Ausgabe 
(6.4.1932) Nr. 68
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Nillsi* im asurseken Osten

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An Bord der D. 1729, 5. AprA.

Während der Osten von den Systemparteken fast aufgegeben und sich verraten fühlt, die Landwirtschaft der großen Korn- und Weizen- kammer Deutschlands zusammenbricht und der Pole und der Lrtaue seine gierigen Räuber- hände nach neuem deutschen Lands ausstreckt lund nichts geschieht, den Brudern zu helfen, um dem übermütigen Fremdling jenseits der will­kürlich gezogenen Grenze die deutsche Faust zu zeigen, will Hitler durch seinen heutigen Flug tn den deutschen Osten den Millionen Brüdern hier neuen Mut und neue Kraft ein­flößen und ihwm beweisen, daß der National­sozialismus ihren Kampf und ihr Sehnen zu dem steinigen macht, einbezieht in das große nationalsozialistische Rlettungswert. Vor unse­rem geistigen Auge stehen noch die unüberseh­baren Massen, die gestern im Berliner Lust­garten in schier rasender Begeisterung Adolf Hitler zujubelten. In unseren Ohren dröhnen noch die Heilrufe von 70 000 Brandenburgern in Potsdam und nun geht es im Fluge dem deutschen Osten zu.

Diesmal ist es D. 1729

Mit ihrem Flugkapitän Balz, dem in Ost­preußen bestbekannten Nachtflieger der Strecke Berlin—Königsberg, die sich emporschraubt über das Berliner Flugfeld, über Rauch und Dunst der Millionenstadt, Häuser, Schorn­steins, Warenhäuser, Kirchen und Museen und Elendswohnungen. Wieder dehnt sich das weite Land, Pferde und Bauern auf dem -Felde, wie Spielzeuge so klein. In allen Far­ben spiegelt sich die Erde, wie gestern-

Aus den Wolken schaut die Sonne, wirst ihre Strahlen auf brandenburgischen Sand. Gleichmäßig surren die Motoren.

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'Immer blauer wird der Himmel, Wälder lösen jetzt die Felder ab. Ueber Motore zie­hen Störche ruhig ihre Bahn, unter uns Pom- imern. — Könnte man doch alle die verführ­ten Volksgenossen, die glauben, es gebe kein Vaterland, das Deutschland heißt, im Fluge Mitnehmen und ihnen die Schönheiten zeigen, die stillen Dörfer und keimende Saat, alles, «lies, was wir sehen und erleben, sie würden in die Knie sinken und ihr Haupt entblößen lind stolz es hkuausschvoien, ich bin stolz, Deut­scher zu stein. Jetzt kommt die Versammlung !in Lauenburg. Es kommt daraus an, wer hin­ter der Grenze steht.

Uns ist das Herz übervoll und doch sollen uns die nächsten Stunden Erlebnisse bringen, die weiterleben werden heute und immer.

Wir nähern uns Lauenburg in Pommern. Die bisher toten Landstraßen nehmen Leben an. Autos an Autos, Lieferwagen an Lieferwagen, Madfahrer und Fußgänger, alle haben ein Ziel, das große Jndustriegelände in Lauenburg, auf dem in einer halben Stunde der Führer sprechen Wird. Jetzt überfliegen wir es, alles schwarz von kRenschen. Fahnen leuchten in der Sonne, in den Farben und jn dem Zeichen, das wir linden, wo

deutsch ein Herz schlägt. Größer wird der Schatten des Flugzeuges auf der Erde. Schon sehen wir die harten Fäuste der pommerschen Bauern und Landarbeiter erhoben. Die Räder des Flugzeuges rollen über Heideland. Wir setzen den Fuß zur Erde und

ei» Heil Hitler der Lauenburger SA. und SS. dröhnt dem Führer entgegen.

4V 000 Bauern und Landarbeiter aus allen hinterpommerschen Kreisen und Be­zirken, aus den entlegensten Dörfern und den einsamsten Weilern waren erschienen. Während Adolf Hitler zu ihnen eilt, zu ihnen spricht, er­zählt mir der SA.-Führer aus dem Flugplatz von der Not und dem Elend. 12 000 Arbeitslose allein zählt Lauenburg bei einer Einwohnerzahl von nur 24000. Die Landwirtschaft liegt darnieder. Die hohen Tarife und Preise verhindern den Ab­transport der Produkte des Landes und der

Dairienburg, 5. April. Lauenburg, die öst­lichste preußische Stadt westlich des Korridors, 15 Kilometer von der Grenze entfernt, hat den Fluch von 1913 gefühlt wie nur wenige. Die Stadt wurde vom Hinterland abgeschnitten. Der Korvidor hat dahin geführt, daß bei 25000 Einwohnern genau die Hälfte von Unterstützung anstatt von ihrer Hände Arbeit leben mutz. Lauenburg hat den Würgegriff des Systems und der Polen am Genick und und deshalb konnte Lauenburn den Besuch

Landesraub der Polen nahmen das Hinterland und Absatzgebiet der hinterpommerschen Land­wirtschaft. Er erzählt, daß seit den frühen Morgenstunde» aus dem Korridor und dem ge­raubten Pommerellcn die Menschen über die Grenze eilten, um den Führer zu sehen und zu hören, der ihnen allein noch Bürgschaft ist für ihre und ihrer Kinder Zukunft und einstige Frei­heit. Er erzählt weiter, daß Zentrumsgeistliche offen und ungehindert polnische Propaganda machten in den Gotteshäusern und der Haß der Polen und ihre Gier hi»übergriffen selbst in diese Gegend.

Aber unseres SA.-Mannes Augen leuchten. Der Pole wird sich den Schädel einrennen, wenn er glaubt, nochmals zum alten Raub einen neuen setzen zu können.

Die SA. steht auch hier.

Jn ihren Reihen marschieren Bauern und Ar­beiter, Gutsbesitzer und Knechte, marschiert ein neues Deutschland und unter der Fahne des Nationalsozialismus hält es die Wacht im Osten wie die Brüder am Rhein gegen den Westen...

des Mannes, der Deutschland wieder frei und den einzelnen wieder frei machen wird, auf ihre Art erleben, wie kaum eine zweite, weil dieser Mann der Stadt und ganz Ost- pommern den Atem wiedergegeben hat, die­sen Atem des ewigen Kämpfens für Voll und Vaterland. Diesen Atemzug der Zukunft zog die 40000 köpfige Menge heute tief in sich ein und wird von diesem Atemzug leben, wenn der Pole und das System seinen Wür­gegriff auch noch so M HM, denn dieser

Atemzug, den der Führer Ostponimrrn ver­mittelte, heißt Sieg. Man kann über die Grenzland-Kundgsbung Hitlers nicht berichten, bevor man nicht das Ws em der ostpommerschen Menschen wiedergegeben hat. Dieser Hitler- tag an der polni'chen Grenze war so ganz anders als die Versammlungen in Sachsen und in der Reichshauptstadt und dennoch so ganz gleichwertig.

IVIsn muk kßis iVIsnseken ssksn,

die die dampfende Heimatscholle hinter damp­fenden Pferden beackern, wie sie kämpfen um ihr Leben und wie sie es wegen dieses Kamp­fes lieben. Verschlossen, aber ergreifend ur­wüchsig ist diese Liebe. Diese L ' >t

aus dem schlichten, in langsamem Tonfall ge­sprochenen Satz: „Ich glaube an Hitler!" Es gibt einen Spruch, der lautet: „die Tat ist stumm", hier gehört dieser Spruch her. Die iuneren Werte dieses Volkes zu wissen, ist immer größtes - Verdienst. Dieses Verdienst hat der Führer auf sich genommen, zum Siegs einer ganzen Provinz, die das Vergessen gro­ßer Erlebnisse nicht kennt. Der -richtige Rah­men für die Kundgebung war die durch den Korridor nutzlos daliegende riesige Halle der Flachsfabrik, aus der H.eraustrennung einer Wand war die Halle in der für die Masten erforderlichen Größe entstanden. Für eins Stadt wie Lauenburg bedeutet diese Kund­gebung außerordentlich mehr als irgendwo. Der letzte Dienstag wurde für die Stadt ein Sonntag. Die Häuser zeigen reichen Flag- genschmnck, Fahrzeuge, Lastkraftwagen ziehen über die Landstraßen Pommerns. Ueberfüllt kommen sie von Dörfern und Dörfern, von überall kommen sie her, aus Stettin, Köslin, Kolberg, aus Da-nzig, SA. marschiert! Der Gutsherr neben seinem Knecht. Berittene SA. dazwischen, Kerle die man malen möchte.

Und dann warten sie auf den Führer. Man diskutiert nicht, man bereitet sich auf ein Er­lebnis vor, das sich erfüllt, als der Führer Adolf Hitler durch die Menge feinen Einzug in Ostpommern hält. Heilrufe, ist denen unendlich viel Liebe und Sinnigkerx steckt. Dann die Worte des Führers. Der- Bauer versenkt sich in jedes Wort, nimmt es° tief in sich auf, spricht es mit den Lippen mik und erhebt sich spontan vom Stuhl. Jeder nahm die Worte zu seiner Familie mit, die der Führer d,er deutschen Freiheitsbewegung, Adolf Hitler über den Bauernstand und die Erenzlage hier aus sprach.

Wir machen dem Sysstnn den Borwurf, daß es den Bauernstand ruiniert, das ist kein Zufall, weil es den Bauernstand ja gar nicht will, weil der Bauer Träger einer Weltanschauung ist, dem das System Wider­stand entgegensetzt. Sie wissen ganz genaue wie fest der Bauer in seinem Boden ver­wurzelt ist und sie möchten ihn so wurzellos machen, wie sie es in den Großstädter! selber sind. Es kann keine Rlsttimg der Grenzen geben, wann nicht hinter den Formationen, die die Emnze schützen sollen, das ganz« Volk steht. Deutschland wird nichts vvch« verlierest und kein Grenzgebiet wird meh« geopfert, mtznn hinter Pommern, Schlesien» Ostpreußen und hinter Danzig 85 Million»

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(Dieses Bild entnehmen wir dem soeben erschienenen Buch „Hitler wie ihn keiner kennt!")

Nilions Snonrianü kunügodung in Mammon»