Nr. 268 Jahrgang 1S3S
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Vremen, Donnerstag. 5. Sttober 1983 EimetpretS 15 Vta.
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Der ^bscklub 6es Deutschen luristentsßes
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Alusklang in Leipzig / Entscheidender Abschnitt im Reichstagsbrandstifierprozeß: Wo war Torgier?
Der Appell des Führers
Lekpztg. 8. Oktober.
In seiner Ansprache aus dem Deutschen Juristentag erläuterte der Führer die weltanschaulichen Grundlagen des Rechtes und zeigte den Wandel auf, dem in der Entwicklung der Völker auch die Rechtsauffassungen unterworfen sind. Er sprach insbesondere über die rassische Bedingtheit des Rechtsbegrifses, die zu Erkenntnissen führe, die für die Zukunft von entscheidender Bedeutung auch im internationalen Rechtsleben werden würden. E i n Staat,derseineraffischeMisfionbegrlffenhabe.kennekeineUn- terdrückungsremderVölker. Nur aus dem Boden dieser geistig ebenso umwälzenden, wie politisch verpflichtenden Erkenntnis könne eine wirklich organische Völkergemeinschaft als mögliche Weltordnung entstehen. Aus dieser Einheit zwischen Volk und Staat ergebe sich klar und eindeutig die Aufgabe der Staatsführung: Bolkserhaltung, Rassenschutz undRassenpflege, alle anderen Ausgaben seien dadurch in natürlicher Bedingtheit gegeben. Die Rechtsaufsassung des liberalen Staates ende im Zerfall eines Volkes, das am Staat und seiner Justiz allmählich irre werde. DertotaleStaat werde keinen Unterschied bilden zwischen Recht und Moral. Nur im Rahmen seiner gegebenen Weltanschauung könne und müsse eine Justiz unabhängig sein. Der Führer schloß seine ein- tzAUcksvollen Ausführungen mit einem Appell an die deutschen Juristen, sich im Sinne der Einheit von Staatsaussassung und Rechtsauffassung denBerpflichtungengegen- S^drdemBolkebewutztzusein.
Dr. Franks GchluHansprache
Der deutsche Standpunkt wird
festgelegt
Die Gmigrantensrage vor dem Wirtschaftsausschuß des Völkerbundes
Leipzig, 3. Oktober.
In seiner Rede auf der Abschlußkundgebung des Juristentages führte der Führer der Rechtssront, Dr. Frank, u. a. aus:
„Die Kundgebung für das deutsche Recht und das Recht der Deutschen hat durch das Erscheinen des Führers einen weihevollen Abschluß nunmehr gefunden. Sie war von vornherein unendlich mehr als eine fachliche Standeskundgebung, sie war eine große Volkskundgebung für die Rechte des deutschen Volkes auf den eigenen Boden und für die Rechte Deutschlands der Welt gegenüber. Ich danke unserem Führer für sein Erscheinen, das er trotz der auf ihm lastenden Verantwortung doch ermöglichen konnte. Wir haben in diesen Tagen die Grundfragen des deutschen Lebens unter dem Gesichtspunkt des Rechts erörtert und sind zu dem machtvollen Ergebnis gekommen, daß die Macht heute durch die revolutionären Ereignisse, die nunmehr abgeschlossen hinter uns liegen, nicht nur ausgebaut ist auf äußerliche Machtsaktoren, daß die Macht des Nationalsozialismus über Deutschland auch mit jenen ewigen naturgesetzlichen Machtfaktoren ausgerüstet ist, die niemand antasten darf.
Deshalb ist die Macht des Führers über Deutschland die rechtmäßige, weil sie die naturgesetzlich bedingte Macht über Deutschland darstellt.
Wir sind ein Volk des Rechts, und unsere Macht ist eine Rechtsmacht. Niemand beugt ungestraft das Recht. Das Unrecht, das man einer Nation zufügt, wird sich immer wieder an dem rächen, der es verübte.
»
Sie haben, meine lieben Kameraden vom Iu- ristenbund, vor dem Reichsgericht dem Führer die Treue geschworen, und Sie haben sich dazu bekannt, daß nunmehr nach der Durchführung der Organisation des Iuristenbundes die Wiederherstellung von Rechtzuständen in Deutschland in Angriff zu nehmen ist, die der Seele und den Lebensnotwendigkeiten der Nation entsprechen. Die Organisation ist abgeschlossen.
Das deutsche Volk hat Euch deutschen Juristen die Gelegenheit vor der Geschichte gegeben, noch einmal hier aufzutreten und wieder alles gutzumachen, was volkssremde Juristen in der Vergangenheit gesündigt haben.
Wir haben in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen in dieser Tagung den Begriff der Raste gestellt.
Wir werden mit allen Mitteln die deutsche Ratze in Zukunft auch rechtlich dadurch stützen, daß wir den deutschen Menschen schützen werden gegenüber Bedrohungen durch anders geartete mindere Rasten, die einzudringen versuchen. Nach dem Begriff der Raste haben wir in den Mittelpunkt den Schutz der Ehre gestellt. Darüber hinaus haben wir uns in dieser Tagung beschäftigt mit den grundsätzlichen Wandlungen, die wir nationalsozialistischen Juristen für nötig erachten in dem Eesamtaufbau der Rechtsordnung llberhaupt.
Es ist ein Wahnwitz, wenn wie bisher, das Recht lediglich darstellen soll eine Aneinanderreihung von Tatbeständen, die katalogartig ausgestellt werden. Das Recht ist überhaupt nicht anders zu fassen als da
durch. daß man esalsgeistige Macht über die Zusammenhänge des einzelnen Lebens stellt."
Reichsjustizkommistar Dr. Frank führte dann weiter aus. Der Richter habe in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen die Ueberlegung zu stellen, wie er einen Streit mündlich durch gegenseitigen Ausgleich aus der Welt schasst. Rechtsseele und Volksseele miteinander in Uebereinstimmung zu bringen, war die tiefste Bedeutung dieses großen Deutschen Juristentages. Wünschenswert sei möglichste Beschleunigung der Reichsvereinheitlichung der deutschen Justiz. Wünschenswert sei. daß die Reichsregierung die Aufgabe der Schaffung der absoluten Freizügigkeit der Reichsrechtsanwälte, die möglichst baldige Herbeiführung des Reichsrichterstandes, des Reichsnotars und des Reichsreferendars in die Tat umsetzt.
Ein Reich, ein Volk, ein Recht.
Die weitere Aufgabe ist die unverzügliche Inangriffnahme der Erziehung des Juristen zum Menschen. Damit solle nicht das akademische Niveau getroffen sein oder irgendwie die Wissens- substanz oder Erfahrungsfammlung des Juristen- tums geschmälert werden, aber diese Erziehung mäste von vornherein zum Volksganzen hingehen und nicht zu irgendeinem geschlossenen Stand, Zum ersten Mal sei ein unmittelbarer Gedankenaustausch zwischen denen, die
Paris, 4. Oktober.
„Paris Soir" veröffentlicht heute 'ein Interview seines nach Deutschland entsandten Sonderberichterstatters Jules Sauerwein mit dem preußischen Ministerpräsidenten Eöring, der u. a. folgendes ausführte:
„Wa^ man die deutsche Republik nannte, hat die Seele unseres Volkes mit unerhörter Ungeschicklichkeit verkannt, verletzt und verwundet. Deshalb ist sie besonders leicht zusammengebrochen".
Zur Judenfrage erklärte Ministerpräsident GLrlng:
Der Jude kann und darf nicht Deutschland regieren, ebenso wenig auch Frankreich. Er besitzt gewisse Fähigkeiten, aber um ein Volk zu befehligen, muß man vom Blut dieses Volkes sei».
Aus einen Einwurs des Berichterstatters betreffend Stresemann erklärte Ministerpräsident Eöring: Stresemann war ein wirklicher Deutscher, und ich bin weit davon entfernt, sein Gedächtnis herabmindern zu wollen. Er hat die einzige Politik getrieben, die er durchführen konnte. Aber da hat ein neues Element mit hineingespielt. Allgemeine Ideen, ein humanitärer Intellektualismus und ein ganzer Ealimathias haben sein
am Recht fachlich, und denen, die am Recht menschlich interessiert seien, eingetreten. Die Klusr zwischen Volk und Juristen sei in Deutschland nunmehr für alle Zeiten geschlossen. In den kommenden Monaten müßten die nächsten Fragen der Rechtsreform behandelt werden. Es gebe in Deutschland keine Stelle mehr, die staatlich-juristisch arbeiten könnte, außerhalb des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen. Dies sei ein Ergebnis, dessen Weihe diese Tagung bedeuten sollte.
„Der Nationalsozialismus ist", so sagte Dr. Frank, „die verkörperte ideale Sachl-chkeit oder Sachlichkeit der Idee.
Seien Sie Repräsentanten dafür, daß einer sein sachliches Können überhaupt nicht anders anwendet als im Dienste dieser Idee.
Dulden Sie nie, daß Gewalten, die dem Deutschtum und dem gemeinen Jnterste schädlich sind, auf dem Umwege deutscher Rechtsanwendung sich Vorteile erschleichen gegenüber dem gut meinenden, ehrlichen deutschen Volksgenossen.
Weit über diesen Fragen des Rechtes nach innen stand für uns auch die Erörterung der Fragen des deutschen Rechts in der Welt. Das Recht Deutschlands wird im Wege des, Rechts auch weiter verfolgt, und wie alle Geschichte letzten Endes ausläuft indem Gegensatz zwischen Helden und Feiglingen, so mußte auch die Entwicklung des deutschen Rechts in diesen Gegensatz ausmünden.
Kein Volk kann mehr Recht in der Welt verlangen, als es seinen eigenen Helden zu geben bereit ist. Heute ist es so:
Deutschland hat das heldische Prinzip wieder auf seine Fahne geschrieben. Nun kann die Welt sich mit diesem Deutschland auch unter dem Gesichtspunkt des Rechtes beschäftigen.
Man soll nur wissen, daß wir, die friedliebendste Nation, in jedem Fall gewillt sind, unser Recht in Rechtsformen gegenüber jedermann in der Welt zu vertreten. Alle Geschichte ist in diesem Sinne vergleichbar mit dem altgermanischen Gottesgericht. Völker stehen nebeneinander und ihre Führer kämpfen. In dem nunmehr begonnenen historischen Abschnitt hat das deutsche Volk Adolf Hitler zu seinem Eottesstreiter gewählt. Möge ihm der Sieg be- schieden sein.
Deutsche Juristen! Wir schwören dem Führer die Treue und die Hingabe bis zur letzten Kraft in diesem Eottesstreit um das Recht, das ewige Recht des deutschen Volkes!"
Bei der Abfährt war der Führer Gegenstände! lebhaftesten Huldigungen der Menge, die die Straßen am Ausstellungsgelände in dichten Mauern besetzt hielt.
Gehirn in Verwirrung gebracht. Es war, als ob dieser arme Mensch sich eine verhängnisvolle Pazifismus-Spritze gegeben hätte. Daher die Verwirrung seiner Ideen. Er sagte bisweilen etwas, was durchaus zutreffend war. Aber all das klang aus und bekanntlich besagt ein französisches Sprichwort: Der Ton macht die Musik"
Zu den Gegenwartsproblemen übergehend führte Ministerpräsident Eöring a-us:
Wir wollen keinen Krieg.
Ich sage es als Soldat, besten Handwerk jahrelang darin bestand, Krieg zu führen, und ich werde sagen, warum wir keinen Krieg wollen. Frankreich und Deutschland können unmöglich sich gegenseitig vernichten wollen. Sie sind in keinem irllheren Kriege soweit gekommen und es wird ihnen auch niemals gelingen. Wir erinnern uns der Jähre, in denen soviel Heldenmut entfaltet worden ist.
Um ein Stückchen Erde soll niemals Krieg geführt werden, aber gegen einen Feind, der uns vernichten möchte, muß Krieg sein bis auf den letzten Mann und bis zum letzten Atemzug. Wir haben keine Revanchegedanken. Ein altes deutsches Lied begann mit den Worten: „Siegreich wollen
Genf, 4. Oktober.
Im Wirtschaftsausschuß der Völkerbundsversammlung wurde heute der holländische Antrag über die Frage der deutschen Auswanderer behandelt. Der holländische Außenminister de Graesf betonte, daß es der holländischen Regierung vollkommen fern liege, sich in die inneren deutschen Angelegenheiten einzumischen und daß der holländische Antrag in keiner Weise als eine Kritik des gegenwärtigen Regimes in Deutschland und der von ihm ergriffenen Maßnahmen aufgefaßt werden dürfe.
Es handele sich um eine rein wirtschaftlich-technische Angelegenheit, wobei man von der Tatsache auszugehen habe, daß die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt der übrigen Länder von der Abwanderung aus Deutschland betroffen würden, de Graeff bezifferte die Gesamtzahl der deutschen Emigranten auf 50- bis 60000, die Zahl der nach Holland ausgewanderten auf 6- bis 7000. Der Holländische Außenminister entwickelte sodann im einzelnen einen Plan über die technische und finanzielle Durchführung der von ihm vorgeschlagenen Organisation.
Der deutsche Delegierte gab sodann folgende Erklärung ab:
Der Vertreter der Niederlande hat in der Vollsitzung der Bundesversammlung erklärt und heute wiederholt, daß dem vorliegenden Antrage jede Absicht einer Kritik innerdeutscher Maßnahmen fernliege und daß er ausschließlich eine technische Behandlung derjenigen Schwierigkeiten bezwecke, die einer Reihe von Ländern in den letzten Monaten durch den Zustrom deutscher Reichsangehöriger erwachsen seien. Die deutsche Delegation hat von dieser Erklärung Kenntnis genommen. Sie würde sich in der Tat einer Diskussion, die diese von dem Herrn niederländischen Außenminister selbst gezogene klare Grenze überschritten mit aller Entschiedenheit widersetzen wüsten.
Aber auch innerhalb der von dem niederländischen Herrn Außenminister gezogenen Grenze kann die deutsche Delegation der Lage der Sache nach sich materiell an der Behandlung der durch den Antrag ausgeworfenen Fragen nicht beteiligen. Die Personen, aus die der Antrag sich bezieht, haben sich aus den verschiedensten Gründen veranlaßt gesehen, ins Aus- land zu gehen. Ein Teil hat dies getan, weil ihm die durch die nationale Erhebung in Deutschland geschossene Lage nicht mehr die gleiche bevorzugte so-
wir Frankreich schlagen." Ich habe Befehl erteilt, es nicht mehr zu singen.
Ministerpräsident Eöring ging alsdann zum Flugwesen über, in dem erstägte: „Ich brauche Verteidigungswaffen, AIs Chef des deutschen Flugwesen über, indem er sagte: „Ich brauche ich als drei Pflichten ansehe.
1. Zunächst muß ich das Verkehrsflugwesen or- ganisieren, dessen Budget 1929 dezimiert worden ist. Das Material ist nicht mehr modern. Es entspricht nicht mehr den Sicherheitserforderniffen. Wir brauchen überall dreimotorige Flugzeuge.
2. Will ich nicht in Deutschland den Fliegergeist untergehen lasten. Die deutsche Jugend muß Geschmack am Fliegen behalten.
3. Will ich beweisen, daß wir ein Mindestmaß von Defensive in der Luft benötigen, wie zu Lande und zu Master. Wir sind völlig von Ländern umgeben, die mit Frankreich befreundet oder verbündet sind. Wir können von allen Seiten angegriffen und vernichtet werden. Will man wirk- lich, daß wir völlig wehrlos sind? Will man behaupten, daß wir mit so geringen Land- und Seestrettkrästen einem Luftangrifs
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ziale und geschäftlich« Stellung gewährleistet, die « über das berechtigte Matz hinaus früher in Deutschland geaasten hat; ein anderer Teil, well dl« inner» politischen Verhältnisse in Deutschland seine« egoistische» Wünschen nicht entspreche»; endlich ist auch ein nicht geringer Teil durch sein schlechtes Gewisse» aus den Weg ins Ausland getrieben worden.
Daneben hat aber bei dieser Abwanderung eine besondere Rolle die allgemein bekannte Tatsache gespielt, daß Deutschland seit langer Zeit, besonder- aber nach dem Weltkriege, in ungewöhnlichem ^ 'ße der Zuwanderung aus östlichen Gebieten ausg->etzt gewesen ist und trotz eigener Not eine große Zahl landfremder Personen aufgenommen hat. ES ist nur ein kleiner Teil dieser Personen, der jetzt wiüier Deutschland verlosten und sich in die Nachbarländer begeben hat. Dabei ist eS nicht uninteressant, festzustellen, daß dieser Teil der in Betracht kommenden Personen nicht in die Gebiete zurückgewandert ist, von denen er nach Deutschland gekommen ist, sondern in andere Nachbarländer Deutschlands, und datz diese Nachbarländer sich jetzt nicht einmal in der Lage sehen, diesem kleinen Teil dauernde Aufnahme zu gewähren.
Wenn die Nachbarländer jetzt internationale Maßnahmen für notwendig halten, um die Frage der Behandlung der in Rede stehenden Personen zu regeln, so muß die deutsche Delegation die Prüfung und Notwendigkeit solcher Maßnahmen den Delegationen derjenigen Länder überlassen, die an der Angelegenheit interessiert sind. Die deutsche Delegation ist allerdings nicht der Ansicht, daß die Verwirklichung des Zwecks, den der niederländische Antrag verfolgt, in den Anfgabenkreis des Völkerbundes gezogen werden sollte.
Zu welcher Entschließung die Kommission in dieser Beziehung aber auch kommen mag, so darf jedenfalls bei der Behandlung der Angelegenheit eines nicht aus den Augen verloren werden, es darf unter keinen Umständen dazu kommen, daß die etwa geplanten Maßnahmen in anderer Weise zu einem Stützpunkt derjenigen Elemente werden, die das Ziel verfolgen, vom Ausland her die deutsche Regierung offen oder heimlich zu bekämpfen.
Wohin sollte es führen, wenn unter den Auspizien des Völkerbundes geschaffene Einrichtungen politisch in solcher Weise mißbraucht würden? Ich glaube, daß diese Andeutung genügt, um die Mitglieder der Kommission darauf aufmerksam zu machen, daß alle Regierungen das gleiche Interesse haben, derartigen unmöglichen Folgen von vornherein vorzubeugen.
An die Ausführungen des deutschen Vertreters schloß sich eine kurze Debatte an, die damit endete, daß ein Unterausschuß für diese Frage eingesetzt wurde; dieser Unterausschuß setzt sich zusammen aus den Vertretern Hollands, Frankreichs, Englands, Italiens, der Tschechoslowakei, Belgiens, Schwedens und Uruguays. Berichterstatter ist der Vertreter Uruguays. — Aufdi e F ragedesPräsiden- ten ob dtedeutscheDelcgation ebenso l'ls in dem Ausschuß vertreten zu seinwünsche/erklärtederdeutscheDe. legierte, daß die Deutschen einen solchen Wunsch nicht hätten.
Eröffnung ker 77. Ratstagung des Völkerbundes
Genf, 4. Oktober
Heute wurde die 77. Ratstagung des Völkerbundsrates vom neuen Präsidenten Amador (Panama) eröffnet. Der Rat stimmte dem einzigen Punkt der Tagesordnung, die vorläufige Schaffung eines neuen nichtständigen (15.) Ratssitzes zu.
Botschaster von Hoesch beim Reichskanzler.
Berlin, 4. Oktober.
Der Reichskanzler empfing heute den deutschen Botschafter in London, von Hoesch.
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„Ich verlange elne kleine Luftflotte"
Ein Interview des „Variö Soir" mit Lustfahrtminister Görmg