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Berlin, 23. März. In der Nähe der Potsdamer Brücke wurde heute nacht ein Angehöriger der NSDAP. von drei unerkannt gebliebenen Personen, vermutlich Angehörigen der KPD., in den Landwrhrkanal geworfen. Ein Polizeibeamler warf ihm einen Rettungsring zu und zog ihn an Land.
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' 4 i Nerlagsort Bremen. Herausgeber Kurt Thiele. Verlag: Bremer Die BNZ erscheint jeden Werktag u. kostet RM 1.90 frei Haus, Anzeigenderechnung: hiesige die 10 gespaltene mm°Zeile RM 0.10 A Nationalsozialistische Zeitung, Kurt Thiele. Geschäftsstelle und durch die Post zuzügl. 36 Pfg. Bestellgeld. Der Bezugspreis ist im auswärts RM 0.12, im Lextteil RM 0.50, auswärts RM 0.70.
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Wie sehr auch zahlreiche, nicht der nationalsozialistischen Bewegung angehörende Führer der Harzburger Front das Gebot der Stund« begreifen, beweist folgender Aufruf des der Stahlhelmführung angehörenden Herzogs von Sachsen-Koburg- Gotha und des Führers der Vereinigten Vaterländischen Verbände Graf von der Gsltz und des bekannten Flandernkorps- führers Admiral Schröder.
Schließt die Reihen!
Die Präsidentenwahl sollte für Uns die Befreiung von einem Banne bringen, in welchem ein nationales Deutschland nicht atmen kann. Den bestehenden Zustand unter Berufung auf die rein gefühlsmäßig beeinflußten Hindenburgwähler zu verlängern, trotzdem sich ein Drittel des deutschen Volkes dagegen aufgelehnt hat, würde zu allem anderen als Ruhe und Frieden führen. Trotz eindringlicher Hindenburgpro- paganda der Reichsregierung, ihrer einseitigen Bevorzugung durch den Rundfunk u. a. eigentlich zur Ueberparteilichkeit verpflichteter Stellen, hat sich der entschlossene Teil Deutschlands auch am. 13. März gegen diejenigen entschieden, die es nicht wagten, beim Kampf um ihr System mit einem eigenen Namen hervorzutreten.
Für die Gruppen der nationalen Bewegung kommt es darauf an, weiterkämpfend die Reihen zu schließen und aufzuholen.
> Aus gemachten Fehlern wollen wir lernen. Leder wird erkannt haben, daß Eizenbrödelei nicht zum Ziele führt und den anderen nur Stimmen gebracht hat, die im Grunde zu uns gehörten. Zusammen mit der Schuldfrage sei Vergangenes heute aber begraben. Geschichtliche Augenblicke gilt es zu nutzen. Auch für den Kampf beim zweiten Mahlgang heißt es:
Persönliche und parteitaktische Ueberlegun- gen sollten deshalb schweigen. Sirgen kann nur der, welcher sich selbst einem großen Ziel unterstellt. Dieses heißt für uns: Deutschland! Freiheit im Innern und Sicherheit nach außen gibt ihm nur der Ausstieg der nationalen Gesinnung. Auf die Auslegung von Programmen und die spätere Einnahme von Regierungssitzen kommt es jetzt nicht an. Die Frage lautet allein: Wer erringt die Macht für das nationale Deutschland?
Sehen wir uns die letzten Wahlziffern an, so hat aus der nationalen Bewegung Adolf Hitler die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Ihm beim zweiten Mahlgang alle Marschkolonnen zuzuführen, ist nach unserer durch keine Partei gebundene Auffassung für die nichtnationalsozialistischen Gruppen jetzt historische Pflicht. Auch wenn sie keinen eigenen Wahlkampf mehr führen, dürfen sie nicht zulassen, daß ihre Anhänger bei der nächsten Abstimmung ohne solche eindeutige Parole sind. Das wär« nur eine Hilfe für das bekämpfte bellen Betnüben bereits darauf, aus
geht, Kräfte von uns für den 10. April zu sich hinüberzuziehen.
Jeder muß sich nicht erst bei den Preußen- wahlen, sondern schon am 10. April für oder gegen Deutschlands national« Entwicklung entscheiden, welche Kräfte gegen uns auch zusammengebracht werden und in wie schöne Worte die bisherigen Gewalten den Kampf um die Fortdauer ihrer Herrschaft auch kleiden, die Zukunft wird uns gehören, wenn wir nur zusammenstehen.
Karl Eduard von Sachsen-Koburg und Gotha.
Rüdiger Graf von der Goltz.
Admiral von Schröder.
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Berlin, 23. März. Die nationalsozialistische Tageszetung „Der Angriff" ist am heutigen Mittwoch wegen eines Artikels in der Nummer vom 18. ds. Mts. ,Mie Enthüllungen" Zustandekommen," aus fünf Tage verboten worden.
Breslau, 24. März. Durch den Oberpräsidenten der Provinz Niederschlesien wurde am Mittwoch die nationalsozialistische „Schlesische Volksstimme" nebst ihren Kopfbeilagen verboten. Anlaß dazu gab ein in Nr. 64 vom 19.—20. März veröffentlichter Aufruf der schwere Beschimpfungen der preußischen Polizei enthalte. Gleichzeitig wurden wegen Beschimpfung des preußischen
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Nach ötägiger Verhandlung wurde heute um 12 Uhr das Urteil in der Berusungsverhandlung im Deckerprozetz verkündet. Wir enthalten uns zunächst jeder Stellungnahme, betonen aber schon jetzt, daß dieses Urteil bei dem überwiegenden Teil der bremischen Bevölkerung helle Empörung
auslösen wird.
Von den Reichsbannerleuten erhielten Massel mann und Voigt jeder 4 Monate Gefängnis, Entelmann und Langerbeck, die sich bei dem Fall Schlickricde durch besondere Roheit ausgezeichnet hatten, 7 Monate Gefängnis, während die Berufung der Staatsanwaltschaft bei den SAP. Leuten verworfen wurde. Die Strafen der Reichsbanner leute wurden alle herabgesetzt. Von unseren
Parteigenossen wurden verurteilt:
Pg. Clausen 4 Monate Gefängnis Pg. Kloster 4 Monate Gefängnis
Pg. Wichelmann 4 Monate Gefängnis Pg. Decker 4 Monate Gefängnis
Pg. Schütte 4 Monate Gefängnis Nur Pg. Bruns wurde freigesprochen.
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Berlin, 24. März. Wie die „DAZ." aus Memel meldet, hat der Kommandant des Memel- gebietes der memelländischen Landwirtschaftspartei, der größten Partei des Memelgebietes, die Abhaltung von Versammlungen vorläufig verboten. Das Verbot soll solange bestehen bleiben, bis ein „Zwischenfall" aufgeklärt ist, der sich am 18. März in einem Dorf bei einer Versammlung der Partei zugetragen hat. In dieser Versammlung hatte ein großlitauischer Parteimann führende Persönlichkeiten der Landwirtschaftspartei auf das schwerste beleidigt. Die Zuhörer beförderten darauf trotz des Widerspruchs des Versammlungsleiters und des Parteivorsitzenden den großlitauischen Parteimann an die frische Luft. Der Parteivorsitzende hat gegen das vorläufige Verbot protestiert und darauf hingewiesen, daß die Wahlvorbereitungen der Landwirtschaftspartei durch das Verbot auf das schwerste behindert werden. Außerdem trage an dem „Zwischenfall" nur der großlitauische Parteimann Schuld.
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Berlin, 23. März. Der Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahngejelllchaft trat vonz 21.
23. März 1932 in Berlin zu einer Tagung zusammen. Er wählte den seit 1926 im Amt be sindlichen Generaldirektor Dr.-Jng. e. h. Dorpmüller einstimmig auf weitere drei Jahre zum Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn- gesellschaft. Der Herr Reichspräsident hat, wie bereits gemeldet, die Wahl bestätigt.
Die Beratungen über die Finanzen der Reichsbahn ließen den gesteigerten Ernst der Lage erkennen, die sich für die Reichsbahn aus der darniederliegenden deutschen Wirtschaft der Weltkrise ergibt. Die bisherige Entwicklung der Einnahmen im Januar und Februar 1932 bleibt — mit 42,4 v. H. weniger als in den gleichen Monaten 1929 — noch weit hinter den bisherigen schon sehr ungünstigen Annahmen zurück. Im Personenverkehr wurden 19,6 v. H. weniger als im gleichen Zeitabschnitt 1931 und 24,5 v. H. weniger als in 1929 vereinnahmt. No llviel mehr litt der Güterverkehr, bei dem der Rückgang der Einnahmen gegen 1930 über 30. v. H. und gegen 1929 beinahe 50 v. H. ausmachte.
Die der Wirtschaft seit dem Herbst 1931 gewährten Tarisermäßigungen von über 400 Millionen Reichsmark haben sich bisher nicht als verkehrsfördernd ausgewirkt. Das finanzielle Ergebnis des Monats März läßt sich wegen des in diesen Monat fallenden Osterfestes noch nickt übersehen.
Innenministers und der preußischen Polizei di« nationalsozialistischen Wochenschriften „Schlesischer Beobachter" und „Deutsche Ostfront" auf die Dauer von 14 Tagen verboten.
Mit diesen Verboten ist nunmehr etwa dir Hälfte der gesamten nationalistischen Presse Deutschlands aus dem gleichen Grunde am weiteren Erscheinen verhindert.
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München, 23. März. Die Pressestelle der Reichsleitung der NSDAP. teilt mit: Adolf Hitler hat folgendes Telegramm an den Reichs» innenminister Eroener gesandt:
„Durch Maßnahmen preußischer und änderet Landespslizribehördrn wurden in den letzten Tagen 25 nationalsozialistische Zeitungen auf fünf Tage verboten. Ich protestiere schärf- stens gegen die neue in Zusammenhang mit der durch garnichts gerechtfertigten Polizeiaktion des preußischen Innenministers sthende Knebelung der nationalsozialistischen Presse. In Verbindung mit der Erklärung des Öfter- friedens stellen diese Verbote eine weitere Verschärfung der bisherigen Verfolgung n der NSDAP. dar. Auch dieses unerhörte Vorgehen gefährdet bei Duldung durch das Rrichs- innenministerium bedauerlicherweise den Glauben an die Objektivität der öffentlichen Gewalt im Reich und in den Ländern.
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München, 24. März. Reichstagsabgeordneter Rechtsanwalt Frank 2-München hat als Rechtsvertreter der NSDAP. Klage beim Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich erhoben wegen des Verbotes des Reichsinnenministers an alle deutschem Sendegesellschaften, Adolf Hitler als Präsidentschaftskandidat Rundfunk in der gleichen Weise zur Verfügung zu stellen, wie dem Reichspräsidenten von Hindenburg.
Zeitmrgsverbot abgeürzt.
Brannschweig, 23. März .Das vom Braun- schweigischsn Innenminister Klagges auf 4 Wochen ausgesprochene Verbot des sozialdemokra» tischen „Volksfreund" wegen eines Artikels: „Schluß jetzt" wurde nach einer telegraphischeft Anweisung des Reichsinnenministers auf 5'l Tage abgekürzt, sodaß die Zeitung ab heute wieder erscheint.
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Hamburg, 24. März. Erst nach Mitternacht nahm die Hamburger Bürgerschaft die entscheidende Abstimmung über den nationalsozialistische» Antrag aus Auslösung der Bürgerschaft vor. Der Antrag wurde von allen 148 anwesenden Abgeordneten angenommen. Ein anderer nationalsozialistischer Antrag, den Termin für dies Neuwahlen aus den 10. Mai festzusetzen, konnte nicht zur Abstimmung gebracht werden, da Sozial- demokraten und Demokraten kurz vor der Abstimmung über diesen Antrag den Saal verlassest hatten und so keine Zweidrittelmehrheit erzielt werden konnte. Die Neuwahl der Bürgerschaft wird, wie in der Versassung vorgesehen, vouts Senat bestimmt werden. Sie dürste am 24. April ersolgen. "4