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(Drahtbericht unseres Sionderkorrespondenten.)
Am Bord der D. 1720. 20. April.
Ein Wochentag wie jeder andere. Aber säst scheint es. daß der Himmel blauer leuchtet und die Sonne Heller strahlt denn sonst. Noch stehen wir alle im Banne des Erlebens dieser Nacht, da Masurens Bevölkerung in rasendem Jubel und unbeschreiblicher Begeisterung und im Taumel tiefster Ergriffenheit Adolf Hitler empfängt, wie nie zuvor irgend ein Größerer vom Volke aufgenommen und begrüßt wurde. Noch sehen wir vor unseren Augen die Triumphpforten in allen Dörfern und die masurischen Bäuerinnen mit ihren Kindern im Arme, wie sie sich vor das Auto des Führers werfen, um ihn zu schauen, die Bauern hoch zu Pferde Adolf Hitler umdrängen, wie ganz Masurens Bevölkerung wahrhaftig Tag und Nacht auf den Landstraßen und in den Dörfern stand zum Empfang Adolf Hitlers und jetzt, da wir in wenigen Minuten aufbrechen zum Weiterflug ins Herz unseres Vaterlandes, feiert Königsberg den Führer mit nicht minder heißem Herzen, wie Stunden zuvor Masurens Bauern.
Im Hotel schon drängen sich Frauen und Mädchen und Kinder, Adolf Hitler Glückwünsche zu seinem 43. Geburtstage zu überbringen, Blumen häufen sich. Telegramme aus allen Orten Deutschlands erreichen an der Ostsee den Führer. Ostpreußens Nationalsozialisten überreichen durch eins Abordnung Adolf Hitler ,,K5nigsberger Gold" in Form eines prächtigen Stückes Bernstein. Vor dem Hotel stauen sich die Menschen, brechen aus in Heilruse, die orkanartig anschwellen und die widerhallen an den Häuserfronten, recken sich die Arme Hitler entgegen, dessen Auto nur schrittweise durch die begeisterte Menge den Weg sich Lahnen kann zum Flugplatz.
Neue unübersehbare Menschenmassen stehen rund um das Fluggelände. Menschen jeden Alters und jeden Berufes, ein einziger Herzschlag, in gläubiger Zuversicht und Hoffnung auf Adolf Hitler. Brausend steigt der Geburtstaggruß der Zehntausende Königsberger hinauf in den blauen Himmel. Rosen, Nelken und Flieder, Blumen in allen Farben und ohne Zahl reichen mit zitternden Händen blonde Buben und blonde Mädels. Männer stehen da mit Tränen 'vor Freude und Ergriffenheit in den Augen. Die Kapelle der Königsberger Ortsgruppe spielt ostpreutzische Märsche. Trommelwirbel. Immer wieder hallt der Heilschrei der Zehntausende über das Feld, schreien ihr „Wir gratulieren" die ehemaligen SA.- und SS.-Männer. Dazu rattern die Motoren ihren Gruß, strahlt die Sonne und leuchtet der Himmel, als ob die Natur mitfeiern wollte des neuen Deutschland Führers Geburtstag. So ersetzt des Volkes glühende Liebe Adolf Hitler, was er zu entbehren vom Schicksal gezwungen ist, weil der Kampf ihm nichts gönnt, auch nicht eine Stunde für sich selbst. Weil er aber für uns alle kämpft, darum gehört er uns allen. Vielleicht war dieses Bekenntnis der Zehntausende am Flugplatz zu Königsberg das schönste Geburtstagsgeschenk für den Führer.
Die letzten Akkorde unseres Horst-Wessels-Lie- des und die ersten Worte des Liedes aller Deut
schen hören wir noch, dann sausen die Motoren, dann rollen wir über das eld und wir fliegen. Schwer wird Her Abschied.
Noch eine letzte Runde über die Menschen, die zu uns herauswinken. Dann geht es über das tzäusermeer der alten preußischen Königsstadt. Wir fliegen über den blauen Wassern der Ostsee, aber unsere Gedanken bleiben noch lange zurück. In Lyck und in Tamienberg, in den Dörfern Masurens, in Königsberg .. .
Keine Hochzeitskutsche und wohl wenig Blumengeschäfte dürften Blumen in dieser Zahl auf einmal gesehen haben, wie wir sie jetzt in unserer Kabine haben. Das leuchtet in allen Farben und duftet, als seien wir jetzt nicht 2000 Meter über der Erde, sondern im schönsten Blumenhain.
^üoil MUsn in ttsiis
(Drahtbericht unseres Sonderberichterstatters) Halle a. d. Saale, 20. April.
Wenn man heute die Straßen von Halle durchstreifte, ganz gleich, ob ausgesprochene Arbeiterviertel oder bürgerliche Gegenden, so kann man es sich kaum vorstellen, daß es eine Zeit gab, da man diese Stadt das „rote Herz Mittel- deutschlands" nannte.
Ueberall auf den Straßen drängen sich seit dem frühen Morgen Parteigenossen, Arbeiter aus dem Mansfelder Bergrevier, aus dem Zeitzer Braun- kholenrevier, aus den Leunawerken, Bauern aus der Umgebung, Bürger aus den kleinen Städten des Gaues und alles, was irgendwie Zeit hatte, aus der Stadt Halle selbst.
15 Sonderzüge haben Zehntausende deutscher Männer und Frauen nach Halle gebracht. Auf den Landstraßen bewegt sich eine ununterbrochene Kette von Automobilen, Motorrädern, Lastwagen, Fahrrädern, der Stadt zu. Hakenkreuzwimpel schmücken alle Fahrzeuge.
In Staßfurth mußten zwei Fabriken den Betrieb für den ganzen Tag stillegen, weil die Belegschaften geschlossen zum Hitlertag nach Halle fahren.
In Halle selbst konnte man überall in den Straßen Läden sehen, die vor der verschlossenen Tür ein Schild trugen: „Wegen der Hitlerkundgebung heute geschlossen."
Auf allen freien Plätzen der Stadt, auf denen es irgendwie möglich war, wurden provisorische Parkplätze eingerichtet, um die von außerhalb gekommenen Fahrzeuge unterbringen zu können.
*
Seit Tagen dreht sich das Gespräch auf allen Arbeitsplätzen, auf den Stempelstellen, in den Schänken, auf der Straße, um die gewaltige Kundgebung der Nationalsozialisten, um Adolf Hitler.
Begeisterung und felsenfestes Vertrauen auf den Retter Deutschlands hier, kleinlicher Geist und angstgeborener Haß vor dem unerbittlichen Richter dort. Auf dem Marktplatz stehen Gruppen diskutierender Erwerbsloser. Neugierige gesellen sich hinzu. Ansammlungen entstehen. Die Polizei schreitet ein. Die Fäuste in der Tasche geballt, gehen diese auseinander. .
Wir halten in allen Armen Blumen und wünschen dann, hoch oben über preußischen Feldern, Glück und Sieg. Heil unserem Führer, der strahlend uns dankt.
Stunde um Stunde rattern gleichmäßig die Motoren wechseln Felder, Wälder und Dörfer, zieht deutsches Land an unseren Blicken vorüber. Neustettin, Schneidemühl, Landsberg an der Warthe, Wittenberg grüßen uns aus vierstündigem Fluge, dann noch die Festung Torgau. Endlich erscheint der Flugplatz Halle-Leipzig im Blickfeld. Langsam gleiten wir zur Erde. Die Motoren schweigen, dafür aber empfängt uns brausender Jubel. Gleich darauf entführt das Anto Adolf Hitler zur Radrennbahn nach Halle, wo bereits über 120 000 Menschen des Führers harren . .
Seit dem frühen Morgen arbeiten die ehemaligen SA.- und SS.-Männer, die über Nacht zu „Wahlhelfern" geworden sind, draußen auf dem weiten Gelände der Rennbahn.
Die Tribünen werden mit Transparenten geschmückt, Pfähle eingerammt, Bretter darauf gelegt und so Sitzplätze für über 20 000 Menschen geschaffen. Aber nur ein verschwindend kleiner Teil der zu erwartenden Massen kann hier Platz finden. Um 11 Uhr werden die Eingänge geöffnet und schon stürzen die draußen wartenden Massen herein. Die Frauen haben ihre Umschlagtücher mitgebracht und kleine Feldstühle. Pakete mit Mundvorrat werden ausgepackt. Es ist ein Feldlager. Von Stunde zu Stunde wächst die Masse an. Schon mittags gegen 2 Uhr sind die Zufahrtsstraßen vollkommen verstopft. Ein ununterbrochenes Lärmen der Autohupen und Klingeln der Radfahrer tönt die Straßen entlang, bis tief in die Stadt hinein.
Inzwischen sammeln sich Hunderte und Tausende auf dem Flugplatz Schkeuditz, auf dem Adolf Hitler erwartet wird. Pünktlich zur festgesetzten Zeit gleitet das große dreimotorige Flugzeug des Führers zur Erde nieder. Brausender Jubel empfängt Adolf Hitler. In rasender Fahrt geht es nach Halle.
Auf dem weiten Gelände der Rennbahn hatte sich in wenigen Minuten herumgesprochen, daß der Führer in Halle ist. Lange Minuten voller Erwartung vergehen noch, bis Hitler durch die immer noch verstopften Straßen zur Rennbahn herankommen kann.
Dann braust der Jubel der Begeisterung wie ein Orkan auf. Als der Führer vortritt, leuchten seine Augen auf. Kopf an Kopf stehen die Massen, soweit man blicken kann. Immer wieder von neuem tobt die Begeisterung.
Das ist keine Partei, das ist auch keine Bewegung mehr, die die Tiefe des Volkes erfaßt hat — das ist das Volk!
Eine Handbewegung des Führers läßt atemlose Stille eintreten. Ruhig, langsam, Satz für Satz von tiefster Bedeutung, spricht Adolf Hitler.
„Die heute regierenden Parteien möchten den Sinn ihrer eigenen Demokratie nicht mehr wahr haben'." Dann spricht der Führer von all den Lügen und Verleumdungen, die in 13 Jahren
des Aufstiegs unserer Bewegung über ihn ui seine Sache verbreitet wurden:
„Es gibt nichts, was diese Jammerseelen k> ihrer Not und Verzweiflung an Lügen und Der leumdungen nicht ausgebracht hätten.
So wie heute hier Hunderttausende aufgeftaw den find, wird einmal das ganze Volk ausstehen So, wie einmal Preußen die nationale Einigunx Deutschlands faßte, so werden wir über Preuße« die soziale Erneuerung schaffen. Darum tut am 24. April eure Pflicht!"
Noch während der Führer schon im Flugzeuz der nächsten Massenversammlung in Kassel M steuert, stauen sich die abmarschierenden Massen irden Straßen.
Maßlose Empörung und Erbitterung erregt die Provokation, die sich die SPD. ausgerechnet zuk Stunde des Abmarsches leistete.
Unter polizeilichem Schutz fuhr ein mit SPD.- Wahlplakaten beklebter Lautsprecherwagen durch das Menschengewühl.
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Kurz nach 6 Uhr abends erhebt sich wieder un-, ter Flugkapitän Bauers sicherer Hand der metallene Vogel, zuvor aber grüßen die begeisterten Menschenmaffen noch einnial das Flugzeug, recken sich Tausende von Arme dem Führer zum Abschiedsgruß entgegen, brandet wie überall das Heil Hitler zum Himmel.
Abend zieht über die Fluren. In Gold noch taucht der Sonne letzten Strahlen die Felder. Der Rauch der Fabriken und Essen verliert das Schwarz seiner Farbe, wird golden wie der Abendnebel und das Land rundum. Abendsrieden, Abendfriede über den Stätten der Arbeit.
Düster und grau ragt der Harz zu uns herauf mit seinen Wäldern. Unten in den Dörfern stecken die Menschen die ersten Lichter an, bald ist der Flug für heute beendet. Im Lichtermeer strahlt Kassel. Am Flugplatz zieht der Schein des Landelichts über den Boden, der uns aufnimmt.
Und wieder das gleiche Bild, das wir schauen und erleben, wenn wir Mutter Erde betreten. Menschen in Heller Begeisterung, Aufbruch der Nation . . .
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70ÜVÜ Hessen und Waldecker umjubcln den Führer.
Ueberall sehen wir leuchtende Hakenkreuz- fahnen an den Masten. Der Bann des. Hitlertages, den man in jeder Staadt fühlt, die der Führer in seinem einzigartigen Kampf in Deutschland besucht, hat jeden restlos ergriffen.
Der Schwerpunkt der Stadt hat sich verschoben. Ihr Zentrum ist ausgestorben. Da, wo das Riefen-Zelt steht, ist heute das Leben der Stadt konzentriert. Vormittags schon ist das Zelt belagert. Mit Stühlchen und Proviant haben sich die Unverdrossensten versorgt. Zahllose Transporte entleeren sich. Die ersten der 10 Sonderzüge machen sich bemerkbar. Viele Bauern, echt« Waldecker Typen, Schwelmer in ihrer leuchtenden Tracht. Man wartet in der einzigartigen Disziplin des Nationalsozialismus.
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