M. 286 FMrkang 1833
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Das Rheinland steht treu zum Führer
Don Hannover nach Köln
(Von unserem am veutsttrlanckttug /^ckolk lliilers . teilnehmenden 5onäerbericchterstsiter, pg. stierbert Seekokerl
Hannover, 26. Oktober
Nach Berlin und Hannover nun das Tressen der Kölner Bevölkerung in den Messehallen. Wieder hören 100 009 begeistert den Hührer. Und wir nehmen mit grenzenloser
Wer keinen Frieden wünscht, wird beseitigt
Dir Rede des Reichskanzlers in Köln
Freude diese weihevollen Tage in der dritt größten Stadt Deutschlands in uns aus.
Einen ungeheuren Eindruck nehmen wir für die noch vor uns liegenden schweren Wochen des Wahlkampfes um die Ehre der deutschen Nation mit. Das Rheinland steht um so treuer am 12. November mit einmütiger Entschlossenheit hinter dem geliebten Führer, da sich die Bevölkerung völlig klar ist, daß ein würdeloses Verhalten in der Außenpolitik entsprechende Folgen für die Erenzbevölkerung im Rheinland nach sich ziehen würde.
Ein herrlicher Flug liegt hinter uns. Der Flug von Hannover nach dem Landeplatz Hangelar in der.Nähe von Bonn. Wie schwer wurde uns der Abschied von den Nieder, sachsen gemacht. Als wir in Hannover den Wagen bestiegen, durchbrachen begeisterte Menschen, die seit den ersten Morgenstunden sehnsüchtig auf diesen Augenblick gewartet haben, das lebende Gitter der Absperrkette, lausend Hände strecken sich dem Führer entgegen und unter einem Regenfall von B!u- ; irren, immer wieder in den Straßen und aus s den Häusern enthusiastisch begrüßt, suchen, wir mühevoll die freie Fahrt zur Landstraße, Auf den 16 Plätzen der schwankenden Kabine der v. 2600 sitzen wir wieder, wie wir schon damals saßen, als sich der Wahlkampf noch unter anderen Bedingungen abspielte. Damals, im Juli 1931, oder im November oder im Februar oder früher noch.
: Rechts auf dem ersten Platz sitzt wie immer der Führer Er hat seinen Kopf auf ein kleines Kissen gelehnt, das man ihm fürsorglich unterschob. Seine Beine hat man in eine Decke gehüllt, denn es ist bitter kalt, bis die elektrische Heizung die Kabine durchgewärmt hat. In dem Gepäcknetz türmen sich Blumensträuße bis an die Decke. So begleiten Adolf Hitler noch Dutzende von Blumengrüßen der hinter uns liegenden Stadt. Unzählige Auldigungsbriefe liegen in der Kabine. Da schreibt einer: „Unserem Führer und Retter Deutschlands als äußeres Zeichen der Liebe und Treue und des unbedingten Vertrauens dieses kleine Büchlein. Gott mit Dir und Deinem Werke!" Jeder neue Brief, den wir öffnen, ist eine weitere Dankesadresse.
Die v 2600 hat sich fast unmerklich auf 3000 Meter geschraubt. Das weite Land hat sich der Sicht entzogen. Wenn sich in den wie ein Schneefeld daliegenden Wolken eine Lücke zeigt, sehen wir tief unter uns herbstliche Felder und Bauernhäuser liegen. Unvergeßliche Erlebnisse des Höhenfluges.
Der Führer hat sich jetzt von seinem alten treuen Begleiter Schaub die neuesten Zeitungen geben lasten, Er liest den „Völkischen Beobachter". Dann läßt er sich vom Reichs- pressechef die letzten Prestestimmen vortragen. Neben dem Führer sitzt sein Adjutant Stenge r, der unseren alten Freund, den Adjutanten des Führers, Oberleutnant Brückner, vertritt. Ich frage SS:-Gruppenführer Dietrich nach dem Befinden Brückners und höre zu meiner Freude, daß er sich von seinem Autounfall gut erholt hat. aber den Anstrengungen dieses Fluges noch nicht gewachsen ist. Der Führer blättert in einer großen Landkarte und verfolgt die Flugroute.
Vom Piloten wird ein Zettel durchgereicht, in 10 Minuten werden wir landen. Langsam senkt sich der Riesenvogel, jetzt sind wir nur noch in 1500 Meter Höhe, dann 1200 Meter, wir'durchstoßen das weiße Wolkenaebilde und sehen Dorf an Dorf, alles scheint, ausgestorben. Nimmt man aber demFernstecher, stehen überall winzige Menschlein und jubeln uns zu. ,
Der Apparat senkt sich auf 500 Meter, 300 — 200 — 170 — der Flug, der mittags um 12.40 Uhr begonnen hat, nähert sich seinem Ende. Die v 2600 legt sich schräg auf ihre Tragflächen. So stoßen wir auf das Rollfeld Hangelar hinab. Kurzer herzlicher Empfang. Wieder Fahnen, Jubel. Dann kurze Ruhepause in der schönen Stadt Godesberg. Ein unvergeßliches Erlebnis. Und dann am Abend sausen wir über die Landstraße nach Köln.
100 000 warten stürmisch auf den Führer. Adolf Hitler zieht aufs neue in die alte Stadt am Rhein ein. Die Mastenkundgebung in den Messehallen ist eröffnet. Der Führer hat das Wort zum 12. November.
Köln, 26. Oktober 1933.
150 000 Rheinländer stimmten dem Führer begeistert zu, als er in der Rede in der Messehalle erneut den Versailler Vertrag und seinen Geist in scharfen Worten anklagte sowie seine folgenschweren Auswirkungen nicht nur für das deutsche Volk, sondern auch für die ganze Well aufzeigte. Dieser Vertrag, der zu einem Instrument des Friedens und der Verständigung bestimmt war, sei zu einem Instrument der Zwietracht und zu einer Quelle ewigen Streites geworden. Er habe wirtschaftlich und politisch das Gegenteil von dem gebracht, was die
Geschichte werde uns einst nicht beftreiten können, daß wir mutig an unsere Aufgaben her- angegangen seien, unsere Versprechungen gehalten und mehr eingelöst haben als in acht Monaten eingelöst werden sollte. Ueber sechs Millionen Arbeitslose habe er damals übernommen. Auf 3,8 Millionen seien sie nach kaum siebenmonatiger Tätigkeit gesunken.
Der Führer legte im einzelnen dar, welch gewaltiger politischer und w irisch östlicher Kampf bereits durchgeführt sei und daß er, um den Fluch der Arbeitslosigkeit zu beseitigen, immer wieder zu neuen Angriffen
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Gewaltige Treuekundgebung für Hitler Der Führer mit Reichspropagandaminister Dr. Goebbels und seinem Stellvertreter, Rudolf Heß, während der Kundgebung im Berliner Sportpalast.
Völker berechtigt waren von ihm zu erwarten. Er sei ein Weäzeug geworden für jene, die sich als vorberechtigt fühlten und andere als zweir- berechtigt betrachten. Nicht Frieden sei eingekehrt, sondern U n s'i ch erheit. Nicht Abrüstung sei eingekehrt, sondern gegenseitiges Wettrüsten der anderen. Nicht Vertrauen, sondern Mißtrauen und Zweifel wohin wir blickten Vergeblich, warte Deutschland seit 13 Jahren auf die Einlösung der Verpflichtung der anderen. Wer bedrohe die anderen Mächte? Eta wir? Und mit was denn?
„Wir können sie nicht bedrohen und wir haben sie nicht bedroht." (Starker Beifall).
Der Führer sprach über Ausgangspunkt unk Werden der Bewegung, die ihren Ursprung im Protest, gegen diese verhängnisvolle Entwicklung habe, die man schon damals voraussehen konnte. Und wenn ihn jemand frage, warum er diese Bewegung gegründet, wer ihm den Auftrag und das Recht dazu gegeben habe, so, müsse er antworten: „Den Auftrag habe ich mir selbst gegeben und das Recht nehme ich mir aus der Erkenntnis der kommenden Not."
Es sei das Programm der Bewegung gewesen, alle Schwächen zu beseitigen, an denen das deutsche Volk zu Grunde zu gehen drohte. Für dieses, Programm seien wir einen Weg gegangen, der nicht immer von der Sonne beschienen gewesen sei, einen steilen Weg bis zum Besitze der Macht. Aber er habe die Auffassung,
man werde nicht Kanzler um der Ernennungsurkunde willen, sondern um das Ziel zu erreichen, das man versprochen habe. Die Verwirklichung dieses Programms habe man in den acht Monaten zielbewußt in Angriff genommen. Die Aufgabe, unser Volk vom Bruderkrieg zu befreien, sei gelöst.
Die Parteien sind überwunden.
Unter tosendem Beifall der Massen rief der Führer aus: „Wenn heute in Deutschland noch jemand meint, es könnte die Zeit dieses Streites wiederkehren, nein! Sie wird nicht mehr wiederkehren. Die Parteien sind nicht geschlagen, sondern sie sind überwunden. Diejenigen, die guten Willens sind, wollen wir haben, diejenigen, die keinen Frieden wünschen, wollen wir beseitigen!"
Die Autorität des Reiches sei gestärkt worden, so daß an seiner Einhei tniemand mehr zweifeln und. rühren könne.. Gewaltige Arbeiten seien begonnen und zum Teil bereits durchgeführt. Die
übergehen werde. Insbesondere sprach er unter stärkstem Beisall der Rheinländer von seinem Kwnps gegen die Zersetzung der Relrgioni Es sei gelungen, Tauende und Abertausende von Priestern aus der Politik zu ziehen und wieder in die Kirche zurückzuführen, ein Ergebnis, das viele vor wenigen Monaten noch als unmöglich angesehen hätten. Wir hätten gearbeitet, das Volk im Innern wieder zusammengefügt zu einer Ncttion. ' Sei es etwa eine-Bedrohung der Welt, wenn ein Volk seine Arbeitslosigkeit bese ti-gt, sei es eine Bedrohung der Welt, wenn ein Volk seinen inneren Frieden herstellt, es von seinen Lasten befreit und: seine, Wirtschaft wieder in Gang bringt? Dieselben Völker, deren Presse schreibt, daß sie sich von Deutschland bedroht fühlten, hätten kein Verständnis dafür, daß sich Deutschland mit Recht bedroht fühlen müsse, wenn in anderen Ländern solche Ter- leumdungsfeidzüge. gegen Deutschland möglich seien, wie wir. sie heute erlebten.
Er frag«, ob in einem anderen Staate eine Bewegung, die 11 Jahre lang so Vers lpt werden konnte, wie d-r N tienastozia rSmus in Deutschland, nach ihr-m Si ge so mäß'g gewesen sein w rde, wie wir es gewesen seien.
Der Führer erinnerte daran, daß es auch eine internationale Verpflichtung zu gegenseitiger Achtung der Völker geb«. Wie sei es möglich, daß solch ungeheure Lügen, wie sie das Braun buch enthalte, eine derartige Gerichtskomödie, wie man sie im Auslande aufgeführt habe, hatte geduldet wer
den können? Wenn man uns heute die Einlösung des Abrüstungsverjprechensvorenthalte mit der Begründung, man könne im Augenblick kein Vertrauen zu Deutschland haben, dann müsse er erwidern, daß man doch zu früheren deutschen Regierungen hätte die;es Vertrauen haben mästen, um schon längst mit der Abrüstung zu beginnen.
Deutschland wolle den Frieden, denn es habe so viel an Arbeit vor sich, daß es überhaupt an nichts anderes denken könne als an den Frieden.
Weil man aber in der Welt sage, die deutsche Regierung wolle vielleicht den Frieden, nicht aber das deutsche Volk, darum habe er sich entschlossen, noch einmal an das deutsche Voll selbst zu appellieren. Ich habe es nicht getan für mich, denn die Regierung sitzt fest im Sattel. (Lang anhaltender Beifall.) Ich habe meine Gegner nicht gefürchtet, als ich keine Macht besaß, ich fürchte sie auch heute nicht. (Erneuter stürmischer Beifall.)
Menschen werden uns nicht aus unseres Stellung entfernen
Die Welt muß wissen, daß, wenn ich erkläre, wir wollen den Frieden und die Versöhnung auch mit unseren früheren Gegnern, daß ganze deutsche Volk gewillt und bereit ist, diese Politik des Friedens als seine Politik zu bezeichnen. Die Welt muß aber auch wissen, wenn ich erkläre, ich lasse mir keine unwürdigen Verträge auferlegen, ich unterschreibe sie nicht, ich laße mich und das deutsche Volk nicht unwürdig behandeln, daß dann auch das ganze deutsche Volk diese Ueberzeugung hat. (Beifall.) Die Welt muß wissen, daß meine Friedensliebe die Friedenssehnsucht des ganzen deutschen Volkes ist, daß aber meine Ehranssassung auch der Ehrbegriff des ganzen Volkes ist, daß wir niemals mehr bereit find» uns als zweitklassige, als rechtlose Nation an Abmachungen zu beteiligen. (Stürmischer Beis.)
Nicht sür mich braucht ihr zur Wahlurne zu gehen, sondern sür euch selbst. Nicht ich brauche gestützt zu werden, ich bin stark und fest genug, euer Reich müßt ihr stützen. (Stärkster Beifall.) Ich werde nicht schwanken, sondern der Wett sollt ihr zeigen, daß das deutsche Volk nicht mehr wankelmütig ist. (Lebhafte Zustimmung.) Am 12. November werden Sie Bekenntnis ablegen sür Deutschland, für unsere Ehre, für unser gleiches Recht und damit am Ende auch sür einen wirklichen und dauerhaften Frieden der Wett. (Nicht endcnwollender Beifall.)
Kaum zu beschreiben ist der Sturm der Begeisterung, der sich erhob, als der Führer gegen 21.30 Uhr seine Ausführungen schloß. Begeistert stimmte die Menge in das dreifache Sieg-Heil ein, das Gauleiter Staatsral Grohe auf das deutsche Vaterland ausbrachte und sang in tiefer Ergriffenheit das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied. Spontan klang, sodann durch die Riesenhalle das Lied des Rheines „Es braust ein Ruf wie Donnerhall".
Nur langsam leerten sich die riesigen Hallen, traten die aber Tausende von Menschen, ergriffen von dem großen Erlebnis, den Heimweg an.
Nicht, allein Köln hat am heutigen Donnerstag ein uneingeschränktes Bekenntnis zum Führen abgelegt. Nein! Die ganze Westmark war Zeuge dieser gewaltigen Kundgebung. Der Westdeutsch. Rundfunk hatte die liebertrag! ng übernommen und überall in den Dörfern und Städten der Westmark waren in den großen Sälen die Massen versammelt, um wenigstens auf dies. Weise mit teil zu haben an der gewaltigen Kundgebung.
Neuer Dölkerbundskonimlsfar in Danzig
Genf, 26. Oktober
Der Dölkerbundsrat hat am Donnerstag in seiner außerordentlichen nichtöffentlichen Sitzung einstimmig aus Vorschlag des Ratspräsidenten Amador (Panama) den bisherigen ständigen Vertreter Irlands beim Völkerbund, Lest er, zum Hohen Kommissär des Völkerbundes in Danzig aus drei Jahre gewählt.
Der neue Kommissar tritt sein Ami am 14. Januar 1934 an.
Der neue Völkerbundssekretär in Danzig Sean
im
Lestei ist im Jahre 1882 geboren. Er trat .... Jahre IMS in die Sinnfeiner-Partei ein und nahm besonders als Journalist an den politischen Kämpfen.teil, die sich in Irland bis zur Gründung des Freistaates im Jahre 1922 abspielten. Von da an gehörte er dem irländischen Außenministerrum an und wurde im Jahre 1929 ständiger Vertreter Irlands beim Völkerbund. In dieser Eigenschaft hat er sein Land in der Völkerbundsversammlung und im Rate vertreten. In der letzten Zeit ist Lester wiederholt als Beauftragter des Völkerbundsrates in den s.idamerikanlschen Wirren hervorgetreten. Zuletzt hatte er >m Völkerbundsrat Vir Berichterstattung über die Minderheitenfrage.
^lstiorr und keßr'erunß sind ein5
Von Kurt leegs.
B r e m e n, den 27. Oktober.
Seit einigen Tagen steht das deutsche Volk wieder mitten im Wahlkampf. Viele Wahlschlachten haben wir in den letzten Jahren erlebt. Diesmal hat die Regierung zum Volksentscheid aufgerufen und bedient sich somit eines Mittels, das auch den mannigfachen Kabinetten der letzten 14 Jahre auf Grund der Weimarer Verfassung zur Verfügung gestanden hat Aus begreiflichen Gründen und aus der Sorge um den weiteren Besitz der Ministersessel sind die marxistischen Regierungen jedoch ängstlich bemüht gewesen, die wahre Stimmung des Volkes nicht kennen zu lernen und nicht laut werden zu lassen. Die Niederlage wäre ja auch zu groß geworden.
Wenn heute die nationalsozialistische Regierung das Volk befragl, ob es gewillt ist, sich geschloffen hinter die Staatsführung zu stellen und einmütig den sowohl innen- wie auch außenpolitisch eingeschlagenen Weg zu gehen, so geht daraus klar und eindeutig hervor, daß es sich bei diesem Wahlkampf nicht um die Wünsche einzelner Interessengruppen, nicht um Parteien und Mandate, nicht um das Wohl und Wehe einer Regierung, die jeden Augenblick gestürzt werden könnte, handelt, sondern daß diese Wahlschlacht für den 12. November zu den entscheidendsten und schicksalsschwersten gehört, die das deutsche Volk je erlebt haben wird. Am 12. November wird die deutsche Nation durch das Wahl- ergebnis der Welt gegenüber ihr ehrliches und offenes BekenntniszumFrieden ablegen.
Und mit diesem stellt sich das ganze seinen Führer und ihm für die Ehre berechtigung der Nation.
Als die deutsche Regierung am 14. Oktober ihren Entschluß bekanntgab, aus dem Völkerbund auszutreten und gleichzeitig die Abrüstungskonferenz zu verlassen, da war die Ankündigung des Führers in seiner großen Friedensrede im Reichstag wahrgemacht worden, als er dem Sinne nach sagte: „Wenn man uns 65-Millionen-Nation auf den internationalen Konferenzen weiter als zweitklassig betrachtet und uns die Gleichberechtigung versagt, so werden wir diesen internationalen Konferenzen den Rücken drehen." Deutschland hat in den letzten 14 Jahren die feste Zuversicht und den Glauben gehabt, daß der aus dem Weltkriege zurückgebliebene Haß der Völker, der „Sieger-
Bekenntnis Volk hinter kämpft mit und Gleich-
Hitlers Kampf ist der Kampf um den wirklichen Frieden der Welt!
staaten", gegenüber Deutschland langsam verfliegen wurde. Es hatte ferner die Hoffnung, daß die Welt angesichts der totalen und. wie Adolf Hitler in seiner Sportpalastrede am Dienstagabend sagte, fast s e l b st m ö r d e lisch enDurchführungderAbrü st ung nunmehr auch dazu übergehen würde, sich die vom Präsidenten Wilson dem deutschen Volke gegenüber gemachten Zusicherungen zu eigen zu machen und ebenfalls mit der Abrüstung zu beginnen. Denn es ist ja ausdrücklich im Vertrag von Versailles festgelegt, daß die Abrüstung Deutschlands nur eine Vorstufe zur Abrüstung der übrigen Staaten sein soll.
Deutschland hat mit seinem guten Glauben eine bittere Enttäuschung in Kauf nehmen müssen. Es war abgerüstet, und die übrigen Rationen dachten gar nicht daran, ihre Rüstungen einzuschränken, ja, im Gegenteil, während man in Genf vom ^Abrüsten" sprach, rüstete man zu Haus gewaltig aus Eine Demütigung nach der anderen mußte die deutsche Nation im Völkerbund und auf der Abrüstungskonserenz hinnehmen und wurde so als zweitklassige Nation angesehen, mit der man sich wohl an einen Tisch setzte, deren Argumente — und waren sie auch noch so beweiskräftig wie nur irgend etwas — nicht gehört werden wollten. Angesichts dieses demütigenden und sür ein 65 - Mitlionen-Volk unwürdig:« Zu- ,tandes erfolgte der Austritt Deutschlands rus dem Völkerbund und der Weggang von ver Abrüstungskonferenz.
An diesen Entschluß Deutschlands werden die tollsten Gerüchte geknüpft, Gerüchte, die jeder Grund'nge entbehren und die nur dafür ein Beweis ?nd, daß man sich im Auslande noch nicht üoer das Ziel und den Weg der neuen deutschen Staatsfllhrung im klaren ist.
Deutschland will keinen Krieg, es verabscheut ihn und will einzig u n d a l le in den Frieden, nicht