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Kxeß in Nöten:
Dresden - Berlin endete i:i (v:i)
Der 6. Fußball-Städtekampf zwischen Dresden und Beriin wurde um Dienstag vor 15 000 Zuschauern im Elbflorenz ausgstragen. Die Begegnung endet« 1:1 unentschieden. ein sür beide Mannschasen richtiges Ergebnis. Bor der Pause waren die Berliner, die eii igc Nachwuchsleute in der Elf hatten, leicht überlegen, aber nur ein einziger Treffer gelang durch Pahlke, der in der 34. Minute mit einem sür den vorzüglichen Kreß im Tor der Dresdener unhaltbaren Schuß die 1.0-Führung brachte. Nach der Pauie fiel sofort durch Sackenheim der Ausgleich, und tue Dresdener gaben überhaupt dem Spiel die Note. Die Berliner Hintermannschaft hatte eine Zeitlang schwer zu kämpfen, aber zum Schluß drehten sie wieder aus, und nun mußte Kreß seine ganze große Kunst zeigen, um dem mächtig aufkommenden Gegner den Weg zum Sieg zu verlegen. , ^
Bei den Berlinern gefielen besonders Rieh! ,m Tor, der Verteidiger Emmerich, die Läufer Appel und Klaas, wie die Stürmer Müller und Schlösser. Die Dresdener stützten sich in erster Linie aus Kreß im Tor, und. als der Verteidiger Reisch verletzt wurde, auf Richard Hosmann, der als Verteidiger eine sehr gute Figur machte. Die Läuferreihe war in der ersten Halbzeit schwach.
Von den bisher ausgetragenen Spielen gewann Berlin drei, Dresden zwei und ein Spiel endete unentschieden.
Voraus ging dem Hauptkamps ein Spiel der Alt- Herrenmannschaften von Dresden und Berlin. Hier kamen die Berliner Senioren dank ihres flüssigen
Zusammenspiels und einer noch heute feinen taktischen Leistung des ewig jungen Mittelläufers Carl Tewes init 3:2 (1:1) zu einem verdienten Erfolg. Neben Tewes haben das ausgezeichnete Verteidigerpaar Lux-Bache und die Stürmer „Ottjen" Montag und Hofsmann den größten Anteil an diesem schönen Sieg.
Durch Montag übernahm Berlin in der 20. Minute die Führung, aber schon acht Minuten später glich Dresdens Mittelstürmer Gedlich aus, und 1:1 hieß es auch noch bei der Pause. Sieben Minuten nach dem Wechsel brachte der Rechtsaußen Hartmann die Sachsen in Front; aber schon zogen die Gäste durch Montag gleich. Fünf Minuten vor Schluß schoß dann Widmann sür Berlin das Siegestor.
Norwegens Fußballmannschaft wieder einmal geändert
Der Norwegische Fußball-Bund hat die sür den 7. Länderkamps gegen Deutschland ausgestellte Mannschaft geändert. Der ausgezeichnete Verteidiger Finn Berstadt (Bergen) und der Ersatzmann Einar A n - Versen (Mjöndalen) haben wegen Urlaubsschwierig- keiten absagen müssen. Neu aufgestellt wurden für Sonntag in Magdeburg Hans Andersen (Mjöndalen) und Odd Hoel Lhn (Oslo). Im übrigen wird der Führer der norwegischen Mannschaft die endgültige Ausstellung erst nach dem Eintreffen in Magdeburg bekanntgeben.
Gottfried Hinze — 88 Jahre.
Am 2. November wird der Ehrenvorsitzende des Deutschen Fußballbundes 60 Jahre alt. Volle 20 Jahre — von 1905 bis 1925 — stand Hinze an der Spitze des deutschen Fußballsports, der ihm viel zu danken hat. Er ist der Mitbegründer des Duisburger Spielvereins, der unter seiner umsichtigen Leitung wiederholt die westdeutsche Meisterschaft gewann. Als aktiver Spieler war Hinze als Torhüter lange Jahre in der ersten Mann- schast tätig. Im neuen nationalsozialistischen Staat wurde Hinze vom Führer Linnemann in den Eh- renrat des Deutschen Fußballbundes berufen.
23 Jahre Sportlehrer.
Richard Girulatis tritt ab
Nach 25jähriger erfolgreicher, aber aufreibender und wenig gewinnbringender Tätigkeit als Sportlehrer zeigt Richard Girulatis, Berlin, der in diesen Tagen das seltene Jubiläum feiern konnte, seinen Rücktritt an. Girulatis ist der erste deutsche Sportlehrer gewesen. Nach fünfjährigem Aufenthalt in Amerika kehrte er im Jahre 1903 nach der Heimat zurück und versuchte hier mit seinem großen Wissen und einem Schatz von Erfahrungen bahnbrechend zu wirken. Er stellte zuerst Richtlinien für gründliche Trainingsmethoden aus und wurde auf Grund seiner umfassenden Kenntnisse 1914 vom DFB mit der Aufgabe als Trainer verpflichtet, die deutsche Nationalelf sür die Olympischen Spiele 1916 in Berlin vorzubereiten. Der Weltkrieg zerstörte diese schönen Pläne. Nach dem Kriege nahm Girulatis seine Tätigkeit wieder auf. Er war der erste Fußballlehrer der alten Hochschule für Leibesübungen. Vom ihm stammen das erst« Fußball- Lehrbuch und der erste Fußball-Lehrfilm. Seit 41 Jahren ist er Mitglied von Union 92, dem ersten Berliner Verein, der die deutsche Meisterschaft gewann und nach dem Zusammenschluß mit Vorwärts unter dem heutigen Gauligaverein Blau-Weiß bekannt ist. Girulatis unterrichtete in der ihm eigenen volkstümlichen Art und sein Sinnspruch: „Elf Freunde müßt ihr sein, wenn ihr siegen wollt', ist zu einem geflügelten Wort geworden. Girulatis wird sich nunmehr dem Sportartikelgeschäst widmen.
Radsport
Der Bezirksführerring ernannt — Die Aufbauarbeit beginnt!
Der Bezirksführer des Bezirk 1 (Bremen-OIdenburg- Osnabrück) im Deutschen Radfahrer-Verband hat nunmehr den Bezirkssührerring gebildet und wie folgt besetzt: '
Bezirksführer: W. Brandes, Bremen, Langenstr. 19,
1. Etg. Telef. D- 239 55. — Geschäftsführer: Heinz Hessemer, Bremen, Osterlingerstr. 38. Teles. D. 223 31. Hausanschluß 269. — Presse und Propaganda: Gustav Sanft, Bremen, Rheinstr. 114. — Bahnfport: Willy Meherholz, Bremen, Haferkamp 2c. — Straßensport: Karl Röper, Bremen, Neptunstr. 3. — Saalsport: Otto Riechers, Oberneuland, Heerstr. 44. — Wandersahren: Paul Elode, Bremen, Diktoriastr. 24. — Jugendsührer: Ernst Nickel, Bremen, Ziegelstr. 8. — Fahrräder mit Hilfsmotoren: H. Fricke, Bremen, Schifserstr. 37. — Vertreter sür Radfahrwege: Albert Kellner. Bremen, Elsasserstr. 158. — Radrennbahnen: Karl Meyer, Bremen, Hemmstr. 118. — Die Vertreter für den Industrie-Verein und der Berufsfahrer werden in den nächsten Tagen ernannt werden.
Bereits gestern fand die erst« Sitzung des Bezirks- sührerringes statt. Der Bezirksführer eröffnete die Zusammenkunft mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren Volkskanzler Adolf Hitler. Herr Brandes betonte sodann, daß alles, was hinter uns liegt, vergessen sei und erwartet restloses Zusammenarbeiten und Vertrauen untereinander. Der Blick sei in Zukunft nur noch aus den Deutschen Radsahrer-Derband gerichtet und für diesen haben wir zu arbeiten und zu werben.
Die Bezirksgeschäftsstelle befindet sich in der Oster- lingerstraße 38 und sind die Geschäftsstunden vorläufig auf Montags und Freitags von 19 bis 22 Uhr festgelegt. Außerdem steht der Bezirksführer auch stet? zur Auskunfterteilung zur Verfügung.
Handball
Fachsäule 8 des Reichssportsührerrings
Der Führer der Fachsäule 6 im Reichssportführer- ring, Dr. W. Schomburgk-Leipzig, hat an die Unterverbände folgende Anordnung erlassen: Zur Vereinfachung des ganzen Sportbetriebes ordne ich hiermit die Mitglieder in die in den einzelnen Gauen bestehenden Unterverbände, die vier Fachverbände Deutscher Tennis-Bund, Deutscher Hockey-Bund, Deutscher Golfverband und Deutscher Tischtennis-Bund ein. Die für die bestimmten Nnterverbände zuständigen Gauführer haben die möglichst baldige Ueberführung in die Unterverbände und Eingliederung der diesen angeschlossenen Vereine in Gaue, bezw. Bezirke zu sorgen. Nähere Anweisungen werden den Gausührern demnächst zugehen.
Kanusport auf dem Olympiaprogramm?
Der von der internationalen Repräsentation für Kanusport eingereichte Antrag aus Zulassung des Kanusports zu den Olympischen Spielen 1936 in Berlin war abgelehnt worden. Der Vorsitzende der JRK. und des DKV., Eckert - München, hat jedoch die Bemühungen fortgesetzt und gelegentlich der Präger Tagung der JRK. wurde eine einstimmige Resolution gegen die Ablehnung und für die Wiederaufnahme des Antrages gefaßt. Die Führer des österreichischen Kajakverbandes benutzten vor kurzem den Besuch des Präsidenten des Internationalen Olympiakomitees, Graf Baillet-Latour, zu einer eingehenden Aussprache über die Frage des Kanusports. Auf Grund dieser Intervention habe sich nunmehr das lOC. entschlossen, den Antrag der JRK. aus die Tagesordnung des nächsten JOC.-Kongresses in Athen zu setzen.
In den Kreisen der Kanufahrer gibt man sich nunmehr der Hoffnung hin, daß es der zielbewußten Arbeit des Führers der DKV. doch noch gelingen wird, eine Aufnahme des Kanushorts in das Olhmpiapro- gramm Berlin 1936 zu erreichen.
Motorsport
Deutschlands „2000 Kilometer" machen Schule.
Der große Erfolg der 2000 Kilometer-Fahrt durch Deutschland hat den Kgl. Automobil-Club von Italien dazu veranlaßt, eine ähnliche Zuverlässigkeitsfahrt alljährlich auch in Italien zur Durchführung zu bringen. Die neue Zuverlässigkeitsfahrt erstreckt sich über insgesamt 4020 Kilometer und ist in zwei Teilstrecken von 2003 und 2017 Kilometer zu absolvieren. Start und Ziel dieser Fahrt ist Rom. Dem Vernehmen nach werden die „4000 Kilometer durch Italien" erstmalig in der Zeit vom 26. bis 31. Mai 1934 — zunächst als nationale, später als internationale Automobilveranstaltung — zur Durchführung gelangen.
Neue Jagd auf Henne's Weltrekorde.
Der sportliche Ehrgeiz der Engländer will es nicht zulassen, daß der Münchener Ernst Henne sich noch länger der Schnelligkeits-Weltrekorde für Motorräder über einen Kilometer und eine englische Meile erfreuen soll. Nach den Fehlschlügen des englischen Rennfahrers C. S. Wright, der auf der Betonstraße von Tat bei weitem nicht an die Weltbestleistungen von Henne mit 244,399 bezw. 237,054 Std.-Kilometer herankam, geht jetzt sein Landsmann Claud Tempie ernsthaft daran, die Rekorde wieder zu England zurückzuholen. Er ist bereits mit dem Bau einer Spezialmaschine beschäftigt, die er später auch selbst fahren wird. Allerdings wird Temple eine ganz neuartige Maschine konstruieren, denn er geht von der Voraussetzung aus, daß die bisher zu den Rekordversuchen benutzten Zweizylindermaschinen keine höheren als die von Henne erzielten Geschwindigkeiten entwickeln können. Temple baut daher einen wassergekühlten Sechs- zhlinder-Motor von einem Liter Inhalt. Er hofft mit dieser hochkomprimierten Maschine auf eine weit höhere Tourenzahl zu kommen, als alle früheren Modelle, ohne dabei aber Gesahr lausen zu müssen, daß die Kolben zu Bruch gehen.
208 Kilometer rund um Landshut.
Schweb», München, fährt auf Adler-Trumpf mit einem Stunden-Durchschnitt von 80 Kilometer Bestzeit aller Konkurrenten. Michael Tiißling auf Adler- Trumpf wird Zweitbester.
92 Konkurrenten starteten in Landshut (Bayern) zu dieser vom NSKK, Bereichsührung BO, uno der Ober- staffel BO-Süd veranstalteten Zuverlässigkeitsfahrt großen Stils. Plötzlich einsetzende Regenschauer und Schneestürme, die nicht im Programm vorgesehen waren, machten das Einhalten der Ausschreibungsbedingungen fast unmöglich; waren doch mit hoher Geschwindigkeit fast durchweg schlechteste Nebenwege zu überwinden. Nur 20 der gestarteten Teilnehmer kamen deshalb in die Schlußwertuna. Die beste Zeit des Tages fuhr der bekannte Sportschriststeller Paul
Schwier, München, auf Adler-Trumps. Er erdichte den in Anbetracht der Umstände phantastischen Stundendurchschnitt von 80 Kilometer. Den zweiten Platz belegte Michael Tüßling gleichfalls aus Adler-Trumps. Auch die Fahrer Wilhelm Kleher und Knapp, beide aus Adler-Trumps, hielten das Rennen gut durch und wurden mit einem Erinnerungspreis ausgezeichnet.
Wieder einmal ein überragender Sieg des Frontantriebs! Nicht Schnee, nicht Sturm noch schlechteste Wege konnten die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit des Trumpf auch im belgischen Gelände merklich verringern. Der srontgetrieben« Trumpf hat aus dieser Fahrt unter den widrigsten Verhältnissen einen Durchschnitt erreicht, der als überragende Leistung bezeichnet werden muß.
Vferöesport
Traincrwechsel am Stall MUlhens Der Stall Mülhens wird mit Saisonschluß einen Trainerwechsel vornehmen. W. Spademann, der in den letzten Jahren mit den Pferden des rheinischen Großindustriellen eine Reihe schöner Erfolge davontrug und auch mit Palastpage das Derby gewann, scheidet aus seiner Stellung aus, ebenso der Manager des Stalles P. V i d a. Ueber die Nachfolger ist noch nichts Genaues bekannt: es ist möglich, daß der in Hannover ansässige Publiktrainer G. Rein icke, der mit der westdeutschen Abteilung des Stalles viele Rennen gewann, Privattrainer wird. Genannt wird auch F. Fösten, der seine Tätigkeit am Gestüt Er- lenhof beendet. Von dem Wechsel unberührt bleiben die Jockeys des Stalles: sowohl L. Varga, als auch der Leichtgewichtsreiter I. Starosta haben ihre Verträge um ein Jahr verlängert.
Mariendors sagt am Wahltag ab Das Sportverbot für den Wahltag erstreckt sich, wie nicht anders zu erwarten war, auch aus den Pferdesport und der Trabrennverein Mariendors hat bereits seine für den 12. November angesetzten Rennen um 24 Stunden verschoben. Ebenso dürften die Trabrennbahnen Altona-Bahrenseld und München-Daglfing verfahren. Dagegen hat der Dortmunder Rennverein sich an den Ministerpräsidenten Göring gewandt und ihn um Entscheidung gebeten, da die Dortmunder infolge Schwierigkeiten der Termine aus keinen Sonntag mehr Anspruch erheben können und somit aus einen ihrer so dringend notwendigen Feiertags-Renn- tage verzichten müßten.
Wolkenflug bleibt noch in Paris Der deutsche Hürdler Wolkenflug, der bekanntlich in Enghien und Auteuil startete, sich aber nicht plazieren konnte, wird nicht, wie vorgesehen, am 5. November das große Hürdenrennen in Paris bestreiten. Der Wallach bleibt aber vorläufig in Paris, um sür leichtere Ausgaben vorbereitet zu werden.
Das blamierte Wunderpserd
Australien hat bekanntlich in diesem Sommer — nach dem Wunderpferd Phar Lap im vergangenen Jahr — einen zweiten Vertreter nach USA entsandt, Winooka, der angeblich ein ebenso großes Wunderpferd sein sollte. Ein Rennen hatte Winovka im großen Stile in USA gewonnen, dann sprach man von einem extra angesetzten Duell mit Amerikas größtem Pferde, mit Euipoise Anfang November. Der letzte vorbereitende Galopp sollte ein Rennen sein, das Winooka in Marcland bestritt. Es starteten 5 Pferde. Winooka wurde letzter. Er kehrt« außerdem aus dem Rennen nicht heil zurück.
Trocken-Ski-Gymnastik
Beginn der Kurse der Arbeitsgemeinschats Böttcher- straße und Bremer Ski-Club
Die von der Arbeitsgemeinschaft Institut für Gesundheit und Leistung und Bremer Ski-Club veranstalteten Trocken-Ski-Gymnastik-Kurse beginnen am Donnerstag, 2. November, mit einem ersten Trocken-Ski-Uebungsabend imLyzeum vonVie- tor, Bürgermeifter-Smidt-Straße, um 20.30 Uhr. Die Uebungen werden vom Bremer-Ski-Club, DSV.- Lehrwart Willy Meyer, geleitet. Da mit Ski an den Füßen geübt wird, find Skistiefel erforderlich. Im übrigen Kleidung beliebig, nur nicht zu warm. Leichte Ski- oder Trainingshose ist gut geeignet. Leihst; des Clubs und Skistöcke stehen zur Versügung. Verpassung vorher ab 20 Uhrl). Eigene Ski mitzubringen ist empfehlenswert. Sie können für die Dauer des Lehrgangs beim Hausmeister in Verwahrung gegeben werden. Die Anmeldung zum Kursus kann noch am Uebungsabend geschehen. ,
Der zweite Abend folgt am Montag, 6. November, mit allgemeiner und besonderer Ski-Gymnastik im Institut für Gesundheit und Leistung, Martinistraße. Beginn 20 Uhr. Der Abend wird durch Lehrkräfte des Instituts geleitet. Die Uebungen erfolgen ohne Ski an den Füßen, also auch ohne Skistiefel. — Der dritte Abend ist am Donnerstag, 9. November, wieder im Lhzeum, der vierte im Institut, und so fort im Wechsel, insgesamt acht Abende. — Ein zweiter Kursus wird etwa acht Tage später beginnen im umgekehrten Wechsel.
Die Teilnahme an diesen Trocken-Ski-Gymnastik- Kursen steht auch N i ch tm i t g l i e d e r n offen. Um jedoch Irrtümer zu vermeiden: Die außerdem während des ganzen Winterhalbjahres durchgeführten Gymnastikabende des Bremer Ski-Clubs im Institut Böttcherstraße und Martinistraße sind nur sür die Mitglieder des Bremer Ski-Clubs bestimmt.
Anfragen bei W. Meyer, Langenstraße 116 (Domsheide 258 80), und im Institut Martinistrabe (Domsheide 289 44).
Schießsport
Schießsportverein v. Lettotv-Dorbeck. Bremen — Neu, Ansbildungskurse
Der Schießsportverein v. Lettow-Dorbeck beginnt am 3. November mit neuen Ausbildungskursen in seinen Räumen Martinistr. 46-47. Der Unterricht beginnt um 19 und um 21 Uhr und wird nach den vorgeschriebenen Richtlinien des Deutschen Schießsport-Verbandes durchgeführt werden. Die neuen Kurse sind offen für Damen und Herren. Für Schüler und Jugendliche werden, um gerade den herrlichen deutschen Schießsport volkstümlich zu machen, verbilligte Ausbildungsabteilungen in den Nachmittags- und frühen Abendstunden eingerichtet. Der monatliche Beitrag für diese Jugendabteilungen beträgt nur 50 Pfg., wofür auch die Waffen gestellt werden.
Die neuen Handballregeln
Die neueste deutsche Ausgabe der Regeln des inter. nationalen Handball-Verbandes, die nunmehr für den gesamten deutschen Handballbetrieb Geltung haben, ist fertiggestellt und kann von der Deutschen Sportbehörde, München 38, Romanstr. 69, zum Preise von 5 0 Psg. bezogen werden. Das Regelhest enthält außer den Richtlinien sür Hallenhandball weiterhin die deutsche Handball- Spielordnung in ihrer endgültigen Fassung. Für aktive Spieler und Schiedsrichter von gleicher Bedeutung und Wichtigkeit ist die Abhandlung: „Die Anwendung der Handballregeln;' von W. Burmeister- Hamburg. Statistische Notizen bilden den Abschluß des übersichtlich zusammengestellten Regelwerke?.
Kurt Schmidts Flug als Weltrekord anerkannt
Die Födöration aeronautique internationale hat den Scgelflug von Kurt Schmidt aus dem Segelflugzeug D. Loertzer am 3. und 4. August in Kvrfchenruh (Ostpreußen mit 36:35 Stunden Flugdauer als Weltrekord anerkannt. Gleichzeitig wurde auch der Eeschwindig- keitsrekord über 100 Kilometer des Italieners Tastn elli mit seinem Flugzeug Macchi 72 aus der Strecke Falconeri—Posari am 8. Oktober anerkannt.
Boxen
Boxkünstler - Boxkoloß
Carpentiers Meinung über Carnera.
In der Turiner „Stampa" veröffentlicht der frühere Europameister im Schwergewicht, der Franzose Car- Pentier. einen Artikel, in dem er sich über die boxe- rischen Qualitäten Carneras äußert. Carpentier ist der Ansicht, daß die Epoche der großen Boxmeister mit JackDempseh abgeschlossen sei. Alle Nachfolger hätten nicht die Klasse Dempseys oder die eines Jim Corbett erreicht, selbst Tunney nicht. Die jüngeren Boxer stünden nur wenig über dem Mittelmaß. Auch Carnera habe noch nicht alle die Qualitäten, die den wahren Boxmeister ausmachten, aber seine Größe, feine Kraft und die Weite seiner Arme, dazu sein« Jugend und seine Willenskraft berechtigten zu der Ueberzeugung. daß weder Sharkey doch Schmeling ihm seinen Titel nehmen könnten. Mit der Zeit werde Carnera auch durchdedachter kämpfen. Ein Boxer müsse technisch bedeutend besser sein und dazu von großer Schnelligkeit, wenn er mit dem Italiener um den Titel kämpsen woll«. Ein solcher Boxer sei aber nicht zu finden. Vielleicht könnte eines Tages Max Baer der Nachfolger des großen Jack Dempseys werden. Er habe ; das Zeug dazu. Sonst sehe er, Carpentier, in Europa
oder Amerika keinen, der aus einige Jahre gesehen, Carnera den Titel nehmen könne.
Die Ansicht Carpentiers ist sehr einseitig und in einigen Punkten für Carnera sehr schmeichelhaft. Seine etwas übertriebene Meinung über Dempsey ist leicht erklärlich: Dempsey schlug den Franzosen mit geradezu lächerlicher Ueberlcgenheit im Kamps um die Weltmeisterschaft. Wir halten zwar nlwt mehr Sharkey, aber außer Baer auch bestimmt Schmeling sür fähig, Carnera zu schlagen.
Die deutsche Amateurboxmannschast, bestellend aiU Weinhold Ziglarski, O. Kästner Schmedes.Roßner. Blum, Pürsch unt Ramek nach Irland erfolgt am 3. November vor Dlisstngen aus. wo die Teilnehmer sich am Tage vor her mit ihren Begleitern Müller und Schrödei sammeln. Ueber London geht es dann wieder pei schift nach Holyhead und von hier aus nach Dublin wo die Teutschen am 6 November zum ersten Mal, gegen eine irische Auswahlstaffel kämpfen. Der zweit, start erfolgt am 8. November in Belfast, und drei ^age später wird in Bolly Launis die Reise obge schlössen. Zu den Gegnern unserer Mannschaft ii ^ublin gehören ». a so gute Amateure wie Breyn Kennedy, L'C th e a und Murphy.
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Kunstflugmeister Gerd Achgelis heiratete
Am Dienstag nachmittag fand in Hübe (Oldenburg) die Hochzeit des bekannten deutschen Kunstflugmeisters Gerd Achgelis mit Frl. Erika Luks, der Tochter des Fabrikdirektors Luks aus Chemnitz statt. Der am Vormittag stattgefunden«» standesamtlichen Trauung wohnten als Trauzeugen Direktor Luks- Chemnitz und Meyer-Bornemann, Hude, bei. Unter sehr starker Anteilnahme der Bevölkerung fand dann am nachmittag die kirchliche Trauung statt. Die uralte Klosterkirche war bis auf den letzten Platz dicht besetzt. Pfarrer Bornemann fand sehr treffende Worte, als er aus die große Bedeutung des deutschen Flugwesens hinwies und Gerd Achgelis als einen Flieger schilderte, dem die deutsche Spvrtflieger--Jugend nacheifern müsse. Trotz seiner Jugend habe Gerd Achgelis die größten Erfolge auszuweisen und erst kürzlich noch wieder in Italien Stürme der Begeisterung entfacht. Als Gerd Achgelis dann mit seiner jungen Gattin die Kirche verließ, schritt er durch ein Spalier, das der SA.-Fliegersturm bildete. Eine Fliegerstaffel zog ihre Kreise und entbot dem jungen Ehepaar die Grüße der Flugschüler. Ueberall jubelte die Bevölkerung dem jungen Ehepaar — beide haben ihre Jugend in Hude vollbracht und sind dort sehr beliebt — herzlich zu. Im engsten Familienkreise fand dann in den festlich ausgeschmückten Räumen der Klosterschenke eine Feier statt. Unter den Gästen sah man u. a. den Flughasen
direktor Ed z a rd - Bremen, Direktor Kröpf von der Deutschen Petroleum-Gesellschaft Hamburg, den Rechtssyndikus der bremischen Landeskirche, Rechtsanwalt Bornemann und viele andere Freunde des Kunstflugmeisters. Ministerialdirektor Christ i a n s e n - Berlin hatte wegen dringender Dienst- geschäfte leider im letzten Augenblick absagen müssen. Noch am selben Abend trat Gerd Achgelis mit seiner jungen Gattin die Hochzeitsreise an und zwar eine Fahrt ins Blaue. Das junge Ehepaar wird dann wieder in Berlin Wohnung nehmen, wo Gerd Achgelis bekanntlich Chefpilot der Älbatroß-Werke ist und auch bleiben wird. Gerd Achgelis erklärte uns, daß er sich auch in Zukunst als Kunstflieaer betätigen wolle und er hoste, daß es ihm vergönnt sein möge, auch weiterhin die deutschen Farben würdig zu vertreten.
Am Abend vor der Vermählung hatte Achgelis noch einen schweren Autounfall. In der Nähe des Flughafens stieß sein Wagen in voller Fahrt mit einem Trecker zusammen, so daß sein Wagen vollständig demoliert wurde. Wie durch ein Wunder aber blieben Achgelis und seine Praut, die ebenfalls mit im Wagen saß, unverletzt.
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Sprungschanze für Olympiade 1936 wird gebaut Arbeiter beim Mischen des Betons für die Pfeiler des 30 Meter hohen Anlaufturms
Am Gudiberg bei Garmisch-Partenkirchcn haben die Vorbereitungsarbeiten sür die olympischen Winterspiele 1936 bereits begonnen. Für die Bobrennen wird eine neue Bahn und sür die Skispringer eine neue Sprungschanze, die die größte der Welt sein wird, erbaut. Sie hat einen Neigungswinkel von 38 bis 40 Grad. Die äußerste Sprunggrenze liegt bei 90 Meter, so daß sie auch den höchsten Anforderungen der Olympia-Kandidaten gewachsen sein wird
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Jsmahr schafft neuen Weltrekord.
In München fand am Montag abend im Zirkus Krone vor etwa 4000 Zuschauern eine Kraftsportveranstaltung statt, der auch der Staatsminister Wagner beiwohnte. An dem Abend, der zugunsten der Winterhilfe ausgezogen worden war, wirkten auch Berussringer mit. Den stärksten Beisalt erhielten die beiden SUnateure Wölpert und Jsmahr, die beide glänzend in Form waren und dicht an die Welthöchstleistüngen herankamen. Jsmayr gelang es sogar, einen neuen Weltrekord im beidarmigen Reißen mit 288 Pfund und 300 Gramm bei einem Eigengewicht von 149 Pfund aufzustellen. Die bisherige Höchstleistung wurde mit 286 Pfund von Arafa gehalten. Jsmayr konnte nach Bekanntgabe seiner neuen Weltbestleistung über stürmischen Beisall quittieren.
Ringen im Tivoli
Alle Kämpfer haben eine Niederlage Peterson bezwingt Weinura
Nur noch wenige Tage trennen uns von dem Abschluß der letzten diesjährigen Konkurrenz. Es ist darum kein Wunder, daß die letzten spannenden Ent- scheidungskämpse Abend für Abend ein volles Haus fin-
Obsrer Lss!
»killn. okMI'SW. ilkil r. M. 1833, SÜKI1Ü8 8.38 ssingsn
beutst H i°-Sute!
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den. zumal fortwährend lleberraschungen eintreten und so alle Kombinationen um den Sieger der Konkurrenz über den Hausen geworsen werden.
Als erstes Paar standen sich am Dienstag der Asiate Weinura und Peterson, Estland. gegenüber. Beide Kämpfer waren von Anfang bis Ende aus Sieg eingestellt und es wurde mit allen Finesse» gearbeitet. Nach 47 Minuten Kampfdauer konnte der erste durch Ab
sangen einer Brücke unter dem starken Beifall als Sieger aus dem Kamps hervorgehen.
. Ein großes Gaudium für das Publikum bildet inuner die Teilnahme Hubert Leuschkes, der anscheinend großen Wert aus Theater legt, dabei aber nicht vergißt, dem Gegner mit dem unschuldigsten Gesicht welche auszuwischen. Bei dem sympathischen Russen Petrowitsch war er aber an den richtigen gekommen, der nicht aus der Fassung zu bringen war und dem Bayern mit gleicher Münze heimzahlte. Petrowitsch siegte nach 39 Minuten durch einen blitzschnellen Kopfzug.
In ganz großer Form lief Stolzenwald gegen Glas aus, dessen großes Uebcrgewicht er durch Schnelligkeit ausglich. Nach 32 Minuten überrumpelte er Otto Glas durch einwandfrei ausgeführten Armfallgrifs.
Vereinsmttteilungen
BC „Vrcma" von 1889 e. V. Laut Beschluß der letzten Versammlung vom 5. 10. 1933 findet ab 1. November für die Winter-Saison nur jeden ersten Donnerstag im Monat eine Versammlung statt. Also nächste Versammlung am Donnerstag, 2. November 1933, 20,15 Uhr, im Bereinslokal Waller Heerstraße 35.
Bremischer Schwimm-Derband e. B. Donnerstag abend im Hansabad Ausschwimmen sämtlicher Mitglieder zwecks neuer Riegeneinteilung. Um 18,30 Uhr! Knaben und Mädchen. Um 19,45 Uhr: Damenjugenv, Herrenjugend, Damen 2. bis 5. Riege, Herren 3. bis 5. Riege. Um 20.10 Uhr: Damen 1. Riege und Herrey 2. und 1. Riege. Das Kürbaden ist ausnahmsweise im ganzen Bassin von 19,50 bis 20,10 Uhr.
Turnverein Oberneuland. Morgen, Freitag, 22 Uhr. wichtige Besprechung der Turner über 18 Jahre in der Turnhalle, anschließend Spieler-Versammlung. — Wegen der Wahlen am 12. November findet der Un- tcrhaltungsabend erst am 18. November statt.
Radsportvercin Bremen von 1922 e. D. Donnerstag, 2. November, Monaisversammlung im Dereinslokal, W.. Waldeck, Münchenerstr.
Club „Spiel und Sport Von 1896" (Volkssport). Sämtliche bisher zum Volkssport noch nicht erschienenen aktiven Mitglieder (einschließlich Leichtathleten) werden hiermit erstmalig aufgefordert, heute um 20,30 Uhr in der Turnhalle der Schule an der Nürnberger- straße zu erscheinen - Sonntag. 5. November. Volkssporttag. Außmarsch. Treffpunkt 8 Uhr Hollersee- Sportplatz.
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