Ausgabe 
(14.7.1933) Nr. 185
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 185. Jahrgang 1S3S

Verlag, Schristleiftmg und Geschäftsstelle: Geeren 6—8. Speech, stunden der Schriftleitung: Montag bis Freitag i2 bis l3 Ahr Fernsprecher: Roland Nr. 625— 628. — Die BNZ erscheint täglich morgens, nur am Montag mittags, und kostet monatlich 2.3V ein- schließlich Botenlohn, durck die Post bezogen erhöht sich der Preis um 42 Zustellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu entrichten-

viemerllationali'orialiMolie Zeitung

Das Amtlieke Oraan dss der Trererr Bremern ^

Bremsn. Festtag. den 14. Juli 1935 Einzelpreis 15 Vls.

Anzeigen: hiesig« die 14 gespaltene mm-Zeile V.1V, auswärts

0.12^ im Textteil 0.50, auswärts 0.70; Stellengesuche und Familienanzeigen o.06: sonstige tletne Anzeigen K! 0.V8. Platz» orschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Betriebsstörung. Streik, Ver­bot u.s. w. hat der Bezieher keinen Anspruch aui Rückzahlung des Bezugspreises.

»Wie haben durch Kamps das Land erobert, jetzt «Wen wie es durch Frieden bestellen"

Vie Rede des Reichskanzlers vor den Gauleitern und Treuhändern

Bankerott der WellwirtschaftSkonserenz

Berlin, 13. Juli.

Reichsbankpräsident Dr. Schacht gewährte dem Londoner Vertreter des „Völkischen Beobachters" eine Unterredung, in der er u. a. ausführte: „Ich betrachte das Vorhandensein stabiler Währungen als unerläßliche Voraussetzung für jede wirtschaftliche Zusammenarbeit der Nationen. Deutschland hat be­wiesen, daß eine Währung auch ohne Golddeckung stabil gehalten werden kann.

„Wir sind aber keine Goldfanatiker" erklärte Dr. Schacht weiter, „allerdings ist immer noch das Gold das geeignetste Mittel für internationale Wert­messungen. Nachdem die Vereinigten Staaten er­klärt hätten, daß sie die Dollarwährung augenblick­lich nicht stabilisieren können, wäre es das klarste gewesen, die Weltwirtschaftskonferenz sofort zu ver­tagen. Das ist nicht geschehen; zunächst aus äußeren Gründen, dann aber, weil immer noch Hoffnung auf eine amerikanische Stabilisierung vorhanden war.

Die deutsche Delegation ist im Sinne des Führers ohne große Begeisterung, aber mit dem ernsten Willen in die Konferenz gegangen, jede Möglichkeit der Verständigung zu fördern und zu stützen. Diese Verständigung konnte nur eines zum Ziele haben, die Bereinigung der wirtschaftlichen und finanziellen Schlappen und Rückstände des Krieges und der un­sinnigen Friedensverträge, also mit anderen Worten, die Schaffung eines neuen Staates sür alle. In keiner Weise hat die Weltwirtschaftskonserenz sich fähig gezeigt, diese Dinge auch nur im leisesten an­zugreifen.

Seit den Wirtschaftskonferenzen in Brüssel und Genua nahmen bisher fast alle internationalen Kon­ferenzen nach dem ersten kompakten Anfang den­selben Weg abwärts, wie der Parlamentarismus in den meisten Staaten der Welt, und der allgemeine Wunsch, der sich in einer Reihe von Ländern be­reits gegenüber den. Parlamenten durchgesetzt hat, dürfte nun auch bei dieser Art von Konferenzen in Erfüllung gehen mit der Parole: „Nie wieder Gequassel!"

Dr. Schacht äußerte noch, er sei in einer Weise denk amerikanischen Präsidenten Roosevelt dankbar. Roosevelt habe grundsätzlich denselben Gedanken, den Hitler und Mussolini zur Tat gemacht haben. „Nehmt euer Wirtschastsschicksal selbst in die Hand und ihr helft nicht nur euch, sondern der ganzen Welt."

Vs. KeMsr Beauftragter der NSVAV. Mr WirtschaftSirageu

Berlin, 13. Juli.

Der Führer hat folgende Verfügung erlassen:

Den Parteigenossen Wilhelm Keppler habe ich «ls meinen Beauftragten sür Wirtschastsfragen in die Reichskanzlei berufen. Ich ernenne ihn hiermit gleichzeitig zu meinem Beauftragten sür Wirtschasts­fragen innerhalb der Partei. Alle wirtschaftspoliti- schen Organisationen der Partei sind ihm unterstellt. Berlin, den 13. Juli 1933.

gez. Adolf Hitler.

Ingenieur Wilhelm Keppler, der der nationalsozi­alistischen Reichstagsfraktion angehört, wurde am 14. Dezember 1882 in Heidelberg geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Heidelberg und Rastatt studierte er an den Technischen Hochschulen Karlsruhe und Danzig Maschinenbau. Von 1911 Ingenieur in der chemischen Industrie, war er von 1912 als Leiter industrieller Unternehungen tätig. Ingenieur Kepp­ler gehört der deutschen Abordnung aus der Londoner Weltwirtschaftskonserenz an.

Berlin, 13. Juli.

Die Reichspressestelle der NSDAP. teilt mit:

Der Führer sprach am Mittwoch abend zu den in der Reichskanzlei versammelten Gauleitern, Treu­händern der Arbeit und Landesobleuten der Be- triebszellenorganisation über politische und wirt­schaftliche Fragen. Die Tagung Wunde geleitet vom Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß. Anwesend waren u. a. auch Reichswirtschaftsminister Schmitt und Reichsarbeitsminister Seldte.

In der zweieinhalbstündigen großen Rede brachte Adolf Hitler einleitend zum Ausdruck, daß die ge­waltige umwälzende Zeit, in der wir leben, für unser Volk von reichstem Segen sein werde, wenn die weitere Entwicklung und Aufbauarbeit ebenso plan­mäßig verlaufe, wie die Vorbereitung und Durch- führung der nationalsozialistischen Revolution bisher. Im Besitze der Macht, die uns niemand mehr nehmen könne, seien wir in der Lage, nunmehr auch die ge­samte kommende Entwicklung zu übersehen uno Plan- mäßig zu bestimmen. „Wir haben durch den Kampf das Land erobert, jetzt müssen wir es durch Frieden bestellen."

Die politische Macht habe man schnell und in.

Dessau, 13. Juli.

Das Schwurgericht Dessau verurteilte Donnerstag mittag die Arbeiter Karl Hans, Kahlmann und Die­ser aus Hecklingen, die beschuldigt waren, am 1. Fe­bruar den SA.-Ma«n CieSlick erschossen zu haben, gemäß dem Antrag des Oberstaatsanwaltes zum Tode.

Reue maerHtttche Vluttat

SA.-Mann niedergeschossen und beraubt.

Berlin, 13. Juli.

In der Donnerstag Nacht gegen 1,45 Uhr wurde in der Gartenstraße im Norden Berlins ein SA.- Mann, der mit in einem Verkehrslokal einkassierten Geldern nach Hause gehen wollte, von drei Männern verfolgt und überfallen. Die Verbrecher brachten dem SA.-Mann einen Oberschenkelschuß bei und raubten ihm die einkassierten Gelder in Höhe von 109 Mark. Obwohl der Ueberfallene einige Schüsse auf die Räuber abgab, gelang es diesen, zu ent­kommen.

Kommunistischer Mörder aus der Flucht erschossen.

Essen, 13. Juli.

Der Strafgefangene Hermann Ende, der von der Strafanstalt in Münster zum Polizeigefängnis in

einem Zuge erobern müssen. Aus dem Gebiete der Wirtschaft aber wären andere Entwicklungsgesetze maßgebend. Hier müsse man Schritt sür Schritt vorwärtsgehen, ohne das Bestehende radikal zu zer­trümmern und unsere eigene Lebensgrundlage zu gefährden.

Mit bürokratischen Maßnahmen könne man die deutsche Wirtschaft nicht ausbauen. Die Ausnützung der individuellen Fähigkeit habe uns groß gemacht und nur durch sie könne auch unser großes Wieder- ausbauwerk zum Ersolg kommen. Beugung der hö­heren Arbeitsleistung unter die mindere Arbeits­leistung werde nicht geduldet. Das fordere das Wohl des deutschen Volkes.

Gesamtheit wahrzunehmen, das sei das Problem, eGsamtheit wahrzunehmen, >das sei das Problem, das uns zur Lösung bestellt sei. Wie auf politischem, so könne man auch auf wirtschaftlichem Gebiete Be­fugnisse und Rechte nur herlenken aus der Leistung.

Das Tempo unserer Einwirkung auf die Wirt­schaft und die Stellenbesetzung in der Wirtschaft sei daher abhängig von der Heranbildung eines wirtschaftlichen Führernachwuchses. Die Betriebsam­keit gewisser Organisationen aus diesem Gebiete sei

Essen zum Zwecke der Gegenüberstellung mit einem Schutzhäftling überführt werden sollte, unternahm auf dem Transport in der Nähe von Kray einen Fluchtversuch, bei dem er erschossen wurde.

Es handelt sich um den bekannten End«, der am 5. Oktober 1931 den SA.-Mann Erich Garthe in bestialischer Weise erschossen und gegenwärtig eine zwölfjährige Zuchthausstrafe in der Strafanstalt Münster verbüßte.

Sich selbst gerichtet

Bonn, 13. Juli.

Die Ermordung des Nationalsozialisten Klaus Cle­mens, der Ansang dieses Jahres in einer Torein­fahrt in Bonn nachts erschossen wurde, hat nunmehr ihre Sühne gefunden. Der mutmaßliche Täter, der Kommunist Joses Messinger, hatte nach einer neuerlichen Vernehmung erklärt, er sei bereit, nun­mehr ein Geständnis abzulegen. In seiner Zelle beging der Mörder sodann Selbstmord durch Er­hängen.

Mörder eines österreichischen DA.-ManneS verhaftet.

Wien, 18. Juli.

Der 22jährige Kommunist Goetler, der am 1. Mai bei einem Ueberfall auf SA.-Leute in Altheim in

noch keineswegs der Beweis dafür, daß dieser Nach­wuchs bereits vorhanden sei. ES sei Grundsatz der NSDAP., eine Stelle nicht eher neu zu besetzen, so lange nicht eine sähigere, durch Leistungen erprobt« Persönlichkeit zur Verfügung stehe.

Wer nur an die Vergangenheit denke und sich nicht mit der Zukunft beschäftige, sei ein schlcheter Natio­nalsozialist. Was ihn, den Führer, wirtschaftlich interessiere, sei allein die ZukunstSaufgabe, dar deut­sche Volk wieder in Arbeit zu bringen und seine volle Konsumkraft wieder herzustellen. Deshalb habe er auch mit Genugtuung Kenntnis genommen von der Anerkennung, die Deutschlands bisherige Leistungen in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit kürzlich in Genf geftinden habe.

Der Führer behandelte im weiteren Verlaus seiner Rede dann

außenpolitische Fragen.

Im Rahmen der Friedenspolitik des neuen Deutsch­land sei auch das Konkordat mit der katholischen Kirche, die den nationalsozialistischen Staat damit ossiziell anerkenne, von Bedeutung. In diesem Zu­sammenhang wies er auf die neue evangelische Ktr- chenverfassung hin und erwähnte, daß übernächsten

Oberösterreich den SA.-Mann Ertl erschossen hat, wurde bei Gmünd, an der niederösterreichisch­hessischen Grenze, verhaftet.

Sprengstoff- und Wassensundo in Sachsen.

Dreöden, 18. Juli.

Es ist gelungen, fünf weitere kommunistische Sprengstoff- und Waffenverstecke, und zwar im Walde in der Nähe von Wendisch-CarSdorf, Klingenberg und Dorfheim zu ermitteln. JH diesen Verstecken befanden sich zwei Originalpackungen von je 5 Kilo Amnwnit, 22 einzelne Rollen Ammonit, ein Kar­ton mit etwa 70 Sprengkapseln, fünf große selbst- angefertigte Sprengkörper, eine Handgranate, acht Pistolen und Trommelrevolver, zwei Seitengewehre und etwa 350 Schuß Gewehr- und Pistolenmunition. Acht weitere Personen wurden festgenommen.

Der ütteste SA.-Mmm Deutschlands

Scharführer Georg Münze! feiert seinen 99. Ge­burtstag.

München, 13. Juli.

Am nächsten Sonntag feiert der älteste SA.-Mann Deutschlands, der Scharführer Georg Münzel in München, seinen 90. Geburtstag. Aus diesem An­laß findet in München am Sonnabend abend eine Geburtstagsfeier statt.

Sonntag die evangelischen Kirchenwahlen stattfinde- würden.

Zum Schluß kennzeichnete der Führer in einge henden Ausführungen die verschieden gearteten Auf gaben von Regierung und Partei.

Die große und entscheidende Aufgabe der Partt sei die Erziehung des deutschen Menschen. Aufgab« der Regierung, das Leben der Nation funktionell i« Gang zu haften. Die Synthese zwischen dem ide« listischen Nationalsozialismus und den realen Erso» dernissen der Wirtschaft gelte es zu verwirkliche«, Er kapituliere bei allem, was er tue, nur vor da« Vernunft.

Er habe den Ehrgeiz, ohne Rücksicht auf Augem blicksstimmungen etwas zu schaffen, was der Kritik der Nachwelt standhalte. Die Partei habe 14 Jahre lang keine Konzessionen an die Popularität gemacht, 14 Jahre lang an die Perspektiven gedacht und 14 Jahre lang eine beispiellose Disziplin geübt. Wenn wir auch in Zukunft nach diesen bewährten Grund­sätzen der Partei handelten, dann werde der Er­folg gewaltig und ein Rückschlag für das deut« sche Volk nicht mehr denkbar sein.

Slaaiseaiserössinmg

Ansän« August

Berlin, 13. Juli.

Nachdem Ministerpräsident Goering die neuen Ltaatsräte Preußens fast vollzählig ernannt hat, kommen jetzt die Vorbereitungen sür die feierliche Eröffnungssitzung im Berliner Schloß lebhafter in Gang. Wie die „Wandelhalle" erfährt, wird die Er­öffnung im Weißen Saale des Schlosses, dem großen Festsaal, erfolgen. Da die Vorbereitungen für die Eröffnungssitzung doch einige Zeit in Anspruch neh­men werden, ist anzunehmen, daß die Eröffnung erst Ansang August erfolgt. Der Weiße Saal ist in den Zeiten der Monarchie die Stätte der feierlichen Er­öffnung sowohl des Reichstages wie des Herrenhau. ses und des Preußischen Abgeordnetenhauses gewesen. Der Reichstag wurde in diesem Saale letztmalig am . 4. August 1914 in althergebrachter würdiger Form eröffnet. Der Kaiser hielt damals anläßlich des Krisgsbeginns seine denkwürdige Thronrede. Am 12. Dezember 1915 fand dann in diesem Saale der letzte Staatsakt unter der Monarchie statt, die Eröffnung der mit dem Herrenhauses vereinigten Hauses der Preußischen Abgeordneten. Als Präsident des Staats­ministeriums eröffnete Bethmann-Hollweg die Ses­sion im Auftrage des Kaisers, der im Großen Haupt- quartier weilte. Es wird also mit der Eröffnung des neuen Preußischen Staatsrat, durch Ministerpräsident Goering an eine große Tradition angeknüpft wer­den. Man darf annehmen, daß, wie früher, der Er- öfsnung Eröffnungsgottesdienste im Dom und in der Hedwigs-Kirche vorangehen, und daß sich die Staats­räte von dort aus in feierlichem Zuge zum Schloß begeben werden.

Line Zereciite Ltrake

Dreifaches Todesurteil wegen Erichiein

eine« SA.-MmmeS

5eitkeriße un6 künttiße OesckiMssukfsssunß

Von Dr. K. Zimmer mann

Geschichtsunterricht und Geschichtsbetrachtung in einem neuen Geiste wird das Kernstück einer zu­künftigen Nationalerziehung sein.

Wir alle haben Geschichte als ein Fach gelehrt bekommen, in dem wir mit einer mehr oder we­niger großen Anzahl von Tatsachen der Vergangen­heit bekanntgemacht und in dem Bilder und Per- fönlichkeiten der Vergangenheit mehr oder weniger lebendig vor uns hingestellt wurden. Darüber hinaus bemühte sich der Unterricht mit wechselndem Ge­schicke, uns ursächliche Zusammenhänge, geistige Strömungen und Gesetzmäßigkeiten des Lebens klar­zumachen. Wenn es sehr hoch kam, drang der Lehrer in den Oberklassen bis zur Geschichlsphilo- sophie vor und erörterte Probleme wie Masse und Persönlichkeit, Milieu und Individuum, Naturgesetz- lichkeit und Willensfreiheit im geschichtlichen Ge­schehen, Landschaft und Volk, göttliche Bestimmung und Völkerschicksal.

Nachdem jahrzehntelang die politische Geschichts­betrachtung mit einer sorgfältigen Auszählung von Schlachten, Reichen und Dynastien geherrscht hatte, trat mit Lamprecht die kulturkund- liche in den Vordergrund, um bald von einer mehr wirtschaftlichen Geschichtsauffassung abgelöst zu werden. Neuerdings wandten sich nam­hafte Forscher wieder einer politischen Ge- schichtsbetrachtung zu; daneben übte Spengler

*) Die neue rasienbiologische Geschichtsauffassung hat Dr. Zimmern:arm in seinem soeben im Verlag von Quells L Meyer in Leipzig erscheinenden Buch „Deutsche Beschichte a!s Rrkssuschicksal" erläutert und auf die nordische Rasse angewandt. Das Buch sei jedem Hi­storiker und Beolsgen empfohlen. Preis leicht gebunden RM. S.M.

mit seiner kultur morphologischen Geschichts- theorie großen Einfluß aus breite Schichten aus. Und doch hatten wir das Gefühl, daß alle Ergebnisse dieser Darstellungen und Forschungen gleichsam in der Luft schwebten, daß alle Bemühungen um ge­schichtlich« Tatsachen und Zusammenhänge nicht bis auf den natürlichen Grund lebendigen Geschehens drangen.

Es ist merkwürdig, daß hier den Gelehrten erst ein „Laie" zu Hilfe kommen und gleichsam das Ei des Kolumbus finden mußte, daß erst ein Adolf Hitler ihnen die rasienbiologische Grundlage aller Ge­schichte zeigen mutzt«. Mag er auch nicht als zünf­tiger Historiker seine Auffassung systematisch und wissenschaftlich dargestellt haben, so ist sie doch da- durch, daß sie sich unmittelbar im allerstärksten Maße in die politische und kulturelle Wirklichkeit eines Vol, kes umsetzte, in ihren Grundzügen weithin sichtbar und schließlich auch wissenschaftlich richtunggebend ge­worden. Heute unterliegt seine Auffassung keinem Zweisel mehr, daß die Fülle der geschichtlichen Vor­gänge und Taten allein durch das Wollen und den Geist der verschiedenen geschichtsbildenden Rassen und ihrer verschiedenen Mischungen bestimmt gewesen und zu erklären ist. Adolf Hitler hat in der ihm eigen­tümlichen genialen Intuition, die überall aus der Fülle der Erscheinungen das Wesentliche heraus­schaut, die rassenkundliche Betrachtungsweise des ge- schichtlichen Geschehens mit der Erkenntnis der all- gemeinen Lebensgesetze und damit die rassenkundliche Geschichtsbetrachtung in eine rasienbiologische erwei- tcrt und vertieft. Diese Geschichtsbetrachtung tritt insbesondere aus der Gesamtheit seiner Reden und aus gelegentlichen Aufsätzen aufs deutlichste hervor. ^

Diese modernste Geschichtsauffassung stellt eine Verbindung der bisher getrennten geisteswissenschaft-

lichen und naturwissenschaftlichen Betrachtung und Forschung geschichtlichen Geschehens dar. Indem sie die Grundgesetze des Lebens in ihrer Wirksamkeit auch innerhalb der geschichtlichen Bölksrentwicklung verfolgt, muß sie wissenschaftlich gesicherte Grund- ergebnisse der Biologie immer im Auge behalten. Sie muß die Grundtatsachen der Vererbungslehre und Abstammungslehre ebenso berücksichtigen, wie rassen- hygienische und rassenkundliche Forschungsergebnisse. Auf der anderen Seite muß sie die Geschichte in allen ihren wesentlichen Aeußerungen kennen und ihnen eben auf Grund dieser allgemeinen biologischen Er­kenntnisse eine neue und tiefe Deutung geben. Damit ist diese Auffassung weit umfassender als jede voraus­gehende und reicht von der Betrachtung der Lebens- äußerungen der einfachsten Zelle bis hinauf zu den Lebensäußerungen in den geistigen Gipfelleistungen höchster rassischer Entfaltung.

Dem Einwürfe, daß eine solche Betrachtungsweise viel zu kompliziert werden könnte, um zu sicheren und erzieherisch wertvollen Ergebnissen zu gelangen, muß entgegengehalten werden, daß die biologischen und

Von Dr. K. Zimmermann

Der Kampf mit den Waffen ist nur eine Fort­setzung des nie rastenden Kampfes von Volk und Raffe um Selbstbehauptung und Selbstentsaltung mit anderen Mitteln. Der körperliche Kampf ist zugleich die ursprünglichste und höchste Stufe mensch­licher Selbstbehauptung und Selbstentfaltung. Wo er den Lebenseinsatz fordert, ist er die höchste sittliche Tat, das Opfer des Individuums sür die Gemeinschaft. Ja, das Leben von freien Völ­kern und Rassen vermag sich nur bei dieser Opfer- bereitschaft zu erhalten und zu entfalten. Nur die

rassenkundlichen Grundergebnisse, die es für die Ge­schichte fruchtbar zu machen gilt, keineswegs zu ver­wickelt sind, sondern im Gegenteil dem natürlichen Denken und Empfinden weit näher liegen als so viele künstlich komplizierte Deutungen und Darstellungen geschichtlicher Tatsachenzusammenhänge. Das Ent­scheidende ist immer wieder die richtige Verknüpfung der wesenhasten Erkenntnisse aus Natur und Ge­schichte. Ein ungetrübter Blick für das Tatsächliche und die natürlichen Lebenskräfte führt hier oft zu weit sicheren und bedeutsameren Erkenntnissen als abstrakte, naturferne Theorien, wie am deutlichsten die große Führergestalt Adolf Hitlers zeigt, deren schöpferische Größe gerade in dieser Verknüpfung von natürlich Ursprünglichem mit wissenschaftlich Wesent­lichem, das seiner Lehre wohl eingebaut ist, besteht.

Für uns, die wir uns in einer Lebenskrise unseres Volkes befinden, steht im Vordergrund die Nutzan­wendung der neuen Betrachtung auf unser Volk und ihre Auswertung für ein neues Erziehergeschlecht, das die kommende Generation vor alten Irrtümern be­wahren und neue schöpferische Erkenntnisse in ihr wirksam werden lassen soll.

Völker sind verloren, deren Frauen nicht mehr Nachkommen gebären und deren Männer nicht mehr für diese kämpfen wollen. Ein beredtes Zeichen für das richtige Gefühl des inneren Zusammenhanges zwischen dem opferbereiten lebenerhaltenden Mutter- tume ist die Sitte gewisser Stämme, eine Mutter, die an der Geburt eines Kindes starb, mit mili­tärischen Ehren zu begraben.

Der grundsätzliche Unterschied zwischen den Herren­rassen einerseits und den Fellachen- und parasitären Rassen andererseits -eftebt nickt so sehr in der meist

geistigen Ueberlegenheit der Herrenrassen, sondern vielmehr in der sittlichen. Sie verschmähen es, andere Völker ohne das Wagnis, das Leben ein­zusetzen, lediglich durch List oder Täuschung zu be­siegen und zu verdrängen. Wie sich Hsrrenvölker srei entfalten wollen, so wollen sie auch offen dafür kämpfen und wagen. Darum sind ihnen Frei­heit und Ehre die höchsten Dassinsgüter, die Freiheit ist ihnen Voraussetzung für die Entfaltung ihres Lebens, die Ehre die innere Gewißheit, daß sie ihrer rassischen Lebenspflicht gerecht geworden sind, d. h. daß sie für ihre Rasse gearbeitet und gekämpft haben. Daher erscheint ihnen Müßiggang und Feig­heit, die beide im Leben ohne Kampf durchkommen wollen, als unehrlich. „Wehrlos — Ehrlos," sagt ein altes deutsches Sprichwort.

Es ist klar, daß bei allen Herrenvölkern mit dem Güte der wehrhaften Ehre auch das Vorrecht des Waffentragens verbunden war und die niederen Rassen das Herrentum der Herrschenden als Folge­erscheinung von deren überlegener Kamps- und Wehrtüchtigkeit anerkennen mußten. Nicht minder verständlich ist, daß der gesunde weibliche Instinkt sich immer dem wehrtüchtigen Manne zugewendet hat, weil er in ihm die körperliche und seelische Gk sundheit und Kraft erkannte. Dieses richtige GesüH war in gesunden Zeiten für die Gattenwahl um die Erneuerung der rassischen Substanz aus den werk vollen Erbanlagen des Volkes von höchster Bedeut tung. Wenn Adolf Hitler künftighin die staatlich^ Genehmigung zur Eheschließung von der Erfüllung der Arbeits- und Wehrdienst Pflicht abhängig machen will, so wird dies die segensreichste Maßt nähme zur Ausartung unseres Volkes und sür dit Ausmerzung krankhafter und minderwertiger Erb­anlagen sein.

Wie die Arbeit, so wird auch die Wehrhas« tigkeit erst zu einem völkischen Grundwerte, wenn sie rassebezogen undPflicht der natio­nalen Gesamtheit ist. Die Söldnerheere d«-