Zusammenstellung zu veröffentlichen.
Die gesamte deutsche, wie auch die Weltöffentlichkeit werden sich nunmehr ein Kares Bild von der ungeheuren Gefahr machen können, die Deutschland und somit Europa in den Vorfrühl ngstagen dieses Jahres drohte; wer es aber b.sher nicht hat wissen wollen, wird nunmehr erkennen, daß der Schlag, zu dem die nationalsozialistische Regierung dann gegen den Kommunismus ausholte, in letzter Minute vor 12 geführt wurde und nur allzu berechtigt war.
Mischst- Muchsw 'f'
Organisationsleiter der Deutschen Arbeitsfront (Ausführlicher Bericht 2. Seite)
Sühne M eine ruchlose Zat
Mutter und Soh» hingerichtet
Torgau, 12. September.
Zm Hofe des hiesigen Strafgefängnisses wurden am Dienstag früh der 21 Zahre alte landwirtschaftliche Arbeiter Walter Lieh und seine 46jährige Mutter Christine durch Enthaupten hingerichtet.
Beide hatten Anfang des vorigen Jahres den Vater im Bett überfallen und ermordet. Der damals l4jährige zweite Sohn des Ermordeten war Augenzeuge der Tat und mußte aus Geheiß der Mörder helfen, den Toten am Scheunentor aufzuhängen, um einen Selbstmord vorzutäuschen. Eine unvorsichtige Bemerkung des Möllers führte zur Entdeckung des Mordes.
Der Reichskanzler wieder in Verlin
Verlin. 12. Sept.
Reichskanzler Adolf Hitler traf heute vormittag .wieder in Berlin ein.
Der I^siivnülsorislismus sl5 lauter 6eut5cken Gebens
Von 1.ackoU tt-iLs«, »aanover
Mit dem großen Seher Lagarde bekennen wir, daß es vor uns noch niemals einen deutschen Staat gegeben hat. Während das römische Weltreich am Anfange unserer aufgezeichneten Geschichte starb, stand es als völ- kerzersetzende Idee um so stärker wieder aus und überwältigte uns. Als Karl der Franke das hohe Sinbild unserer Vater, die Irmin- sul, vernichtete, zerbrach er gleichzeitig die Werte des Blutes, die gewachsene Kultur, den arteigenen Aufbau der staatlichen Gliede* rung, des Rechtes und der Wirtschaftsord* nung. Fremdes wurde mächtig, und so ist die
Ringen um die Erhaltung und Durchsetzung unseres qualvoll erstickenden völkischen Seins gegen die Gewalt des überall Herr* schenden Südgeistes. Am Ende dieses immer unbewußter gewordenen Leidensweges stand die Revolte von 1918.
Als wir Wenigen angesichts dieses grauenhaften Zusammenbruchs auf allen Gebieten damals 1919 den völkischen Kampf gegen Verrat und Fremdherrschaft aufnahmen, da schien es, als seien wir den Wurzeln deutschen Wesens ferner denn je. Dinge der Außenpolitik, der Wirtschaft, des Alltäglichsten standen für die Gesamtheit so sehr im Bor» oergrunde, daß nur der das Ohr der Menge fand, der einzig über diese Sorgen und Nöte zu reden wußte. Was schien den Deutschen die Stimme seines Blutes, die Besinnung aus die Kraft seines inneren Ahnenerbes anzugehen, wo es sich doch angeblich nur darum handelte, den nackten Hunger zu stillen, oder höchstens für die Weltverbrüderung als einen materiellen Zweckzustand zu arbeiten!
So hat denn auch die damalige völkische Bewegung, so wertvoll ihre Vorarbeit war, praktisch gar nichts erreicht. Den Weg zum Ohr des Volkes hat sie nicht gefunden, und wie ihre Führer zwar ehrenwert, aber über den Wolken schwebend waren, so war die Bewegung auch selbst völlig außerstande, aus dem Reden zu einer Tat zu gelangen und zunächst mindestens eine durchschlagend« Kraft zu organisieren.
Diesen Schritt getan und durch Formung der völkischen Idee zum Nationalsozialismus vom theoretischen Gedanken zur praktischen Politik durchgestoßen zu sein, ist ein entscheidendes Verdienst Adolf Hitlers, das nur diejenigen ganz zu würdigen vermögen, die ebenfalls von 1919 ab im Kampfe um die Macht gestanden haben.
Während es nach außen hin schien, als ob zunächst das „Völkische" am Nationalsozialismus zurücktrete, hat es in Wirklichkeit niemals in Deutschland eine Bewegung gegeben, die so tief und bewußt mit dem ewigen Strome deutschen Wesens verbunden war, wie der Nationalsozialismus und sein Fübrer. Mit ihm ist das deutsche Leben in das mn ihm bestimmte Bett zurückgeglitten. Adolf Hitler knüpft an, wo das Werk Herrmanns des Befreiers unterbrochen wurde.
So ist denn auch die noch vor uns liegende Erfüllung im Grunde nicht eine solche nur nationaler Politik, staatlichen Aufbaus oder gesicherter Wirtschaft, sondern eine des Blutes, denn das Blut ist Träger der Volkstums und Schöpfer aller Kultur und ihrer Aeußerungen, in sie auch der Einzelne mit seinem Schicksal, seinem Wohl und Wehe unlösbar verwobe« ist. Der nationalsozialistische Staat wird damit zum Organisator des deutschen Lebens und hört auf, als selbständiger Wert zu bestehen. Seinen Sinn empfängt er erst vom Blute her und von der Leistung, die er für dieses Blut vollbringt. Unsere Politik ist also letzthin Rassenpolitik. Damit stehen wir aber bereits vor zwei ungeheuren Aufgaben.
Zunächst ist überhaupt der deutsche Lebenswille wieder zu erwecken. Wir sind bekanntlich ein sterbendes Volk. Eine Million jährlicher Verbrechen gegen das keimende Leben kosten uns mindestens je 250 000 gesunde künftige Mütter und Soldaten. In nur einem Jahrzehnt berauben wir uns selbst einer Riesenarmee von 2,5 Millionen Mann, also mehr, als 1918 die Gesamtzahl unserer im Westen dämpfenden Fronttruppen betrug. Noch einige Zeit so weiter, und die Austeilung Deutschlands durch seine Feinde ist da! Die Errichtung des Aufklärungsamtes für Bevölkerunaspolitik und Rassenpflege unter Tr. med. Walter Groß ist die erste we-