Ausgabe 
(4.9.1933) Nr. 237
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Nr. 237 Jahrgang 1933

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Das AmMoke des Genais der Hreierr Bvenrerr

l)ss Bekenntnis von I^IürnberZ:

Glönzen-er Abschluß -es VartettageS — Ein nie zu

vergessendes Erlebnis

Von VoUL und külirern

Sie politische Enttvitllung das Vro-M kultureller Auslese

Sie grobe Rede des Führers auf der Abfchlichsltzrmg des VartettongresseS

Nürnberg, 3. September.

Auf dem Parteikongreß am Sonntag nach­mittag hielt der Führer folgende Rede:

Wenige Stunden noch und die große Kund­gebung der Partei ist beendet. Zug um Zug rollt durch die Nacht hinaus in die deutschen Gaue. Jeder kehrt wieder zurück zur Arbeit, der eine auf seinen Acker, der andere in die Fabrik, ein dritter ins Büro; der Kampf des Lebens nimmt sie wieder gefangen und kann ihnen doch nicht die Erinnerung löschen an die verlebten Tage.

Mancher, den das Wesen dieser Bewegung nicht erfaßt hat, weil er sie selbst nicht er­fassen kann, legt sich vielleicht die Frage vor:

1. Warum wird eine solche Veranstaltung gemacht? Und

2- Wieso können die Menschen zu ihr kommen?

Wie ist es möglich, daß Männer weit über das Land fahren, um irgendwo dann aufzu­marschieren, in Zeltlagern zu schlafen, mit armer Kost vorlieb zu nehmen und alles das, ohne dafür bezahlt zu werden? Wieso ist das möglich?

Diese Fragen habe ich mir, meine Parteige­nossen und Genossinnen, gestellt, ehe ich die­ses Werk begann. Ich fragte mich damals: Wird man dies vom deutschen Volk fordern können? Eine sehr schwerwiegende Frage, denn von ihrer Beantwortung hängt nicht etwa die Gründung einer Partei ab, die Mög­lichkeit oder Unmöglichkeit, eine Bewegung ins Leben zu rufen, sondern von dieser Antwort hängt ab das Schicksal der deutschen Nation.

Wurde diese Frage verneint, dann war je­der Versuch einer Regeneration unseres Volkes vergeblich. Glaubte man, sie bejahen,zu kön­nen, müßte man dieses kühne Unterfangen wagen.

Wenn ich jahrelang in allen Situationen und unter allen Umständen an den Sieg der nationalsozialistischen Bewegung geglaubt habe, dann kam diese unerschütterliche Ueber­zeugung aus einem gründlichen Durchdenken der Lebens- und Entwicklungsgesetze. Meine politischen Gegner hatten versäumt, dasselbe zu tun.

Wenn ich nun nach dem Sieg, statt wie bis­her nur vor den Füh ern, über diese Gedan­ken frei spreche, dann aus zwei Gründen:

1. kann sie der Gegner nunmehr ruhig auch kennen lernen und

2. soll die gesunde Bewegung diese Erkennt­nis für alle Zukunft als eine fortwäh­rende Verpflichtung auffassen, sie nie vergessen und ihre Lehren stets be­folgen!

Es gibt in der Natur keine unerklärlichen Zufälle. Was den Menschen ungeregelt er­scheint, ist in Wahrheit nur ihm nicht ver­ständlich. Jede Entwicklung verläuft nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Da die Wirkung nun das in erster Linie Seh- und Fühlbare ist, pflegen sich die meisten Men­schen auch nur mit ihr zu beschäftigen. Die Scheu vor dem Suchen und Auffinden der Ursachen steckt dem Menschen tief im Blut, be­sonders dann, wenn sein verdorbenes Ich aus dem plötzlichen Aufdecken bestimmter Ursachen unangenehme, weil verpflichtende Erkenntnisse wittert. Unangenehme sind aber stets jene Wahrheiten, die einen Angriff auf liebgewor­dene Laster bedeuten.

Kein Volk, das erst einmal die schiefe Ebene nach unten betreten hat, wird von ihr zurück- gerissen, außer durch eine positive Berücksichti­gung solcher Erkenntnisse. Ob dies aus Ver­nunft oder unbewußtem Instinkt erfolgt, bleibt sich gleich. Glücklich das Volk, das schon in seinem natürlichen Instinkt den Mahner und damit Rächer besitzt. Unglücklich das Volk, das glaubt, des Instinktes entbehren zu können.

Fast alle Völker der Welt bauen sich heute aus versi :sdenen rassischen Grundstoffen auf. Würde es auf dieser Welt einige Nassen nicht geben, die zurzeit ihr kulturelles Antlitz be­stimmen, dann würde von einer menschlichen Kultur überhaupt wohl kaum zu reden sein.

Ein Blick in die Natur zeigt uns nun, daß die Geschöpfe einer reinen Rasse nicht nur körperlich, sondern auch im Wesen und in den Fähigkeiten mehr oder weniger gleichwertig sind. Diese Gleichheit ist das größte Hindernis der Bildung einer höheren Arbeitsgemein­schaft. Denn wenn jede höhere Kultur ihre Ausprägung durch Leistungen erhält, die nur einer Zusammenfassung menschlicher Arbeit kraft verdankt werden können, dann muß ei... Vielzahl von Individuen einen Teil ihrer individuellen Freiheit opfern und sich dem Willen eines Einzelnen unterordnen. So sehr nun auch die Vernunft dazu raten müßte, würde es doch in der Wirklichkeit schwer sein, unter ganz Gleichen die Gründe klar zu machen, warum am Ende dennoch einer seinen Willen über den anderen erheben muß.

Die beiden Begriffe „Befehlen und Gehorchen" erhalten aber in dem Au­genblick einen ganz-anderen zwingenderen Sinn, wenn Menschen verschiedener Wertig­keit auf- oder zueinander stoßen und nun durch den stärkeren Teil eine gemeinsame Zweckbindung geschaffen wird.

Die höhere Raffe — zunächst höher um organisationsfähigen Sinne gesehenun­terwirft sich eine niedere und geht damit ein Verhältnis ein, das nunmehr nicht gleich­wertige Raffen umfaßt. Damit erst erfolgt die Unterstellung einer Vielzahl von Menschen unter den Willen von oft nur wenigem — hergeleitet einfach aus dem Recht des Stärkeren , einem Recht, das in der Na­tur gesehen, als einzig vorstellbar, weil ver­nünftig, gelten kann. Allein im Laufe einer langen Entwicklung ist trotzdem sehr oft aus diesem Zwang für alle ein Segen geworden. Es bildeten, sich jene-Gemeinwesen,, die durch das Zusammenschmieden verschiedener Raffen das Wesen der Organisation, begründeten. Diese aber erfordert Unterordnung des Wil­lens und der Tätigkeit vieler unter den Wil­len und die Tatkraft immer eines Einzelnen! Was für den Besiegten zunächst sicherlich als harter Zwang empfunden wurde, ist später trotzdem auch sein Segen geworden. Unbe­wußt wurde in dem Herrenvolk immer schär­fer als Moral die Erkenntnis lebendig, daß fein Herrentum nicht Willkür sein darf, son- ocrn edle Vernunft.

Sowie aber dieser Prozeß der Volks- und Staatenbildung eingeleitet wurde, war das kommunistische Zeitalter der Menschheit been­det. Denn der Kommunismus ist nicht eine höhere Entwicklungsstufe, sondern er ist die primitivste Ausgangskorm.

Mit dem Zusammentreffen verschiedenst zu wertender Menschen wird auch das Ergebnis

ihrer Leistungen verschieden sein, d. h. die qualitativ höherstehende Raffe wird mehr zum Gesamtergebnis der gemeinsamen Arbeit bei­steuern als die qualitativ schlechtere. Insbe­sondere aber werden die Fähigkeiten auf ver­schiedenen Ebenen liegen.

Der Gedanke des Privateigentums ist un­zertrennlich verbunden mit der Ueberzeugung einer verschiedenartigen und verschiedenwerti- gen Leistungsfähigkeit der Menschen und da­mit wieder mit der Berschiedenartigkeit und -Wertigkeit der Menschen selbst.

Daß alle Menschen in einer Nation fähig wären, einen Hof oder eine Fabrik zu ver­walten, oder deren Verwaltung zu bestimmen, wird bestritten. Allein, daß sie alle fähig sind, den Staat, zu verwalten oder dessen Verwal­tung zu bestimmen, wird im Namen der Demo­kratie feierlichst attestiert..

Es ist dies ein Widerspruch in sich. Ent­weder die Menschen sind infolge gleicher Fähigkeit in der Lage, alle gleich einen Staat zu verwalten, dann ist die Aufrechterhaltung des Eigentumsgedankens nicht nur ein Un­recht, , sondern einfach eine Dummheit. Oder die Menschen sind wirklich nicht in der Lage, das aesamtgeschaffene materielle und kulturelle Gut einer Nation als gemeinsames Eigentum in gemeinsame Verwaltung zu neh­men, dann sind sie noch viel weniger in der Lage, den Staat gemeinsam zu regieren.

Das deutsche Volk ist nicht anders entstanden wie fast alle der uns bekannten schöpferischen Kulturvölker der Welt. Eine kleine organi- sationsfähige und kulturell schöpferisch begabte Raffe hat im Laufe vieler Jahrhunderte an­dere Völker überlagert und zum Teil aufge­saugt, zum Teil sich angepaßt. Alle einzelnen Bestandteile unseres Volkes haben selbstver­ständlich ihre befonderen Fähigkeiten in diesen Bund mitgebracht, geschaffen aber wurde er nur von einem einzigen Volks- und staatsbil- denden Korn. Aus Siegern und Besiegten ist unterdes längst eine Gemeinschaft ge­worden. Es ist unser heutiges deutsches Volk. Und so wie es ist, lieben wir es und hängen an ihm. Und wir sind so sehr Gemein­schaft geworden, daß uns nur ein Wunsch er­füllt, es möchten alle Bestandteile unseres Vol­kes ihr bestes Teil beisteuern zum Reichtum unseres gesamten nationalen Lebens. Das Le­ben stellt an jeden einzelnen Menschen die Frage nach seiner Abkunft am Tage seiner Berufswahl.

Wie wenig die Berufswahl mit einem Ab­wägen ökonomischer Vor- oder Nachteile zu tun hat, geht am besten daraus hervor, daß man sie einem Alter überläßt, dem für Leiste solche Einsicht jede Voraussetzung fehlt, ja darüber hinaus: Wir sagen ja ausdrück­lich, daß der Knabe zu etwas „Geboren sein soll"; das heißt aber nicht anderes als: Wir lasten ihn unbewußt und doch bewußt ent­scheiden.

So wie wir aber auf allen Gebieten des Lebens keinen Neid empfinden können, daß die dazu besonders Geborenen, d. h. ursächlich Befähigten den entscheidenden Einfluß aus­üben, so auch auf dem Gebiet der politischen Erhaltung besten, was uns als Volk im Laufe der Jahrtausende geworden ist.

Ausgehend von der Erkenntnis, daß alles Geschaffene nur dieselbe Kraft erhalten wer­den kann, die es schuf, kann auch ein Volks­körper nur gehalten wer en von den Kräften, (Fortsetzung auf Seite 2)

Der grobe ^ukmsr5cb in <ier I.uitpo16-^rens

Nürnberg, 3. September.

W«, Gormtag, der letzte Tag des Reichs­parteitages, brachte den Abschluß der Veran­staltungen mit dem grotzen Aufmarsch in der Luitpold-Arena, dem Vorbeimarsch an dem Führer und schließlich der letzten Sitzung des Parteikongresfes.

Der Sonnabend abend hatte die SA- und SS-Männer zu einem fröhlichen Lagerleben vereint. Der Führer selbst weilte, wie schon Tradition geworden ist, die letzte Nacht im Lager seiner Braunhemden. nächtliche Ruhe war aber nur von kurzer Dauer. - Um 3 Uhr früh ertönten die Weckrufe. Freudig erregt, in Erwartung des großen Tages, tre­ten die SA- und SS-Männer sowie der Stahlhelm an. Um 4.30 Uhr setzten sich die Abteilungen in Marsch. Jede Gruppe mar­schiert mit Musikkapellen zum Luitpold-Hain und führt 250 SA-Fahnen, 10 Motor-Stander und 10 Stahlhelmfahnen mit sich. Die Grup­pen schließen sich zu drei mächtigen, viele Kilo- meter langen Marschsäulen zusammen.

In der Luitpold-Arena erfolgte die Auf­stellung vom rechten Flügel aus gesehen in folgender Reihenfolge: Stahlhelm, SA-Grup- pen Ostland (Ostpreußens, Pommern. Hansa, Berlin-Brandenburg, Schlesien, Ostmark, Mitte, Sachsen, Oesterreich. Dann folgt zu­nächst eine weite Lücke, die noch für den Fah­neneinmarsch freigehalten wird, und in die später die SS einrückt. Es folgen die Grup­pen Westfalen, Nordsee, Niedersachsen, Nie- derrhein, Westmark, Südwest, Heften, Thü­ringen, Hochland, Bayerische Ostmarn, Fran­ken, und schließlich die SS aus allen deut­schen Gauen.

Die braune Farbe herrscht selbstverstänolich in diesem Bild entscheidend vor. aber auch die schwarzen Kolonnen der SS und die Kraftfahrabteilungen nehmen einen erheb­lichen Raum ein. Die erst kürzlich eingeführte Berschiedenfarbigkeit der Mützen der verschie­benden Gruppen bewirkt eine außerordent­lich malerische Belebung des gesamten Bil­des, zumal alle Gruppen gleichmäßig viel Raum einnehmen. Jede Gruppe steht in 12 Reihen durch das ganze Feld gezogen.

Um 7 Uhr ist der Einmarsch der SA in die Luitpold-Arena beendet. Die Zugänge zu den Tribünen, auf denen neben den Haken­kreuzfahnen die Flaggen aller Länder, die ihre diplomatische Vertretung entsandt haben, wehen, werden geöffnet. Da die mei­sten Menschen nach dem großen Feuerwerk die Nacht schlaflos verbracht haben, um Au­genzeuge des Anmarsches der SA zu sein, setzt ein so gewaltiger Andrang ein, daß die 50 000 Plätze im Nu besetzt sind. Hundert­tausende drängen sich auf dem umliegenden Gelände.

Auch die Tribüne für die 1000 Ehrengäste ist kurz nach 7 Uhr besetzt. Neben Mitgliedern der Reichs-, und Länderregierungen sieht man hier die Führer der politischen Organisation, die Mitglieder der diplomatischen Vertretun­gen, die nationalsozialistischen Abordnungen aus einer großen Anzahl anderer europäischer Staaten und mehr als 100 Angehörige von Gefallenen der Bewegung. Die vielen Hun­derte in- und ausländischen Pressevertreter sind in zahlreichen Autobussen bereits um 6 Uhr aus dem Pressehauptquartier abgeho't worden. Auch auf der Pressetribüne ist lu in Platz unbesetzt. Den ausländischen Journa­listen aller Nationen sind von der Pressestelle der Partei zahlreiche Dolmetscher beigegeben worden.

In der Front der Aufstell-n« stehen an der Spitze jeder Gruppe der SA. SS und des Stahlhelm die Musikzüge. Vor der Front einer jeden Gruvne - > ..^d-aten,

vor ihnen die Brigade- und Gri,nn>-niükrer mit ihren Adjutanten. Drei besonders aus­gesuchte Musikzüge der Obergruppen Berlin- Brandenburg. Mitte und Hochland sind für die musikalische Begleitung der Veranstaltung ausersehen. Die Führer der acht SA-Ober- gruppen mit ihren Stäben haben ihren Platz vor dem mittleren Musikzug, knapp vor der Rednertribüne. Der Stab der Obersten SA- Führung steht hinter der Rednertribüne aus einem erhöhten Podium, auf dem auch die 68 Gauleiter aus dem Reich Platz gesunden haben.

Unmittelbar dahinter erhebt sich die um weitere fünf Meter erhöhte Ehrentribüne, die sich terrassenförmig aufbaut und ihren Ab­schluß in drei hohen Gittermasten findet, an

denen 33 Meter lange Hakenkreuzfahnen.we­hen. Vor der Rednertribüne werden die 216 neuen Standarten aufgestellt die ihrer Weih- harren, je von einem SS-Mann getragen und von dem zum Tragen des neuen Ehrenzei­chens ausersehenen SA-Manne gehalten. Rechts und links von der Ehrentribüne wer-' den zunächst die 5600 Fahnen aufgestellt.

Die Führung dieses Aufmarsches liegt la­den Händen des Obergruppenführers Schneidhuber und dessen .Stellvertreter, des neuernannten Gruppenführers dea Gruppe Franken, von Obernitz. Nach Beendigung.- der Aufstellung werden-die Mahnen-vo-i -den.

Terrassen herunter und in die Zwischenräume neben die einzelnen Gruppen getragen.

Die 64 alten Standarten, stehem links, und. rechts vom Ehrenmal. Ein Fanfarensignal kündet um 8 Uhr die, Ankunft des Fllhxers. . Es ertönt das Kommando: „SA stillgestän-,, den!". Der Führer erscheint, auf, dem großen Podium-vor der Ehrentribüne. Lautlose Stille setzt ein. Dann meldet der Ehef des Stabes der SA und SS dem Obersten-SA-Führer: „100 0V0 Mann SA, Stahlhelm und SS vor dem Führer angetreten!" Der Führerruf tönt staut über:das: Mb/„Heil!SM". 'Ein dM- sacher.Heilruf ider SA iantwartet ihm. Dem:

folgt das Kommando: „Standarten und Fah­nen rechts ud links um! Fahnen kehrt! Stan- darten'ünd Fahnen Marsch!" Sämtliche Fah­ren und die alten Standarten setzen sich in Bewegung und marschieren auf das Ehren­mal zu und nehmen rechts und links davon Aufstellung. Ein neues Signal und ein neues Kommando: „SA: Ganze Abteilung Kehrt! Rührt Euch!"

Nun stehen die 100 000 Mann mit der Front zum:Ehrenmal. Die Musik spielt den Trauer­chor .aus der Götterdämmerung. Der Füh- irer begibt sich, begleitet von SA-Stabschef iRöhm-und einem'Adjutanten, durch die Mitte

des Feldes zum Ehrenmal und legt dort ei« nen Kranz nieder. Dann ein neues Kom­mando: „SA stillgestanden!" Der Führer be­gibt sich wieder von dem Ehrenmal zurück zur gegenüberliegenden großen Tribüne. Aus das Kommando: „Standarten und Fahnen Marsch!" setzen sich nun die 5600 Fahnen ,. d die Standarten in Bewegung und marsch: - ren unter den Klängen des Badenweil w Marsches auf ihre früheren Plätze zu beiden Seiten der Führertribüne. Die Gasse, durch die die Fahnen soeben marschiert sind, wird durck die Flügelkolonnen der SS ausgefüllt.

Der Lbrnsrscd

In mustergültiger Ordnung und nach genau festgelegtem Plan tritt das braane Heer den kilometerlangen Marsch in die Altstadt zum Adolf-Hitler-Pkatz an. Durch die von zwei Gliedern der politischen Organisation und eine lückenlose Menschenmauer zu beiden Seiten umsäumten Straßen, in denen Fenster bei Fenster die Fahnen flattern und die Menschen herausrufen und winken geht der Weg, ein Triumphzug von unerhörter nie erlebter Wucht uiü> Geschlossenheit. Um 11.45 Uhr er­reicht die Spitze den Bahnhof und hält ihren Einzug in die Altstadt.

Auf dem Adokf-Hitler-Platz

Die Altstadt mit dem Adolf-Hitler-Platz im Mittelpunkt ist seit aller Frühe das Ziel ungeheurer Massen. Um 10 Uhr wird der Stadtkern für joden Fußgängerverkehr streng gesperrt. Das offene Viereck der in etwa fünf­zehn Meter Tiefe schräg aufsteigenden Tribü­nen hat sich gegen 1 Uhr mit Ehrengästen und Publikum, insgesamt etwa 10 000 Personen, gefüllt, unter den Ehrengästen die Angehöri­gen von Gefallenen der Bewegung, das ganze offizielle Deutschland, in seiner Führung die Diplomaten vieler Länder und Vertreter der Wehrmacht. Der Chor der Frauenkirche hat mit einem violettfarbenen goldgestreiften Baldachin die gleiche Ausschmückung erhalten, wie sie im Jahre 1424 bei der feierlichen Ein­holung der Reichskleinodien gezeigt wurde.

Zehn Minuten vor zwölf, von weither kün­den dröhnende Heilrufe die Ankunft des Füh­rers. Unter endlosen Aeilrufen betritt er den Platz und begrüßt feine Mitarbeiter. In die Marschklänge der drei Musikkapellen, die auch während des Vorbeimarsches spielen werden, mischen sich die zwölf Elockenschläge der Frau­enkirche.

Die Spitze des Zuges trifft um 12.10 Uhr auf dem Adolf-Hitler-Platz ein. In strammem Parademarsch mit erhobener Rechten zieht zu­nächst ein Sturmbann der Gruppe Franken an dem Führer vorbei, dann zu Fuß Stabschef Röhm mit seinem Adjutanten Oberführer Bergmann sowie der gesamte Stab der Ober­sten SA.-Führung und der Reichsfllhrerschule. Die Obergrupve Oesterreich unter Obergrup­penführer Reschny marschiert unter Hellem Jubel vorüber, vor jeder Obergruppe der Führer, hinter ihm sein Stab, dann der Grup­penführer mit Stab, die Vrigadeführer und sämtliche Feldzeichen. 270 Fahnen führt jede Gruppe mit, hinter ihnen in sechs Abschnitten von jeder Gruppe 500 SA-Männer, am Schluß jeder Obergruppe 200 Mann von der Motor­SA in schwarzem Sturmhelm und abschließend von jeder Obergruppe 500 Stahlhelmer. In dieser Marschordnung ziehen nun in endlosen Reihen die Abordnungen der SA aus allen deutschen Gauen an dem Führer vorbei.

Nach den Oesterreichern treffen die Männer aus dem Ostland. unter Obergruppenführer Litzmann auf dem Platz ein, dann die in der Obergruvpe 2 unter ^berarupvenführer Lutze zusammengefaßten Pommern, Hanseaten, Mecklenburger und Schleswig-Holsteiner, wei­ter unter Heines die Schlesier, die Berliner, die Vrandenburaer und die Ostmärker, in kur­zem Abstand die Sachsen mit Obergruppen­führer von Killinger an der Spitze. Obergrup- penfubrer von Fagow schreitet seinen Mannen voran: Den Rheinländern, den Wllrttember- gern und Vadensern, den Hessen und den Thüringern. Der Führer wird nicht müde, Reibe um Reihe und Gruppe um Gruppe mit erhobenem Arm zu grüßen, die Westfalen und Oldenburger, die Hannoveraner, weiter angeführt von Obergruppenführer Schneid- Kuber-München die Oberbayern und Schwa­ben, die SA-Männer und die Stahlhelmer aug der Oberrüalz und aus Niederbayern und als letzte von der SA noch einmal die Franken.

Osr Vorbeimsrseft vor clam küftrer

150 SA.-Kameraden aus der Schweiz in Draunen Hosen und brauner Mütze, aber wei-