Ausgabe 
(26.8.1933) Nr. 228
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Ne. 228 . Jahrgang 1933

Bremen. Sonnabend, den 26 August 1933 Einzelpreis 15 Big.

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Mllkommen. Sttlerjugen-r

Heute vor 120 Jahren riß eine feindliche Kugel den jungen Lützower Jäger T h eo d-o r Körner aus feinem Leben. Und noch in dem Augenblick, als der mecklenburgische Sandboden bei Gadebusch das Herzblut dieses begeisterten Dichters und Helden trank, war ein neues Lied für Deutschlands Frei­heit im Entstehen. Und genau wie die jungen Kämpfer des Jahres 1813 bei den Liedern Theodor Körners die Begeisterung packte, so lebt heute in Deutschland wieder eine .Generation, die wie keine andere die Gesänge des Freiheitssängers versteht und. mitempfindet. Und wie jene Lieder einst das junge Deutschland mitrissen, so werden , sie auch heute gesungen von den Männern, die in. der SA, SS und in der Hitlerjugend kämpfen für Deutschlands Freiheit. Aber auch noch in einer anderen Beziehung steht Theodor Kör­ner zu unserer heutigen Generation in le­bensnaher Beziehung. Er, der auf der Berg­akademie Freiberg in den Jahrcki 18081810 studierte, hat deutlich den Wert, den Adel der Arbeit besungen. Jene Verse der Bergknappen ,Zier bei der Lampe kargem Schein, durch meines Eifers Macht, gewinn ich froh des Erzes Stein!" , sprechen nationalsozialistisches Gedankengut aus. Der deutsche Freiheits- dichter kannte nicht den Begriff der Lohn- sklaveN, für ihn gab es nur Menschen, die mit Freude und Stolz die ihnen gestellten, Aufgaben erfüllten. 120 Jahre sind ver­gangen, als die tödliche Kugel Theodor Kör­ner erreichte, aber trotz allem ist gerade er dem jungen Deutschland nahe wie kein zwe­iter Dichter.

*

Nach einer Meldung derGermania" aus Freiburg hat das Erzbischöfliche Ordinariat eine Bekanntmachung erlassen, wonach kein kirchliches Hindernis besteht, auch die Fahnen und Ab­zeichen der NSDAP. in die katholischen Kirchen zuzulassen.

Beim Lesen dieser Meldung erinnern wir uns an jene Zeit, in der jeder katholische Geistliche seineseelsorgerische" Tätigkeit dazu benutzte, von der Kanzel herab den Führer des neuen Deuschlands, unsern Reichskanzler Adolf Hitler, und mit ihm die gesamte nationalsozialistische Bewegung, zu verleumden und so das Gottes­haus zu einem Wahl- und Versammlungslokal herabzuwürdigen. Ja, man scheute in jener Zeit selbst nicht davor zurück, unseren Kameraden, die ihr Leben im Kampf um den Wiederaufstieg des Vaterlandes lassen mußten und die wahre Gläu­bige waren, das kirchliche Begräbnis zu verwei­gern, weil die SA. oder SS. mit ihren Fahnen dem Toten das letzte Geleit gab.

Wenn wir auch den Erlaß des Erzbischöf- lichen Ordinariats Freiburg begrüßen und

Ununterbrochen rollen die Sonderzüge znm großen Gebietsauf­marsch der Hitlerjugend der alten, schönen Hansestadt Bremen ent­gegen. Die strahlenden Augen deutscher Jungens und Mädels sind noch versunken in der Unendlichkeit und Schwermut der niedersäch­sischen Tiefe. Bis Bremen am Horizont sichtbar Wird mit seinen Domspitzen, seinen Kirchtürmen und seinem .Meer von Dächern und Schornnsteinen. Noch einen letzten Blick aus dem Abteilsenster, vorbei an Dörfern, saftigen Weiden und Wäldern dann heißt es: Fertig machen zum Aussteigen!"

Die Bahnhofshalle kann die vielen Ankömmlinge kaum fassen, so groß ist der Zustrom. Ueberall frische und fröhliche Gesichter. Un­verbrauchte, nicht betrogene, freie Jugend: das sind die Gäste, dic Bremen wie Könige empfängt, weil es in ihnen die Zukunft sieht das Volk von Morgen,

Das nationalsozialistische Bremen grüßt Deutschlands Ju­gend. Mit vollen Händen hat die Stadt geopfert und gegeben, um den vielen Tausenden deutscher Juugens und Mädels die

Strapazen des Aufmarsches so leicht wie möglich zu machen. Gastfreundlich grüßt ein Meer von Girlanden, Fahnen und Blumen die endlosen Kolonnen, deren Braun schon jetzt die ganze Stadt beherrscht, deren Marschlieder und Jubel widerhallt in den dichten Spalieren auf den Bürgersteigen, der kein ge­schlossenes Fenster duldet und immer und immer wieder uns eine herrliib? Gewißheit gibt,

VaS ist unser deutsches Volk von morgen

ungebrochen in seiner Mast, ungebunden in seinem Denken und Fühlen. Jugend eines Volkes, das selber Jugend ist, Jugend atmet und Jugend lebt.

Hitlerjugend, du Kraftquell der deutschen Nation! Bremen grüßt dich und heißt dich willkommen, fühlt sich mit dir unzer» trennbar verbunden und steht zu dir wie nie einer jungen Ge­neration zuvor. Denn du bist das Morgen, der Erbe derer, die 14 Jahre kämpften und verfolgt wurden, damit Deutschland frei und mächtig wird, seine Söhne und Töchter aber ißne Häupter wieder hochtragen können.

Mi! Adoll Hitler und seiner Fugend sür ei« ewiges deutsches »eich

Berlin. 28. August

Aus Grund des 8 2 des Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen und die Ab­erkennung der deutschen Staatsangehörigkeit vom 14. Juli 1933 hat der Reichsminister des Innern im Einvernehmen mit dem Reichsmi­nister des Auswärtigen durch eine im Reichs­anzeiger veröffentlichte Bekanntmachung vom 23. August 1933 zuniichst folgende im Aus- land befindlichen Reichsangehörigen der deut­schen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt,

aus ihm entnehmen, daß nun die dringend notwendige Wandlung und Umgestaltung in­nerhalb der katholischen Kirche eingetreten ist, so wird man es uns Nationalsozialisten auf der anderen Seite nicht verübeln dürfen, wenn wir die Zeit der . Hetze und der Miß­achtung der katholischen Geistlichkeit gegen­über der deutschen Freiheitsbewegung. nie ganz vergessen werden. Denn unser Kampf und unser Ringen um den deutschen Menschen waren zu hart, um solche Geschehnisse einfach aus der Vergangenheit zu streichen.

w eil s ie durch ein V e rh a l t 4 n, da s

gegen diePflichtzurTreuegegen

N ei ch und Volk verstößt, die deut-

schenBelangegeschädigthaben: Dr. Alfred Apfel,

Georg Bernhard,

Dr. Rudolf Breitscheid,

' Engen Eppstein,

Alfred Falk,

Lyon Feuchtwanger,

Dr. Friedrich Wilhelm Förster,

Helmut von Gerlach,

Elfriede Gohlke, gen. Ruth Fischer,

Kurt Eroßmann,

Albert Grzesinski,

Emil Gumbel,

Wilhelm Hansmann,

Friedrich Heckert,

Max Hölz,

Dr. Alfred Kerr,

Otto Lehmann-Nuhbüldt,

Heinrich Mann,

Theodor Maslowski,

Wilhelm Münzenberg,

Heinz Werner Neumann,

Wilhelm Pieck, ,

Berthold Salomon, gen. Jacob,

Philipp Scheidemann,

Leopold Schwarzschild,

Max Sievers,

Friedrich Stampfer,

Ernst Toller,

Dr. Kurt Tncholski,

Bernhard Weiß,

Robert Weißmann,

Otto Wels,

Dr. Johannes Werthauer.

Zugleich ist das Vermögen dieser Personen beschlagnahmt worden.

Eine Karstadt-Vrovokation!

Anläßlich des Gebietstreffens der HJ. hätte der Karstadt-Konzern geglaubt in völliger Verkenmung des Geistes des jungen Deutsche- land, sein Gebäude mit dem Abzeichen der HJ., umrahmt von zwei schwarz-weiß--roten Fahnen, ausschmücken zu müssen.

,Jn später Abendstunde versammelte sich gestern eine mehrhund ertköpstge Zuschauer- menge, die darin eine ungeheure Provokation sah und ihr Mißfallen in lauten Rufen aus­drückten. Bald hatten sich: auch schon einige handfertige Leute gefunden, die unter Zuhilfenahme von zwei großen Leitern und der Assistenz von Polizisten 'und Ungehöriger der SA, SS und HJ. die zwei'großen HJ.- Abzeichen unter dem Beifall der Menge ent­fernten.

Sik smd unwürdig.

Nl sein

Die 11eber^v!r»6unß ?roIetsrist5

Berlin, 24. August

Nach der marxistischen Definition hat ein Proletarier : ichts zu verlieren als seine Ketten, und nichts zu verkaufen als seine Ar­beitskraft. Das von Karl Marx redigierte marxistische Manifest von 1848 wollte glaub­haft machen, daß der Besitzlose auch kein Vater­land habe und nur eine neue Gesellschaftsord­nung nach revolutionären Kämpfen und eine Umstülpung alles Gewordenen ihm die Mög­lichkeit gäbe, als Klasse eine klassenlose Ge­sellschaft zu bilden und seinen Lohn derart zu

Iftsuts unci morgen klsggl Asnr Srsmsnl

gestalten, daß jede Spannung und jeder Unter­schied verschwände. Ob dieser Proletarier nach einem Siege des Marxismus dann irgendwel­chen geistigen und materiellen Besitz haben dürfte, darüber waren sich die Doktrinäre des Marxismus ebensowenig klar wie über den Weg, den diese Herausbildung des Proleta­riers und die Ueberwindung dieses Begriffes einschlagen würde.

Aber dieser Proletarier, der Enterbte, der Entrechtete, der Ausgebeutete durch den Kapi­talismus, war in Wirklichkeit eine Fiktion. Denn bei der Ueberwindung des alten Stände­staates und innerhalb des bürgerlich-liberalen Zeitalters ging gerade der ftziale Kampf nicht darum, eine weitere Verelendung der Massen als Vorbedingung der Herausführung eines marxistischen Gesellschaftszustandes zu errei­chen, sondern das Gegenteil.

Der soziale Kampf, wenn er auch angeblich das marxistische Endziel hatte, lies doch in der Praxis darauf hinaus, die soziale Lage des einzelnen zu verbessern, und da diese Verbesse­rung sich innerhalb des Rahmens der bestehen­den Gesellschaftsordnung vollzog denn die materielle Hebung der Lage der Arbeiterschaft bis 1914 ist nicht zu leugnen erwuchs für die marxistischen Rabulisten die Gefahr einer Verbürgerlichung der Arbeiterklasse, d. h. des Hineinwachsens der Arbeiter-Organisationen in den Staat und damit die Ablassung des Proletarier-Begriffes und des Klassenkampf- gedankens.

Unmittelbar vor dem Kriege waren die so­zialen Kämpfe in Deutschland fast in gesetz­mäßige Formen gebannt; die Gewerkschafts­bewegung befand sich in einer Mauser und ihre Führer, die Revisionisten, machten Vebels Wort war:Ihr wißt ja gar nicht, wie es bei

xvir 6ie I^eislersmßer erlebten!"

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(Nachdruck, auch auszugsweise, verboten)

In diesem Jahr durften zweihundert Arbeitsdienstfreiwillige in Bayreuth die Meistersinger" erleben. Das wurde nicht nur für jeden Einzelnen zu einem unvergeß­lichen Eindruck es hat Bedeutung für den gesamten Arbeitsdienst und für alle Jungen im FAD. Herr Kirchner, der von der Unterrichtsabteilung der Reichsleitung des Arbeitsdienstes aus es übernommen hatte, diese Bayreuth-Fahrt zu organisieren und auszuwerten, berichtete in einem Gespräch darüber.

Als ich den Auftrag erhielt, zweihundert Arbeitsdienstfreiwillige nach Bayreuth zu führen, war ich mir klar, daß es nicht nur aus den Theaterbesuch ankäme, sondern, daß diese Ge­legenheit praktisch zum Besten des gesamten Ar­beitsdienstes ausgewertet werden müsse.

Bei der Auswahl der Teilnehmer waren zwei Gesichtspunkte maßgebend. Aus allen deutschen Gauen sollten in erster Linie diejenigen Arbeits­dienstfreiwilligen ausgewählt werden, die sich durch besondere Leistungen hervorgetan und möglichst den Arbeitsdienst schon seit seinen ersten Anfängen mitgemacht hatten. Sodann kamen alle Musikbegeisterten besonders in Frage, wobei ich jedoch nur das Empfinden, in keiner Weise aber die musikalische Vorbildung berück­sichtigte.

Nicht teilnehmen sollten aus sozialen Gründen die Führer aufwärts vom Obertruppführer.

Die Anfahrt war so organisiert, daß jeder am Abend des Tages vor der Aufführung um 18 Uhr in Bayreuth eingetroffen sein mußte.

besuchen

Nach allen Lagern waren Anweisungen über die zu benutzenden Züge gegangen, . die Strecken waren so ausgewählt, daß jeder möglichst inter­essante Punkte seiner Heimat im Vorbeifahren kennenlernte. DieMitropa" hatte in dankens­werter Weise die Verpflegung der bon weither Kommenden übernommen.

Im Lager der Bayreuth-Fahrer

Um dieMeistersinger" erleben und in sich auf­nehmen zu können, mußten die Leute ausgeruht sein; andererseits aber wollten wir die Frei­willigen nicht unbetreut sich selbst überlassen. Diese beiden Ziele konnten durch das Entgegen­kommen des Bäyreuther Magistrats voll erreicht werden, der es ermöglichte, einLager der Bay­reuth-Fahrer" zu schaffen. Die 200 Karten, die > wir erhalten hatten, galten für insgesamt vier Vorstellungen, so trafen an jedem Abend vor der Meistersinger"-Aufführung fünfzig Mann im Lager' zusammen. Sie kamen aus Bayern und Hainburg, aus Danzig und dem Saargebiet kein deutscher Gau, der nicht vertreten wäre!

Am Tag der Aufführung standen wir um halb . sieben auf und machten bis sieben Uhr in der, Turnhalle Freiübungen, dann ging es ins.Bad. Um halb acht wurde zum Morgenfrühstsck abge­rückt. '

Schon während des Frühstücks begann die Un­terhaltung überFreizeitgestaltung im Lager", daran schloß sich eine Aussprache über Wege der deutschen Sprache und des. Sprechchors< Die - Resultate, zu denen wir dabei kamen, sollen, in allen deutschen Arbeitsdienstlagern verwirklicht werden, so daß durch diese Bäyreuther. Anregun­

gen der Sprechchor im deutschen Arbeitsdienst einen neuen. Aufschwung erleben,wird.

Dann wanderten wir dUrch.idie Stadt bis zur Eremitage und dort hielt am römischen Theater Pg. Molenaare, der im Auftrage des Sturm­bannführers Fiedler, des Freundes Horst Wessels, den SA.-Sprechchor-Sturm gebildet hat, den Einleitungsvortrag.

Im Marsch gings zurück, über die Rollwen- zelei! Geschlossen wurde das Mittagessen einge­nommen, anschließend sprachen wir noch über die Tischkultur im Lager, und dann kam das Schwierigste: Von eins bis drei mußte sich jeder ins Bett legen und schlafen. Aber auch das hat tadellos geklappt!

So zogen wir-denn um halb vier Uhr frisch. und aufnahmefähig, geschlossen. zum Festspiel­haus. Am Ende der Vorstellung. aber ging jeder allein und auf welchem Wege er wollte, nach Hause.

Kurz sei. noch der Plan des folgenden Tages erwähnt. Beim Frühstück: Aussprache über die Oper. ' Es folgte eine Führung durch Bayreuth und, die Villa Wahnsried. Mus vorher festgeleg­ten Strecken die möglichst nicht die..gleichen wie die der Anfahrt waren kehrten die Jun­gen in ihre Lager zurück. Sie nahmen nicht nur ein tiefes inneres Erlebnis mit, die Ausspra­chen haben zwischen ihnen und der Reichsleitung ein Band geknüpft, und'schon jetzt bauen wir diese Verbindung aus. Denn'wir wollen, daß die ' Bäyreuthfarer Pionieren ' einer neuen deut­schen Lagerkultur werden.- '' ' '

Jungens vom FAD. schildern ihr Erlebnis

Der: tiefe' Eindruck, den: die .Meistersinger" hinterließen, läßt sich nicht besser -schildern- als mit den eigenen Worten der Baifteuthfahreri.Jn Briefen qn dieMeichNcftüng-.haben fre.'sich über diese Tage- ausgesprochen.

Zwei Briefe, der eine von einem einfachen Freiwilligen aus Bayern, Arbeiter von Beruf, der andere von einem Obertruppführer, der geistig durchgebildet versucht, das Erlebnis in seinen Einzelheiten darzustellen diese beiden gegenübergestellt, dokumentieren am besten, welch gewaltiges Erlebnis diese Tage wurden.

So schrieb der Freiwillige aus Grafing:

Noch muß ich immer an die schönen Tage in Bayreuth denken und werde sie auch nie ver­gessen . . . Noch nie in meinem Leben habe ich ähnliche Tage' erlebt, durch den Besuch der Oper konnte ich erst begreifen, was einst deutsche Meister geschaffen und was es heißt, selbe zu ehren und zu seiern.

Früher war sür uns Arbeiter Bayreuth und die Festspiele ein fremdes Wort. Heute, wo unser Führer.sein.Wort in die Tat umgesetzt, ist es auch uns möglich, deutsche Kunst und deutsche Meister kennenzulernen . . ."

Das größte Erlebnis meines Lebens!"

Und der Obertruppführer aus Hahnenmoor schreibt:

^Noch klingen mir die schönen Tage der Bäyreuther Festspiele nach und geben mir die Feder in die-Hand, um Ihnen auch im Namen meiner Kameraden zu danken.

Bayreuth war für mich und ich glaube, auch für meine Kameraden, das größte Erlebnis meines Lebens.

Allein schon die'Fahrt . . .! Und dann Bayreuth!'

' Ich weiß/ daß es mir nicht gelingen wird, Ihnen das vollkommen zu schildern, was wir dort erleben durften . . . Aus allen Gauen Deutschlands waren junge Deutsche zusammen­gekommen,' um an dieser Stelle, an der einst der größte Genius Deutschlands gelebt und geschaf- sen-hat, deutsche Kunst und deutsches Wesen zu erlebe«.

In allen Augen war dasselbe Leuchten, und auf allen Gesichtern konnte man dasselbe lesen. Nicht etwa eine erhabene Selbstverständlichkeit, nun bei den neuen Machthabern Deutschlands hier zu sein. Nein! Aber eine große Freude und der Stolz, vom Führer dazu berufen zu sein, das neue Deutschland hier zu vertreten.

In der gewaltigen Sprache und Musik der Meistersinger" erlebten wir nationalsozialisti­sches Denken,, deutsches Wesen und deutsche Kunst...

In Bayreuth haben wir endlich das große ErbeDeutschlands" erleben dürfen, das in un­sere Hände gelegt ist, und das wir zu hüten und zu vermehren verpflichtet sind, um es weiterzu­geben an die, die nach uns kommen.

P. E.

Lrlolß einer Vremer äsnßerin

DasBäyreuther Tagblatt" vom l. August meldet unter einemMusikalischer Abend des Bäyreuther Bundes" betitelten Artikel über das Auftreten einer Bremer Sängerin:Die Sängerin Hanna Zahlmann-Bvemen, sang Lieder nach Texten Goethes (von Schumann, Beethoven, Richard Strauß) und eine Lisder- auswahl von Paul Gräner und ersang sich vor allem mit dem letzteren, dank der ein­drucksvollen Kraft ihres gepflegten Mezzoso­prans und der fühlbaren geistigen Durchdrin­gung der einzelnen Lieder einen lauten Er­folg." DasFränkisches Volk" berichtet über das gleiche Konzert:Die Sängerin Zahlmann aus Bremen, von Fräulein Trink- lein, Bayreuth, mit glänzendem Anpassungs­gefühl begleitet, sang mit feingeschulter, wohllautender und zu höchster Steigerung fähiger Stimme Lieder von Schumann, Beethoven, Strauß und Gräner. Sie errang, namentlich für ihr LiedKönigin" stürmischen