Ausgabe 
(17.7.1933) Nr. 188
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Nr. 188 . Jahrgang 1833

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MWes Sinke« -er AebeitSloMett in Sttvreuhen

Ei« glänzender Erlolg -er Arbettsbelchafsvng durch die Regierung Killer

Kreis VMallen Völlig frei von Erwerbslose«

Königsberg, 17. Juli.

Der zielbewußte Kampf gegen die Arbeitslosigkeit hat auch in Ostpreußen schneller als er­wartet zu bedeutenden Erfolgen geführt. Durch planvolle Arbeitsbeschaffung, nicht etwa durch Notstandsarbeiten oder künstlich geschaffene Arbeit, ist es in wenigen Wochen gelungen, in einem ganzen ostpreußischen Kreis, Pillkallen,

die Arbeitslosigkeit vollkommen zu beiseitigen.

Innerhalb der nächsten drei Wochen ist Pillkallen in der Lage, weitere 1888 Arbeitslose aus anderen Kreisen bei sich zu beschäftigen.

Der Oberpräsidcnt Erich Koch rechnet damit, daß spätestens am 1. August, also in 14 Tagen, der gesamte Regierungsbezirk Allenstein in Ostpreußen frei von Arbeitslosen ist und bis zum 15. August auch der ganze Regierungsbezirk Gu «binnen. Das günstige Fortschreiten des Ge­neralangriffs gegen die Arbeitslosigkeit in Ostpreußen läßt die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß bis zum 1. Oktober die ganze Provinz von Arbeitslosen frei ist.

Der Oberpräsident meldete dieses Ergebnis in einem Telegramm dem Reichspräsidenten von Hindenburg, dem Reichskanzler Hitler, dem Ministerpräsidenten Goering, dem preußischen Staatsministerium und dem Arbeitsministerium.

Die Ankunft -es Saldo-Geschwaders in

Chicago

Ungeheure Begeisterung Saldo rm Mussolini

Newyork, 16. Juli. Die Ankunft des Balbo-Ee- schwaders in Chicago gestaltete sich zu einem Triumph der italienischen Flieger. Die Italiener überflogen zunächst den Michigan-See, worauf sie über der Stadt erschienen und mehrere Schleifen über der Stadt und dem Ausstellungsgelände flo­gen. Eine Riesenmenge, die alle öffentlichen Plätze besetzt und die Straßen verstopft hatte, brach immer wieder in begeisterte Zurufe aus. Nachdem das Ge­schwader den See verlassen hatte, wer es aus eine Höhe von 3600 Fuß gegangen. Darauf wandte es sich wieder dem See zu, und kurz nach 23.36 Uhr MEZ. begannen die Landungsmanöver. Als erstes wasserte die an der Spitze fliegende Staffel des Luftsahrtministers Valbo. Die drei Flugzeuge gin­gen um 21 Uhr nieder. Während dann ei" Flug­zeug nach dem andern auf dem Michigan-See was­serte, wurden vom Ausstellungsgelände Ehkeu­sch üsse abgegeben. Ganz Chicago war auf den Beinen und die Hunderttausend« gerieten in eine Begeisterung» die keine Grenzen kannte. In schneller Reihenfolge wasserten die Flugzeuge staffelweise, die letzte Maschine war um 21.16 Uhr MEZ. auf dem See niedergegangen.

Während des letzten Teiles des Fluges sandte Balbo an Mussolini ein Funktelegramm, in dem es heißt, daß die letzten Stunden sehr schwer gewesen seien. Ueber dem Ontario-See lag ein Gewitter, das umflogen werden mußte; die Geschwindigkeit mußte deshalb erheblich verringert werden. Wäh­rend des. letzten Teiles des Fluges herrschte rauhes Wetter, das den Fliegern erheblich auf die Nerven ging.Aber jetzt, in Sicht des Michigan-Sees und nur noch 60 Meilen von

Chicago entfernt," so heißt es im Telegramm zum Schluß,ist all' unsere Müdigkeit verschwunden."

WeWieger Vost in Verlier gelandet

Berlin, 16. Juli. Der amerikanische Weltflieger Wiley Post, der am Sonnabend in Newyork, 10.11 Uhr m. e. Z., zu einem neuen Weltslug, mit Berlin als erstem Ziel gestartet war, ist am Sonntagmittag, um 11.58 Uhr m. e. Z., aus dem Flugplatz Tempel­hof glücklich gelandet. Demnach hat Post die Strecke Newyork -Berlin in 25 Stunden zurückgelegt. Es ist der erste Flieger, dem es gelungen ist, in einem Ohne-Halt-Flug von Amerika nach Berlin die Reichshauptstadt direkt zu erreichen.

Nach einem Aufenthalt von rund zwei Stunden ist er nach Aufnahme von etwa zweitausend Liter Brennstoff um 14.18 Uhr m.e.Z. vom Flugplatz Tempelhof zum Weiter- slug in östlicher Richtung gestartet. Er be­absichtigt, bis Nowosibirsk (Westsibirien) durchzufliegen.

Zum Weiterflug gestartet

Königsberg, 17. Juli. Der amerikanische Weltslieger Post ist heute früh 6.15 Uhr zum Weiterflug gestartet.

Wir kämpfen mir säe VeMWa«-!'

Frei-estsimÄgebmig am VöllersAlachtdenimal

Leipzig, 16. Juki. Aus Anlaß des Gaupartei­tages der NSDAP. Sachsens fand am Sonntag­vormittag eine Freiheitskundgebung der SA. und SS. vor dem mit einer riesigen Hakenkreuzfahne geschmückten Völkerschlachtdenkmal statt, bei der Reichskanzler Adolf Hitler, Reichsminister Dr. Goebbels, Stabschef der SA., Hauptmann Röhm, Reichsführer der SS., Himmler, Reichsstatt­halter Mutschmann und die sächsischen SA.- und SS.-Führer teilnahmen. Die Kundgebung eröffnete Hauptmann Rohm mit einem Gruß der hundert­tausend deutschen Kämpfer der nationalen Revo­lution an den Führer Deutschlands, Adolf Hitler, Das dreifache Siegheil auf den Volkskanzler hallte mächtig über das weite Gelände und die Straße des 18. Oktober wieder, die dicht von den braunen Bataillonen besetzt war.

Unter lautloser Stille nahm sodann der Führer das Wort zu einer Ansprache an seine Kämpfer. Er führte ungefähr folgendes aus:'

Ich grüße euch angesichts dieses Denkmals in der Erinnerung an einen großen Freiheits­kamps der deutschen Nation, und ich grüße hier fünfzehnhundert unserer alten Garde, die

feit über zehn Jahren in unverbrüch­licher Treue

in Glückstagen und in den Tagen des Leides zu unseren Fahnen gestanden sind. In einer Revolution hat das nationalsozialistische junge Deutschland die Novemberrevolte end­gültig aus Deutschland fortgeweht. Wenn diese Revolution in einem so großartigen Schwung durchgeführt werden konnte und wenn vom ersten Augenblick an der Erfolg sicher war, dann verdanken wir dies der ein­zigartigen Tatsache, daß uns das Schicksal die Möglichkeit gegeben hat, in 14 Jahren die Kräfte dieser Erhebung planmäßig zu organisieren.

Ihr Männer, die ihr hierfteht, ihr seid mit die Träger dieser Revolution gewesen. Ihr müßt nun aber dafür sorgen, daß sie end­gültig gelingt, das heißt, daß dem deuts

Volks die innere Kraft wiedergegeben wird, ohne die kein Volk aus dieser Erde leben kann.

Zwei Phasen hat diese Bewegung bis jetzt durchgemacht. Wir haben den Kamps für uns und um unsere Weltanschauung in Deutsch­land gekämpst und geführt gegen den Terror unserer Feinde. Niemals wäre unsere Idee

in Deutschland siegreich geworden, wenn nicht zuerst Tausende, Zc taufende unserer braunen Mitkämpfer frei­

setzn- und Hundert«

willig mit Einsatz ihres Lebens sich für diese große Idee eingesetzt hätten. Der Geist der Revolution ist durch euch ge­schützt worden. Dann kam

die zweite Phase des Kampfes:

Ihr habt endlich mit einem einzigen revo­lutionären Schwung im Kampf um die Macht gestanden und nun steht vor'uns allen die:

dritte und für die Zukunft entscheidende Phase unseres Ringens. In dem Kamps der vergangenen Jahre ist klar geworden, daß bereits Millionen von der Idee des National­sozialismus ergriffen worden sind. Heute führen wir nicht nur dreizehn oder siebzehn Millionen, sondern das ganze deutsche Volk, und deshalb erwächst uns die Ausgabe, die

> Millionen Menschen, die innerlich noch nicht zu uns gehören, zu erziehen. Wir wissen, daß wir Gewaltiges für die Zukunft noch leisten müs'en. Diese gewaltigen Aufgaben der Zukunft, das wissen wir, werden nur gelöst werden durch Dienst und Pflicht­erfüllung, und damit geht die große Kamps­bewegung des deutschen Volkes in ein neues Stadium ein.

Der Geist der uns Mb beseelt heW Deutschland

Wir sind eine Farbe und sind Kameraden. Alle müssen lernen, in dem Volksgenossen den Kameraden und Bruder zu s-hen und aus sich herausreißen die Ueberlieferung der Vergangenheit, die uns auseinanderbrachte. Wir wollen hier an diesem Denkmal, einer deutschen Arminsäule, das feierliche Bekennt­nis ablegen, daß keine Macht der Welt uns trennt. Das Band, das uns alle umfaßt, der Geist, der uns alle beseelt, und den wir nennen: Deutschland!

Nach der Rede des Führers erklangen, von den Zehntausenden gesungen, das Horst- Wessel-Lied und das Deutschlandlied.

Anschließend begab sich der Führer zu der mehr als 25 800 Personen fassenden riesigen Maschinenhalle der Technischen Messe, um den dort zur gleichen Zeit tagenden Amts­walterkongreß zu schließen. Hier führte er aus:

Wenn es irgendeines Beweises bedarf für die unzerstörbare Kraft der deutschen Nation, dann sind die hinter uns liegenden Jahre für uns alle ein überwältigender Beweis. Als ich vor zwölf Jahren zum erstenmal nach Sachsen kam, da war eine Handvoll Menschen versammelt, ich glaube, nicht mehr als fünfzig oder sechzig. Und nun, zwölf Jahre später, sind wir hier in einer Stadt, die man viel­leicht mit Recht eine der rotesten in Deutsch­land bezeichnen konnte, und nun hat sich in dieser Stadt eine Umwälzung vollzogen. Zwölf Jahre haben genügt, um eine uner­hörte Umstellung vorzunehmen. Es ist ein gewaltiges Wunder um diese Revolution. Sie ist, wie fast alles in unserem Volke, das Ergebnis methodischen Denkens und metho­dischen Handelns, vielleicht die organisierteste Revolution, die jemals stattgefunden hat. Denn es wird schwerlich Revolutionen geben, die am Tage des Gelingens schon einen so großen Prozentsatz des eroberten Staates, geistig und innerlich, errungen und erobert haben.

Wir sind nicht als eine Handvoll Meuterer in diese Machtstellung gekommen, sondern unter uns marschierten bereits Millionen einer organisierten Bewegung, der größten, die Deutschland je gehabt hat.

Wir wissen alle, daß die Revolution ihr Gelingen erst in der darauf folgenden Zeit zu

beweisen hat. Die Macht zu eringen ist nicht schwer. Schwer ist es, diese Macht auch zu bewahren; am schwersten aber, die Menschen alle für einen neuen weltanschaulichen Zu­stand zu erziehen. Wir wissen ganz genau, daß es heute in Deutschland niemanden mehr gibt, der sich dieser Erhebung widersetzen könnte. Wir wissen genau, daß niemals eine Revolution mehr Volkskraft hinter sich hatte als wir. Wir wissen aber auch, daß für die Geschicke unserer Nation entscheidend sein wird, ob es uns gelingt, diese fünfund­sechzig Millionen Männer und Frauen geistig und innerlich in die Ideenwelt des National­sozialismus einzuführen. (Beifall.)

Wenn man diese gigantische Organisation in Deutschland übersieht, die Millionen Menschen schwere Opfer und Lasten auferlegt hat, dann können wir sagen, diese Bewegung ist nicht ein leerer Wahn, sondern sie ist Leben, sie ist Wirklichkeit geworden.

Wir wissen, daß unser großes Bekenntnis seine letzte Erfüllung nicht von heute aus morgen finden kann. Allein es ist unser unerschütterlicher Wille, daß wir dieses Bekenntnis auf unsere Fahnen ge­schrieben haben. Wir werden dafür sorgen, daß diese Arbeit der Erziehung zu einem Volke, zu einem Volksbewußtsein ausgeführt wird. (Beifall.) Die Erziehung von Männern und Frauen zu einem neuen Volksgedanken, zu einem neuen Staatsgedanken können wir niemals anderen überlassen» sondern sie ist ewiges Vermächtnis unserer Bewegung.

Die Aufgabe, dafür zu sorgen, dem Reiche, das wir wollen, die Männer zu schaffen, die erprobt durch Leid die Erziehung des Volkes zu einem neuen Staatsgedanken durchführen, ist die größte Funktion und bleibt für immer die Aufgabe der Partei. Das neue Deutsch­land ist anders, als das vor sechs Monaten! Damals erfüllte die Menschen der Geist der Unterwürfigkeit, der Geist des Zweifels und Mißtrauens, der Geist pazifistischer Feigheit. Deutschland lebt wieder, und niemand darf denken, daß es gelingen könnte, dieses Leben unseres Volkes zu beenden, denn den ein­zigen, der es beenden könnte, haben wir ge­schlagen. (Tosender Beifall.)

Der äußere Sieg ist errungen, die geschicht­liche Wendung eingetreten. Partei um Partei

Was jsäsr Osulscds über «He wichtigste LrruvükrsZe üer 2sit wissen

Von Dr. U. <kss», Oortmnnck

Der Dortmunder Frauenarzt Dr. F. Jeß. der an der ersten im Gau Westfalen-SLd von Gauleit. Wagner gegründeten Hochschule sür Politik die Vortrage über Rassenkunde übernommen hat, wird in einer nunmehr solgenden Artikelserie in gemeinverständlicher Form die wichtigsten Fra­gen aus diesem heute wohl aktuellsten Gebiete darstellen.

I

Weite Kreise des deutschen Volkes leben auch heute noch dauernd in der Vorstellung, derRassenstandpunkt" der narionalsozia- liftischen Bewegung erschöpfe sich in einer fanatischen Gegnerschaft gegen das Juden­tum. Diese Auffassung ist gänzlich irrig und erklärt sich nur aus geistiger Unbewegl'ichkeit der Massen einschließlich der sogenannten ^Intellektuellen". Es ist für uns hoch­interessant. zu beobachten, wie erst jetzt, nach unserer Machtergreifung, scheinbar sehr viele «nserer Volksgenossen anfangen, sich ernsthaft mit der Rassenfrage zu beschäftigen- Man ersieht das aus anonymen Zuschriften, die "wnbesonders nach Vortragen vor Beamten bekommt. Zweierlei erkennt man aus diesen Zuschriften: einmal die völlige Schimmer- losigkeit selbst bei Akademikern über den Kernpunkt des Problems und dann die in­fame Verhetzung, durch die diese Ahnungs- losen m eine haßerfüllte Frontstellung gegen die einzige große politische Bewegung, die Deutschland zu retten vermag, hineingetrieben

worden sind. Totschweigen durch die zu nahezu 80 Prozent jüdisch geführte oder be­einflußte bürgerliche Presse in der November­republik oder niederträchtigste Verleumdung und Entstellung hat dieseErfolge" gezeitigt! Hier muß in breiter Front die Welle einer nimmermüden Propaganda in die geschlagene Bresche htneinfluten und die Berge von schiefen und falschen Ansichten und Vor­urteilen unterhöhlen und wegspülen.

Es muß also einleitend mit großem Nach­druck festgestellt werden, daß sich unser Rassenstandpunkt" zunächst nur mit unserm eigenen Volk und seiner Rassenmischung beschäf­tigt. Aus dem Studium der Rassenkunde ergibt sich dann die Erkenntnis unsererRassenlage", d. h. des Grades unserer Rassenmischung und hieraus die Fragen, inwieweit diese Mischung als günstig oder ungünstig nach den geschichtlichen und politischen Erfahrun­gen zu gelten hat, ob eine Veränderung und dadurch bedingte Verschlechterung diese" Rassenlage und damit des Wertes und der Leistungsfähigkeit unseres Volkes droht und endlich, wie eine solche Gefahr gebannt ode- sogar eine Verbesserung erreicht werden kann! Nach Klärung aller dieser Grundfragen er­gibt sich dann ganz zwanglos und vollkom­men selbstverständlich die einkoche Forderung nach Ausscheidung des grundsätzlich Frem­

den aus dem eigentlichen Volkskörper- Selbst wenn die grauenhaften Erfahrungen der dunkeln Novemberrepublik in Form der Vergiftung und Ueberfremdung unseres gan­zen Lebens auf allen Gebieten nicht vor­lägen, würde sich diese notwendige Schei­dung aus den genannten Erkenntnissen allein ohne weiteres ergeben. Für instinktsichere Volksgenossen ist das übrigens stets eine Selbstverständlichkeit schon lange vor dem Kriege gewesen, insbesondere für diejenigen mit einheitlich nordischer Artung. Die fast unbegreifliche Verworrenheit hat in diese Dinge das liberalistische Zeitalter gebrach" mit seiner einfach irrsinigen Parole von der Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt im Verein mit unserer Rassenmischung! Wir haben also diese Parole aus der West zu schaffen und dieFehlleiiunq" unterer Geistigkeit durch unsere zu stark gewordene Durchmischung zu bekämpfen. Waren bisher Judentum und alles Minderrassige oder stark verbastardierte in Deutschland in allen Fragen maßgebend, so haben wir nunmehr den Schwerpunkt auf das vorwiegend Nor-' dische zu legen, Weil es nun einmal unwider- leglich in der Hauvtsache das eigentliche Wesen der Dentichbeit ausmacht! Selbst wenn man dem Beispiel von Claus, Die, nordische Seele" und ..Raste und Seele" fol­gend von einer ..Wertung zunächst absiebt, muß man auf dem Wege der Forschung ohne weiteres zur Ablehnung deskr-md Gear­teten" kommen, da eben jede Menschenart ibre Artung heiike ihr inneres Gesetz, ant dem sich auch ihr Stil ergibt- Ein glückliches und harmonisches Leben aber'

kann sich für jedes Volk nur dann entwickeln, wenn es seiner Art und seinem Stil ent­sprechend sein gesamtes Leben gestalten kann. Das Gegenteil wird eintreten, wenn ihm firemde Artung und fremder Stil anfgezwnn- gen wird, ein unharmonisches und unglück­liches Leben. So ist für uns das Leben in der Novemberrepublik fast auf allen Gebie­ten ein Durcheinander schriller Mißtöne ge­wesen, qualvoll und beschämend zugleich, be­sonders in Stunden stiller Sammlung und Rückschau.

Die Besten haben zunächst möglichst abseits vom Getriebe irgendwie versuchtihren Kohl zu bauen", wie Euringer einmal sagt, eine Existenztrotzdem" zu gründen und mit skep­tischem Kopsschütteln gewartet. Die Aller­besten haben mit dem Mut und der Kraft der Verzweiflung weitergekämpft und sind zum Teil dabei verdorben und gestorben. Der Größte aber hat, weil ihm die Gnade tiefster Erkenntnis zuerst zu teil wurde und über­menschlicher Mut die leuchtende Fahne er- hoben in deren Mitte unablässig die uralte Rune mahnt an das ewige Gesetz der Ar­tung, .dessen Mißachtung ein Volk aus die Dauer mit dem unabwendbaren Untergang bezahlen muß!' Als dann dieser Anruf au das Blut trotz über hundertjähriger Verbil- duug durck> eine falsche Geistesrichtung stän­dig wachsend Widerhall fand in der breiten Masse der Volkes, da löste sich der schnürende Reif von Skepsis und hoffnungsloser Trauer, der die Herzen seit jenen schmachvollen No- vembertagcn umfaßt hielt, daß sie wieder frei schlagen konnten, geschwellt von Hoff­nung und riLULM Glauben: sollte nun doch

die Saat reifen, die wir einst in fremde Erde senkten in zwei Millionen unserer Besten?!

War doch genug des reinen Blutes übrig geblieben trotz jener schrecklichen Auslese der Besten durch den Tod, um schon nach so kur­zer Zeit einem neu erstandenen Geschlecht die Kraft zu geben, den morschen Bau des Zwi- schenreiches einzureihen und das' Reich der Deutschen neu zu zimmern auf den ewigen Fundamenten von Rasse, Blut und Boden?! Lange Zeit ist auch sehr vielen, die im Grun­de zustimmten ,diese große Wurf allzu kühn erschienen. Erst die erlösende Tat konnte diese Zauderer mitreißen. Wieder einmal wurde das Faustwort Wahrheit: im Anfang war die Tat und die immer nene Erkenntnis, daß Männer die Geschichte machen, die das Wort Napoleons beherzigen: Politik ist das Schick­sal und die Afterweisheit eines Rathenau verachten, die die Wirtschaft in diesen hohen Rang erheben wollte, sür uns ein fast ko­misches, aber echt jüdisches Mißverständnis!

Zum Kern der Dinge aber dringen wir erst dann vor, wenn wir dieses Wort Na­poleons dahingehend erweitern, daß wir sa­gen: Rasse ist Schicksal! Niemand soll glauben, daß er, ohne eine klare und tiefe Vorstellung von der Bedeutung dieses Wortes zu besitzen, von sich behaupten können, daS Wesen der nationalsozialistischen Weltschauung begriffen zu haben! Hierüber herrscht auch in den Kreisen von Anhängern und sogar ein­geschriebenen Mitgliedern oft noch eine er­staunliche Unklarheit, von der dumpfen Un­bildung und Dummheit der ausgesprochenen Gegner aller Lager ganz abgesehen!

Wortjchung jolsH,