Ausgabe 
(2.10.1933) Nr. 265
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Nr. 265 Jahrgang 1933

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Bremsn.. MsnIZV, 2. Sktsber 1933 "fMSMAs LZ Mg.

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vremerkatiMalfoÄaWMe Zeitung

Das Amtliche OrgmL dss Gerrals der 5rererr VvemerT

der Trei

Die erbebende Vsuerntcundßebunß sut 6em kückeberß

Adolf Wler fprßchl vor einer halben Million

Der lebende kückeberß

Am Bückeberg, 1. Oktober.

Um 148 Uhr in der Frühe treffen die ersten Teil­nehmer am Bückeberg, der noch in leichtem Nebel liegt, ein. Aus den Massenquartieren der Domäne Ohsen, in denen 84 000 Männer der 2S., SA., des Stahlhelms und 6000 Hitlerjungen unterge­bracht sind, rücken die Absperrungskolonnen auf ihre Plätze. Soweit das Auge reicht, ziehen auf allen Anmarschwegen die Massen in dichten Rei­hen, oft mit eigenen Spielmannszügen und Ka­pellen und flatternden Fahnen heran. Um 1 Uhr mittags scheint das riesige Feld bis auf die Berg- sohle vor der Rednertribüne im Tal, die für die Ehrenkompagnien der Infanterie, SA., SS., des Stahlhelms, des Arbeitsdienstes und der Schupo freigehalten wird, besetzt, aber die Prozessionen der Anmarschierenden dauern an. Von 2 Uhr mit­tags ab treffen in ununterbrochener Autokette die Ehrengäste ein.

Im Gegensatz zu den Riesenaufmärschen in Tem­pelhof und Nürnberg fällt am Vllckeberg sofort die große Zahl der Frauen auf. Inmitten der Teilneh­mer bemerkt man wiederum zahllose Männer und Frauen in ihren kleidsamen Vauerntrachten. Ein wundervolles buntes Bild, das im ewigen Fluß ist.

Die Sonne meint es eigentlich zu gut. Es sind für den Oktober gewiß verwunderlich 29 Grad im Schatten. Den Trinkwasserverkäufern werden die Flaschen förmlich aus der Hand gerissen. Auf den gewaltigen Hängen scheint kein Platz mehr frei, aber die Anmarschstraßen werden immer dich­ter besetzt. Ein ungeheures Eewoge herrscht inmit­ten des Walles der 4000 festlichen Fahnen der gypze Berg scheint lebendig geworden zu sein.

. Uyr 4-Uhr nachmittags ist der gesamte Festplatz bis auf den letzten Platz besetzt. Wenige Minuten nach 4 Uhr trifft auf die Sekunde pünktlich der Diplomatenzug am Fuße des Berges ein. Er hält auf der freien Strecke an einer besonders errichte­ten Rampe inmitten des neuangelegten Weges, den auch der Führer kommen wird und an dessen Seite SA.-Männer Spalier bilden. Die Diploma­ten werden auf den Berg zur Ehrentribüne gelei­tet und von allen Seiten mit Jubel begrüßt Re­gierungsrat Eutterer verliest eine Botschaft der

Der Nationalsozialismus hat, so begann der Minister Darre, aus einem Jahrhunderte alten Brauch des Bauern einen Gedenk- und Danktag des ganzen Volkes gemacht! Nicht ein einzelner Berufsstand steht an diesem Tage im Banne der Gewalten des ewigen Lenkers unserer Geschicke, heute ist es das geeinte Volk, das mit seinem Führer und Kanzler den 1. Oktober feiert als einen Tag religiöser Weihe, des sich immer wieder Besinnens auf die allgewaltigen Schöpfer­kräfte unseres gütigen Gottes, aber auch als einen bedeutungsvollen Tag der deutschen Zeitwende.

Der Bückeberg, das Wahrzeichen des Wesergaues, sieht heute die gewaltigste Bauernkundgebung, die je die Welt gesehen hat. Die hier versammelten 500 000 Bauern sind ein lebendiger Beweis von dem Siegeszug des Nationalsozialismus im Bau­erntum. Der Bauer istnichtmehr einWir-- s ch a ft szw e i g in der Fülle anderer Wirtschafts­stände, sondern ist die Quelle unseres völ- kischenLebens und Fundament unseres staat­lichen Seins.

Diese in die Tat umgesetzte Erkenntnis des nationalsozialistischen Deutschlands gestaltet unsern Erntedanktag zu einem lebendigen Bekenntnis der volklichen Einheit der Nation, zu einem Zeugnis der unlösbaren Verbundenheit aller Stände und Be­rufe. Wie der 1. Mai der Auftakt unserer ge­waltigen Arbeitsschlacht war, wird der 1. Oktober das Bekenntnis der Nation zum deutschen Bauern­tum als dem Träger deutscher Kraft und Zukunft sein.

Der Minister gab einen kurzen Rückblick auf die jüngste Agrarpolitik und betonte, daß der Natio­nalsozialismus Adolf Hitlers in einem blühenden Bauerntum den ewigen Garanten einer gesicherten Zukunft von Volk und Nation sehe

Sollte der Bauer gerettet werden, erklärte Darre, mußten wir ihn ohne Hemmungen und Bedenken einer zu Ende gehenden Epoche durch entscheidende Schritte energisch aus den Klauen und Klammern des Liberalismus be­freien. Wir schufen das Reichsnährstandsgesetz das mit einem Schlage das gesamte Bauerntum aus dieser Struktur herauslöste und es erst einmal wieder auf eigene gesunde Beine stellte. Mit unseren neuen Mavktgesetzen, mit der Bildung fester Preise, die wir vorerst für unser täglich Brot bestimmt haben, haben wir unseren Bauern wieder die Möglichkeit gegeben, auf ihrem Hofe disponieren zu können.

Wir wollen unserem Bauerntum wieder ein deutsches Bauernrecht schassen. Wir stellen der psssinriftischev Geisteshaltun- einer abendländischen

Gruppe Berlin-Brandenburg der SA., die im Na­men von 127000 SA.-Männern dem deutschen Bauern ihren Gruß entbietet. Die Botschaft ist un­terzeichnet von dem Gruppenführer und preußischen Staatsrat Ernst.

Kurz nach 5 Uhr verkünden die Lautsprecher, daß der Führer eingetroffen ist. Kommandos ertönen. In der Ferne fleht man die Säbel des prä­sentierenden Reiterregiments blitzen und in langsamer Fahrt kommen die Wagen des Führers und seiner Begleitung, dahinter, in eine Staubwolke gehüllt, das Reiterregiment, den Weg zum Vückeberg herunter. Am Fuße des Berges verläßt der Führer den Wagen, bis zur Spitze des Berges klingen die Wirbel des Präsentiermarsches herauf, als er die Front der Ehrenkompagnien ab­schreitet. Langsam, nach allen Seiten den deutschen Gruß entbietend, steigt der Führer von der Sohle aus dem Tal zur Höhe, mit einem ungeheuren Ju­bel überschüttet. Ihm folgen sämtliche Minister des Reiches, bis auf Reichsaußevminister Neu rath und Reichsjustizminister Ellrtner, in der ersten Reihe Reichsernährungsminister DarrL, Reichs­wehrminister Blomberg und Reichspropaganda­minister Dr. Goebbels, eine große Reihe der Län­derminister und die meisten Reichsstatthalter, so­wie die Staatssekretäre, die höheren Führer der SA. und SS., die Vertreter der Reichswehr und der Reichsmarine.

Als der Volkskanzler auf der Tribüne erscheint,

schlägt ihm vom Berge eine tosende Welle be­geisterter Heilruse entgegen, die sich aus dem

Riesenfelde immer und immer wiederholen.

Während er noch die Diplomaten- und Ehren­gäste begrüßt, schmettern die Fanfaren ein fünf­faches Signal, eine Batterie Feldartillerie fährt auf und löst einen Ehrensalut von 21 Schüssen. Das Wesertal ist in dünnen Nebel gehüllt, doch ist das Anreiten des Reiterregiments 13 noch genau zu verfolgen. In gestrecktem Galopp reiten die Schwadronen zur Bildung eines Hakenkreuzes, das sich um seine Achse dreht. Den Abschluß bildet ein Parademarsch, wieder in gestrecktem Galopp, der erneuten Jubel auslöst. Dann intonierten alle Musikkorps das LiedNun danket alle Gott", das von der Menge entblößten Hauptes und mit erho­bener Rechten mitgesungen wurde.

Darauf ergriff der Reichsbauernführer Darre das Wort zu einer Rede, in der er ausführte:

Untergangsstimmung den unbeugsamen Mut eines gesunderen Bauerntums als Rückgrat unseres Volkes entgegen. Das ist der eigentliche Sinn der Schaffung des Reichserbhofgesetzes.

Wir treffen durchgreifende Maßnahmen, um die Scholle dem Bauerngeschlecht zu erhalten. Das Reichserbhofrecht soll die verderbliche Verschuldung und unheilvolle Zersplitterung durch Erbgang ver­hindern und die Höfe aus den Zufälligkeiten des wirtschaftlichen Geschehens herauslösen.

Wir dürfen dabei keine Opfer scheuen. Und wir scheuen sie auch nicht, weil wir stark genug sind. den Sieg zu wollen, und daher auch hatt genug gegen uns selbst sind, den großen Einsatz zu wagen zur Rettung des Bauerntums, denn ohne Einsatz und Opfer ist kein Sieg.

Aus der Erkenntnis unserer Aufgaben heraus habe ich den Herrn Reichskanzler gebeten, uns zu gestatten, mit dem Reichsnährstand, dem ge­einten Selbstverwaltungskörper unseres Bauern­tums hinaus aufs Land zu wandern. Im Herzen urdeutschen Bauernlandes am Nordhang des Harzes werden wir uns eine Heimat suchen. Wir wollen damit äußerlich die Abkehr vom Liberalis­mus zum Ausdruck bringen und dattun, daß nicht mehr die Steinwüste der Großstadt unser Bauern­schicksal bestimmt.

Wir gehen wieder in das Herz des alten Reichs der sächsischen Kaiserzeit, als noch ein Vausrn- herzog König Heinrich die deutschen Lande regierte. Wir gehen in die Nähe der Stammland« Bauern­herzogs Heinrich des Löwen, der, ein Symbol für uns, Herzog vonNiedersachsen undBauer war. Wir nationalsozialistischen Bauern freuen uns, daß wir heute an unserem Ehrentage, dem Tag des Ernte­dankes, diesen Entschluß bekanntgeben dürfen.

Der deutsche Bauer weiß. daß alles, was heute für ihn beschafft wird, ohne den Kanzler Hitler nicht möglich ist. Damit weiß aber der deutsche Bauer auch, daß sein Schicksal mit Adolf Hitler steht und fällt. Wer diesen Mann antastet, tastet gleichzeitig an die heiligsten Güter des deutschen Bauerntums und läuft Gefahr, das deutsche Bauerntum zu entschlossenstem Widerstand bereit zu finden.

Darum fordere ich alle Bauern und die hier ver­sammelten Volksgenossen auf, mit mir einzustimmen in den Ruf: Unserem Führer und seinem Kampf ein dreifaches SiegheiU"

Di« Rede des Reichsbauernfiihrers würd« oft von stürmischem Jubel unterbrochen.

Dann trat der Reichskanzler vor das Mikrophon und erneut schlug ihm ein Orkan jubelnder Liebe entgegen. Auf eine Handbewegung des Kanzlers trat atemlose Äille ein. Der Kanzler begann seine Rede.

Die Rede des Führers löst« einen grenzenlosen Iubelsturm aus, der erst durch die Klänge des Horst-Wessel-Liedes unterbrochen wurde, das von der Menge mit erhobener Rechten begeistert mit­gesungen wurde. Dann ertönten die dumpfen Wir­bel des Zapfenstreiches und das Deutschlandlied, aus vielen hunderttausend Kehlen gesungen, klang auf.

Die spalierbildenden SA.-Leute auf dem Weg«

Der Glückwunsch der SA.

Der Chef des Stabes, Röhm, übermittelte, wie die NSK meldet, dem Reichspräsidenten von Hin- denburg zu seinem 86. Geburtstage folgenden Glück­wunsch:

An den Reichspräsidenten, Herrn Generalfeld. marschall von Beneckendors und von Hindenburg, Exzellenz.

Dem Generalfeldmarschall des großen Krieges entbieten die kämpferischen Willensträger der deut­schen Revolution zum 86. Geburtstag ihren Glück­wunsch und Gruß.

Unter seinem Befehl kämpften 1914 bis 1918 die deutschen Heere siegreich wider eine Welt von Feinden, bis marxistischer Verrat ihnen die Waffen zerbrach. Als Reichspräsident stand er als Hüter des besten Erbes der alten Zeit an der Schwelle des neuen Deutschland, über die wir die Fahnen der deutschen Freiheit auf die Zinnen des Staates trugen.

In ihm grüßen wir das Deutschland der Ehre und Freiheit und Kraft, dessen bestes Vermächtnis zu Pflegen uns heiligste Aufgabe ist.

Ernst Rohm,

Chef des Stabes der SA, SS und des Stahlhelm.

Glückwunsch des Reichsavßenmrnisters

Reichsminister des Aeußeren Freiherr von Neu - rath hat an den Herrn Reichspräsidenten anläßlich seines 86. Geburtstages folgendes Glückwunschtele­gramm gerichtet:

Zu dem heutigen Ehrentage, an dem das ganze deutsche Volk im Inland und Ausland in unaus­löschlicher Dankbarkeit und treuester Verehrung mit heißen Segenswünschen zu Eurer Exzellenz als seinem Retter aus innerer und äußerer Not emporblickt, bitte Ich auch im Namen meiner Frau unsere ehrsurchts-

vom Bückeberg nach Hanteln hatten ihr« Fackeln entzündet. Ein« gleißend« Lichtschnur zog wett durch die Nacht. Unter unbeschreiblicher Begeiste­rung verlieb der Führer den Bückeberg, während rings auf den Bergen unter gewaltigen Donner- schlügen die Höhenseuer aufflammten, Magnesitum- licht in allen Farben den ganzen Horizont in ein Farbenmeer tauchte und der Ohrberg von der Rück­seite beleuchtet wie eine Silhouette aus dem in­zwischen dichter gewordenen Nebel hervorstieg.

In mustergültiger Disziplin hatten die Massen zum Teil zehn und mehr Stunden auf der alten germanischen Kultstätte zugebracht, um ihren Füh- rer zu sehen, ihm zu danken und ihn zu ehren. Der Abschluß dieses wundervollen Tages wird alle als ein unvergeßliches Erlebnis begleiten.

vollen Wünsche entgegenzunehmen. Möchten Sie, hochverehrter Herr Reichspräsident, Ihrem Volk und Vaterland noch lange in ungebrochener Kraft und Frische als Träger deutscher Tradition und Neufor- mer im Sinne unserer Zeit erhalten bleiben.

N e u r a t h.

Telegramm des Reichsernährungsministers

Der Reichsbauernführer und Reichsernährungs- minister R. Walther Darre hat an den Herrn Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hinden­burg folgendes Telegramm gerichtet:

Vom ersten deutschen Erntedanktag sende ich dem Hüter deutscher Scholle im Namen des geeinten Bauerntums die Grüße der deutschen Bauern als Ausdruck gemeinsamer Verbundenheit im Kampf um Blut und Boden. R. Walther Darre.

Geburtstagsglückwünsche Görings

Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat Ministerpräsident Göring dem Herrn Reichs­präsidenten die verehrungsvollsten Glückwünsche der preußischen Staatsregierung ausgesprochen. Ferner hat Ministerpräsident Göring ein persönliches Glück­wunschschreiben an den Herrn Reichspräsidenten ge­richtet.

Eine große Spende Aindenbnrks

Wie alljährlich in den letzten Jahren, so hat Reichspräsident von Hindenburg auch anläßlich sei­nes diesjährigen Geburtstages die Unterstützung zahlreicher schwer Notleidender aus der von ihm im Jahre 1927 errichteten Stiftung ,,Hindenburgspende" verfügt. Rund 3000 Kriegsbeschädigte, Kriegshin­terbliebene und Veteranen sind mit Beträgen von durchweg je ISO RM unterstützt worden.

Der erste stand

Drahtbericht unseres in Hamela weilenden Hauptschriftleiters

Hameln, 1. Oktobor-

Das neue Reich versteht es wahr'ich, Volks­feste richtig, in einem ganz neuen und groß­artigen Stil zu feiern. Das kündete das Fest der nationalen Arbeit am 1. Mai mit seinem unerhörten Gleichklang von Volk und Staat. Und das zeigte das große Erntedank­fest am heutigen Tage auf demBücke- oerg bei Hameln.

Räumte der neue Staat am 1. Mai dem deutschen Arbeiter die Stellung in der Ge­samtheit der deutschen Nation ein, die ihm in einer 70jährigen Vereinsamung und Zu­rücksetzung vorenthalten war, so war die «wältige Bauernkundgebung am Bückeberg i« Willenskundgebung eines Standes, der die Voraussetzung aller anderen ist, aber dennoch in der vergifteten Eeisteshaltung des Liberalismus mehr und mehr zu einem notwendigen Uebel gestempelt wurde, das das System mitzuerhalten wohl gezwungen war, aber dessen Existenz nur lästig und unangenehm empfunden wurde. Dieser Erkrankung des gesunden Menschenverstandes ein vor aller Welt sichtbares Ende zu bereiten und statt dessen das ganze Volk wieder seiner unver- änglichsten Werte bewußt zu machen, war er tiefe weltanschauliche Sinn dieser größten Bauernkundgebung, die die Welt je erlebt und gesehen hat.

Der große Tag stand im Segen des Him­mels; denn als sich die Konturen des Weser­berglandes aus dem Nebeldunst des jungen Tages lösten, flutete strahlender Sonnenschein auf die dichten Heeressäulen, die schon von den frühen Morgenstunden an in Deltaform dem weiten Plateau des Bückeberges ent- gegenzogen.

Fast sckien es, als würde die alte Ratten- sängerstaot erdrückt, so beängstigend wurde von Stunde zu Stunde in ihren altehrwürdigen Straßen der Verkehr. Und oft verglich man un­willkürlich den alles überdeckenden Flaggen- chmuck und die unzähligen Girlanden mit >em großen Erlebnis von Nürnberg, um kon- tatieren zu können, daß Hamelns Straßen ich bedenkenlos mit denen der alten Reichs­tadt Nürnberg am diesjährigen Parteitag lerNSDAP. parallelisieren lassen. Das ein­ige, was hinter Nürnberg zurückstand, war ediglich der nicht bis ins Letzte organisierte Abtransport der Massen, nicht zuletzt der Presse, vom Festplatz.

Dafür aber brachte das echte bäuer­liche Gepräge dieser Fünfhunderttausend so viele neue Eindrücke gegenüber dem alle Stände umfassenden Parteitag, daß es be­rechtigt ist, zu schreiben, daß unser deutsches Volk es wohl noch nie zuvor vermochte, so kräftig md klar seine Gott sei Dank noch unverbrauchten Schätze seines h errlichen Volkstums zu demon­strieren.

Dieses Bekenntnis einer friedlichen Armee, deren Zahl allein die im Jahre 1.525 in den Kampf gegen seelische und materielle Fron gezogenen Bauern verdoppelte, ist oas revolutionäreAufbäumen eines Volkes, das nicht mehr gewillt ist, sich be­schwichtigen, lahmen oder auf ein falsches Gleis schieben zu lassen. Es ist der tat- gewordene Glaube an die arteigene Ent­stehung gegenüber der liberalistischen Irr­lehre von der zufälligen Entwicklung.

Ohne den deutschen Bauern keine deutsche Zukunft, keine Verewigung der nationalsozialistischen Staats­politik. Das war der Kern der geschlis­senen und klaren Worte des Führe-s und seines großen Treuhänders des deutschen Bauerntums, R. Walther Darre.

Ihm, dem deutschen Nahestand, alle Mittel des Staates zur Seite zu stellen, war das Gelöbnis, das der Kanzler des neuen Deutsch­lands den Hütern von Blut und Scholle ver­sprochen hat. Wer den Weg Adolf Hitlers kennt, weiß, daß das keine leeren "Worte waren.

Es ist kein Zufall, daß R. Walther Darrä seinen gigantischen Kampf in der schwarzen Uniform der SS. führt. Denn Bauer und Soldat sind die alten Träger deutscher Ge­schichte, die Gestalter der grüßten Reiche der Welt. Das wiederum bedurfte ein Uebermaß von Treu und Disziplin, das nicht besser symbolisiert werden kann als durch die Vereinigung des SS.-Gruppenführers und des deutschen Reichsernährungsministers in einer Person.

Der Tag von Bückeburg ist vorüber. Der deutsche Bauer ist vor den Augen der ganzen Welt wieder der erste Stand, das deutsche Volk aber damit unvergänglich ge­worden.

Eine Huldigung für den Volkskanzlee

Die Rede des RsWsbauernMeers und Reichsminffters Darre

Hindendurg 86 Jahre

3um Geburtstag des GerreraNeldmarschalls und Reichspräsidenten

Am heutigen Tage begeht der Reichspräsident und Generalfeldmarschall v. Hinden­burg seinen 86. Geburtstag. Das deutsche Volk brü.gt ihm zu diesem Ehrentage seine treulichsten Wünsche entgegen und gedenkt in Dankbarkeit und Ehrerbietung des Mannes, dessen Taten die heute endlich geeinte Nation vor wenigen Wochen anläßlich der großen Gebr r in Ostpreußen so gewürdigt hat, wie es dem Sieger von Tannenberg gebührt.

Das Fahr 1S3L hat mit der Berufung des Volkskanzlers Adolf Hitler und der unter seiner Kanzlerschaft vollzogenen Einigung der Nation im neuen nationalsozialistischen Staat die Krönung des Lebens der Pflicht und Treue Hindenburgs gebracht, den der deutsche VolkL-mnd heute nach dem feierlichen Staatsakt von Tannenberg in Abwandlung des Begriffs desAlten vom Sachsenwald" denAlten vom Preußenwald" nennt.

Es ist unser Glaube, daß künftige Geschlechter dem Sieger von Tannenberg bleibenden Da k für seine rettende Wafsentat und für die Berufung des Mannes zollen werden, der die Brücke vom alten zum neuen Reich schlug und das deutsche Volk aus Erniedrigung, Not und Verzweiflung einer neuen besseren Zukunft entgegenführt«.