kinrslpi'vis 1S pksnnig
lllenmg. 10 . W 1 SW * NUNIMI'Oö
ttsuts
sprickt
pg. Hsiclsr
20.30 Llkr. im 6af6 l.skm- kukl. VOallsr tteerstraps
öwMwUattMMMMtwZÄKm-
parteiamwckes DraanöeröreMrNMoMlsosialMu
Derlagsort Bremen. Herausgeber Kurt Thiele. Verlag: Bremer Nationalsozialistische Zeitung, Kurt Thiele. Geschäftsstelle und Redaktion: Papenstr. 15. Sprechstunden der Redaktion: Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr. — Fernsprecher Domsheide 25878.
Die BNZ erscheint jeden Werktag u. kostet RM 1.90 frei Haus, Anzeigenderechnung: hiesige die lOgespaltene mm°Zeile RMO.lll
durch die Post zuzügl. 36 Pfg. Bestellgeld. Der Bezugspreis ist im auswärts RM 0.12, im Textteil RM 0.50, auswärts RM 0.70l
Dorauszahlbar. Bei Betriebsstörung, Streik, Verbo., Aussperrung Stellengesuche RM 0.04. Sonstige kleine Anzeigen RM 0.06»
usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Rückzahl. des Bezugpr. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.
Kamp- klon ^i*bsltslosigksl 1 I
Das ns>18ons8so2ia1Ss18sekv ^i*ksttsdSseksKungLpi*og^smm vo«* üsm KsZeksIsg
Von Vfonnsn OsttL, «»ilgliskl 6ss aoiLkswii-tsoksttsi-sts 6sn kiso^k».
llei'i'n Mstpiek ßskion 2 bis 3
IVUIIlSKÄSN
Oss ^snlsment okne Volk will neue Lokulrlsn
Eigener Bericht der BNZ.
Berlin, 10. Mai.
Gestern ist der Reichstag wieder zusammengetreten und Herr Dietrich, zurzeit noch Finanz- Minister, hat sich gezwungen gesehen, einen erschütternden Finanzbericht zu erstatten, um >dann schließlich die Ermächtigung anzufordern, weitere Schulden machen zu dürfen und zwar (Schulden bis ins Uferlose.
, Der Finanzminister teilt mit, daß die fundierten Schulden des Reiches 10 208 Millionen RM. betragen, während sich die schwebende Schuld auf 1600 Millionen RM. belauft, nachdem man rund 800 Millionen RM. durch die berüchtigte Kreu- ger-Anleihe in eine fundierte Schuld hat verwandeln können. Die Absicht der Reichsregie- cung, 465 Millionen RM. der schwebenden Schuld im Jahre 1930 abzudecken, konnte nicht durchgeführt werden. Statt dessen mußte die Reichsregierung zur Stützung der Großbanken 1115 Millionen RM. verausgaben, von denen 350 Millionen RM. schon jetzt endgültig verloren sind.
Der Reichshaushalt 1931-32 schließt mit einem Fehlbetrag von rund 400 Millionen RM. ab, denn die Ausgaben überschreiten 8,2 Milliarden Reichsmark, die vorveranschlagten Einnahmen belaufen sich jedoch nur auf 7P Milliarden RM. Darüber hinaus wünscht nun der Reichsfinanzminister die Annahme eines Ermächtigungsgesetzes, nach dem er 530 Millionen RM. Kredit bis zum 15. November 1933 beschaffen darf. Weiterhin wünscht er 240 Millionen RM. zur Deckung des Fehlbetrages im ordentlichen Haushalt 1930, 500 Millionen RM. zur Deckung des geschätzten Fehlbetrages des Haushalts 1931 und 550 Millionen RM. zur Deckung von Ausgaben des außerordentlichen Haushalts auf früheren Rechnungsjahren. Des weiteren wünscht er 600 Millionen Reichsmark zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Reichshauptkasse und an alle diese Summen wird dann noch angehängt eine weitere Kreditbeschaffung für Siedlung, Meliorationen, Beschäftigung Jugendlicher und sonstiger Arbeitsbeschaffung. Welche Mittel hierfür zur Verfügung stehen werden, kann nach Lage der Dinge jeder selbst errechnen.
In diesen Zahlen spiegelt sich jedenfalls die wirtschaftliche Leistung des Kabinetts Brüning und man begreift nun, warum der Reichswirtschaftsminister rechtzeitig das sinkende Schiff verlassen hat.
Nach Herrn Finanzminister Dietrich sprach der Abgeordnete Breitscheid (SPD.), der für die Wirtschaftskatastrophe die Nationalsozialisten verantwortlich machte. Als dann auch noch ein Kommunist in die gleiche Kerbe zu schlagen versucht, wird ihm von nationalsozialistischer Seite zugerufen: „Lasten Sie sich Ihr Gehalt erhöhen, Ihre Dummheit ist unbezahlbar!" — Danach . spricht der
Abgeordnete Pg. Reinhardt, der mit aller Entschiedenheit dem ReichsfinanL-
minister vorhält, daß der bisher beschrittene Weg (siehe die obigen Zahlenangaben) zur Zerstörung von Wirtschaft und Finanzen führt.
Es steht dem, so betont er, die Tatsache gegenüber, daß sich die Lage fortschreitend erheblich verschlechtert hat. Durch die letzten vier Notverordnungen sind Wirtschaft und Finanzen nicht gesichert, sondern in grauenhafte Unordnung gebracht und „abgekurbelt" worden. Die fortgesetzte Schmälerung der Kaufkraft der Masten muß lähmend auf den Arbeitsmarkt wirken. Das deutsche Volkseinkommen betrug im Jahre 1929 76 Milliar- ken, 1930 64 Milliarden, 1931 50 Milliarden, 19W wird es wahrscheinlich nicht über 40 Milliarden betragen. Das Steueraufkommen ist erheblich zurückgegangen und zwar nicht trotz der Erhöhung der Zahl der Steuern und der Steuersätze, sondern infolge dieser Erhöhung. Der Entwurf des Schuldentilgungsgesetzes enthält das Eingeständnis, daß die für das Jahr 1931 vorgesehene Schuldentilgung auf dem Papier stehen geblieben ist. Mit den schwebenden Schulden sollte damals ein für alle Mal aufgeräumt werden. Ihr Stand ist aber von 1280 Millionen RM. auf 1722 Millionen RM. im März d. I. gestiegen. Der Reichssinanzminister hat seinerzeit erklärt, die Unterschrift zu einem Ueberbrückungskredit gebe er ein zweites Mal nicht. Jetzt verlängert er den Ueberbrückungskredit und läßt die Festsetzung der Summe frei.
Der Minister bekommt auf Grund seiner Ermächtigung durch Artikel 48 kein Geld mehr; jetzt soll der Reichstag ihm die Ermächtigung geben, zu Krediten, die der Minister sich wahrscheinlich unter der Hand schon besorgt hat.
Wir denken nicht daran, dem Schuldentilgungs- entwnrs zuzustimmen.
Wir behalten uns im Gegenteil vor, auf Grund des Artikels 59 der Reichsverfastung Anklage vor dem Deutschen Staatsgerichtshos wegen bewußter Verfastungsverletzung zu erheben. (Lebhafter Beifall bei den Nationalsozialisten.)
Ein Antrag des Abg. Dr. Frick (Nat.-Soz.), die erste Lesung des Schuldentilgungsgesetzes nunmehr zu unterbrechen, erledigt sich durch den Vorschlag des Vizepräsidenten Ester, die Sitzung abzubrechen. — Das Haus tritt diesem Vorschlag bei und vertagt sich auf Dienstag 11 Uhr. Erste und zweite Beratung des Schuldentilgungsgesetzes, Fortsetzung der allgemeinen politischen Aussprache, mit der die Beratung zahlreicher Anträge der Parteien verbunden ist, in denen Auflösung des Reichstages und Neuwahlen, Aufhebung der letzten Notverordnungen, Einsetzung von Untersuchungsausschüssen zum Fall Kreuzer und zur Reichspräjidentenwahl und anderes gefordert werden.
Wii» übsnnsknien 61s ^lliftKung
Den Kampf um die Macht in Preußen hat unsere Freiheitsbewegung gewonnen. Damit auch ein Endziel, der Kampf um Arbeit und Brot für das deutsche Volk gewonnen werden kann, richten wir jetzt die 'Schicksalsfrage an Reichstag und Länderparlamente r
Seid ihr gewillt, unser nationalsozialistisches Arbeitsbefchaffungsprogramm und seine Finanzierung auf dem einwandfreien Wege produktiver Kreditschöpfung anzunehmen oder nicht?
Das Kabinett Brüning muß, wie immer, versagen. Es wird sich hinter die Behauptung zu verkriechen suchen, daß die Finanzierung unseres nationalsozialistischen Arbeitsbeschaffungsprogramms, die auf nationaler Selbsthilfe beruht, undurchführbar sei. Undurchführbar deshalb, weil es eben gegen die geheiligten Richtlinien des Kabinetts Brüning verstößt, die ihm durch internationale Bindungen und den Goldwahn vorge- zeichnet sind. Immer ungestümer rütteln jedoch die Massen deutscher Volksgenossen an diesen internationalen Fesseln, die ihnen ihr elementarstes Recht, das Recht aus Arbeit und Selbsthilfe vorenthalten. Auch die Gewerkschaftsführung, sowohl die der freien wie der christlichen, hat in den letzten Monaten dem immer stärker werdenden Druck ihrer Mitglieder, die ihr Recht auf Arbeit fordern, weichen müssen und sich nicht mehr mit den üblichen Beruhigungspülverchen und Redensarten ihrer politischen Vertretung: Sozialdemokratie und Zentrum, zufrieden gegeben — sondern ein Arbeitsbeschaffungsprogramm ausgearbeitet, das sich im wesentlichen sowohl nach Umfang wie nach Art der in Angriff zu nehmenden Arbeiten mit unseren, seit Jahr und Tag erhobenen nationalsozialistischen Forderungen deckt. Zwar gelang es zunächst den politischen Führungen der Gewerkschaften, die Forderung und das Drängen ihrer Gefolgschaft trotz scheinbaren Nachgebens dadurch auf ein totes Gleis zu manöverieren, daß man ihr vorredete, die Durchführung sei nur mit ausländischer Hilfe, Ausländsanleihen, möglich. Diese Hilfe kam natürlich nicht und ebenso wenig das Wunder, auf das man in der Brüning-Koalition hoffte, um die Sessel zu retten. Das immer drohender werdende Murren des Volkes versucht man nun noch einmal durch bewußte Weichenfehlstellung, nach der anderen .Seite hin, von sich abzulenken, d. h. jetzt mit der Aufnahme einer innerdeutschen, einer nationalen Prämienanleihe für Arbeitsbeschaffung von „unbegrenzter Höhe", den schwelenden Volkszorn wieder für eine Weile zu dämpfen.
Hnlsiks gvnllgt niekt
Aber das Volk läßt sich keinen Sand mehr in die Augen streuen. Auch die Program- matiker der Gewerkschaften, vor allem Woy- tinsky, haben, indem sie in den letzten Monaten unsere nationalsozialistische Theorie produktiver Kreditschöpfung übernahmen, anerkannt und öffentlich verkündet, daß mit inländischen Anleihen irgendein nennens
wertes Arbeitsbeschaffungsprogramm ode< eine „Ankurbelung" der Wirtschaft nichj durchgeführt werden kann. Selbst im Ka« binett wird rebelliert. Sein jüngstes Miö glied, der Reichswirtschaftsminister Warm« bold, dessen Hirn infolge seiner kurzen Zu« gehörigkeit zur Reichsregierung noch nichj so durchsetzt ist von internationalen Gedan« kengängen — springt ab. Er kann es mij seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren, dem Volk vorzuspiegeln, daß mit Hilfe einer innerdeutschen Anleihe von „unbe- grenzter Höhe" neue, d. h. zusätzliche Arbeit' zu beschaffen sei. Wir haben stets darauf hingewiesen, daß das deutsche Volk in allen seinen Schichten so von flüssigen Mitteln, entblößt ist, daß so gut wie gar keine flüssi- gen Mittel der Produktion zu ihrer Er-, Weiterung neu zur Verfügung gestellt wer-« den können und daß man, selbst im Falls ihres Vorhandenseins, diese am allerwenig- sten mit einer Anleihe herauszuholen vermöchte. Vielmehr wird eine Anleihe durch die mit ihr verbundenen Vergünstigungen den noch arbeitenden Betrieben nur flüssige Mittel entziehen, so daß, was auf der einen Seite an arbeitslosen Volksgenossen neu eingestellt wird, auf der anderen durch Stil- desten wieder ausgeglichen wird. Also das legung noch arbeitender Betriebe zum min- System Brüning in Nein-Kultur: was auf der einen Seite gewonnen, wird auf der anderen wieder genommen. Und das Unglück ist am Ende größer als zuvor.
I'i'oLluIrlivs KnsiIilsvkLpIllNg un6 2ins»snkung
Die von uns vorgeschlagene produktive Kreditschöpfung bedient sich dagegen eines Kunstgriffes, dessen sich auch die Banken bisher stets bedient haben. Es ist also. nichts unerhört Neues, was wir vorschlagen, vielmehr handelt es sich um privatwirtl- schaftlich erlaubte und schon benutzte Mittel, die nunmehr von uns volkswirtschaftlich und im Interesse der Gesamtheit angewandt werden.
Jedermann weiß, daß die Banken in erheblichem Umfang Kredite, die keinerlei Unterlagen in vorhandenen Mitteln (Einlagen), haben, zur Verfügung stellen, lediglich in: dem Vertrauen, daß diese aus dem Nichts geschöpften Kredite durch die damit bewirkte Neu-Produktion von Waren in echtes Kapital verwandelt werden, welches in der Folge dann die Kredite tilgt. Die Anwendung dieses Verfahrens ist immer unbedenklich, wenn sich die Gesamt-Kreditschöp- fung in eine große Anzahl einzelner Kre- ditsck öpfungen aufsplittert und dadurch int Querschnitt der volkswirtschaftlichen Ge- samt-Produktion bleibt, mit anderen Worten: wenn eine gesunde Mischung von lang-, und kurzfristigen Krediten auf diese Weise vorgeschöpst wurde, die sich in der Hauptsache als Betriebskredite auswirkten.
Das Vertrauen auf die Kalkulation der einzelnen Kreditnehmer wurde, wie die Erfahrung zeigt, immer gerechtfertigt und der größte Teil der so aus dem Nichts geschöpften Kredite gelangte regelmäßig zur Tilgung. Der Rest. der Betrag der Fehl-