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Twtz allem keine osfizi?lle Korrektur.
Berlin, Z. März. Die Pressestelle der NSDAP, teilt mit: Ans Grnnd der Notverordnung des Herm Reichspräsidenten von Hindenburg wurde die nationalsozialistische Presft gezwungen, die Erklärungen des Reichswehrministers Groener vom 24. Februar 1932 nachzudrucken.
In dieser Erklärung heißt es: „Der Abgeordnete Dr. Goebbels hat nach Feststellung des Aeltestenrats gesagt: Sage mir wer dich lobt und ich sage dir wer du bist. Hindenburg, gelobt von der Partei der Deserteure ..."
Wir stellen sest, das; der Reichswehrminister — ftldstverständlich ohne sein Wissen und Wille» — einer Fälschung zum Opfer gefallen ist. Da» Wort „Hindenburg" ist in den von der Regierung angezogenen Sätzen des Abgeordneten Dr. Goebbels nicht gefallen, wie aus dem amtlichen Reichstagsstenogramm einwandfrei hervorgeht. Im amtlichen Stenogramm des Reichstags, dessen Photographie uns vorliegt, heiß« es unter Ziffer 7 A 1 auf Seite 57:
„Es gibt unter uns Nationalsozialisten ein Wort: Sage mir wer dich lobt und ich sage dir wer du bist. (Bravo und Händeklatschen bei den Nationalsozialisten). Gelobt von der Berliner Asphaltpresse, gelobt von der Partei der Deserteure ... (stürmischer Beifall bei den Nationalsoziali'ten — erregte Zurufe von den ^ozialdemo traten — Glocke des Prä'identen)."
Die Reichsrcgierung aber zwingt die NSDAP., eine Erklärung abzudrucken, deren sachlicher Inhalt dem amtlichen Stenogramm des Deutschen Reichstags widerspricht. D:r Reichstagsabgeordnete Dr. Goebtnl- h t den Reichskanzler und auch den Reichsinnenminister aufgefordert, von sich aus diesen Tatbestand un- verzöslich in Einklang mit dem amtlichen Reichstagsstenogramm zu bring?» und rlch ig- zustelilen. Das ist bisher nicht geschahen, so däfj Dr. Goebbels gezwungen i?t> diesen Fall der Öffentlichkeit zu unterbreiten.
Da es im Hinblick aus die Notverordnungen unmöglich ist, das ungeheuerliche Vorgehen entsprechend zu kommentieren, überlassen wir das Urteil hierüber dem Wahrheitsempfinden der deutschen Oessentlichkeit.
^Ile »oißnungen vvi'nientsi
Berlin, 3. März. Der Stahlhslmführer der Ostprignitz. Graf Wedel-Lohmann, hat anlSfLzch der Dö'terbergschen Splitterkandidatur feine Führerstellung im Stahlhelm auf- gegeb« und ist mit einem Teil seiner Kameraden zur NSDAP, übergetreten. Weitere Uebertritte dürften folgen. Auch aus Ortelsburg wird gemeldet, das; die dortige Stahlhelm-Ortsgruppe sich nach dem Bekanntwerden der Kandidatur Düsterbergs so gut wie ganz ausgelöst hat.
Diese Meldungen beleuchten blitzartig die Lage,^ im Stahlhelm. Seit Jahren sind die Stahlhelmer zu einem hohen Prozentsatz im Herzen treue und überzeugte Nationalsozialisten und nun wird ihnen mit einem Male von den Führern zugemutet, sich vor den Wagen des Herrn Hugenberg spannen zu lassen und die Rolle einer deutschn« ionalen Whlhllfstrnvpe zu übernehmen; denn das abgeschlossene Wahlbündnis soll bekanntlich nicht nur für den Präsidentschaftskampf, sondem auch weiterhin für die parlamentarischen Wahlen, insbesondere die PreutzenwLylen gelten. Das heißt den
einfachen Stahlhelmern denn doch zu viel zumuten und deshalb stellt die Kandidatur Düsterbergs für einen großen Teil der Stahlhelmmitglieder eine bittere Enttäuschung dar. In vielen Ortsgruppen ist die Erregung außerordentlich stark, wie u. a. auch der nachstehende Brief eines Stahlhelmers aus Or.elsburg, den wir der „Preußischen Zeitung" entnehmen, Zeigt:
„Ich. Unterzeichneter, bin seit 1923 Mitglied des Stahlhelm, Ortsgruppe Ortelsburg. Bis jetzt war ich stolz darauf, als Kriegstei.nehmer einem Wehrverbande anzugehören, der sich streng parteipolitisch neutral erklärte und mit aller Kraft die Wehrhaf.machung der Jugend erstrebte. Außerdem lebte ich immer in dem Glauben, daß der Stahlhelm rücksichtslos seine ganze Kraft dort in die Waagschale werfen wird, wo um Deutschlands Leben oder Untergang gerungen wird.
Nun stehen wir augenblicklich an einem schicksalsschweren Wendepunkt, wo das deutsche Volk entscheiden soll, ob es leben oder untergehen soll. Da platzt plötzlich die Nachricht herein, daß der Stahlhelm mit der DNVP. einen eigenen Kandiöaten stellt.
Alle Hoffnungen in unseren Stahlhelm- Herz n slnd vernichtet. Wir glaubten doch alle, einst mit unseren Kameraden von der NSDAP, gemeinsam als Brüder das Dritte Reich zu erkämpfen.
Der Schmerz und die Enttiiu chung in den
Reihen der Stahlhelm-Kameraden i t groß
über den Schritt, den die Bundesleitung emgeschlagM hat. Dieser Schritt wird auch dem ganzen Bunde das Grab geschaufelt haben.
Ich darf Ihnen darüber nur mitteilen, daß die Stahlhelm-Kameraden der h:s:g n Orts
gruppe, als es bekannt wurde, daß die Stahl- helmsührung mit einem e genen Kandidaten ans der Reihe tanzen will, voller Entrüstung zu mir kamen» um gemeinsam mit mir den Austritt aus dem Stahlhelm zu erklären. Sie wollten in den Reihen der NSDAP, weiterkämpfen.
Die Front ist also jetzt endgültig geklärt. Und wenn es auch weh tut, es ist gut, daß sie einmal geklärt ist. Jetzt wird jeder einzelne Stahlhelm-Kamerad, der noch nicht die Konsequenz gezogen hat, endlich einsehen, wo sein Platz sich befindet. Der ist dort, wo unser Führer Adolf Hitler vorangeht. Da wollen wir ihm folgen, damit Deutschland gerettet werde.
Ich möchte hiermit meinen alten Stahlhelm- Kameraden raten: „Laßt alle traditionellen Bande fallen, fort mit dem eigensüchtigen Krämergeist!
Hinein in die Front, in der mit Zittern und Lagen, mit Tod i^nd Leben eine Bewegung ringt, eine Bewegung, wie sie die Weltgeschichte noch nicht erlebt hat!
Da ist unser Platz, Stahlhelm-Kameraden! Da wollen wir uns alle die Bruder-Hände reichen, um selbstlos mit den vielen anderen zu kämpfen, damit einmal in einem freien Deutschland glückliche Kinderherzen und eine glückliche Jugend sich freuen können.
Ich möchte der „Preußischen Zeitung" mitteilen, daß durch mein Beispiel die ganze Stohlhelm-Ortegruppe Ortelsburg so gut wie ganz ausgelöst ist. Die Letzten werden noch einzeln nachfolgen; denn ich als Fahnenträger, Kassierer und Vertrauensmann der Sterbeversicherung hatte das Vertrauen sämtlicher Kameraden.
Sieg-Heil! Adolf Hitler!
Wilhelm Baginski, Ortelsburg.
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Breslzu, 3. März. Am Donnerstag abend sprach Adolf Hitler in der Breslauer Jahrhunderthalle, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die Rede wurde außerdem in die vier größten Säle Breslaus übertragen. Mindestens 50 0l10 Per'onen dürsten an der Riesenkundgebung teilgenommen haben. Hi ler führte u. a. aus, es gebe Augenblicke im Leben der Völker, die einen Abschluß bedeuteten. Ein solcher sei der gegenwärtige, wo es darum gehe, einen neuen Reichsprä'identen zu wählen. Man habe gesagt, der 3. November 1918 sei legalisiert worden durch die Tatsache, daß die Nationalversammlung später die geschaffenen Verhältnisse anerkannte. Wenn man heute die Revolution in ihren Folgen beurteile, dann müsse man zugeben, daß der Erfolg gegen sie gesprochen habe. Der Weg der Machthaber in den letzten 13 Jahren habe konsequent abwärts geführt. Fleiß und Tüchtigkeit hätten keinen Sinn mehr, Sparsamkeit werde nicht belohnt, die Arbeit könne nicht auf das Ergebnis ihres Wirkens hoffen. Der Mensch, der ein Leben lang eine EMenz aufgebaut habe, verliere sie, ohne selbst schuldi? zu sein. Alles sei zertrümmert worden. Geblieben sein nur die Männer, die dies verschuldet hätten. Nun versuchten sie wieder, das Volk zu betören. Sie hätten es fertiggebracht, den Feldmarschall des Weltkrieges vor sich zu stellen, um dadurch ihre eigene Eristenz zu retten. Tosender Beifall erhob sich, als Hitler erklärte, ursprünglich sei ein anderer in Aussicht genommen worden, als ^räjiLentjchuftslanotvat anzutreten. AI- je
doch die Linksparteien Hindenburg zu bewegen vermocht hätten, die Piä identschaftskandidatur anzunehmen, da sei er hervorgetreten. Angesichts der Blutopfer, die von den Nationalsozialisten im Kampfe für den Wiederaufstieg des Vaterlandes täglich gebracht würden, bettle er nicht um Stimmen. Aber jeder, der fühle, daß er zum Nationalsozialismus gehöre, gebe seine Stimme ab, die ihm sein Gewissen vorschreibe.
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Berlin, 3. März. Ansang Februar 1932 wurden, wie der Landkreistag mitteilt, in den Landkreisen 655000 Wohlfahrtserwerbslose unterstützt. Gegenüber dem Vorjahr (325 000) bedeutet das eine Steigerung von 101,2 v. H., gegenüber dem Vormonat von 12,1 v. H.
Diese Zunahme übertrifft noch die Steige rung in den städtischen Bszirksfürsorgeverbän- den, die sich gegenüber dem Vorjahr auf 91,7 o. H. gegenüber dem Vormonat aus 3,1 v. H. beläuft.
Schon jetzt ist in einer Anzahl von Landkreisen die Not so groß, daß — um die Unter- stützungen für Wohlfahrtserwerbslose sicherzustellen — andere gesetz.iche und sonstige Verpflichtungen nicht mehr erfüllt werden können Wichtiger und dringlicher als alle organksato- torischen Maßnahmen auf dem Gebiete der Arbeitslosenhilfe ist die finanzielle Beihilfe für die Kommunen, sonst lind katastrovbale folgen unvermeidbar.
Seins Senkung
Gedanken um den Führer.
Große Ideen sind die tiefsten Beweger im Auf und Ab der geschichtlichen Daseinsströme. Sie tauchen aus dem geheimnisvollen Schoße der Zeit empor, werden zum Fleisch und Blut der geschichtlichen Tatsachenwelt, und formen durch ihre innere Spannungen und Gestal- tungskämpfe den historischen Gehalt und die, sichtbaren Ordnungen der großen Zeitepochen.
Die Art ihrer Verwirklichung ist, wie dis Geschichte zeigt, sehr verschieden, Ost brechen sie wie grimmige Wellenströ.me mit blutrotem Kanrm verheerend hinweg über die morsche Formenwelt einer Zeit. Oft kommen sie organisch, wuchshaft, von unten herauf und formen in sinnvoller Weiterentwicklung den Neubau einer Epoche.
Immer aber ist die Verwirklichung dar großen Ideen an das Dasein großer Einzel- menschsn gebunden. In dem Schicksal ihrer Lebensläuse offenbart sich die geschichtsbildende Kraft und Richtung einer Idee. Sie sind ihr lebendiges Gefäß; Sie werden von ihren geheimnisvollen Flammen durchglüht, zu leidenschaftlichen Anklägern und Empörern ihr« Zeit, bis ihre übermenschliche Kraft die bestehenden Gewalten überwindet und das neue Geschichtsbild hervorwächst. Deshalb sind dies« Jdeenträger, — die Vorsehung schenkt sie den Menschen oft nur im Abstand von Jahrhunderten — die größten und geschichtlich wertvollsten Menschen ihrer Epoche, deren typenbildende Kraft oft ganze Jahrhunderte durchströmt.
Auch wir Menschen von heute durchleben eine Zeitwende. von weltgeschichtlichen Ausmaßen. In dem Blutmeer des Weltkrieges ging ein weltbeherrschendes Gedankensystem unter, das durch die Blutlosigkeit seines organischen Intellektualismus und die wirklichkeitsfremde Konstruktion seiner Menschheits- und Eleichheitsträume den ganzen Erdball in Unfrieden und Chaos zurückläßt.
Heute sind ihre Ideale längst zu wesenlosen Schatten geworden. Eine neue Idee, ein neuer Eestaltungsrville bricht mit Urgewalt hervor:
Die Religion des Blutes! Ihre verzehrende Glut hat bereits Millionen von Menschen erfaßt und umgeformt. Die wilden Sturmfluten ihrer Verkündung brausen von Tag zu Tag mächtiger und unbezwingbarer durch die Lande. Sie ist organisch aus den blut-seelischen Urgründen des echten Volkstums herausgewachsen.
Blut und Ehre, Rasse und Volk, Persönlichkeit und Seele: das sind die großen Ideale, das neue und doch uralte Lebenszentrum, um das seit Jahrtausenden die schöpferischen Urwerte nordischen Menschentumes kreisen.
Für diese große Idee deutscher Zukunft sind die zwei Millionen Blutopfer des Weltkrieges gebracht, sind über 2000 junge SA-Männer in den Tod gegangen, unter dem Zeichen dieses Gedankens marschieren heute Abermillionen deutsche Menschen als glühende Kämpfer und schöpferische Gestalter einer neuen Zeit. Das titanische Ringen dieser Idee ist der tiefste geschichtliche Sinn der Gegenwart.
Darum ist auch der Träger und Vertün- der der Idee des Blutes der größte und geschichtlich wertvollste Mensch unserer Tage. Alfred Rosenberg schreibt in seinem unver-
qleichlicben .Mythos des zwan'msten Jahr
tMl^erts'' darüber: