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Bremen, Dsnnerslm, 26. Oktober 1933 Einzelpreis 15 Bis.
Anzeigen: hiesige die 14 gespaltene -um-Zeile RM, 013, auswärts RM. 017; im Texlteil RM 0 75. auswärts RM, i.—; Stellengesuche RM 0,06; Familieuanzeigen Stellenangebote und Wohnungsmarkl RM, 003; sonstige kleine private Anzeigen bis zu 20 mm bei Vorauszahlung lohne Rabatt! RM 0,08 Platzvor'chrislen ohne Verbindlichkeit. Anzeigen» schlich 16 Uhr, Bei Betriebsstörung, Streik, Verbot u- s, w. hat der Bezieher keinen Anspruch auf die Rückzahlung des Bezugspreises.
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Das niederjächslsche Volk steht treu zum Führer des neuen Deutschlands
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Don unserem an der Deutschlandfahrt teilnehmende» Sonderberichterstatter Pg. Seehofer
Hannover, 28. Oktober.
Während auf dem vernebelten Flughafen Hannover, der traurig im Regen des üblen Oktoberwetters daliegt, taufende erwartungsvoller Männer und Frauen die Ankunft der dreimotorigen Junkersmaschine, die verab- redungsgemäß den Führer bringen soll, erwarten, läuft der fahrplanmäßige b'v 22 pünktlich wie an allen Tagen um 7.09 Uhr in die Bahnhofshalle ein. Mit diesem Zug kommt UrrcFührer aus Berlin als unerwarteter Reife- gast: Aber wie man sagt, daß viele Menschen das Gras wachsen hören, so geschah hier etwas Unerwartetes. Tausende standen auf dem Bahnhof, tausende auf den Straßen, ein phantastische r A n b l i ck. Blumensträuße fliegen, Kinderhände recken sich empor. Ungeheurer Jubel, Brausende Heilrufe, aber in 40 Sekunden ist alles schnell vorbei. Der Führer im grauen Mantel geht durch die Sperre, Der Schaffner vergißt vor Erstaunen nach der Fahrkarte zu fragen.
Dann begrüßt Oberpräsident Lutze und der Gauleiter von Hannover, Schmalz, den Führer. Es geht dann zum Empfang ins Ober- präsidium, wo noch eine halbstündige wichtige Besprechung stattfindet.
Nebel verhindert den Flug nach Hannover
Es ist anders gekommen, als vorgesehen war. Die riesige „v 2600" stand schon wieder mit pochenden Motoren um 3.43 Uhr auf dem Rollfeld Berlin—Tempelhof startbereit. 3.46 kam der Führer,
Eine kurze Meldung. Flugkapitän Baur meldet: „Schwerer Nebel über Norddeutschland, in einer Stunde werden wir nicht mehr im Flughafen Hannover landen können!" Noch eine Rückfrage: „Eeht's nicht?" — „Nein, es geht nicht!" — „Also dann zum Bahnhof Zoologischer Garten! Wir fahren 4.08 Uhr mit dem V-Zug nach Hannover.
Der v-Zug 22 hat sein großes Erlebnis. Jeder Reisende muß sich wenigstens einmal an dem Abteil des Führers vorbeidrängen und nach Möglichkeit: „Heil Hitler!" gerufen haben, Der Führer liest indessen die Berliner Abendzeitungen, hat dann eine Unterredung mit Minister Ruft, später mit dem Reichspressechef Dr Dietrich über das Echo der großen Rede !m Berliner Sportpalast.
Viele Reisende versuchen eine Unterschrist zu erhalten, andere aber glauben gar nicht, daß der Führer im Zug ist und müssen sich auf alle Fälle überzeugen, und alle sind restlos begeistert.
>r Führer spricht in der Kuppelhalle der otstadt Niedersachsens. Diese Halle faßt Menschen, aber über 70 000 kommen und n Adolf Hitler in den großen, geschützten enzelten auf dem Welfenplatz. ^a, es en wohl 100 000 gewesen sein. die in und ven großen Leinwandbauten standen und Führer hörten.
n kurzer Rückblick auf die Entwicklung der eguna in Hannover. Die Teilnehmerzahl en Kundgebungen in Hannover laßt Ruck- sse zu- Im Jahre 1926 sprach der :er zum ersten Male in der Kuppelhalle, elben Raum, in dem er diesmal wieder -ochen hat. Damals schon war die Halle os gefüllt. Im Frühjahr 1928 rten schon 13 000 herbei. Im Februar 2 fand eine Kundgebung in der Aus- inqshalle. in der Kuppelhalle und in den n Feldbauten statt. 33 000 Menschen — >b selbst die feindliche Presse. Im Juli 2 fand eine riesige Kundgebung mit an- rnd 100 000 Menschen statt. Heute ist es erste Mal.-daß der Führer nach der Macht- -ifung in Hannover spricht. Ueber 100 000 schen sind trotz des regnerischen Wetters
Nach Berlin also Hannover, und nun geht es weiter nach dem Westen des Reiches, zur
Hunderttausend jubeln dem Führer in Hannover zu
Hannover, 25. Oktober.
Gegen 20.15 Uhr traf der Kanzler, in dessen Gefolge sich der preußische Kultusminister Rust, Oberpräsident und Obergruppenführer Staatsrat Lutze und Gauleiter-Stellvertreter Schmalz befanden, bei der Stadthalle ein und schritt unter den Klängen des Badenweiler Marsches zum Podium, wo sich die gesamte Gauleitung und der braunschweigische Ministerpräsident Klagges versammelt hatten. Die Fahnen marschierten ein und nahmen im Hintergrund der Bühne Aufstellung. Und nun bot sich dem Auge ein unge- mein malerisches Bild: vor dem schimmernden Rat der Fahnen- das-: syMsWsche-: Braun- der SA. Dann trat
Kultusminstier Rüst zu einer kurzen Ansprache vor:
„Voll tiefer Bewegpng," sagte er, zum Führer gewandt, „grüßen wir alten Kämpfer Sie in der Hauptstadt Niedersachsens zum erstenmal, seit Sie als Kanzler des Deutschen Reiches die Geschicke des deutschen Volkes in treue Obhut genommen haben. Das Volk von Niedersachsen ist Ihrem Wege gefolgt. Nun kommen Sie abermals und sprechen zu Ihren Deutschen, nicht mehr, um zur Einheit zu rufen. Sie verlangen das Zeugnis vor aller Welt, daß Ihre Deutschen sich von, JHnennicht mehr trennen wollen. (Tosender Beifall.) Es gilt nicht mehr den Kamps Hakenkreuz gegen Sowjetstern, nicht mehr Nationalsozialismus gegen Marxismus. Sie haben mein niedersächsisches Volk gewonnen, und dieses hat am 12. November nichts anderes zu tun als sich für oder gegen Deutschland zu entscheiden.
Mein Führer! Die Niedersachsen sind langsam in Ihre Idee hineingewachsen, aber es bringt sie keine Macht der Welt aus dieser Weltanschauung und von Ihrer Fahne und Ihrer Gefolgschaft wieder heraus.
Dann nahm Adolf Hitler das Wort
Er legte einleitend die Gründe dar, die ihn verpflichteten, neuerdings an das deutsche Volk zu appellieren. Die Welt wolle nicht glauben, daß der Wille zum Kampf für unser Recht, für unsere Ehre, für unsere Freiheit, für den Frieden und damit für das tägliche Brot der Wille des ganzen deutschen Voltes sei. Die Welt, die kein Verständnis für unsere Arbeit habe, für unseren Friedenswillen, für unsere Bereitwilligkeit zur Versöhnung, solle sehen, daß wir nur Sprecher der deutschen Nation seien, und daß das deutsche Volk in allen diesen Forderungen hinter ihm stehe.
Der Führer geißelte in scharfen Worten den Versailler Vertrag mit seiner Verewigung von Siegern und Besiegten. Es sei zu allen Zeiten das Ergebnis des Krieges gewesen, daß ein Teil als Siöger und der andere als Besiegter aus ihm hervorging. Wo wäre die Welt hingekommen, wenn das Ergebnis dieses Waffenkampfes die Grundlage der Verurteilung der Werte der Völker für unabsehbare Zeiten geworden wäre? (Sehr richtig, stürmischer Beifall.) Wo wäre die Welt hingekommen, wenn daraus die Völker das Recht abgeleitet hätten, für immer und ewig die Unterlegenen alsVölker z w e i t e r K l a s s e, zweiten', Ranges, zweiten Rechtes, ja: zweiten
Wahlkundgebung in der rheinischen Metropole Köln. Die Ausstellungshallen sind gerüstet und das Rheinland wartet freudig auf den Führer.
Faßt man diese erhebenden Eindrücke in Hannover noch einmal zusammen, obwohl sich vas Räderwerk des Wahlkampfes in dem Augenblick, in dem diese Zeilen gelesen weisen. schon wieder ein großes Stück weiter- gedreht hat, so kann man unbedenklich feststellen.- daß Niedersachsen der Be- wegung restlos gehört.
Lebensrechtes festzunageln und in dieser Stellung dann zu halten?
Die Welt hätte überhaupt keinen Frieden mehr erleben können.
Es würde ein ewiger Haß die Menschen beherrschen, denn keine Nation würde sich auf die Dauer diese diskriminierende Behandlung bieten lassen können. Der Sieger wird schließlich erfüllt sein von Unsicherheit über die inneren Gefühle des Besiegten, und damit wird keine Ruhe kommen und kein Frieden mehr einkehren, kein Gleichgewicht der Kräfte mehr geschaffen werden.
Der Führer zeigte die grauenhaften* Wirkun g e n auf, die diese weltpolitische Einstellung für das deutsche Volk gehabt hat, und die politischen Konsequenzen, zu denen sie letzten Endes hätten führen müssen. Er warf einen Rückblick auf den eigenen heroischen Kampf der letzten 14 Jahre, der vom ersten Tage an sich gegen diese verantwortungslose Politik aufgelehnt habe und nur dem deutschen Volke geben wolle, was notwendig sei für seine Zukunft. Was wir 14 Jahre lang als Programm verkündet, sei heute Gebot und Pflicht.
In den letzten acht Monaten seien umwälzende Gedanken verwirklicht worden. In den letzten acht Monaten habe die nationalsozialistische Regierung unentwegt gekämpft für die Einheit des deutschen Volkes, das nichts als Ruhe wolle, damit es arbeiten könne. Was habe Deutschland in diesen Monaten der anderen Welt getan, woraus rechtfertige sich ihre Haltung gegen Deutschland? Haben wir sie beleidigt oder angegriffen? Haben wir sie verletzt, beschmutzt? Was'taten wir ihnen? Nichts! Im Gegenteil, wir haben nur für unser Volk gearbeitet und wollten ihnen die Hand reichen, aber die andere Welt, sie hat kein Verständnis dafür.
Das einzige, was wir wünschen müssen, ist, daß die Welt sich einmal überlegt» daß nicht nur
Paris, 25. Oktober.
Staatspräsident Lebrnn hat am Mittwoch nachmittag den bisherigen Kriegsmarineminister im Kabinett Daladier, Albert Sarraut, mit der Bildung des Kabinetts beauftragt. Senator Sarraut hat sich bereit erklärt, das neue Kabinett zu bilden.
Das voraussichtliche Kabinett
Die radikalsozialistischen Abgeordneten und Senatoren sind Mittwoch nachmittag zu einer kurzen Sitzung zusammengetreten und haben in einer Entschließung ihrem mit der Regierungsbildung beauftragten Parteigenossen Sarraut ihrer voll st en Sympathie versichert, eine eingehende Stellungnahme sich aber bis zur Bekanntgabe der endgültigen Ministerliste vorbehalten. Am Donnerstag früh wird Sarraut vor den radikalsozialistischen Parlamentariern sein Programm entwickeln.
In den späten Abendstunden wird folgende Mi- nisterliste in parlamentarischen Kreisen als aussichtsreich bezeichnet:
Sarraut, Ministerpräsident und Außenminister Chautcmps, Innenminister Daladier. Kriegsminister Senator Steeg, Unterrichtsministcr Senator Varthou, Kriegsmarineminister Senator Laoal, öffentliche Arbeiten Dalimier, Kolonialminister Pietri, Haushaltsminister Bonnet, Finanzminister.
sie eine Ehre hat, nicht nur England und Frankreich eine Ehre haben, sondern auch wir. (Stürmischer Beifall).
Ist es nicht einfach beschämend, daß in der Welt ein Pamphlet erscheinen kann, das sich als Braunbuch bezeichnet, jode Seite erlogen und erfunden, und daß wir nun gezwungen sind. durch das höchste Gericht in Deutschland Seite um Seite dieses Braunbuches durch zahllose Zeugen zu entkräften? Die Welt hat kein Verständnis dafür, daß es nicht fair ist, ein Volk. das sich nicht wehren kann, in dieser Weise beschimpfen zu lassen (Beifall), daß es nicht fair ist, eine Nation zu diskriminieren, bloß deshalb, weil sie einmal im Kampfe unterlegen ist. Bisher glaubte ich immer, daß man den tapferen Soldaten an dem Moment, wo er kapituliert, militärische Ehre erweist. Die Welt hat eine andere Auffassung.
Wenn man diese Behandlung Deutschlands fortsetze und glaube, dem deutschen Volk damit etwa auch in den Konferenzsälen entgegentreten zu können, dann müsse er allerdings sagen, daß die Welt das deutsche Volk von jetzt nicht richtig begreife.
Lieder den Haß als die Schande
Ich habe mich in meinem ganzen Leben in keine illustre Gesellschaft hineingedrängt, von der ich annehmen konnte, daß ich nicht erwünscht bin und sie mich nicht als gleichberechtigt ansieht, und ich möchte nicht, daß das deutsche Volk eine andere Meinung als Ausdruck seines politischen Charakters wählt. (Stürmischer Beifall). So lange wir das deutsche Volk führen werden, werden wir uns bemühen, vom deutschen Volke ein Bild zu entwerfen, dessen der einzelne Deutschesich nicht zu schämen hat. Lieber nehme ich den Haß auf mich als die Schande."
Der Führer behandelte sodann in eindrucksvoller Weise die Argumente, auf Grund deren man uns sachlich die Gleichberechtigung versagt
Diese Kombination würde sich auf rund 360 Stimmen in der Kammer stützen können, die von den Neusozialisten bis einschließlich der Truppe Flandin reichen würden.
Beim Verlassen des Elyftes erklärte Sarraut, er habe sich die endgültige Antwort vorbehalten, bis er mit seinen politischen Freunden und den Führern der verschiedenen Kammer- und Senatsgruppen Fühlung genommen habe Er werde keine Zeit verlieren beabsichtige aber auch nicht, einen Schnelligkeitsrekord aufzustellen. Seine Besprechungen werde er auf breitester Grundlage führen, denn die Lage müsse endgültig geklärt werden.
Sarraut wird in den Abendstunden ins Elyse? zurückkehren, um dem Senatspräsidenten Lebrnn seine endgültige Antwort zu übermitteln Er hat sich zunächst zu den Präsidenten des Senats und der Kammer begeben, um die politische Lage zu besprechen.
Mit der Beauftragung Albert Sarrauts mit der Regierungsbildung dürfte die augenblickliche Krise abgeschlossen sein. Obgleich der bisherige Kriegsmarineminister sich seine endgültige Entscheidung vorbehalten hat. um mit seinen politischen Freunden Fühlung nehmen zu können, rechnet man in parlamentarischen und politischen Kreisen fest damit, daß es ihm gelingen werde, ein lebensfähiges Kabinett zusammenzubringen. Es ist noch nicht abzusehen, ob es sich um eine ausgcsprcchene Konzentration oder um eine Kombination handeln wird, die sich unter Ausschluß der Soziali st en ein wenig nach der Mitte hin ausdehnen und einem Programm folgen würde, dem auch der linke Flügel der Rechten zustimmen könnte. Die Entwicklung ist im wesentlichen von den Verhandlungen abhängig, die noch im Gange sind.
Albert Sarraut bildet das französische Kabinett
und uns die Wrüstungsverpflichtungen nicht einlöst, auf die wir ein Recht haben. Die Welt fühle sich bedroht durch unsere Viererkolonneu, aber Deutschland solle sich nicht bedroht fühlen durch Riesenarmeen, durch Zehntausend von Kanonen, von Tanks und Flugzeugen. Wenn man sage, das deutsche Volk habe nicht den Geist des Friedens, dann rufe er die Welt selbst zum Zeugen auf, ob wir in den acht Monaten der nationalsozialistischen Herrschaft etwas anderes getan hätten, als Frieden und Verständigung zu predigen.
„Ich habe der Welt öfter als einmal feierlich versichert, daß wir aufrichtig die Verständigung wünschen, daß wir aufrichtig mit den anderen Völkern zusammengehen wollen. An dieser Versicherung wird sich nie etwas ändern, denn ich halte jeden Krieg für Europa für einen Wahnsinn.
Er führt zur gegenseitigen Zerfleischung, ohne daß er Wesentliches mehr ändern kann. „Welchen Beweis solle man denn noch für unsere Friedensliebe geben?" Wenn Ihr, meine Volksgenossen, mich fragt, was sollen wir denn eigentlich noch tun, dann kann ich nur wiederholen, was wir tun sollen und müssen:
Wir müssen uns zu unserem Rechte bekennen, unsere Ehre wahrnehmen, hart sei« und nicht zurückweichen. Das müssen wir tun. (Beifall). An unsere Ehre lassen wir für die Zukunft nun nicht mehr rühren, und wenn die Welt uns irgendwo sehen will, dann muß sie uns als gleichberechtigt anerkennen. Und wen» sie uns nicht als gleichberechtigt anerkennt, dann tut es uns leid, dann werden wir uns zurückziehen.
Ich habe das angekündigt, ich habe in meiner Rede im Mai bereits erklärt: Wenn die Welt, wenn die anderen Nationen uns die Gleichberechtigung verweigern, uns neuerdings diskriminieren und heruntersetzen, dann würde es uns auch unmöglich sein, als diskriminierte und zweitklassige Nation noch weiterhin dem Völkerbünde anzugehören. Wir ertragen nicht, daß alle von Sicherheit reden und nur ein Volk ohne jede Sicherheit sein soll, nämlich unser Volk. Und wenn die Welt glaubt, uns das diktieren zu können, dann, meine Herren, ohne meineUnter- schrift und ohne die Unterschrift des deutschen Volkes. Dann müßt ihr bekennen, daß ihr mit Gewalt das Recht gebeugt habt. Die Welt soll wissen:
Wir möchten nicht verwechselt werden mit jenen, die früher in Deutschland regierten. (Beifall.) Bei ihnen konnte man hoffen, durch Methoden der Vergewaltianng am Ende immer den Umfall herbeizuführen. Ich kann versichern, daß das bei uns ausgeschlossen ist. (Beifall.) Ich habe mich nicht unterworfen, habe bisher nie kapituliert und gedenke es, so lange ich lebe. nicht zu tun.
Der Führer schloß seine Rede mit dem Bekenntnis: „Ich habe das Vertrauen, daß das deutsche Volk in dieser Stunde seine geschichtliche Aufgabe erkennt und daß es sich wie ein Mann zu sich selbst bekennen wird. Zu meinem Schutz und zu meinem Schirm brauche ich keine neue Volksabstimmung. Diesmal appelliere ich an Sie, daß Sie Ihre Pflicht erfüllen für sich selbst, für Ihre Kinder und damit für die Zukunft, daß Sie den Mut haben, lieber selbst Drangsal auf sich zu nehmen alS unsere gesamte Zukunft preiszugeben. Treten Sie ein für unser Volk, treten Sie ein für Deutschland!" (Lang anhaltender, stürmischer Beifall).
Nach der Kundgebung im Kuppelsaal der Itadthalle begab sich der Führer in Begleitung von Minister Rüst zu dem Zeltbau auf dem Welfenplatz, wo die Begeisterung der dort versammelten Hunderttausende bei seinem Erscheinen keine Grenzen kannte. Minister Rüst wies darauf hin, daß uns in Adolf Hitler der Führer entstanden sei, der es zustandegebracht habe, alle sozialen Schichten zu einem Volk zu vereinen. Dann sprach der Führer selbst aucb zu den dort Versammelten und betonte noch einmal die Hauptgedanken, die er in seiner großen Ansprache in der Stadthalle hervorgehoben hatte.