Ausgabe 
(8.10.1933) Nr. 271
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Nr. 271 Jahrgang 1933

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Veemen. Eon^tag. 8. Oktober 1933 Einzelpeers 15 Via.

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vttmematioMlsoriaWMe ZeitiMH

Das ArntUeke Organ des Senals der Frererr Lante^adl Bremen ^

Dimiteoffs und Vopoffs Verbindu ngen

zur Berlinek- KVD. erwiesen

Enge Beziehungen zwischen Münzenberg und den Bulgaren

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Leipzig, 7. Oktober.

Senatspräsident Dr. Bünger teilt in der letzten Verhandlung vor der Uebersiedelung des Senats in das Reichstagsgebäude nach Berlin, die am heutigen Sonnabend stattfindet, zunächst mit, daß die weitere Verhandlung am Dienstag im Reichstagsgebäude er­folgen wird. Der Senatspräsident gibt dann die Mitteilung des Verteidigers des Angeklagten D i. mi troff bekannt, wonach Dimitroff zu den gestrigen Vorfällen eine entschuldigende Erklä­rung abgeben will.

Dimitroff erhält das Wort und führt u. a. aus: Es find vielleicht gestern meine Worte miß­verstanden worden. Für mich ist es nicht so leicht, bei meiner Fremdsprache für alles richtige und treffend« Ausdrücke zu finden. Ich erkläre aber, daß es nicht meinrAbsicht ge­wesen ist, weder gestern noch früher jemand persönlich oder das Erricht und andere Behärden zu beleidigen. Ich brauche weder Sympathie noch brauche ich Gnade; ich brauche mich nur als Kommunist ver­teidigen zu können.

Vorsitzender: Das ist bisher in vollem Maße gewährt worden. Ich nehme davon Kennt­nis, daß Sie durch Ihre gestrige Erklärung nie­manden beleidigen wollten und daß, wenn es zu Beleidigungen gekommen ist — und das tst es — das auf Ihre mangelhafte Kenntnis der deutschen Sprache zurückzuführen ist.

Damit ist der Zwischenfall mit Dimitroff er­ledigt.

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^ Oberreichsanwalt Werner nimmt dann das Wort, um auf eine Unstimmigkeit in der Aussage des Angeklagten Torgler hinzu­weisen. Torgler hat bekanntlich in der Sitzung vom 4. Oktober erklärt, es hätte ihn am 27. Fe­bruar der Abgeordnete Flor in im Reichstag aufgesucht, weil er sich mit ihm über eine Ladung vor das Reichsgericht unterhalten wolle. Der Oberreichsanwalt hat aus den Akten fe st gestellt, daß die Mitteilung Flo- rins, wegen der Reichstagswahl nicht erscheinen zu können, bereits am 25. Februar durch den Verteidi­ger Rechtsanwalt Obuch beim Reichs­gericht eingelaufen ist. Daraufhin ist am 27. Februar der Termin bereits aufgehoben ge­wesen und am gleichen Tage wurde Florin tele­graphisch von der Aufhebung dieses Termins be­nachrichtigt. Der Oberreichsanwalt kommt dann zu dem Schluß, daß also am 27. ein Gespräch dieser Art zwischen Torgler und Florin gar nicht hat stattfinden können.

Demgegenüber bleibt der Angeklagte Torg­ler bei seiner Darstellung, nach der er behauptet, daß Florin ihn an diesem Tage im Reichstage aufgesucht hätte.

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Der Vorsitzende gibt dann zunächst einen zusammenfassenden Bericht des am Vortage in Abwesenheit Dimitroffs durchgeführten Teiles der Beweisaufnahme.

Landgerichtsdirektor Parisius erinnert daran, daß Dimitroff zugegeben hat, mit Mün­zenberg, dem bekannten kommunistischen Zei- tungsoerleger, zweimal zusammengekommen zu sein. Münzenberg selbst hält sich jetzt im Ausland auf und ist einer der Mitverfasser des berüchtig­ten ..Braunbuches". Er hat zuletzt in der früheren Wohnung Dr. Magnus Hirsch felds, In den Zelten Sa, gewohnt. In dieser Wohnung haben wiederholt Verhandlungen von Kommu­nisten stattgefunden. Die letzte war am 30. Ja­nuar. Die Wirtschafterin des Münzenberg, ein Fräulein Krüger, hat sich nun gemeldet und hat folgendes bekundet:

Damals, am 3ü. Januar, hätten sich etwa

12 bis 15 Personen in der Wohnung Mün-

zenvergs eingefunden. Als dke llevertra- gung der politischen Macht an Adolf Hit­ler bekannt wurde» hätten alle Besucher fluchtartig die Wohnung Münzenbergs verlassen. Frl. Krüger sind die Bilder der Angeklagten vorgelegt worden und sie hat erklärt, daß sie den Angeklagten Dimi- troff mit aller Bestimmtheit als einen der Gäste wiedererkannte. Die Wirtschafterin glaubt auch, daß der Angeklagte Popoff bei den Besprechungen in der Wohnung Münzenberg» mitgewirkt hat.

Es wird nun dem Angeklagten Dimitroff die Frage vorgelegt, ob er jemals in der Wohnung Münzenbergs an den Sitzungen teilgenommen habe. Dimitroff gibt zu, Münzenberg im Jahre 1931 kennengelernt zu haben. In dessen

Der nun folgende Verhandlungsabschnitt bringt eine Schilderung der Umstände, unter denen es zur Verhaftung der drei Bulgaren kam.

Der Oberkellner aus dem „Bayernhof" in der Potsdamerstraße teilte am 7. März der Polizei mit, daß im „Bayernhos" verdächtig erscheinende Personen verkehrten. Am S. März erfuhr die Po­lizei» daß die Verdächtigen zur Zeit im Lokal an­wesend seien. Darauf find nach geraumer Prüfung der Anzeige diese Persönlichkeiten festgenommen worden. Es waren Dimitroff, Poposs und T a n e f f.

Dimitroff versuchte bei der Verhaftung, einen Aufruf des Kommunistischen Exe­kutivkomitees zu verstecken. Aus den vor­gelegten Photographien erkannte der Oberkellner van der Lubbe als das Bild eines der Männer, die ebenfalls im Bayernhof gelegentlich mit den Bulgaren zusammentrafen. Er hat dann bei der Gegenüberstellung van der Lubbe mit absoluter Gewißheit als einen der gelegentlichen Gäste wiedererkannt.

van der Lubbe bestreitet, im „Vayernhof" mit den bulgarischen Angeklagten zusammenge­troffen zu sein. Dimitroff versichert, daß im „Bayernhof" an seinem Tische niemals ein deut­scher Kommunist gewesen sei, und erklärt: „Und Laß ich mit van der Lubbe dort gewesen sei, be­hauptet nur dieser Lieblingszeuge von Parisius."

Der Vorsitzende unterbricht Dimitroff und er­innert ihn daran, daß er beim geringsten Riickfall in seine früheren Ungezogenheiten wieder aus dem Saal verwiesen werden müsse.

Auf die Frage des Vorsitzenden, ob Popoff im „Bayernhof" mit den beiden anderen Bulgaren zusammen gewesen ist und ob van der Lubbe dort war, gibt Pop off keine direkte Antwort, sondern mochte sich ausführlich äußern. Er bezeichnet diese Aussage des Oberkellners Helmer von Anfang bis zu Ende als Lüge und will van der Lubbe nie­mals in seinem Leben gesehen haben. Tane)f behauptet, in diesem Lokal bei seinem 14tägigen Aufenthalt in Berlin nur einmal gewesen zu sein und zwar am Tage seiner Verhaftung, zusammen mit den beiden Bulgaren.

„Iaasen^ turcil eure Nackt ..."

Senatspräsident Dr. Bünger hält Dimitroff dann die Aussage eines Zeugen vor, der zusam­men mit Dimitroff im Untersuchungsgefängnis in Moabit untergebracht war.

Dieser Zeuge hat Dimitroff darauf hin­gewiesen, daß sein Bild in der Zeitung steht. Dimitroff soll darauf gefragt haben, ob er die Zeitung da hätte und ob auch ein Mann verhaftet worden ist. des­sen Name der Zeuge nicht verstand. Der Zeuge hat erklärt, es sind nur noch Po­poff und Tonest verkästet worden, wor­auf Dimitroff sichtlich beruhigt gesagt Hai: „Na. die sind ja mit mir ver­haftet worden!"

Wohnung sei er aber nie gewesen. Der Ange­klagte Popoff behauptet, Münzenberg niemals gesehen zu haben und niemals in seiner Wohnung gewesen zu sein. Die Hauptbelastungszeugi« i« dieser Frage, Frl. Krüger, wird im Rahme» des Berliner Verhandlungvabschnittes der Beweis- aufnahme gehört werden.

Für die Verschlüsselung der Fernsprechanschlüsse in seinem Notizbuch, die nochmals zur Sprache kommen, hat Dimitroff auch weiterhin nur un­verständliche Erklärungen. Es wird dann noch einmal festgestellt, daß die Geldvorräte der Bul­garen recht erheblich waren. Es hatte Dimi­troff 350 Mark und eine Zehndollarnote bei sich, Taneff 70 Dollar und 20 Mark; Tauest will das Geld in Sofia von dem Kassierer des Zentral­komitees der bulgarischen Kommunistischen Partei erhalten haben.

Dimitroff: Das ist ein Märchen! Tausend und Eine Nacht, Herr Oberreichsanwalt!

Weiter kann der Vorsitzende dem Angeklagten Popoff die sehr bestimmte Aussage eines Zeugen Buguhn entgegenhalten, wonach kurz nach S Uhr abends jemand eilig aus dem Reichstagsportal 2 in Richtung Siegessäule herausgelaufen ist. Nach Ansicht dieses Zeugen hat es sich um Popoff gehandelt.

Popoff: Das ist absolut unwahr!

Der Vorsitzende möcht« darauf wissen, wo sich denn eigentlich Popoff um dies« Zeit befunden habe. Popoff erklärt darauf, er sei von 14 Uhr bis 23 Uhr mit Taneff zusammen gewesen. Der Vorsitzende leitet dann über zu der Frage des von den Angeklagten angelretenen Alibis, das mehr als dürftig ist. Diese Frage wird nach einer Mit­tagspause noch zur Erörterung kommen.

Pop off hat bezüglich seines Alibis am Abend des Reichstagsbrandes früher andere Angaben als heute gemacht. Bekanntlich hat ihn ein Zeuge am Abend des Brandes aus dem Reichstag herauslaufen sehen. In der heuti­gen Hauptverhandlung erzählt er, daß er zunächst mit Taneff in ein Restaurant, später in ein Kaffeehaus und schließlich um 21 Uhr in den Ufa- Palast am Nonnendorfplatz gegangen sei, wo sie der Vorstellung bis gegen 23 Uhr beigewohnt hätten. Da er seine Handschuhe vergessen hatte, sei er noch einmal in den Saal zurückgekehrt.

Breslau, 7. Oktober.

Die Straßen Breslaus weisen anläßlich des SA-Aufmarsches einen noch nie gesehenen Fahnen­schmuck auf und sind gefüllt von Schaulustigen. Im Mittelpunkt steht der braune Soldat Adolf Hitlers. AIs erste auswärtige Formation rückte die Standarte 157 Brieg an und brachte unter den Klängen des Präsentiermarsches ihre Standarte in das Brigade-Stabsquartier, wo die neuen Standarten der Breslauer SA und die Breslauer Sturmfahnen stehen. Ihr folgten zehn weitere Standarten, die gleichfalls im Ehrensaal ihren Platz finden. Großer Jubel herrschte, als die Standarte 63 Oppeln, die unter Führung von Vri- gadcsührer Ramshorn zu Fuß nach Breslau mar­schiert war, mit klingendem Spiel vorbei­marschierte.

Kurz nach 12 Uhr besichtigte Stabschef Rühm in Begleitung von Obergruppenführer Heines, Obergruppenführer Luetgebrune und Gruppen­führer Ernst das. Vrigadestabsquartier. Aus der Hand des Oberführers Heerde nahm der Stabs­chef einen Ehrentrunk aus einem ihm ge­weihten silbernen Ehrenbecher entgegen. Der Be­cher trägt die Inschrift: „Unserm Stabschef, dem .ersten Gast im neuen Brigadestabsquartier (altes

Darauf hätten sich beide getrennt, um nach Haus« zu gehen.

Der Angeklagte Taneff, der die ganze Schil­derung aufmerksam verfolgt hat, erklärt es zu­nächst für überflüssig, da, zu wiederholen, was Popoff richtig dargestellt hätte. Er tut es aber auf Verlangen doch und erzählt im wesentlichen dasselbe mit einigen zusätzlichen Angaben.

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Vorsitzender: Es hat sich bei den kriminalpolizeiltchen Nachforschungen zu dem Alibibeweis kein Anhaltspunkt für die Nich­tigkeit der Angaben der Angeklagten ergeben, nur ein Zeuge ist vorhanden, der noch gehört wird. Ich ersuche also die Angeklagten noch­mals, über den Verteidiger Mitteilungen zu machen, aus denen solche Beweise hergeleitet werden können.

Oberreichsanwalt Werner: Popoff

hat später angegeben, er sei vielleicht über den Tag im Irrtum und er könnt« unter Umständen am 27. Februar auch zu Hause gewesen sein.

Pop off redet drum herum. Er meint, wenn Taneff bei den Lokal- und Kinobesuchen am Montag nicht zugegen war, dann müßt« er an diesem Tage in seiner Wohnung gewesen sein. Er sei aber jetzt der festen Meinung (?!), daß er am 27. Februar mit Taneff zusammen war..

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Auf die Frage des Oderreichsanwalts, was Dimitroff am 26. und 27. Februar in Mün­chen getan habe, antwortet Dimitroff, er habe dort mit einem Freund gesprochen, der aus Paris über München nach Bulgarien zurückfuhr. Das Gespräch habe der bulgarischen Sache ge­golten.

Aus die Frage des Oberreichsamvalts, wie der Freund heißt, erklärt Dimitroff, daß er das nicht sage. Wenn er den Namen nennen würde, würde das für seinen Freund die schwersten Folgen haben. Im weiteren Verlaus der Verhandlung muß der Vorsitzende Dimitroff erneut wegen un­gebührlichen Tones einen Verweis erteilen.

Oberreichsanwalt: „Vor der Kommis­sion in London ist ein gewisser Schijik vernom­men worden. Er hat erklärt, daß er mit Dimitroff am 26. und 27. Februar auf einer Versammlung südslawischer Kommunisten in München gewesen sei. Dieser Zeuge erklärte, daß er mit Dimitroff

Generalkommando). Der Führer der SA-Brigade 20, Breslau, Heerde, Oberführer, den 7. Oktober 1933."

Der Appell der alten Garde

Breslau, 7. Oktober.

Der Herbstaufmarsch der schlesischen SA wurde am Sonnabend abend feierlichst ein­geleitet mit einem Appell der „Alten Garde", der alten SA-Männer, die ebenso wie ihr Obergruppenführer Heines seit Jahren der Braunen Armee angehören. In Sechserreihen rückten die fünftausend alten Kämpfer mit klingendem Spiel mit den vierzehn schlesischen Standarten und fünfzig Sturmfahnen vor die Jahrhunderthalle. Hier nahmen sie Parade­aufstellung zur Besichtigung durch den Stabs­chef Rühm.

Auf der Empore hatten, die Spitzen sämtlicher Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden, sowie die Offizierskorps der Reichswehr und der Schutz­polizei Platz genommen. Völlerfchüsse verkündeten das.Nahen des Stabschefs. Gleichzeitig begannen sämtliche Musik- und Spielmannszüge der Bri­gade Breslau jn Stärke von 250 Mann mit dem

auch am 6. und 8. Februar schon an einer Konfe­renz südslawischer und italienischer kommunisti­scher Abgeordneten teilgenommen habe. Ist da» richtig?

Dimitroff erwidert, daß das, was er gesagt habe, wahr sei.

Oberreichsanwalt Dr. Werner: Nun, «ach dem hier vorliegende» Material scheint es doch so, als ob Sie sich auch um italienische und süd­slawische Angelegenheiten gekümmert haben, nicht nur um bulgarische.

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Landgerichtsdirektor Parisius fragt Dimi­troff, unter welchem Namen er sich aus der Fahrt nach Berlin einer jungen Dame vorgestellt hab«. Dimitroff antwortet, als Dr. Rudolf Hediger, schweizerischer Schriftsteller. Part- sius antwortet, daß die Dame bei ihrer Zeugen­vernehmung bekunden werde, daß Dimitroff sich ihr ihr Professor Dr. Iahn vorgestellt hab«. Der Angeklagte bekommt dann noch Gelegenheit zu einigen Fragen. Er weist daraus hin, daß sich bei den Akten des Belastungsmaterials zwei bei ihm gefundene Ansichtskarten mit dem Reichs­tagsgebäude und dem Berliner Schloß befinden. Er wisse genau, daß bei seiner Verhaftung sechs oder sieben Karten in seiner Tasche gesteckt hätten. Von dieser Serie seien nur zwei bei den Akten geblieben. Der Vorsitzende erklärt, daß darüber die Beamten vernommen werden sollen.

Dimitroff will dann weiter folgendes fest­gestellt sehen: Bis Ende März sei es nur eine einzige Zeugin gewesen, die behauptet habe, daß sie ihn am 28 Februar mit van der Lubbe ge­sehen habe. Diese Zeugin sei plötzlich verschwun­den, als festgestellt wurde, daß er in München war. Schließlich legt Dimitroff Wert auf die Feststellung, daß die „Jnprekorr" keine Zeitschrift gewesen sei, sondern eine periodisch erscheinende Sammlung von Informationen, Artikeln und Do­kumenten.

Der Vorsitzende erwidert, daß man das wisse. Es würden sogar einige Urteile zur Cha­rakterisierung der „Jnprekorr" zur Verlesung ge­bracht werden.

Die Verhandlung und der erste Leipziger Ver­handlungsabschnitt wird dann geschlossen Die Beweisaufnahme wird am Dienstagvormittag 10 Uhr in Berlin wieder eröffnet, wo eine Reihe von Lokalterminen stattfinden und zahl­reiche Berliner Zeugen vernommen wer­den sollen. Nach etwa 14 Tagen wird der Senat zu den Schlußvorträgen nach Leipzig zurückkehren.

Vorspiel zu den „Meistersingern". Als der Stabs­chef erschien, ertönten die Fanfaren des Kriegs­marsches aus „Rienzi". Unter den Klängen des Badenweiler Marsches rückte dann die SA in die Halle ein.

Nach mehreren Fanfaren- und Hörnermärschen sprach

Stabschef Rohm.

„Eure Leistungen", erklärte er u. a. „hat nicht nur der Führer allein anerkannt, sondern das Ergebnis eurer Leistungen liegt vor ganz Deutschland, vor der ganzen Welt.

Der Sieg des Nationalsozialismus ist die Leistung des SA-Mannes,

der gekämpft und geblutet hat. Heute, wo sich viele zu Adolf Hitler bekennen, wollen wir zu­rückdenken an die alten Zeiten. Auch heute noch werden harte Anforderungen an den politischen Soldaten Adolf Hitlers gestellt, schwere Anfor­derungen an das Herz und den Mut des ein­zelnen; das eigene Ich muß zurückgestellt werden und wir müssen geloben, alles dem Führer und dem Vaterland zu geben. Ihr alten Kämpfer seid Vorbild den jungen; den jungen wünschen wir,

Sie Verhaftung der Vulgären

van der Lubve mit Gewißheit erkannt

Der Sieg des Nationalsozialismus ist die ! Leistung jeden SA -Mannes

Die ältesten SA -Männer Schlesiens marschieren vor dem Stabschef Rohm auf