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Bon Dr. Joseph Goebbels.
Von Frontsoldaten, die mit Adolf Hitler zusammen im Felde gewesen sind, bekommt man auf die Frage nach ihm immer wieder dieselbe Antwort: „Er war unser bester Meldegänger und unser treuester Kamerad." Die Kameradschaft ist vielleicht die schönste Tugend im Gesamtbild Adolf Hitlers. So, wie er mit seinen Freunden im Felde durch Dick und Dünn ging, so hat er zu seinen Mitkämpfen: in der Politik immer treu und ehrlich gehalten, und niemand kann gegen ihn den Vorwarf erheben, daß er von ihm ^der oder von der Bewegung jemals im Stich gelassen worden sei.
Das gibt allen Nationalsozialisten das sichere Gefühl des Verbundenseins mit der Partei und ihrem Führer. Jeder weiß, daß Adolf Hitler zu ihm steht und ihn niemals vor der Öffentlichkeit preisgibt, auch wenn Fehler begangen wurden, die vom Führer gerügt und von ihm wieder gut gemacht werden.
Vierhunderttausend SA.- und SS.-Männer haben sich diesem Mann freiwillig untergeordnet. Sie gehorchen ihm aufs Wort, obschon er über sie keinerlei Strafgewalt hat. Sie fühlen sich ihm ergeben, aber auf der anderen Seite sind sie auch seine Kameraden. Adolf Hitler ist für sie in der Tat wieder so eine Art germanischer Herzog, der als erster mit seinen Gefolgschaftsleuten zu Kampf und Sieg marschiert.
Als Ende des vorigen Jahres in Braunschweig über hunderttausend SA.- und SS.-Männer vor Adolf Hitler vorbeidefilierten, konnte man mit Bewunderung und Erschütterung feststellen, was dieser Mann für seine Kameraden bedeutet. In endlosem Zuge, von 12 Uhr bis 20 Uhr, als schon die Nacht hereinbrach, marschierten sie vor ihm auf und grüßten in ihm den Führer. Mit erhobener Hand grüßte er sie wieder und jeder von denen, die — wenn auch nur für eine Sekunde — in sein Auge schauten, war sich der beglückenden Tatsache bewußt, daß dieser Mann nicht nur ihr Führer, sondern ihr bester Kamerad war, der ihnen den Weg aus Not und Elend zu Freiheit und Brot zeigen würde.
Die nationalsozialistische Bewegung wäre überhaupt undenkbar, hätte Adolf Hitler sie nicht auf dem Prinzip der Kameradschaft aufgebaut. Schon die ersten kleinen Gruppen, mit denen er in München im Jahre 1919 zu arbeiten begann, waren im wahrsten Sinne des Wortes Kameradschaftsverbände. Die sturmbewegten Ereignisse des Jahres 1923 waren auf Kameradschaft aufgebaut, und so, wie Hitler mit seinen Mitkämpfern nach der Macht gegriffen hatte, so wanderte er auch zusammen mit ihnen auf die Festung. Er versteckte sich, als es ernst wurde, nicht hinter ihnen, er stellte sich an ihre Spitze. Vor dem Volksgericht in München sprach er die denkwürdigen Worte: „Ich bitte darum, daß man mich verurteilt, meine Kameraden aber freispricht. Sie sind unschuldig. Ich übernehme die ganze Verantwortung."
Als Adolf Hitler im Dezember 1924 von der Festung entlassen wurde, sammelten sich sofort seine alten Mitsteiter wieder um ihn. Im Februar des Jahres 1925 appellierte er an ihre Treue und Ergebenheit, und sofort stellten sich wieder alle in einmütiger Geschlossenheit hinter ihn. In zäher und verbissener Opferbereitschast bauten sie aus den Trümmern der zerfallenen Bewegung wieder die alte Partei auf. Und in einem sechsjährigen Siegeszug wurde sie zur imposantesten Massenorganisation Deutschlands.
Berlin, 30. März. Wie der „Lokalanzei- ger" aus Moskau meldet, strömten auf die Nachricht, baß der Vuttrrtrust «inen größeren Vorrat aus Lebensmittelkarten verkaufe, Frauen, die seit ungefähr vier Monaten mit ihren Familien keine Butter mehr gesehen hatten, in Scharen vor das Berkaufsgebäude im Zentrum Nioskaus. Für die dort vorhandene Butter wurde« jedoch sieben Rubel anstatt des bisher
I^anis
Paris, 30. März. Wie schon an anderer Stelle berichtet, ist durch die überflüssige Redetätigkeit des Reichskanzlers die Biermächtekonferenz verschoben und damit Frankreich Gelegenheit gegeben worden, England vorher in seinem Sinne zu beeinflussen. Jedenfalls wird das endgültige Zustandekommen der Begegnung zwischen dem französischen Ministerpräsidenten Tardieu und dem französischen Finanzminister Flaudin einerseits und dem englischen Ministerpräsidenten Macdonald und dem englischen Außenminister, sowie mit dem britischen Schatzkanzler andererseits von der Pariser Frühpresse
mit ganz besonderer Genugtuung
aufgenommen. Man versucht ebenfalls, aus der amtlichen Verlautbarung, die das französische Außenministerium am Dienstag abend verbreitete, die Schlußfolgerung zu ziehen, daß überhaupt niemals die Rede davon gewesen sei, diese Aussprache der zwei Mächte durch eine Bierer-Konfe- renz zu ersetzen.
Was die Besprechungen selbst angeht, so betont man, daß neben dem Plan der Schaffung eines Donaubundes die Reparationsfrage und die Frage der Zolltarife Hauptgegenstand des gegenseitigen Meinungsaustausches sein werden.
Das „Journal" glaubt sogar, allen Grund zu der Annahme zu haben, daß die beiden Ministerpräsidenten nicht versäumen werden, sich über die Gefahren zu unterhalten,
die für ganz Europa die Ausbreitung des
Nationalsozialismus bedeute.
Kann ein Mann so viel Treue und Anhänglichkeit seiner Gefolgschaft auf die Dauer für sich in Anspruch nehmen, wenn er der Tyrann oder nur der Führer seiner Leute ist? Nein und tausendmal nein! Er muß ihnen auch Freund und Kamerad sein. Er muß sie in all ihren Nöten und Sorgen verstehen. Er darf nicht nur über ihnen, er muß auch, wo es notwendig ist, vor ihnen stehen. Er muß wissen, was sie denken und fühlen und welche Sorgen sie bedrücken. Nicht umsonst sind, während die nationalsozialistische Bewegung in unaufhaltsamen Siegeszug nach oben stieg, die anderen Parteien vergangen und verfallen. Sie hatten lein Solidaritätsgefühl. Es lebte in ihnen
üblichen Preises von 2,50 Rubel für das Pfund verlangt. Hierüber gerieten die Frauen in eine solche Erregung, daß sie sämtliche Scheiben und Einrichtukgsgegenstände des Verkaufsladens in Stücke schlugen und die Verkäufer mißhandelten. Beritten« GPU.-Trupprn gingen gegen die Frauen vor und zerstreuten sie mit Gewalt. Zahlreich« Frauen wurden hierbei verletzt. Zu ähnlichen wüsten Szenen kam es vor dem Zuckertruft.
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London, 30. März. Der diplomatische Mitarbeiter des „Daily Telegraph" erklärt ganz offen, daß die Vier-Mächte-Konferenz vollständig in der Luft hänge. Nachdem Tardieu im Laufe der Vorverhandlungen keinen Zweifel darüber gelassen habe, daß Frankreich einer Vier-Mächte-Konferenz nur zustimmen könnte, wenn die Angelegenheit gesondert mit England besprochen würde, könne man für die nächste Zukunft nur einen privaten englisch-französischen Meinungsaustausch erwarten. In englischen Kreisen betrachte man die Verschiebung der Vier-Mächte-Konferenz ebenso wie in Rom und Berlin als enttäuschend.
Der diplomatische Mitarbeiter des „Daily Herald" sagt, Sir John Simon habe sich einsangen lassen. Er habe Tardieu eine von einem jungen Kaufmann entworfene Denkschrift über eine Zollvereinigung der Donau-Staaten über- sandt. Tardieu habe darauf sofort die Möglichkeit erkannt, die englische Politik auf einen Plan festzulegen, der Deutschland ausschließe und England in eine enge Entente mit Frankreich hineinzuziehen, um es gegen Deutschland auszuspielen. Macdonalds Eingreifen sei die Einberufung der Vier-Mächte-Konferenz zu verdanken. Da jedoch in der englischen Einladung kein fester Zeitpunkt angegeben war, und sein Kommen von dem Erscheinen des zurzeit in Rhodus weilenden Grand! abhängig machte, habe Tardieu eine neue Möglichkeit für sich erblickt und die private englisch-französische Zusammenkunft durchgesetzt. Tardieu verfolge mit seinem Plan nur politische Vorherrschaftszweckr.
kein Korpsgeist. Vor ihren Gefolgschaften stand kein Mann, der ihnen Vorbild, Führer, Kamerad und Freund zugleich war.
Das ist bei uns der Fall; deshalb haben wir uns Adolf Hitler in Treue verschworen und sind entschlossen, ihm durch alle Gefahren zu folgen.
Am tiefsten und reinsten empfindet das die deutsche Jugend. Sie hat seit 1918 vergeblich nach Führern Umschau gehalten. In den anderen Parteien fand sie nur kleine Jnteressenvertreter, bombastische Phrasendrescher, großspurige Bonzen und lackierte Parlamentswanzen. Von der Art war Adolf Hitler nicht. Er ging eigensinnig und trotzig seinen eigenen Weg. Er blieb auch in der
Politik Soldat im besten Sinne des Wortes^ teilte mit seinen Leuten Freud und Leid, kam- Pierte auf den großen Tagen seiner Bewegung mit ihnen in denselben Massenquartieren, und wo seine SA -Männer, wie z. B. in Harzburg, mit anderen Verbänden aufmarschierten, da saß er nicht mit deren Führern am bürgerlichen Mittagstisch, sondern aß mit seinen Kameraden das« selbe Brot und dieselbe Suppe.
Darum lieben sie ihn auch alle. Drum hänge« sie ihm mit einer fanatischen Begeisterung an. Darum haben sie seinen Namen zum Gruß erhoben. „Heil Hitler!", so klingt es .heute in Deutschland Tag um Tag, Stunde um Stunde aus Millionen Kehlen. Ob deutsche Menschen sich zu kleinen Sprechabenden oder zu Riesenmassen- tundgebungen zusammenfinden, sie gehen nicht auseinander, ohne daß sie ihrem Führer Gruß und Dank gesagt haben.
So stellen wir uns den Mann vor, der Deutschlands Geschicke in seine Hand nehmen soll. Klug und groß, voll Einsicht und Tatkraft, mit Mut und Tapferkeit ausgestattet, aber zugleich der Freund und Kamerad des Volkes. Ein Mann, der aus unseren Reihen hervorgegangen ist, und dem wir deshalb vertrauensvoll die Zukunft des Reiches übergeben können.
Das deutsche Volk weiß, daß es noch un» geheure Opfer bringen muß, um seine Freiheit wiederzuerkämpfen. Aber es^ will, daß sein Führer nicht nur die Freuden, sondern auch die Leiden des Aufstiegs mit ihin teilt. Es will den ersten Mann des Reiches nicht nur verehren, sondern auch lieben. Die Kameradschaft aus den Feldern von Verdun und Ppern soll auch in die schlammigen Schützengräben der Politik der Gegenwart hinübergerettet werden. Das will das Volk, und dabei ist ihm Adolf Hitler Vorbild und Wegweiser.
Darum wird jeder aufrechte Deutsche ihm und ihm allein am 10. April seine Stimme geben.
Vor» sinsm SLnsik im
London, 30. März. Im Londoner Hafen ist eine neue Lohnkrise ausgebrochen, die möglicherweise zu einem Streik von 8000 Löschern und Packern führen kann. Londoner Schiffseigner haben die bisherigen Lohnverträge zum '11. April gekündigt und mitgeteilt, daß von diesem Zeitpunkt ab alle Stückarbeitssätze für die Frachtentladung herabgesetzt würden. Diö Gewerkschaften haben eine schiedsrichterliche Ent»- scheidung abgelehnt und eine Erklärung heraus--, gegeben, wonach die Lohnkündigung einer Aus-> sperrung gleichkomme und einen Bruch des inij Dezember unterzeichneten Lohnabkommens be-' deute.
Ein neues englisches R eftn-Bsmdsn-Flugzeuz.
London, 39. März. Ein neues Doppeldeckerbombenflugzeug der Armstrong Siddeley-Firmck hat soeben erfolgreiche Versuche beendet. Die Maschine soll eine Geschwindigkeit von über 300 km erreichen und ist besonders für Höhenflüge gebaut. Das Flugzeug besteht vollkommen aus Stahl und ist mit zwei Maschinengewehren und einer Bombenladung ausgerüstet. Es besitzt ferner elektrische Licht- und Heizanlagen, sowie Sauerstoff-Apparate zur Benutzung in höheren Luftschichten. Der Motor von 500 PS. befähigt die Maschine zu einetz Steigfähigkeit bis auf 7000 Meter innerhalb weniger als 15 Minuten in beinahe senkrechten^ Fluge. Die höchsterreichbare Höhe beträgt 10 000 Meter.