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Amerika verlangt Einstellung der Feindseligkeiten
Neuyork, 2. Febr. Nach Verhandlungen des hiesigen englischen Botschafters mit Staatssekretär Stimson hat nunmehr auch die Regierung der Vereinigten Staaten in 'wer neuen Note an China und Japan von beiden die sofortig Einstellung der Feindseligkeiten in Schanghai gefordert.
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(Eigener Drahtbericht'' München, 2. Febr. In einem Teil der Presse wird der Eindruck hervorgerufen, als wenn in der am Mittwoch und Donnerstag hier stattfindenden Gauleitertagung gewissermaßen eine Erwählung Adolf Hitlers zum Kandidaten für die Reichspräsidentenwahlen erfolgen werde.
Nach der ganzen Art des organisatorischen Aufbaues der NSDAP, ist das ganz aus- geschlossen, da für derartige Entschlüsse lediglich der Führer allein zuständig ist, aber niemals eine Versammlung von Unterführern. Zn der NDSAP. gibt es keinen Zentralvor
stand oder Parteiausschuß, der die Politik der Partei bestimmt, sondern den Politischen Weg der Partei legt Adolf Hitler ganz allein fest.
Es ist höchst unwahrscheinlich, daß die Reichsleitung der NSDAP, irgendeinen Positiven Vorschlag zur Reichspräsidentenwahl machen wird, ehe nicht feststeht, ob der Gene- ralfeldmarschall von Hindenburg eine Kandidatur annimmt,, aus wessen Händen sie kommt und was politisch aus einer solchen Kandidatur zu entnehmen ist.
Wenn darüber entschieden sein wird, wird sich auch die NSDAP, äußern.
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Das Zentrum und Brüning werden sich schlüssig werden müssen,, wie sie sich zur roten „Eisernen Front" einzustellen gedenken. Die bisherige Waffenbrüderschaft mit der SPD. im Reichsbanner und in den verschiedenen Regierungskolonnen verpflichtet. Der eiserne Generalstabsoffizier Mayr erklärte in dieser Verbindung in einer Breslauer Versammlung, die Eiserne Front habe es bitter empfunden, daß Dr. Brüning bis heute noch kein Wort der Anerkennung für d?ese Bewegung gefunden habe.
Auch zu ihm werde eine Abordnung mit berühmten „Eisernen Buch" kommen, und es sei zu hoffen, daß sich der Reichskanzler als Republikaner und schroffer Antifaschist bekennen werde.
Sollte der Faschismus die Fahne des Auf-' ruhrs legal oder unter Mißbrauch der Legalität schwingen, dann gebe es mir eine Parole: Gewalt und nochmals Gewalt!
In das „Eiserne Buch" sollen sich bekanntlich in der jetzt begonnenen Rüstwoche alle gesinnungstüchtigen Republikaner eintragen, wofür sie auch einen Obolus in die eisernen Klingelbeutel tun dürfen. Paul Löbe, Repräsentant immerhin des Reichstages, Pazifist und Sozialdemokrat, soll zum „Führer" der „Volksbewegung" gemacht werden. Er begann seine Tätigkeit mit folgendem >''«.' dicht:
Wir weihen, was wir schmieden, Der Freiheit (!) und dem Frieden, Dem Recht der breiten Massen, Die wir nicht schutzlos lassen!
Das steht in jedem Eisernen Buch in Faksimile. Von den gleichzeitig veranstalteten Geldsammlnngen spricht man auffällig wenigsie sind unbedingt als öffentliche Sammlungen anznsehen. will man sie durch Schweigen vor einem ausdrücklichen Perbot retten?
Am Sonntag begann die Rüstwoche der Friedensschmiede in Berlin mit einer Persammlung im Sportpalast. Viele rote Fahnen, die wenigen schwarzrotgoldenen ertranken in der Klassenkampfflut., Schufoleute als Türhüter und Ordner. Redner Crispien und Höltermann. die alten Phrasen, Marxismus in neuer Blechpackung!
Nach Schluß der Reichsbannerversammlung marschierten, wie uns berichtet wird, einzelne
geschlossene Formationen,
deren Mitglieder Windjacken, gleiche Mützen, Koppel, teilweise auch Tornister. Brotbeutel und Feldflaschen trugen, nach den verschiedenen Richtungen der Stadt ab. Die Polizei, die mit einem großen Aufgebot zur Stelle war. unternahm nichts, um die offenkundige Verletzung des Uniformverbots zu unterbinden. Auf eine Anfrage beim Kommando der Schutzpolizei wurde erklärt, daß dort von einem Auftreten uniformierter Reichsbannerleute nichts bekannt sei.
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NSK. Das anmaßende Unternehmen jener Stammtischruude politisch bedeutungsloser Exstenzen, die ihr „überparteiliche" Hinden- burgfront zur Rettung des abgewirtschafteten Brüningssystems mit so viel Phrasenaufwand proklamieren, würde mangels Masse nicht einmal zu einem Konkursverfahren ausreichen, wenn nicht eine von allen guten Geistern verlassene Prefseclique sich diesem Maüöver zur BerfügNng stellte.
Es sind dies dieselben Rotationsmaschinenprodukte, die seit t3 Jahren mit ihrem spietz- bürgerlich-patrotischen Geschwätz dem Volle den Blick vernebeln für die nüchterne Wirklichkeit, und dadurch selbst ein gerütteltes Maß von Schuld tragen an der katastrophalen Lage, in die das deutsche Volk durch unfähige Politiker hineingeführt worden ist. Wir sehen hier in den Redaktionsstuben dieselben von geistigem Hochmut unheilbar befallenen Nichtskönner und politischen Gernegroße am Werk, die ohne jede Verbundenheit mit den lebendigen Kräften und dem gesunden Empfinden des Volkes die von ihnen handwerksmäßig fabrizierte „öffentliche Meinung" in den Dienst politischer Schiebergeschäfte stellen und obendrein noch
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Ein folgenschwerer Zwischcnfall?
Schanghai, 2. Febr. Im Rahmen der jüngsten Kampfhandlungen der Japaner um Schanghai kam es zu einem Zwischenfall, der unabsehbare Folgen nach sich ziehen kann.
Japanisches Militär feuerte auf einige amerikanische Scesoldaten, die Sandsackbarrikaden um d'e amerikanische Mcthodistenkirchr in der internationalen Niederlassung errichtet hatten. Als die Amerikaner zurückgingen, stießen die Japaner vor und holten das Sternenbanner von der Kirche herunter.
Die Amerikaner sind bezüglich der Ehre und der Achtung ihrer Flagge besonders empfindlich. Es kann leicht sein, daß dieser Vorfall der Funke ist. der das Pulverfaß des Fernen Ostens zur unauft)altfamen Explosion bringt.
Die Besetzung chinesischer Häfen durch japanische Kriegsschiffe geht weiter
Tokio, 3. Febr. Wie amtlich gemeldet wird, sind am Dienstag zwei Zerstörer in Tschifu «gegenüber Port Arthur) „zum schütz der
japanischen Interessen" eingelaufen. Außerdem sind, wie das Marineamt bekanntgibt, drei Minenboote nach Amy (an der Formosa- Straße) ausgelaufen.
Deutscher Schritt in Tokio und Nanking
Berlin, 3. Febr. Auf Grund des Berichts des deutschen Vertreters im Völkerbundsrat, Geheimrat von Weißzäcker bat sich die Reichsregierung noch am Dienstagabend mit der Frage beschäftigt, in welchem Umfange sich Deutschland der diplomatischen Aktion Englands, der Vereinigten Staaten. Italiens und Frankreichs anschließt. Die Entscheidung sei bereits am Dienstagabend getroffen. Die deutschen Vertreter in Tokio und, Nanking seien noch in der Nacht zum Mittwoch angewiesen worden, einen diplomatischen Schritt zu unternehmen und die betreffenden Regierungen darauf hinzuweisen, daß die deutsche Regierung im Interesse friedlicher Zustände sich dem Schritt der übrigen Ratsmächte anschließe.
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Genf, 2. Febr., Die Weltabrüstungskonfe- renz ist unter Teilnahme der Vertretungen von (54 Staaten am Dienstag nachmittag um 1(i,3l1 Uhr im „Batimont Electoral" eröffnet worden, in dem sonst die alljährliche Volksversammlung des Völkerbundes zu tagen pflegt. Die Abordnungen sitzen in alphabetischer Reihenfolge, in der ersten Bank, unmittelbar vor der Präsidentenbühne, die deutsche Abordnung. Langsam füllt sich der Saal. Die Seitenbänke sind dicht mit den
militärischen Sachverständigen, meist hohen Generalstabsoffizieren, besetzt. Ueber fünftausend Journalisten aus allsu Erdteileu werden dieses Konferenz folgen.
Der vom Völkerbundsrat ernannte Präsident der Abrüstungskonferenz, der frühere englisch? Ailßmminister Hendersou, begibt sich kurz vor'MM Uhr auf den Präsidentensitz, um seine Eröffnungsrede zu halten, deren praktische Bedeutungslosigkeit durch das Krachen japanischer Kanonen illustriert wird.
die Stirn besitzen, den frei und unbeeinflußt für die Interessen des Volkes Kämpfenden moralische Traktätchen vorzusetzen und Vorlesungen über „Nationale Politik" zu halten. Dieser politisch ebenso instinktlose wie überhebliche Literaturenklüngel, der ständig die nationale Phrase im Münde fuhrt und das Volk politisch schulmeistern zu können glaubt, obwohl er nicht einmal imstande ist, die einfachste politische Zituation zu begreifen, diese seltsamen journalistischen Zeitgenossen, die immer schief liegen mit ihren „Informationen", die ihnen ihre hohen Gönner zur Ver« wirrung des Volkes aufhängen, es aber hinterher niemals gewesen sein wollen, wenn sie ihre Leser irregeführt haben, sind auch heute wieder die Drahtzieher, die ihre Federn dem abgetakelten System gegen das erwachte junge Teutschland bereitwilligst zur Verfügung stellen.
Aber die Zeiten sind vorüber, in denen politische Kulissenschieber mit einer Handvoll ebenso willfähriger wie ehrgeiziger Skribenten das fehlende Volk vortäusche» und diesen „Volkswillen" für ihre Ziele einspannen konnten. Schon einmal, am 14. September 1930, hat das deutsche Volk diese aufdringliche Bevormundung durch eine politisch beschämend rückständige Presse abgeschüttelt, hat die nationalsozialistische Freiheitsbewegung den einzigartigen Beweis erbracht, daß sie durch die aufrüttelnde Kraft ihrer tief im Herzen des Volkes wurzelnden Idee und die mitreißende Gemalt der Rede sich ohne und selbst gegen diese Presse durchzusetzen versteht. Hat diese Lektion noch nicht nenügt? Will diese angeblich so „neutrale" Generalanzeiger-Presse, die vorgibt, die Meinung der überwiegenden Mehrheit des Volkes zu vertreten, sich noch einmal zur Vergewaltigung des Volkswillens mißbrauchen lassen und gegenüber der deutschen Freiheitsbewegung die Geschäfte der schwarzen und roten Marxisten besorgen? In wessen Interesse schreiben denn sonst diese journalistischen Hilfstruppen des famosen „Sahm - Ausschusses", dieses bemitleidenswerten Produktes politischer Geistesverwirrung?
Etwa im Interesse der geschichtlichen Gestalt des Gencrnlfeldmarschalls v. Hindenburg, dem sie einen Bärendienst damit erweisen, daß sie ihn in die schwarz rote ?rout seiner früheren Beschimpfe? gegen das erwachte deutsche Volk und damit in einen Gewissenskonflikt hincinmanZvriertcn, den ihm die nationalsozialistische Bewegung schon aus rein menschlichen Gründen ersparen möchte. Die Situation in der Frage der Reichspräsidentenwahl liegt doch so völlig klar, nur Böswiligkeit oder hoffnungslose politische Blindheit sie nicht zu erkennen vermag:
Das moralische Recht und die inncrpoli- tische Kraft, den deutschen Reichspräsidenten der nächsten 7 Jahre auf den Schild zu heben, hat allein die nationalsozialistische Freiheitsbewegung, die das Schicksal Deutschlands geworden ist, weil sie dem deutschen Volke den Glauben an eine neue Zukunft gegeben hat. Das ist — im Gegensatz zu der künstlichen und verlogenen Stimmungsmache politischer