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Verlagsort Bremen. Herausgeber Kurt Thiele. Verlag: Bremer Nationalsozialistische Zeitung, Kurt Thiele. Geschäftsstelle und Redaktion: Papenstr. 15. Sprechstunden der Redaktion: Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr. — Fernsprecher Domsheide 25878.
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Von Dr. Otto Dietrich
Wer ani 19. ds. Mts. die Reichsführcrtagung der NSDAP. in München, die Kampfbcgcisterung und den neuen Angriffswillen miterlebte, der hier in wahrhaft imponierender Weise seinen Ausdruck fand, wer die kristallklare, entschlossene nnd freudige Parole Adolf Hitlers für den neuen Kampf aus dem Mund des Führers entgegennahm nnd die gewaltige sachliche Vorarbeit der Parteileitung für den 10. April zu erkennen Gelegenheit hatte, dem ist auch nicht die Spur eines Zweifels geblieben, daß die nationalsozialistische Freiheitsbewegung einen Marsch angetreten hat, an dessen Ende der Sieg stehen wird. Was berechtigt uns zu dieser Zuversicht?
Möglich, daß viele von uns — wie unsere Gegner selbst — sich in der unerwartet hohen Stim- mcnzahl für Hindenburg geirrt haben, in der Voraussage des nationalsozialistischen Erfolges im ersten Wahlgang haben wir uns nicht getäuscht. Die Bewegung hat gehalten, was wir von ihr erwarteten. Mehr als je bisher in ihrem Siegeslauf hat sie am 13. März einen überwältigenden Beweis ihrer inneren Kraft und Geschlossenheit und ein unwiderlegliches Zeugnis ihrer gewaltigen äußeren Stärke abgegeben. Allein stand sie gegen die vereinigte — widernatürliche — Front aller ihrer Gegner, gegen die Macht der kapitali-
„Graf Zeppelin" über Marokko. London, 21. März. Um 17.45 Uhr MEZ. Überflog das Luftschiff „Gras Zeppelin" Tanger nnd um 19.45 Uhr Mogadar in Marokko.
stischen Internationale und die gesamte der Hin- denburgfront zur Verfügung gestellte Presse, gegen den Ansturm aller öffentlichen Gewalten nnd ! aller Einrichtungen des Reichs und der Länder.
> Aus diesem gigantischen nnd wahrhaft herotischen Kampf, einer gegen alle, alle gegen einen, ist sie als ein unerschütterlicher und stahlharter Block mitten eines wirr durcheinandergerüttelten Hausens weltanschaulich' miteinander unvereinbarer parteipolitischer Trümmer siegreich hervorgegangen. 11,3 Millionen entschlossener Kämpfer bekannten sich gegen eine Welt von Feinden und allen Lügen, Verlockungen und Drohungen zum Trotz zur nationalsozialistischen Schicksalsgemeinschaft und ihren: Führer Adolf Hitler. Mit Recht dürfen wir stolz sein auf diesen ersten großen Erfolg, der uns die Gewähr und Gewißheit gibt, daß die nationalsozialistische Freiheitsbewegung gehärtet im Kampfe und im Feuer der Verleumdungen so fest gegründet ist im Herzen des deutschen Volkes, daß sie keine Macht der Welt mehr daran hindern kann, ihr großes und reines 'Ziel zu erreichen, das nicht um der Präsidenten- , würde willen von ihr erstrebt wird, sondern um ein größeres: Um Deutschland.
Die schon längst gedämpften und mißtönenden Siegesfanfaren unserer vereinigten Gegner von Westarp bis Crispien mögen sich keiner Täuschung darüber hingeben. Und wenn man ihre künstliche, verzweifelte Stimmungsmache richtig zu deuten versteht, dann weiß man, daß sie hinter diesem ihrem Phyrrhussieg die lebendige und organisch heranwachsende Kraft des neuen, jungen Deutschland nur allzu gut fühlen, dessen unheimlich
Berlin, 22. März. Die jüdische Presse hat sich beinahe überschlagen, als die Erklärung Severings bekanntgegeben wurde, die sich mit verschiedenen SA-Befrhl?n befaßte. Die jüdische Journaille hat aus dieser Erklärung einen ganzen „Putsch" gemacht, den man uns Nationalsozialisten anhängen wollte. Inzwischen ist diese Wahlbombe geplatzt und hat nichts hinterlassen, als ein Lächeln über diesen etwas verspäteten Faschingsscherz. Wir haben darauf hingewiesen, daß es zweckmäßiger und lohnender gewesen wäre, einmal auf seilen der „Eisernen Front" eachzuforschen, ob man bei dieser Organisation nicht wirklich Vorbereitungen zum Bürgerkrieg getroffen hatte. Vorgänge, die sich am Sonnabend abspielten, bestätigen unsere Ansicht.
Auf eine Anzeige hin, ließ am Sonnabend der Vorsteher des zuständigen Polizeireviers in Britz, Rudower Straße 31, das dort gelegene Reichsbannerheim durchsuchen. Mit dem Erfolg, daß man zahlreiche Schußwaffen,
darunter ein Gewehr 98, Gewehr- und Pisto- len-Munilion, Leuchtpatronen, und und Leuchtpistolen, Putzstöcke und ähnliches Zubehör fand. Ein regelrechtes Wafffenlager a'so.
Der Verwalter des Heimes wurde festgenommen. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, wurden übrigens dem Reviervorsteher aus dem Polizeipräsidium Vorhaltungen gemacht, darüber, daß er die Haussuchung von sich aus unternommen hätte. Ob diese Vorhaltungen formaler oder grundsätzlicher ^atur waren, können wir natürlich nicht entscheiden. Auf jeden Fall aber sollte diese Durchsuchung und der Waffenffund Anlaß geben, dem Reichsbanner und der ganzen „Eisernen Front" endlich einmal energisch auf den Pelz rücken und bei ihnen im selben Ausmaße Haussuchungen vorzunehmen, wie sie bei der NSDAP. in ganz Pre vorgenommen wurden. Hier würbe m , genug belastendes Material und soviel W sfen ffin- den, daß ein Verbot dieser Organisationen von Rechts wegen unumgänglich märe.
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München, 21. März. Am Samstag fand hier die unter dem Vorsitz drs Reichsorgani- saiionsieiters Gregor Strasser die große Föhrertagung statt, auf dr dir Richtlinien für den neuen Kamps um die Macht in Reich und Ländern sesigel.gt wurden. Sämtliche Gauleiter und Gaupropagandalekrer nahinen an der hochbedeutend n Tagung teil. Sie endet« mit einer großen Rede Adolf Hitlers, der einen Frldzug gegen das System ankündigte, wie er mit solcher Wucht und Kraft, mit solchem Fanal! m s in Deutschland noch nicht erlebt wurde.
Am Sonntag fanden bereits in allen Gauen Tagungen statt, auf der die Amtswalter der Partei aus dem Munde der Gauleiter die Weisungen des Führers entgegennahmen.
sicherem Vorwärtsdrängen sie nichts anderes ent- > gegenzustellen haben als einen vorgeschobenen Namen der Vergangenheit, der für die Zukunft nichts mehr bedeuten kann. Die Gewähr für eine deutsche Zukunft liegt heute allein in der geschlossenen politischen Kampfeinheit der nationalsozialistischen Bewegung, die heute bereits ein Drittel des ganzen deutschen Volkes positiv umfaßt nnd damit ein so starker und operations- fähiger Faktor gegenüber dem nicht einmal mehr 50 Prozent erfassenden bürgerlich-sozialdemokratischen Parteimischmasch geworden ist, daß ein endgültiger Sieg auch bei nüchternster Betrachtung nur noch als eine kurze Zeitfrage angesehen werden kann.
In dieser unumstößlichen Tatsache, die den Entwicklungsgesetzen des politischen Lebens entspricht, sowie in unserer unbändigen Willenskraft und Beharrlichkeit, diese Entwicklung als deren Träger zu vollziehen, ist unsere Siegeszuversicht begründet, nnd ihr entspricht auch die berechtigte Furcht unserer Gegner vor dieser „nationalsozialistischen Gefahr". Dieses Wissen und Fühlen um unsere Kraft, das durch kein noch so dialektisches Geschwätz und durch keine noch so schäbigen Ver- duntelungsmanöver unserer Gegner beeinträchtigt werden kann, gibt uns den freudigen und selbstverständlichen Mut, aufs neue zum Angriff anzusetzen auf die zerbröckelnde und nur kläglich zusammengeleimte Front unserer vereinigten Gegner, gibt den Millionen, die von Wahl zu Wahl aus dem feindlichen Lager zu uns stoßen, den Glauben an uns und die Gewißheit unseres Sie
ges, an der wir selbst niemals auch nur einen Augenblick gezweifelt haben.
lind drüben im Lager der Gegner? Schon ist bei vielen, die den Lügen nnd Verlockungen der Hindcnburg-Propagandisten Gehör geschenkt haben, die Ernüchterung eingetreten; sie wird von Tag zu Tag durch die sachliche Aufklärung der Nationalsozialisten stärker werden. Die verdächtigen Anzeichen sind nur allzu durchsichtig, die erkennen lassen, wie man versucht, den offenen Ausbruch der Finanzkrise mit Hangen nnd Würgen noch über den 10. April hinauszuschieben, um nur ja vor der Wahl noch die Gehälter pünktlich auszahlen zu können. Warum verlegte man die Einkommensteuervorauszahlungen Plötzlich von: 1. April auf den 1. März vor? Das dicke Ende wird nach dem 10. April kommen, wenn dieselben Herren, die heute vor das Volk treten und mit einseitig und von ihnen beanspruchten öffentlichen Einrichtungen für Hindenburg werben, die neue Notverordnung herausbringen, für die sie Hinden- burgs Unterschrift brauchen. Dann wird den gedankenlosen Hindenburg-Wählern, die sich am Rundfunk beschwatzen lassen, vielleicht ein Licht aufgehen, wem sie ihr Vertrauen geschenkt haben. Aber noch ist es nicht zu spät, um diesen harmlosen Gemütern erkennen zu lassen, welcher Wahnsinn es ist, mit der eigenen Stimme ihr Elend herbeiführen zu helfen. Sie werden sich davon überzeugen lassen, daß es Aufgabe aller guten Deutschen ist, am 10. und 24. April dafür zu sorgen, daß ein nationaler Widerstands- und Frciheitsblock errichtet wird von einer Größe, daß
man ohne ihn nicht mehr regieren und gegen ihn keine Notverordnung mehr machen kann. Dieser Block, dessen fester Kern an: 13. März geschmiedet wurde, wird in den kommenden Wahlen so stark gemacht, daß ihm die Führung nichl mehr streitig zu machen ist.
Die nationalsozialistische Bewegung ist für diesen Kampf innerlich und äußerlich gerüstet. Das hat die gestrige Führertagung in der eindrucksvollsten Weise bestätigt. Der Geist, der sie beherrschte, ist das Unterpfand unseres Sieges.
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Braunschwelg, 21. März. Das lrnmschwek- gische Staatsmiiüiterium bat b. m Staats- aerichtshos für das Deutsche Reich Verwal- tungsklage erbob-n und beantragt, die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des inneren Friedens von: 17. d. Mt. aufzuheben, evtl. ihre Gültigkeit auf die Zeit vonr 20. bis 23. d. Mt. zu beschränken.
der Begründn,ig wird gesagt, es werde bestri«.u, daß die Voraussetzungen für den Erlaß dirs Verordnung gegeben seien. Eine erhebliche Störung oder Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung würd« nicht eintreten, wenn die Verordnung nicht erlassen wäre. Auf jeden Fall aber müsse dem Eveniualanlrag entsprochen werden, da die kirchlichen Znteressen, die den Er.aß diesei Verordnung veranlaßt hätten, genügend ge- schützt sein würden, wenn die Verordnung fiP die Karwoche und die beiden Ostertage erlassen wäre. Zumindest über diese Zeit hinaus entbehre die Veeor ming der Notwendigkeit ihres Erlasses und damit der Rechtsgültigkeit.
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SS.-Auwsrlec Minzen, Venrath (Motor- sturm der SS-Standarte 20), verunglückte Son-nabend nachts aus einer Dienstfahrt nach Hilden tödlich. Er starb für Deutschlands Freiheit! Sein Opsertod ist uns Verpflichtung, unbeirrbar zu kämpfen wie er, bis der Sieg unserer Bewegung errungen ist.
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Berlin, 21. März. Der preußische Innenminister Severing hat am Montag den Reichskanzler Brüning aufgesucht, der sich am Montag abend nach Weimar begibt. Es ist anzunehmen, daß die Unterredung aus den starken Widerhall zurückzuführen ist, den die Maßnahmen der preußischen Polizei gegen die NSDAP. in der Öffentlichkeit gesunden haben. Ueber die Bedeutung des beschlagnahmten Materials ist amtlich übrigens noch nichts mitgeteilt worden.
Sechs Wahlreden Vrünings.
Berlin, 21. März. Nach Beendigung des österlichen Burgfriedens wird Reichskanzlei Brüning in folgenden Städten zur Reichspräs^ denienwahl sprechen: Am 4. April in Stuttgart, am 5. April in Karlsruhe, am 6. April in Erfurt, am 7. April in Hamburg, am ö- April in Stettin und am 9. April in Königsberg.