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Verlagsort Bremen. Herausgeber Kurt Thiele. Verlag: Bremer Nationalsozialistische Zeitung, Kurt Thiele. Geschäftsstelle Papen- straße lb. Redaktion Langenstr. 48. Sprechstunden der Redaktion: Montag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr. — Fernspr. Domsh. 2S878.
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München, 27. Juni. Die Gauführerta- tznng der NSDAP. begann am Montag in München mit einer großen, den bevorstehenden Reichstagswahlkämpsen gewidmeten Propagandabesprechung unter dem Vorsitz des Reichspropagandaleiters Dr. Goebbels. Der Reichswahlleiter der NSDAP., Minister a. D. Dr. Frick, gab zunächst die Anweisungen für die endgültige Festlegung der Wahlkreisvorschläge und für die' Zusammenstellung der gesamten Reichstagswahlliste der NSDAP.
Anschließend entwarf Dr. Goebbels ein Bild der politischen Lage. Der Sturz des Kabinetts Brüning, so führte er aus, sei der erste politische Stoß gegen das bisherige System gewesen. Das Kabinett von Papen, das an seine Stelle getreten fei, sei nicht von der NSDAP. berufen und nicht von ihr gebildet worden. Sie beurteile dieses Kabinetts ausschließlich nach seinen Taten.
Die Notverordnung der Regierung lehne die NSDAP. mit aller Entschiedenheit ab.
Die Auflösung des Reichstags und die Aufhebung des SA-Verbots seien keine Gnadengeschenke an die NSDAP., sondern lediglich die Herstellung des normalen Zustandes. Die Maßnahmen des Reichsinnenministers
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19 Verletzte, darunter 4 schwer
gierend:n Parteien sei ein Zustand geschaffen worden, in dem es nur noch eine Alternative gibt.
Entweder Bolschewismus oder Hitler schafft Ordnung.
Die Parole dieses Wahlkampfes laute:
Leipzig, 27. Juni. Im Osten Leipzigs, in Volkmarsdorf und in Paunsdorf, führten die Nationalsozialisten am Montag abend in Stärke von etwa 1300 Mann einen genehmigten Umzug durch. Als der Zug in die Nähe des Volkmarsdorfer Marktes kam, stieß er auf zusammengerollete Kommunisten, die Barrikaden errichtet hatten. Sie hatten Fuhrwerke umgeworfen und Steine dazwischengelegt. Außerdem hatten sie auch schon Straßenlaternen zerschlagen. Die Polizei nahm sofort eine gründliche Säuberung vor, wurde aber aus den Reihen der Kommunisten heraus beschossen. Darauf machte die Polizei von der Schußwaffe Gebrauch. Es wurde eine ganze Anzahl Kommunisten verletzt; die genaue Zahl steht noch nicht fest., Zahlreiche Kommunisten wurden festgenommen. Die Ruhe konnte dann wieder hergestellt werden. Die Nationalsozialisten konnten ohne Zwischenfälle ihren Zug durchführen.
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Berlin, 27. Juni. Am Nachmittag und Abend veranstalteten im ganzen Stadtgebiet die verschiedenen politischen Parteien Umzüge, bei denen
Gebt Hitler die Macht!
In den weiteren Ausführungen des Reichspropagandaleiters kam zum Ausdruck, daß alle Propagandavorbereitungen 'der NSDAP. getroffen seien und daß der Pro- pagandaapparat der Partei fix und fertig zum. Einsatz stehe. In 'der ausgedehnten Aussprache wurden alle einschlägigen propagandistischen Fragen geklärt. Die Tagung schloß mit einem Treubekenntnis zu Hitler, der auf der am Dienstag stattfindenden Schlußtagung sprechen wird.
es zu zahlreichen Uebersällen von Kommunisten und Reichsbannerleuten auf Nationalsozialisten und Stahlhelmangehörige kam. Die Zahl der Verletzten wird auf zwanzig geschätzt. Zwei SS.- Lcute wurden durch Messerstiche schwer verletzt. In beiden Fällen sollen Kommunisten die Täter gewesen sein. Es wurden sechs Personen als der Tat verdächtig festgenommen. Ferner wurde eine größere Anzahl Demonstranten festgenommen, die mit verbotenen Schlagwerkzeugen usw. angetroffen wurden.
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Oppeln, 27. Juni. In der Nacht zum Montag wurde in der Hafenstraße der SA.-Mann Geifert von einer Anzahl Kommunisten überfallen und in den Schaukasten einer Firma gestoßen. Die Angreifer versuchten, ihr Opfer in die Oder zu werfen. Als sich Geifert zur Wehr setzte, zog einer der Kommunisten ein Messer und brachte dem Nationalsozialisten mehrere Stiche bei. Nach der Tat flüchteten die Kommunisten.
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Herne, 28. Juni. Am Montag kam es zu «inen schweren Ueberfall der Kommunisten auf Nationalsozialisten in der Nähe des Schlosses Bladenhorst. Das lleberfallkommando fand bei seinem Eintreffen vier schwer- und 15 leichtverletzte Nationalsozialisten vor. Die Kommunisten hatten bereits das Weite gesucht. Bei drei Verletzten wurden schwere Schädelbrüche, Kopf- und Gesichtsverletzungen festgestellt. Der vierte weist Stichwunden an Kopf, Armen und Händen auf.
seien Vielfach zu spät gekommen. Niemals hätten der Seperatismns einer gewissen Zentrumsklique und die Rotmordseuche ihr Haupt erheben können, wenn sofort und durchgreifend gehandelt worden wäre. Der schleichende RotmordbürgerkrieZ sei ein Zustand, der für die NSDAP. auf die Dauer unerträglich sei und zum Bürgerkrieg führe. Die NSDAP. habe fich überall zur Uebernahme der Macht bereiterklärt, aber sie lasse sich nicht durch faule Kompromisse Wasser in den Wein gießen. Es müsse jetzt alle Kraft der Bewegung auf den 31. 6. konzentriert werden, um im Reich einen Macht- faktor zu schaffen, der so stark sei, daß ohne die NSDAP. tu Deutschland nicht «ehr regiert werde« könne. Durch die
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Berlin, 27. Juni. Hie nene Notverordnung des Reichspräsidenten wird voraussichtlich am Dienstag mittag veröffentlicht werden. Die Notverordnung wird die Bestimmung enthalten, daß die Uniform- und Demoustrationsverböte im ganzen Reich aufgehoben werden. In der Notverordnung werden jedoch die Wünsche der Länder insofern berücksichtigt werden, als die Länderpolizeibehörden ermächtigt werden, örtlich und unter besonderen Bedingungen Ausnahmebestimmungen zu erlassen. Ferner wird eine Ausführungsverordnung zum tz 4 der Notverordnung vom 14. Juni ergehen, durch die eine Anmeldepflicht für Demonstrationen eingeführt wird, um zu verhindern, daß gleichzeitig und an derselben Stelle Kundgebungen feindlicher Parteien erfolgen können.
Unsere Stellungnahme behalten wir uns bis Lur Belanntaabe des Wortlautes, vor-
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Wie die Sudetendeutsche Nationalsozialistische Korrespondenz meldet, weist der Bericht der Hauptgeschäftsstelle der sndeten- deutschen Nationalsozialisten für den dieser Tage in Tetschen stattgefundenen Gesamt- parteitag eine Mitgliederzunahme der organisierten Nationalsozialisten von mehr als 14000 neuen Parteigenossen aus, die innerhalb der ersten fünf Monate des Jahres 1932 zur NSDAP beigetreten sind. Damit erhöht sich die Zahl der organisierten Parteigenossen auf mehr als 60000 Mitglieder, die in rund 1200 Ortsparteien zusammengefaßt sind. Die sudetendeutschen Nationalsozialisten erreichen nach dieser Aus- weiszahl die stärkste Organisationszisfer unter den sudetendeutschen Parteien. Sie verfügen über 10 Kreissekretariate, überdies über noch weitere. 9 Hilfsgeschäftsstellen und die LkMtüeÄäftsüelle in Aussig.
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Dem Tag der Schande von Versailles
Am 28. Juni 1919 wurde der Schandvertrag von Versailles von sozialdemokratischrr Reichskanzler« Hand unterzeichnet. 13 Jahre stehen wir heute i« Schatten dieses schwärzesten Tages deutscher Geschichte. Wir wissen, was er uns bedeutet und dürfen es nimmer vergessen. Die Toten des Weltkrieges mahnen uns und lasten nicht Ruhe, bis dis Schande gesühnt ist. Versailles hat uns ausgeraubt, verstümmelt und ausgeplündert und zur Wehr- und Ehrlosigkeit verdammt. Unsere Ehre ist uns genommen, unsere Toten werden beschimpft mit der Lüge von der Kriegsschuld, die im K 231! des Versailler Diktates verankert ist. Den Wort« laut sollte jeder Deutsche kennen:
„Die alliierten und assoziierten Regierungen erklären und Deutschland erkennt an, daß Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich sind, die die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Staatsangehörigen infolge des Krieges, der ihnen durch Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten ausgezwungen wurde« erlitten haben."
Mit dem Paragraphen 231 des Versailler Vev träges steht und füllt, wie Lloyd George mit Recht gesagt hat, der Versailler Vertrag. Darum vergeht nicht den Kamps gegen die Kriegsschuldlügel Es ist undenkbar, daß ein ehrliebendcs Volk wie das deutsche dauernd mit einem solchen Makel leben kann. Nur ein System der inneren Knechtschaft« wie das des 9. November, ein politisches System« das jener Geist von Versailles uns auferlegt hat, konnte sich damit abfinden. Es ist heute gottlob im Fallen begriffen, wie es dies nicht anders verdient hat. Der Geist des Nationalsozialismus, der ,den Geist der Nation verkörpert, hat das System von Weimar in die Knie gezwungen und wir dürfen wieder hoffen. Denn fällt Weimar, so muß Versailles mit, beides gehört nach Ursprung uns Wesen zusammen.
Noch ist eine letzte Kampfanspannung nötig, dir letzten Hindernisse zu beseitigen und der langersehnten Freiheit endgültig eine Gaffe zu bahne« Die Erinnerung an den Tag der Schande von Versailles muß unser Ehrgefühl erneut herausfordern und uns doppelte Kraft und Energie geben« damit wir auch diesen Endkampf siegreich bestehe«, Darum heute erst recht die Mahnung:
Vergcßt den 28. Juni, vergebt Versailles nicht!
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Berlin, 27. Juni. Die zu einer Tagung am 25. und 26. Juni vereinigten leitende« Körperschaften des G.DA. fordern von dev Reichsregierung eine umgehende und eiiv-s dentige Erklärung darüber, daß die von de« Gewerkschaften au ihre Mitglieder gezahlte« Unterstützungen bei der Prüfung der Hilfst bedürftigkeit in der Arbeitslosenversicherung und der Krisenfüvsorge nicht in Ansatz gebracht werden. Die Unterstützungen der Gen werkschaftcn sind freiwillige Leistungen zruS. Linderung der durch die neuen gesetzliche« Maßnahmen noch ungeheuer verschärft?« Not der Arbeitslosen. Diese Unterstützten-« gen, die durch die Leistungsfähigkeit der! noch erwerbstätigen Mitglieder ohnehin be-i grenzt sind, müßten bei einer Anrechnung lofort ringestellt wMs-n^