Lin2sSpr*eis 1S ^ksnnSg
rinssrs Parole
3evlsr wirbt einen neuen Ssrisker für clis S. 1^1.2.
öMMLMMMMMWWsWLMtz
WW
WM
ME
2--.,
LG.MM
7 >stiSL"
Verlagsort Bremen. Herausgeber Kurt Thiele. Verlag r Bremer Die BNZ erscheint jeden Werktag «. kostet RM 1.90 frei Haus, Anzeigenberechnung; hiesige die 10 gespaltene mm°Zeile RM O.IOi
Nationalsozialistische Zeitung, Kurt Thiele. Geschäftsstelle Papen- durch die Post zuzügl. 36 Pfg. Bestellgeld. Der Bezugspreis ist im auswärts RM 0.12. im Textteil RM 0.50, auswärts RM 0.7M
pratze lS. Redaktion Langenstr. 48. Sprechstunden der Redaktion: Voraus zahlbar. Bei Betriebsstörung, Streik, Verbot. Aussperrung Stellengesuche RM 0.04. Sonstige kleine Anzeigen RM O.OSj
Montag bis Freitag von 18 bis 19 Ahr. — Fernspr. Doinsh. 25878, usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Rückzahl. des Bezugpr. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.
SsHfSi'rs IsknI sSs
Innsnpolltlseks NplsgssnklZnung sn clss Nslck
Unsers SisUung
Der Sozialdemokratie war es in den letzten ÜLochen durch schwere psychologische Fehler der Regierung Papen möglich, in einem hemmungslosen Lügenseldzug die Verantwortlichkeit für die Mißwirtschaft der letzten dreizehn Jahre zu vertuschen. Unterstützt wurde sie in diesem Bestreben einmal durch die anerkennenden Worte, die der neue Reichskanzler seinem Vorgänger widmete und zum anderen durch das Schweigen der bürgerlichen Presse, die wieder einmal die Gelegenheit versäumte, sich mit dem Marxismus wirklich auseinanderzusetzen und sich dann wundert, wemi man ihr vorwirft, sie führe keinen ehrlichen Kampf.
Um so mehr interessieren sich aber z. B. die „Bremer Nachrichten" für die angeblich taktischen Vorgänge innerhalb der NSDAP., über die sie bester unterrichtet sein will, als die verantwortlichen Führer selbst und wobei sie uns wieder einmal Dinge unterschiebt, die nicht zutreffen. In einem Leitartikel „Wendung gegen Papen" werden hierzu längere Betrachtungen angestellt, die zu-, nächst in dem Satz gipfeln, „die Tolerierung der Regierung Papen durch die NSDAP. sei gekündigt". Wir erklären dem gegenüber und berufen uns hierbei auf die parteiamtliche Stellungnahme der Reichsleitung:
„Es ist nicht wahr, daß die nationalsozialistische Bewegung sich zur Tolerierung der Regierung Papen je bereit erklärt hat, sie ist ihr gegenüber Bindung nie eingegangen. Die Regierung Papen ist nie unsere Regierung gewesen!"
Diese Feststellung treffen wir nicht erst heute, sondern ist sofort in dieser Form veröffentlicht worden und wenn die „Bremer Nachrichten" aus eine Geheimanweisung verweisen, nach der an der Regierung keine Kritik geübt werden soll, so beweist das eben, daß wir weder vor vier Wochen noch heute gewillt sind, die Schuldigen der vierzehnjährigen Luderwirtschast von ihrer Verantwortung zu entlasten. Es wäre unsinnig gewesen, die Regierung Papen für Dinge verantwortlich zu machen — und das obendrein zur Entlastung der SPD. — die sie einfach vorgefunden hat. Unsere Kritik setzt erst ein mit den Regierungshandlungen, die die Regierung nach freiem Ermessen unternimmt. Es handelt sich hier um die lückenhafte Aufhebung des SA.- und Uniformverbots und um die Auseinandersetzung mit Süddeutschland. Es handelt sich hier weiter um den besonders im Westen aufgelebten Mordterror, gegen den von seilen der Regierung scheinbar nichts unternommen wird.
Die wirtschaftliche Notverordnung der Regierung Papen haben wir vom ersten Tage an abgelehnt. Die „Bremer Nachrichten" sind falsch unterrichtet, wenn sie sich jetzt bemühen, den Eindruck zu erwecken, wir begännen erst jetzt die Notverordnung abzulehnen. Wir machen auf folgende Tatsache aufmerksam. Die Notverordnung wurde am Dienstag nachmittag von Hindenvurg unterzeichnet, am Mittwoch früh von den „Bremer Nachrichten" veröffentlicht und am Mittwoch mittag von uns, mit der Ueberschrift versehen:
„NSDAP. lehnt Notverordnung ab."
Der Text der Notverordnung wurde in der gesamte« nationalsozialistischen Presse mit einer Einleitung versehen, in der unter anderem folgendes Lebt: -Die NSDAP. lehnt diese erste Not-
einstimmig Angenommen
München, 25. Juni. In der heutigen Sitzung des Landtages gab der bayrische Ministerpräsident Dr. Held eine längere Erklärung ab, in deren einleitenden Sätzen er feststellt, daß die Vorschläge des Innenministers eingehend geprüft seien, das Ge- samtministerium aber habe einstimmig beschlossen, daß es nicht in der Lage sei, dem Ersuchen des Neichsinnenministcrs zu entsprechen.
Die Neichsregierung hat mit dieser Erklärung eine Antwort erhalten, die ihre Autorität restlos zerschlägt, wenn nicht jetzt
sofort die entsprechenden Maßnahmen von feiten des Neichsinnenministeriums getroffen werden. Die bayrische Regierung, insbesondere die bayrische Voltspartei, trägt vor der Geschichte die Verantwortung dafür, daß sie aus hemmungslosem Haß gegen die deutsche Freiheitsbewegung, aus Partciwill- kür und Mißachtung der Verfassung der deutschen Regierung in dem Augenblick in den Rücken fällt, in dein der Reichskanzler in Gens Um die Tributfreiheit des Volles kämpft.»Mir erwarten, daß die Reichsregierung jetzt handelt.
Eitlen LUN Innsnpolitisoksn !-sgs
München, 24. Juni.
Adolf Hitler sprach am Freitag abend in dem schon eine Stunde vorher völlig überfüllten Zirkus Krone.
Er wies aus den innerpolitischen Umschwung der letzten acht Wochen hin und stellte mit Genugtuung fest, daß es gerade der Reichspräsident von Hindenburg gewesen sei, der die Wiederherstellung des Rechts vollzogen habe. Zentrum und Sozial- demolratie hätten das Glück, daß die heutige Regierung keine nationalsozialistische Regierung sei. Sie sollten dem Himmel danken, daß der Reichskanzler von Papen heiße und nicht Adolf Hitler. Bei einer nationalsozialistischen Regierung würde es ihnen nicht so leicht gelingen, das Bild der Verantwortlichkeit für die Taten der letzten dreizehn Jahre zu trüben. Die Nationalsozialisten würden den Herrschaften der roten und schwarzen Front eine Bilanz ausstellen, daß ihnen Hören und Sehen vergehe. Bayerische Minister seien es gewesen, die noch vor wenigen Wochen in Berlin verlangt hätten, daß von Reichswegen gegen die Nationalsozialisten noch schärfer eingeschritten
werde, daß man die SA. verbiete. Die Reichsgr- walt sei so lange recht gewesen, als sie ihre verzerrten Pläne gedeckt habe. Hitler wies dann aus die Ausweisung der nationalsozialistischen Fraktion aus dem Bayerischen Landtag hin und erklärte unter stürmischem Beisall. daß sich die Partei diese Methode der Rechtsprechung nicht mehr gefallen lassen würde. „Wir sind entschlossen", so erklärte er, „entweder durch das Reich unser Recht zu bekommen oder einen Zustand herbeizuführen, der die Unmöglichkeit dieses Vorgehen jedem eindeutig beweist. Wir werden in Oldenburg und Mecklenburg genau das tun, was die Bayerische Volks- partci in Bayern macht. Dann muß das Reich eingreifen und das rechtswidrige Verhalten der schwarzen und roten Parteien korrigieren." Bezüglich der Koalition mit anderen Parteien erklärte Hitler, daß die Nationalsozialisten es ablehnen müßten, die Politik der Parteien weiterzuführen. Die Nationalsozialisten seien bereit, die volle Verantwortung zu übernehmen und könnten das tun, wenn das deutsche Volk am 31. Juli seine Pflicht ersülle. Solange könnten sie warten.
verordnung als neue für das deutsche Volk unerträgliche Belastung um so mehr ab .
Wenn die „Bremer Nachrichten" dem „Angriff" vorwirft, erst jetzt gegen die Notverordnung Stellung zu nehmen, so sei festgestellt, daß auch diese Zeitung in der Mittwochausgabe die gleichen Sätze veröffentlichte und den Text der Notverordnung mit der Ueberschrift versah: „Die völlig unerträgliche Elrirdsnotverordnung!"
Der Artikelschreiber in den „Bremer Nachrichten" irrt also, wenn er eine Taktikänderung bei der NSDAP. vermutet und diese Umstellung mit der wirtschaftlichen Notverordnung in Verbindung bringt.
Wir bedauern, daß auch von dieser Seite immer wieder der Oeffentlichkcit vorgetäuscht werden soll, daß innerhalb unserer Bewegung sich zwei Richtungen bekämpfen und daß in diesem Fall der „besonnene Hitler" durch den „sozialradikalagitatorischen Flügel" der Partei überrumpelt worden sei. Gregor Straffer, der wegen seiner Reichstagsrede auch in einem gewissen Gegensatz zu diesem Flügel gebracht werden sollte, hat in Oldenburg mit aller Deutlichkeit sich eine derartige Unterstellung verbeten und wir können den „Bremer
Nachrichten" sagen, daß sie nicht die geringste Ahnung von dem Geist innerhalb der NSDAP. hat, wenn sie es sür möglich hält, daß unser Führer von Dr. Goebbels überrumpelt werden könnte.
Unsere Taktik — wenn man unseren gradlinigen Kampf gegen das System überhaupt mit Taktik bezeichnen kann — hat sich nie geändert. Wenn sich jetzt Auseinandersetzungen mit der Regierung ergeben, so wegen ihrer Haltung in der süddeutschen Frage und wegen der nur mangelhaften Durchführung der Aufhebung des Uniformverbots.
Die „Bremer Nachrichten" und mit ihr die ganze bürgerliche Presse würde in der geschichtlichen Beurteilung ihren früheren unverständlichen Kampf gegen die deutsche Freiheitsbewegung, die sie heute ja auch als stärksten Aktivposten der deutschen Innen- und Außenpolitik wertet, um vieles wettmachen, wenn sie statt unangebrachter pädagogischer Erziehungsversuche eine wirklich klare Front gegen den Marxismus einnähme und sich so an der geistigen Befreiung des Volkes von diesem Gift beteilige. Das macht man nicht mit gelegentlichen Pslaumereien, sondern mit einem heiligen Ernst der Ueberzeugung, von -er jede
Zeile getragen sein muß, oie man schreibt. Da«
macht man nicht, indem man die NSDAP. ar» greift und ihr eine nie ausgeübte Tolerierungs-s Politik vorwirft, sondern indem man das Gewissens des Volkes sür die Verantwortlichkeit des Marxist mus an unseren heutigen Zuständen wachhält.
Wer sich in diesen letzten großen EntscheidungKj kämpfen nicht eindeutig gegen den Marxismus stellt, wer in den Kernfragen der Innenpolitik immer wieder Rücksichten auf eventuelle soziatz demokratische Leser nimmt, der unterstützt gewollt oder ungewollt die zerstörenden Kräfte, denen! unser Volk seit Jahrzehnten ausgesetzt warst Der Geist, der sich hier in der bürgerlichen Pressn breitmacht, wäre nie imstande gewesen, eine sol kraftvolle, opferbereite und hingebungsvolle Freiheitsbewegung zu entfesseln, wie sie heute in aller« deutschen Gauen lebt. Das sollten die Herren be-j rücksichtigen, die heute immer noch glauben, unss politisch Vorschriften machen zu können und dick scheinbar noch immer in dem Irrtum leben, wir warteten nur aus die großen Köpfe, die man uns zu gegebener Zeit aus diesem Lager zur Verfü, gung zu stellen wünscht.
—art
Berlin, 24. Juni. Amtlich wir- mit-l geteilt: Eine Abordnung von Mitglieder»! der nationalsozialistischen Fraktion des Prell! ßischen Landtages begab sich am Freitag in später Abendstunde zu dem Reichsministe« des Innern, um ihn auf den verschieden-! stcn Gebieten zahlreiche Nebersälle auf Par-! teiangehörige mitzuteilen und darüber ein-l gehendes Material persönlich zu überreichen! Der Neichsminister des Innern nahm di^ Beschwerden entgegen und sagte zu, sich um^S gehend mit der Landesregierung in Ver< bindung zu setzen. ^
Die nationalsozialistischen Vertreter ver-4 langen, daß das Reichsinnenministeriums aufs schärfste gegen die intellektuellen Ur-l Heber der Mordhctze im Karl-Liebknecht-, Haus in Berlin vorgehen solle, damit dick Nationalsozialisten nicht in ihrer Berzweif-- lung von dem Notwehrrecht gegenüber den! Mordbuben Gebrauch machen. Unter deut reichhaltigen Material, das dem Innere minister übergeben wurde, befanden sich auch! die Bilder und Personalien russischer Kom-< munisten, die sich in den gefährdeten Ge^ bieten befinden. Es sind auch chiffriertes Skizzen usw. unter genauer Nennung dertz Namen der Lokale, der Mordkommandosl und ihrer Schlupfwinkel überreicht worden»
Reichsinnenminister Freiherr von Gahsi nahm die Mitteilungen der nationalsozia-e listischen Landtagssraktion offiziell zuv Kenntnis und versprach, die geeigneter«! Schritte zur Wiederherstellung der gesetzt lichen Zustände schon innerhalb von 2ch Stunden vorzunehmen.
Nationalsozialistische Abordnung auch im Wehrministerium.
Berlin, 24. Juni. Am Freitag nachmittag hat auch der Vertreter des Reichswehrmini?« sters, Oberst von Bredow, Vertreter der nationalsozialistischen preußischen Landtags.« sraktion empfangen.