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Weimar, 4. Febr. SS.-Mann Fritz Beubler aus Marxleben, der vor acht Tage» bei einem Ueberfall durch eine Sowjetjüngerhorde in Niigrlstadt einen Unterleibschuß erhalten hat, ist im Krankenhaus Langensalza am 4. Februar seinen Verletzungen erlegen. Damit beklagt der Gau Thüringen seinem zweiten Toten durch Rotfrontmord.
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Lerlagsort Bremen. Herausgeber: Kurt Thiele Verlag! Bremer Nationalsozialistische Zeitung. Kurt Thiele. Geschäftsstelle und Redaktion: Papenstr. IS Sprechstunden der Redaktion: Montag ljs Freitag von 17 bis 19 Uhr. — Fernsprecher Domsheide WL78
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Berlin, 5. Febr. Während .iie verrostete und verschimmelte sogenannte „Eiserne Front" des Herrn Höltermann vergeblich versucht, den ausgepoverten deutschen Erwerbslosen die Hungergroschen für ihre nur allzu durchsichtigen Zwecke aus der Taühe zu locken, während die Leute um dm Oderbürgermeister der verkrachten Neichshaupt- stadt, Herrn Sahm. mit kümmerlichen 20 MO Eintragungen in der Vier-Millienen-Stadt Berlin eine spontane Volksbewegung mit jüdischer Geschäftigkeit vorzutäuschen bemüht sind, harrt das Millionenheer der NSDAP. Gewehr bei Fuß den Befehlen seines Führers Adolf Hitler. Wir wissen, daß Hei ihm allein die Entscheidung über Deutschlands Zukunft liegt, daß nur er bestimmen kann, wer in den nächsten sieben Iahren die Geschicke Deutschlands lenken soll.
, Der Führer der Berliner SA., Graf Helldorf, gab dieser Zuversicht auf einem SA. Werbeabend in der Wilmersdorfer Tennishalle überzeugend Ausdruck. Als die versammelten Massen auf die Frage: „Wer soll Reichspräsident werden?" stürmisch in den Ruf: „Hitler!" ausbrachen, sagte Helldorf
„Ich habe eben noch mit dem in Miinch-n weilenden Gauführer Dr. Goebbels telephonisch gesprochen und kann Ihnen sagen, das? eine Entscheidung fallen wird, die allen Parteigenossen und SA.-Männern, ja dem gröhle« Teil des deutschen Volkes eine Er lösung sein wird. Die Entscheidung wird in dem Augenblick bekannt gegeben, der unseren Gegnern am unangenehmsten ist. Für uns kommt nur eine Entscheidung in Betracht, eine Entscheidung, die Adolf Hitler irgcuzwie die Macht in Deutschland gibt."
Polizei, die auf Anordnung des Polizeiverwalters durch das Potsdamer Ueberfallkom- maudo verstärkt, wurde, gelang es, schwere Ausschreitungen zu verhindern. 34 Kommunisten wurden festgenommen. Bei diesen wurden zahlreiche Waffen gefunden, so mehrere Totschläger, Dolche, Schlagringe und dergleichen. Die Festgenommenen stammten aus 14 verschiedenen Ortschaften des Kreises und waren zu Störungen nach Nauen von Parteiwegev beordert worden.
(Von unserem Sonderberichterstatter)
Genf, 5. Februar.
'Auch für uns Nationalsozialisten ist es nicht unwichtig, uns etwas eingehender ini! dem Genfer politischen Theater, auf dem -.ur Zeit große Politik gespielt wird. u,yd den Vorgängen hinter den Kulissen zu beschäftigen. Dahex soll heute weniger vom A!' rüstungsproblem als vielmehr von dem die Rede sein, das man so schön als „politische
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Genf, K. Febr. Der französische Kriegsminister Tardieu empfing Freitagabend in Begleitung der gesamten Abordnung die nach Hunderten zählende internationale Presse, um ihr die Grundlinien der bereits gemeldeten neuen französischen Vorschläge darzulegen. Tardieu erklärte, das? die französische Regierung nach wie vor bereit sei, den vom Abrüstungsausschusz ausgearbeiteten Abkommensentwurf zu unterzeichnen. Die von ihr jevt eingereichten Vorschläge gingen jedoch über diesen Entwurf weit hinaus und enthielten eine Reihe neuer Anregungen. Der Vorschlag der französischen Regierung besteht aus einer Einleitung und fünf Teilen.
Im Einblick ans die negenwärtigen wirtschaftlichen und moralischen Spannungen
und die allgemeine Beunruhigung der Geister sei eine besondere Organisation der Welt dringend notwendig geworden. Der erste Teil der Vorschläge behandelt die Zivilluftfahrt und die Bombengeschwader. In diesem Kapitel wird die Internationalisier»«!! der Zivilluftfahrt vorgeschlagen. Den Unterzeichnerstaaten des kommenden Abrüstungsabkommens ist der Bau und die Verwendung von Flugzeugen innerhalb noch festznsctzen- der Tonnagen verboten. Gleiche Regeln gelten für Luftschiffe, die im international-festländischen Dienst verwendet werden. Dem Völkerbundsrat wird ein Recht auf Beschlagnahme eingeräumt. Neber die großen Militärslugzeuge aller Staaten mit weiten Aktionsradien wird dem Völkerbnndsrat das völlige Verfügungsrecht zugebilligt.
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Koblenz, K. Febr. Der Gau Koblenz Trier der NSDAP, teilt mit: Am Freitag mittag wurde von der Gauleitung Koblenz Trier-Birkenseld der Hitlerjugend folgendes Telegramm an den Reichspräsidenten von Hindenburg gerichtet: 1V0W Jungen der Westmark bitten Sie, Ihrem Mitkämpfer und Mitbeschützer unserer Heimat, Aböl? Hitler, endlich Staatsbürgerrechte verleihen ,u lassen. Hitlerjugend Gau Koblenz-Trier
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Kommunistische Ucberfälle verhindert
Ein typisches Beisprel schwerer Terror versuche der Kommunisten gab es laut Mit teilung der Polizeiverwaltung in der Nacht zum Freitag in der Funkstadt Nauen. I einer nationalsozialistischen Versammlung sprach der frühere Kommunistenführer Ehm Um diese Versammlung zu sprengen un Ueberfälle auf Andersdenkende auszuführen waren Kommunistentrupps aus der gcm'.en
Umgebung nach Nauen beordert worden, tagsabg. Dr. Goebbels als Redner in ostent «ur durch das tattärjtige Eingreife» der I liche« Versammlungen verboten. Dr. Goed-
Karlsruhe, 6. Febr. Den Anlaß zu den
gemeldeten Haussuchungen bei führenden Nationalsozialisten in Baden bildet ein Sonderrundschreiben des landwirtschaftlichen Fachberaters der badischen NSTAP., in welchem die bäuerlichen Parteigenossen aufgefordert werden, zur Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes im kommenden Winter von der neuen Ernte nur soviel zu verkaufen, daß die dringendsten Verpflichtungen gedeckt werden könnten. Von der jetzigen Negierung sei eine vernünftige Preispolitik und Schutz der Ernte nicht zu erwarten. Wer die Ernährung des Volkes beherrsche, beherrsche das Volk. Deshalb bestehe schon heute für die Nationalsozialisten die dringendste Aufgabe, die Ernährung des Volkes sicherzustellen.
Außerdem wird in dem Rundschreiben von jedem Parteigenossen verlangt, bei Zwangsversteigerungen nicht mitzubieten und auch einen moralischen Druck auf die anderen Dorfgenossen auszuüben, sich ebenfalls fernzuhalten. Der Nationalsozialismus habe keine Ursache, dem sterbenden System mit diesen Geldern noch das Leben zu verlängern. Restlose Sabotage und eiserne Disziplin seien notwendig.
Dr. Goebbels als Redner verboten
Hannover, 5. Febr. Der Polizeipräsident hat das Auftreten des nat.-soz. Reichs-
bels war als Redner für die am 12. Februar in der Stadthalle anberaumte Kundgebung der NSDAP, vorgesehen.
Erst treibt man den Saal ab, es nützt nichts, dann verbietet man die Redner, ob das hilft?
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Arbeitswillige überfallen
Trakehnen, 5. Febr. Bei einem Streik der Landarbeiter bei Gutsbesitzer Müller in Schröterlauken bei Trakehnen wurden Freitagmorgen die ordnungsmäßig vom Arbeitsamt überwiesenen Arbeitswilligen von Streikenden überfallen. Ein Arbeiter Dierkes aus Gumbinnen wurde dabei getötet, ein anderer der Arbeiter, Hans Babbel, wurde schwer verletzt und befindet sich im Gumbinner Kreiskrankenhaus. Die Streikenden hatten die Telephonleitung des Gutsbesitzers zerstört. Angeblich ist der Streik auf Hetze der Roten Gewerkschaftsorganisation hin ausgebrochen. Der Regierungspräsident aus Gumbinnen hat ein Kommando Schutzpolizei nach Schröterlauken gelegt, um einen wirksamen Schutz der Arbeitswilligen zu erreichen.
Insel Reunion vom Wirbelwind verwüstet
Kapstadt, 6. Febr. Die Insel Neunion im Osten Madagaskars ist am Freitag von einem schweren Wirbelsturm vollständig verwüstet worden. Der Verlust an Menschenleben soll gering sein»
Atmosphäre" bezeichnet. Die Anwesenheit von zahlreichen maßgebenden Persönlichkeiten der ganzen Welt — Frankreich allein ist durch fünf Minister vertreten und fast alle europäischen Kleinstaaten haben ihre Außenminister entsandt — beweist am besten, welche Bedeutung ganz allgemein der Genfer Konferenz beiaemessen wird. Noch fehlen die sog. großen Kanonen — der englische .?imou uud Brüning treffen erst am Sonntag ein —, doch hat das diplomatische Spiel von Hotel zu Hotel schon lebhaft begonnen. Die Stellungen sind bezogen, die Kräfte gruppieren sich in erster Linie um die zwei stärksten Exponenten, den französischen Kriegsminister Tardieu, in dem Deutschland zur Zeit seinen gsfährilchsten, iveil klügsten und härtesten Gegner zu suchen hat, und Grandi, Italiens Außenminister und Mussolinis rechte Hand. England und Amerika sind an dieser Stelle verhältnismäßig schwach vertreten. Die dürftigste Vertretung hat aber, wie bei den gegenwärtigen Verhältnissen gar nicht anders zu erwarten war, natürlich Deutschland. Man muß sich erstaunt fragen, was sich eigentlich das Berliner Kabinett gedacht hat, als K zu einer so hochpolitischen Konferenz ausgerechnet seine Botschafter in Madrid und Angora entsandte, die doch wohl niemand als erstrangige Akteure der deutschen Außenpolitik bezeichnen kann. Als Erklärung dient nur die Vermutung, daß die anderen deutschen Diplomaten bereits zu stark verbraucht waren, und man es daher mit neuen versuchen will. Die Tatsache aber bleibt, daß Deutschland keine den ausländischen gleichwertige Politiker geschickt hat. Das Verhängnisvolle dieses Fehlers zeigt sich bereit in dem Versuch Frankreichs, auf alle wichtigen Posten der Vorsitzenden der Kommissionen seine kleinen Freunds, wie den vielgewandten tschechischen Benesch, den Frankreich ergebenen Rumänen Titulescu oder den Griechen P o- litis, der Professor an der Sorbonne war, zu setzen. Leider gewinnt man nicht den Eindrnck, daß diesen französischen Versuchen Widerstand entgegengesetzt wird. Auch im Sekretariat sind keinerlei deutsche Persönlichkeiten vorhanden, die in der Lage wären, die deutsche Delegation mannhaft zu unterstützen. Im übrigen ist es in Genf offenes Geheimnis, daß der deutsche Untergeneralsekretär Duffour-Ferronce demnächst G-nf verläßt. Sein Nachfolger ist der Osloer Gesandte Weizzaecker. Somit befindet sich denn Deutschland in Genf in der denkbar ungünstigsten Situation. Eine Besserung ist in keiner Weise zu erwarten, solange die Regierung Brüning am Ruder ist.
Dagegen behauptet Frankreich mit seinen Trabanten das Feld. Man könnte vielleicht sagen, was geht uns Deutsche die Genfer Konferenz an. auf der wir sowieso nichts erreichen werden. Sie wird sich ein Jahr lang hinziehen und dock keinerlei Ergebnis haben. Dieser Gedanke wäre ein gefährliche? Trugschluß. Denn es muß mit allen Nachdruck darauf hingewiesen werden, daß Deutschlands Aussichten auf dieser Konferenz keineswegs i« schlecht sind, wie eine ihr« eigene» Schwa»