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Bremen, Sonntag. 1» Sttober 1933 Einzelpreis 15 Via.
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^um Gruß, deutsches Bauerntum!
Der deutsche Mensch, geläutert in der Erkenntnis seiner Kraft und seiner Werte, begeht heute feierlich wie nie zuvor sein Erntedankfest. Nicht nur in den Dörfern, sondern auch in allen deutschen Städten dröhnen die Liirme im ehrwürdigen Baß unzähliger Glocken und rufen sie alle hinaus aus ihren engen Stuben und ihrem Alltag, alle, die da bitten: Unser täglich Brot gib uns heute. Und Millionen schwieliger und feingliedriger Lände heben sich in die Strahlen der Herbstsonne und tragen den Dank au die Gottheit, die ihnen Leben und Nahrung gab. Gestern, heute und in Ewigkeit. Denn: wie Gott und seine Schöpfung ewig sind, so ist auch die Erde, der Boden unvergänglich, und mit ihm das rote Blut, das in den Adern seiner Bebauer fließt. Wir neigen uns heute vor Gott, er ist das Sein und Werden. Wir beugen uns vor dem Bauern und seiner Scholle; denn er ist der Mittler von Natur und Mensch, er ist der gesunde, unversiegbare Quell der Raffe und Familie, der Eck st ein allerArbeit aller Stände, jeder Politik und Kultur.
Alles Leben ist eiu immer wiederkehrendes Auf und Ab, Gipfel und Schlucht, Wiege und Sarg, Frühling und Herbst, Nackt und Sonne. So ist die Ernte ein Höhepunkt, eine Pyramide, die errichtet wird in der schwersten Form aller Arbeit, bedingungslos abhängig vou der Gnade oder Ungnade der Natur. Denn keine Arbeit ist so wenig gegen die Launen des Wetters geschützt wie Bauernarbeit. AberauchkeinStandifi darumsokraftvollundzähwiederBauerustand.
Jahrhunderte kamen und gingen, Völker und Dynastien versanken, aber der Bauer und mit ihm die Nasse seiner Väter blieb. Dreißig Jahre raste über Deutschland ein Krieg, und sein Erbe war eine grauenvolle Wüste von Trümmern, Tränen und Blut. Aber durch die zerstampften Aecker zog der Bauer wieder seinen Pflug und «ahm den Kampf auf gegen Oede, Hunger und Tod. Mit Gottvertraue» und Zähigkeit. Denn er ist unsterb- lich. Er war schon da, als alle anderen noch nicht da waren. And die Wett konnte um diese Weisheit nicht hemm: mit Pflug und Schwert begann der Mensch seinen Erdenweg, siedelte, kämpfte und .. . blieb. Wehe dem Volk, welches das vergißt!
Dann kam der Dampf, HSndearbeit und Händewerk vieler Tausender wurden plötzlich wertlos. Schneller als es Menschenhirne ahnte», vermochten wenige Hebelgriffe dasselbe zu leisten, was Hunderten und Tausenden, ja, Zehutausenden zuvor Arbeit und Brot gegeben hatte. So lockte die Stadt mit ihren Fabriken Bauem und Landfraueu, Jungbauern und ihre Schwestern. And es begann eine neue Völkerwanderung der Deutschen: die in die Städte. Arglos und voller Hoffnungen schnürten sie ihre Bündel. Doch die Städte schwollen an zu Massen, die ei« besseres und leichteres Einkommen als Bauernarbett suchten, aber noch nicht einmal ein besseres Auskommen gefunden hatten. Hinter der Not aber, die sie fraß, kauerte der Jude auf seinem Geld und bezahlte seine Regisseure. Noch vor kurzer Jett mit Blut und Boden verbunden und verwurzelt, mußten sie uneins werden, mußten sich hassen, bekämpfen und morden. And die Teufelei gelang: hinter dem unsichtbaren Herrn des Geldes und der Politik, hinter Ahasver, dem Hasser alles Echte« und Verwurzelten taumelte das Volk in sein Verderben. Das Bauerntum wurde vergessen, verlacht und übersehen. Denn wo gestem noch Dome und Dörfer standen, wuchs Schornstein neben Schornstein. Die Dörfer wurden leer, aber die StädtedieneueHeimatderEnterbtenundBe tröge- uen.
Vier Jahre rang Deutschland mit einer Welt von Feinden, bis Hunger und Disziplinlosigkeit die grauen Mauern von hinten angefressen hatten. Schritt für Schritt sank Volk und Staat in ein düsteres Chaos, und es rächte sich das Sprichwort: Bauerntodi st Volkestod. Denn als Deutschland im Jahre 1871 siegreich einer neuen Jett entgegenschritt, überhörte es die Stimmen seines Bauerntums und folgte der Geistesrich- tung des Geldes, die erst unsichtbar und schleichend, am 9. November 1918 aber ohne Maske ihre Gesetze erließ.
Der deutsche Bauer begann einen Leidensweg, der ihn zerbrochen hätte, wenn er nicht rechtzeitig in Adolf Hitler und seiner BewegungeinenKampfgenossengefundenhätte,der gerade seinen, des deutschen Bauern Wert für Voll, Rasse und Wirtschaft in seiner ganzen großen Bedeutung erkannt und den Kampf darum aufgenommen hätte. Längst hatte der Jude begriffen, daß die deutsche Landwirt- schaft das letzte starke Bollwerk deutscher Widerstandskraft und deutschen
Aufbauwilleus ist. And darum setzte sein Vernichtungskampf gegen das deutsche Bauerntum von der Börse aus ein, und die Regierungen des Reiches und der Länder führten aus, was der Jude ihnen befahl. Die Preise für die Erzeugnisse des Ackers standen schon im ersten Stadium dieses Kampfes in keinem Verhältnis mehr zu den Preisen, die der Bauer für die primitivsten Geräte zur Bearbeitung seines Bodens zahlen mußte. Neben einem gewissenlosen Händlertum, das kein Verständnis für die völkischen Güter der deutschen Nation aufbrachte, zerschlug obendrein das Novembersystem erbarmungslos den Eckpfeiler der deutschen Volkswirt- schaft, das deutsche Bauerntum. Von Hof zu Hof eilten die Büttel der Finanzämter und pfändeten alles, was ihnen in die Hände fiel. Die Bauern aber, zerrissen tt» alle politischen Lager unseliger deutscher Parteiverhetzung, mußten zuschauen, wie ein Hof nach dem andern unter den Hammer kam. „Heute der, morgen du." Das war die bange und düstere Frage, mit der die Tage begannen und sanken. So wütete vierzehn Jahre das Gift des Liberalismus gegen den ursprünglichste» Kraftquell der deutschen Nation. And deutsche Minister und hohe Beamte verfolgten den Bauem, als gälte es, Krieg zu führen gegen einen land- fremden Feind. Denn webe dem Bauem, der sich auflehnte, wenn ihm die letzte Kuh aus dem Stall geführt wurde oder wenn sie ihn aus dem Hof seiner Väter trieben, die tausend Jahre dort saßen und ehrlich und treu Getreide bauten, um Brot zu schaffen, sich rein hielten und die besten Sol-atev stellten, aber dafür geachtet wurden, wie es ihnen zukam. Scham und Empörung steigt heute noch jedem empor, wenn er denkt, daß es deutsche Behörden gab, die deutsche Bauem inHandschellen von ihren Höfen zwangen und mit Masckinengewehreu und Polizeiknüppeln tausendjährige Geschlechter durch die Dörfer trieben.
Nur wer den deutschen Bauem kennt, weiß was es heißt, wenn er zu Bomben griff, um sich Gehör zu verschaffen in einer Welt, die in Dividen- den und Aktien lebte und von Bauer, Raffe und Voll nichts wissen wollte. Aber dieser verzweifelte Kampf gegen ein verbrecherisches System mußte versagen, weil er aller Voraussetzungen entbehrte, die in der Machtpolttik den Erfolg zu krönen in der Lage sind. Die Gestalten eines Klaus Heim und eines ThomasMünzer treten vor uns, und wir sehen zu aller Not, die das deutsche Landvolk auf sich nehmen mußte, obendrein Führer, die eines übersahen: daß man nichts erreicht mit führerlosen „hel- leu Haufen" oder Bomben, sondem nur mit einer Truppe, die zusammengehalten ist durche inen Führer, ein Ziel und eine eiserne, unzerstörbare Disziplin. Well ihnen das sehlte, wurden 1525 Zehntausende deutscher Bauem von den Reitern des Papstes niedergemetzelt, ihre Führer enthauptet und ihre Sklaverei vergrößert. Heute dankt es Deutschland seinen Bauem, daß sie sich nicht von unverantwortlichen Wirrköpfen zu Anbesonnenheiten haben hinreißen lassen und daß sie die innere Kraft hatten, zu warten, bis auch zu ihnen der Florian Geyer ihrer Zeit, der Volksführer Adolf Hitler, kam «nd sie unter seine Fahnen rief.
Das Wunder ist vollbracht, das früher kein Deutscher für möglich hielt: alle deutschen Bauem stehen einig und geschlossen hinter einem Führer, einer Idee. Erfüllt ist damit jenes Vermächtnis, das aus dem Lied der Heimkehrenden aus den Bauernkriegen klingt: „Geschlagen ziehen wir nach Haus', unsere Enkel fechten's besser aus!" Jawohl, wir Enkel jener Bauern von anno 1525 haben's besser ausgefochten. Es gibt keine Aneinigkeit, keinen Hader und keine Wirrköpfe mehr. Die eine große siegreiche Idee des Nationalsozialismus hat die zusammengeführt, die noch nie zueinander fanden, solange eine deutsche Geschichte geschrieben wird.
Dieses gewaltige Verdienst hat nicht zuletzt der größte Organisator deutscher Bauem aller Zeit, der Neichsbauernführer N. Wallher Darre, der das wahr gemacht hat, wofür er einen zähen und langen Kampf be- gönnen und durchgeführt hat: dasdeutscheBauerntumistwie- der wie in Vorzeiten der Lebeusquell der nordischen Nasse und nicht zuletzt des deutschen Volkes geworden.
Der heutige Erntedanktag ist dazu ausersehen, dem deutschen Bauern auch vor aller Welt die Stellung einzuräumen, die ihm für seinen Wert und seine Arbeit an Volk und Nation zusteht. Darum schmückt sich jedes Haus und jeder Mensch, freudig bereit, dem Bauern Dank und Ehre zu geben, damit er wieder wird: derEckpfeilerdeutscherPolitik unddeutscherZukunft. Onstav 5taede.