Ausgabe 
(1.2.1932) Nr. 26
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Heut« sindet die Wahl zur Handwerk«- lammer, Gruppe l (Bau- und Bnunebenge- wrrbes statt. Jeder Handwerker gibt seine stimme dem Pg. Malermeister Barnrwold. Dir Wahl sindet heute, von li bi« 7 Uhr. statt. Stimmzettel sind im Wahllokal »> Imliku. Jeder tut seine Pslicht, auch hier muß der Sien unser sein.

v»r!ag»ort Bremen Herau7.,,ber: Kur, Nitle Verlag Bremer D>» VAZ erschein, jeden Wertwa u. »os,,i NM l.«Z ,re« Sau» «»«eiaenberechnung NaNonalsoz>al»,>sct,r ijeilun^ Kur« T1»iele, »esch.,sl«i,<Uc und durch die Post »u^üal !« As., BcUellarld ?«r ^^u.isvrei» il, im wart» Rm 0LV ,m «cdat,u,n: Pqpenstr. Id Sprechstunden der Redaktion^ V d«« Freitag von 17 bi» lv Uhr. Fernsprecher Tomsheide

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Berlin, Zt. Zau. Bei der wie immer iibersülltrn und polizeilich gesperrten Sport- palastkundgebung, aus der Braunschweig« nationalsozialistischer Innenminister, Pg. tt l a g g r s, und der Rrichstagsadg. Pg. Hinkel sprachen, kam e« zu einer sponta oen Huldigung von geradezu überwältigen­der Wucht für Adolf Hitler.

schrie nur die zwei Wort.« in den RicjcnsaaN Hitler Reichspräsident?" Sosort wurde der Aus von den Massen mit stürmischem Jubel ausgenommen, der sich zum donnernden Orkan steigerte. Die Zehntausend? erhoben sich und dröhnend klang es immer wieder durch die Halle:

Hitler Reichspräsident!" Es war eine Vrrtraurnskundgrbung de« kolke? sür seinen wahren Führer, wie sie ergreisender nicht gedacht werden kann.

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lösung der Verkomm­en, konnte Pg. Hinkel ammlung in klaren diese Erklärung von stürm,jäx'in

gen, im Tunke! der Rocht zu entkommen. Die Getöteten sollen keiner bestimmten poli­tischen Richtung angehören. Der Regie- rungspräsidrnt von Arnsberg hat zur Auf­klärung des Bcrvrechriio llXM Rm. ausge I Hintrrha setzt. -chüsse l

Von der Polizei werden zu dieser Blutet I erhalten.

l!^l> Meter von dem Ve entsrrnt wurden plönlich o aus einen dieser Trupp« l gegeben. Der Arbeiter >sch»ß und Geise »inen 5t>

Nur mit Mühe gelang es nach langer 3- die Massen wieder zu beruhigen. Pg. Hinkel I Tr. Goebbels stammt, die > verlas dann eine Erklärung des im Saale I Jubel ausgenommen wurde.

Vo»p.el 6e5 Kei«i»5p?A5i«Ienten

VaKlKsinptez

München, W. Jan. (Funkmeldung.) Die I vorbereiten, vor allem aber sich selber innen- Polizridirettion München bat denBölki- ^ volitisch behaupten werde, um so vor Teutsch schen Beobachter" bi» einschließlich 7. Februar verboten. Das Verbot gründet sich aus zwei Artikel unter der NebrrschristWir fordern Reichsexekutive gegen die Rotmordzrnrralr in Preußen" undSrvering als Präiektor der Eisernen Jront", die am 2K. Januar im Völkischen Beobachter" erschient,, waren. Tarin wird eine Beschimpfung der preußi- schen Regierung bezw. des Minister» Seve- ring erblickt. Außerdem wird noch ein außenpolitischer AussoS Rosenberg» sowie ein am 27. Januar erschienener ArtikelEin neue» Redeverbot gegen Pfarrer Hässer" al» Berbotsgrund herangezogen. Ter letztere Artikel soll eine Bedrohung de« Bischofs von Augsburg und damit eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit enthalten. TerVöl­kische Beobachter" wird gegen da» Verbot so­fort Beschwerde einlegen.

KmerMs «lessvouieil*! v?üning

Aus diplomatischen Kreisen erfuhren wir'

Tie brüske Absage derNeparations"» Konferenz von Susanne hat in allen poli­tischen Kreisen überraschend gewirkt, beson- ders grosz ist die Enttäuschung über die völlig ablehnende Haltung Amerikas, das damit die Ncichsregierung Frankreich gegenüber preis­gibt. Tabei war die Tribut-jtonferenz au« die direkte Initiative Amerikas zurückzufüh­ren. Der amerikanische Botschafter in Ber­lin, Tackett, und sein Pariser Kollege, Edge, habeu nämlich Brüning den direkten Anstoß I für de» Fortbestano der Negierung des zur Einberufung der Konferenz gegeben. Sie Reichskanzlers, die bereits in nächster ^eit gingen dabei von der Voraussetzung aus. zu weitgehenden Veränderungen jiihrr» eaß, Brüning die »Reparation" jorgjältig - dürsten.

Il»!l»hung IM v5lten

ichen Voltes legitimiert zu sein. In dieser Erwartung bat Biüning bitter enttäuscht. Seine vorzeitige Mitteilung an den sran- ^ösi'chen Botschafter Poncet hat ihm alle Trümvfc schon vor Eröffnung der Konferenz aus der Hand genommen. Entscheidend aber ist die politische Niederlage Brünings bei der Aktion um Hindenburgs Wiederwahl, zwecks Festigung des jetzigen Kabinetts. Man hat von amerikanische? Seite aus deutlich zu verstehen gegeben, dasz Brüning bei dieser (.-'-elegenbeit völlig vor Hitler kapitulieren

ihm und sieht heute in dem Nationalsozialis­mus die kommende deutsche Regierung, mit der man allein endgültig über die Lösung derReparationen" und aller anderen Pro­bleme verbandlen musz.

Einen besonderen Vorwurf macheu die Amerikaner Brüning daraus, dasz er durch seine ungeschickte Taktik die nationale Parole Hitlers .Schluß mit den Tributen" entwertet hat. Er bat dieselbe unglückliche Hand be­wiesen, wie seinerzeit bei der Zollunion. Liese amerikanische Auffassung, die übrigens auch der englischen durckiaus entspricht, soll in diesen Tagen dem Auswärtigen Amte, aber auch in der Reichskanzlei, unmißver­ständlich bekanntgegeben worden sein. Hinzu kommt, daß Hindenburg aus seiner Ent- täiiiktninci über das Spiel mit seiner Person

Abrüstungskonferenz gefährdet Washington, l. Febr. Trm Weißen Haust nahestehende preise sind davon über­zeugt, daß dir sranzösischr Untrrstübung de« japanischen Vorgehen« in t5hina die letzte Hossnung sür einen Ersolg der «Aensrr Ab­rüstungskonferenz raubt. Staatssekretär Stimion trisst auch vorläufig keine Vor- berritungeu sür die Absahrt nach Grns. Es herrscht die Ueberzeugung, daß Japan die srarizöslsche Hilfe durch Zugeständnisse sür «Arns rrkaustr, um ebensall« sür den Grund- sat>:Keine Abrüstung ohne Sicherheit" ein­treten würde.

Erhöhte Bereitschaft der amerikanischen Flotte

Washington, l. Febr. Tas amerika­nische Marinramt hat sür die gesamte Flotte und die Marinereservisten erhöhte Bereit- schast angeordnet.

Tie Wassenstillstandsverhandlungen ergebnislos

Tokio, t. Febr. Tie Wassenstillstands­verhandlungen, die am sonntag in Shang­hai stattfanden, sind, wie das >-,lriegsmi,ii- sterium mitteilt, ergebnislos verlausen. Der Mißerfolg sri daraus zurückzuführen, daß die chinesischen Vertreter alle japanische» Vorschläge abgelehnt hätten. Außerdem habe da« japanische Marinrkvmmandv in Shang­hai erklärt, daß r» nicht in der t.'age sei, ohne Wissen Tokio« die chinesischen Vor­schläge anzunehmen. Von den japanischen Unterhändlern war u. a. verlangt worden, daß alle Führer der japanseindlichr» Bewe­gung den japanischen Behörden zur Aburtei­lung ausgeliesrrt werden. Da die chinesischen Vertreter diese Vorschläge abgelehnt habe», können, wie das .-itrirgsininistcrium mitteilt, die Verhandlungen über den Wasscustillstand nicht ivrtarsrtzt werdrn.

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Amrrikanischr Manila Flotte nach Zhanahat beordert

Washington, 1. Febr. Ter amerikanische lNVA1-To...ttreuzer .Houston" hat Befehl erhalten, von Manila nach Shanghai in See zu geben. Admiral Taylcr ist freigestellt worden, so viele Torpedobootszerstörer mit­zunehmen, wie er es sür angebracht hält. Ter Admiral begibt sich mit insgesamt l-t .<!iriegsschisscn nach Shanghai.

Weitere Truppen-Entsendungen

Tokio. 3l. Jan. Am Sonntag trat da» japanische Kabinett unter dem Vorsitz Jnu» kais zusammen. An der Sitzung nahmen die Vertreter d.'s japanischen lNen.'ral- und Admiralstabes teil. Skußenminitter Joschi- saiva erstatete Bericht über das diplomatische Vorgehen Engla Staate». Nach teilte das japon gung. weitere T rei und nach Si dort die japanis vertreten. Tie Washington und den Regierung Englands und Amerikas mit­zuteilen, daß ^apa» seine Kampfl>aiidlun>ien nur aus das Ebincsenvierrel in Schanghai begrenz?,, wird.

Tie deutsche Bvvinannschast i» Amerika vrrnngllickt

Nenyvrk, 5l. Jan. Bei einer Training»- fahrt der deutsche» Bobmc olliiilpische» Bobbalm zu 5.' »ele sich ein schwerer llugli ter Führung von Hauptin- schweiji stehende BobDe i» der Zickzack Kurve aus t inaii» ^alui erlitt einen koi '.'lrmbrilch »nd außerdem gen. Der Teutsche Melirlw ke» Auge seiner verletzt. 7 »er tau, mit leichten Rücke von, während der mitfah, unverletzt blieb. Haiiptimi losort ins Kraiilcuhau^ aelc

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