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Von Nn. ^osopk Soodbols
Mit keinem Wort ist in Deutschland seit 1918 soviel Unfug getrieben worden wie mit dem Wort „der Staatsmann". Alle Parteiführer, die durch eine mehr oder weniger zufällige Majorität im Parlament in einen Ministersessel hinein- Igehoben wurden, legten sich diesen Ehrentitel bei. Sie meinten, allein die Tatsache, daß sie auf der Klaviatur der demokratischen Mehrheitsbildung geschickt zu spielen verstehen, gebe ihnen das Recht dazu. Auf jeden, der nicht im Parlament saß und deshalb nach demokratischem Gesetz ihrer Ansicht nach keinen Anspruch auf einen führenden Posten in der deutschen Politik hatte, sahen sie nur mit Verachtung herab. Er war für sie ein Emporkömmling, ein Außenseiter, einer, der aus der Reihe tanzte, der noch den Geruch der Masse an sich trug, gut genug, um im Volke zu trommeln, aber in jeder Beziehung ungeeignet, in der amtlichen Politik ein maßgebliches Wort mitzusprechen.
Aus dieser bornierten Überheblichkeit heraus sahen sie in einer politischen Betätigung, die sich vorläufig darauf beschränkte, Kritik zu üben und Opposition zu treiben, etwas Minderwertiges und Verächtliches.' Sie waren die Staatsmänner. Die Erzieher des Volkes aber waren für sie nur hetzerische Massendemagogen, denen man am besten, wenn sie lästig wurden, das Maul stopfte.
Die hohen Herren übersahen allerdings dabei eins: daß die staatsmännische Begabung eines Politikers sich ebenso sehr und manchmal noch mehr als in der amtlichen Politik in der Opposition erweisen kann. Jeder Staatsmann hat für die Durchsetzung seiner politischen und weltanschaulichen Ideen ein geschlossenes und einiges Volk nötig. Das Volk ist der Rohstoff, an dem und mit dem er seine politische Kunst ausübt. Der wahre Politiker steht dem Volke gegenüber wie der Bildhauer dem unbehauenen Marmor. So wie diese aus dem rohen Stein ein plastisches Kunstwerk formt, so bildet der Staatsmann aus der Masse Volk eine willensbewußte Nation, mit der er der Welt gegenübertritt.
Fehlt der Rohstoff ,das einige Volk, dann besteht die erste Aufgabe des staatsmännischen Genies darin, ihn sich zu beschaffen. Ist ein einiges Volk nicht mehr vorhanden, so hat der Staatsmann seine vornehmste Pflicht darin zu sehen, aus den ungegorenen Massen wieder einen klarumriffenen und festen Volkswillen herauszukristallisieren. Geht das nicht unter Zuhilfenahme staatlicher Machtmittel, dann muß der staatsmännische Kopf das in der Opposition versuchen. Formt er aus dem Widerstand heraus ein klares Volksbewußtsein, während die amtlichen Politiker mit der Macht und mit der Verantwortung dieses Volksbewußtsein nur zerstören und lähmen, dann ist sein Verdienst ihnen gegenüber, geschichtlich gesehen, ungleich viel größer und dauernder.
Das ist die staatsmännische Aufgabe, die Adolf Hitler in einem zwölfjährigen Ringen mit dem Novembersystem erfüllt hat. Im System selbst geriet das Volk mehr und mehr in Verfall. Es spaltete sich auf in Klaffen und Jntereffenten- gruppen und wurde in der Verzichtpolitik Vollends unfähig, sein innen- und außenpolitisches
Schicksal zu meistern. Unterdes aber hat Adolf Hitler in der Opposition jene Autoritäten wieder aufgerichtet, die im parlamentarisch-demokratischen Regime vollkommen zusammengebrochen waren. Er hat den Massen einen neuen Glauben und den Willen zu neuer Staatsfreudigkeit zurückgeben. In Wirklichkeit also ist die Organisation der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und die Tatsache, daß sich zu ihr bereits am 13. März 11,5 Millionen stimmberechtigter deutscher Männer und Frauen bekannten, die größte staatsmännische Leistung, die in Deutschland seit 1918 zu verzeichnen ist.
Die Partei ist für Adolf Hitler nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Selbstzweck ist die Befreiung der deutschen Nation von innerer und äußerer Knechtschaft. Der Nationalsozialismus ist das scharfe Schwert, mit dem der gordische Knoten der deutschen Verzweiflung zerschlagen werden soll. Dieses Schwert gehämmert und geschärft zu haben, ist heute schon das unvergängliche Verdienst des Staatsmannes Adolf Hitler.
Die Massen seiner Anhänger schauen in gläubigem Vertrauen auf ihn. Sie verehren in ihm den unentwegten Kämpfer der deutschen Wiedergeburt, den Erwecker des deutschen Widerstandswillens, den Organisator der deutsch-bewußten Opposition und den staatsmännischen Führer zu einem neuen Volksbewußtsein. Adolf Hitler hat Millionen Menschen von der Verzweiflung zurückgerifsen. Es gibt keine schamlosere Lüge als die, seine Bewegung führe über Deutschland die Gefahr des Bolschewismus herauf. Ohne ihn wäre Deutschland längst in die Anarchie des kommunistischen Blutrausches gestürzt.
Glücklich der Staatsmann, dem beim Eintritt in die Politik ein geschlossenes Volk, eine saubere Verwaltung, ein solides Beamtentum und ein
Berlin, 31. März. Nach hier eingelaufenen Nachrichten ist die judenseindliche Bewegung in Rußland in der letzten Zeit wieder besonders im Zunehmen. Die unter dem Joche des sowjet-jüdischen Systems leidende Bevölkerung beginnt allmählich einzusehen, daß die in fast allen maßgebenden Staatsämtern befindlichen Juden mit Hilfe der Sowjets die russische Bevölkerung in geradezu skrupelloser Weise ausbeuten. Besonders in den Kreisen der Arbeiter und Bauern hat die Erkenntnis immer mehr Platz gegriffen, daß die Sowjet- Herrschaft ein« Juden-Herrschaft ist und daß der Kampf gegen die Vorherrschaft des Im
schlagkräftiges Heer in die Hand gelegt werden. Er kann mit seinem Pfunde wuchern. Er hac oie Möglichkeit, die ihm zur Verfügung stehende Macht zur Durchführung seiner politischen Ideen einzusetzen. Anders aber der staatsmännische Kopf, der in eine Zeit des Verfalls hineingestellt wird, und der alle die Mittel, mit denen man große Politik betreiben kann, sich erst beschaffen muß. Sein Weg ist ungleich viel schwerer. Er hat die Aufgabe, von vorne anzufangen, und, ehe er Geschichte machen kann, das politische Terrain zu säubern und die Atmosphäre der inneren Feindseligkeit zu zerstören. Er muß das Menschen- Material, mit dem er in den Verlauf der Dinge später einmal eingreifen will, zuerst sammeln. Er muß appellieren an jene unsterbliche Volkskraft, die, wenn er beginnt, scheinbar schon ganz verlorengegangen ist.
Das hat Adolf Hitler getan. Während er aus dem deutschen Verfall wieder feste Menschengruppen formte und in unermüdlicher Arbeit ihnen ein neues Staatsbewußtsein einimpfte, haben die Männer des heutigen Systems die letzten Reste staatlicher Autorität „und „volks- gebundener Disziplin zerstört und aufgebraucht.
Welche Politiker sind nun die Staatsmänner: Diejenigen, die Volkskapital verbrauchten, oder der, der Volkskapital wieder erwarb und aufhäufte? Wer hat mehr für Deutschlands Wiedergeburt getan: Diejenigen, die in einer undurchführbaren Ersüllungspolitik den letzten Rest deutscher Substanz verzehrten und verpfändeten, oder der, der in der Opposition diese Substanz wenigstens in ihren Ansängen wieder zurück- erwarb?
Die Antwort auf diese Frage schließt ein Urteil in sich. Wer tagespolitisch seine Wahl beeinflussen läßt, der mag seine Stimme den Zeitgrößen geben; wer aber nach staatsmännischen Gesichtspunkten wählt, der gibt seine Stimme dem, der allein eine staatsmännische Leistung vollbrachte, der aus dem Zusammenbrach ein neues Voltsbewußtsein formte, der den Klassenstandpunkt überwand und Bürger, Arbeiter und Bauern wieder zu deutschbewutzten Menschen machte.
dentums zugleich der Kampf gegen die Sowjetmacht und damit der Kampf für die Befreiung des russischen Volkes sein muß.
Wie schon in früheren Fällen, werden die Sowjet-Behörden gegen die rebellierende Bevölkerung mobilisiert und die Eottlosen-Ver- bände sind von den Behörden beauftragt worden, die Bekämpfung der antisemitischen Bewegung zu übernehmen. Trotz drakonischer Strafen und trotz blutigsten Wütens der Tscheka nimmt die Bewegung ständig zu und die Sowjet-Machthaber sind in ernster Sorge um ihre fernere Zukunft-
Was Adolf Hitler in der Opposition schon ki, den Ansängen zuwege brachte, das wird er in der Macht vollenden: aus Klaffen und Interessen» tenhausen wieder ein Volk formen.
Wer also das Volk liebt, der wird ihm seine Stimme geben.
woekmsls Hsnn ttugenbsng!
Herr Dr. Hugenberg führt seine „sachlich« Auseinandersetzung" mit der NSDAP., vor« der wir gestern bereits eine Probe gaben»! weiter fort. Er scheint dabei die Bahnen des Hrndenburgausschusses betreten zu wollen, der bekanntlich an die Tränendrüsen beiderlei Ge-" schlechts rührte.
Unter der Ueberschrift „Wohin geht die Jugend" bringt Herr Hugenberg den angeb--; lichen Brief eines Sohnes an seine Eltern,, der nach zweijährigem Schwanken zwischen beiden Lagern, erklärt, daß zwar die nationalso-? zialistische Bewegung mitreißender und saszi-' liierender sei, daß aber in der Geschichte noch immer der Kopf, und nicht die Masse, den S ieg davongetragen habe! — Für den „den Sieg davontragenden Kopf" scheint Herr Hugenberg sich zu halten.
Ueberlassen wir ihn seiner Bescheidenheit unt. äußern wir nur schüchtern die Meinung, daß die Frage „Wohin geht die Jugend?" recht überflüssig ist! Wo die deutsche Jugend steht — restlos steht —, sollte auch Herr Hugenberg wissen, nämlich im Lager Adolf Hitlers. Und Herr Hugenberg, der gerade jetzt wieder mit seinem Liebeswerben um den Block der Mitte so kläglich Schiffbruch erlitten und sich abermals zwischen die berühmten beiden Stühle gesetzt hat, dürfte wohl am wenigsten Anspruch darauf erheben können, daß bei that die Jugend steht.
Im weiteren Verlauf seines Artikels such, Herr Hugenberg wieder einmal vor dem „So- zialismus" der NSDAP. grauslich zu machen. Dieser Appell an die Ewiggestrigen wirds seinen Zweck verfehlen! Die Zahl derer, di« noch immer nicht begriffen haben, daß die Zeitenwende, in der wir leben, eine Umstellung unseres Denkens und Handelns erfordert wird von Tag zu Tag kleiner. Und die aufbauwilligen und ausbaufähigen Kraft« des deutschen Volkes, dessen mag Herr Hugenberg gewiß sein, werden ihren Weg zu? Bewegung Adolf Hitlers finden, soweit sie ihr noch nicht angehören. ,
Uebrigens möchte man Herrn Hugenberg, doch dringend empfehlen, seinen allerdings verständlichen Pessimismus aus hie DNVP. W beschränken! Daß die Blütenträume des Herrst! Hugenberg im 1. Wahlgang nicht gereift sind,s hat sich ja allmählich herumgesprochen und^ braucht nicht mehr dauernd wiederholt zu werden. Die Partei aber, die zur stärksten Bs»-, wegung Deutschlands wurde; die sich in an-§ derthalb Jahren verdoppelte, während all« anderen Fronten ohne Ausnahme abbröckelten und brachen; hie alles, was lebendig un>d> tatenfroh ist, in ihren Reihen hat; — di«; mag Herr Dr. Hugenberg mit seinem Pess« prismus verschonen!
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