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Judenfeindliche Ausschreitungen in Moskau.
Moskau, 19. Jan. Am Dienstag kam es in der Fabrik, „Rote Fackel" in Moskau zu Zusammenstößen zwischen jüdischen Arbeitern und einer Gruppe Kommunisten, die die Entfernung der jüdischen Arbeiter verlangten. Ein jüdischer Arbeiter wurde mißhandelt und mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die OGPU. hat zahlreiche Verhaftungen vorgenommen.
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Verlagsort Bremen. Herausgeber: Kurt Thiele Verlag: Bremer Die BNZ erscheint jeden Werktag u. kostet RM, IM frei Haus. Anzeigenberechnung: hiesige die 10gesp Nonp-Zeile Rm 0 25 «uS-
Nat.onalsoziÄist.sche Zeitung. Kurt Thiele. Geschäftsstelle und durch die Post zuzügl. 3ö Pfg. Bestellgeld. Der Bezugspreis ist im wärts Rm. 0.30. im Text eil die 4gespalt. Te? zeile 0 80 aus
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Effen, 20. Jan. Am Dienstag abend kam
es in der Pserdebahnstraße zwischen mehreren Kommunisten und Nationalsozialisten zu
einem Zusammenstoß, in dessen Verlauf mehrere Schüsse fielen. Der 21 Jahre alte
Arbeiter Arnold Guse, der der NSDAP, angehörte, erhielt einen Schutz in die Lunge
und starb auf dem Transport zum Krankenhaus. Ein der Tat verdächtiger Bursche wurde festgenommen.
?m Ksxten» LsSSen» Sensen gegen SK.
Ein weiterer Meuchelmord der Kommunisten an einem Nationalsozialisten wird aus Tübingen gemeldet. In der benachbarte« Ortschaft Gönningen überfielen Kommunisten, die mit Aexten, Sensen, Beilen,
Dolchen und Knüppeln bewaffnet waren, mehrere Nationalsozialisten, die dieser Horde begegneten. Wie die Tiere fielen die roten Verbrecher über unsere Parteigenossen her und schlugen und stachen auf sie ein. Bevor die Polizei zur Hilfe herbeieilen konnte, lagen schon mehrere Nationalsozialisten in ihrem Blute auf der Straße. Einer, Albert Götz, hatte einen tiefen Stich in den Unterleib davongetragen, der wahrscheinlich von einer Sense herrührt. An den Folgen dieser schweren Verlebung starb der Unglückliche in kurzer Zeit.
Inzwischen war aus Reutlingen das Ueberfallkommando alarmiert worden, das mit Gummiknüppeln und Stahlruten gegen die kommunistischen Meuchelmörder vorgehen mußte. 15 Kommunisten, die alle mit Waffen in den Händen angetroffen wurden, wurden festgenommen. Bezeichnend ist, daß sich unter den Mordbanditen auch mehrere Frauen befanden, die sich den Beamten gegenüber in nicht wiederzugebender Weise ausführten. Ein Zeichen dafür, daß es sich bei diesen Wegelagerern um das gemeinste und vertierteste Gesinde! handelt.
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Auf dem Wege ins Zuchthaus erreichte Herbert Volck die Nachricht, daß die Beschwerde seines Verteidigers beim Justizminister, in der gegen den anonymen Arzt der Behörde wenigstens körperliche Untersuchung und Schadenersatz für neue Haftschäden gefordert wird, Erfolg hatte. Das preußische Justizministerium hat nunmehr körperliche Untersuchung in Berlin angeordnet. Herr Volck hat inzwischen von einem sechsten Arzt, der Amts-, Kreis- und Ge- ängnisarzt ist, ein neues Gutachten neuesten Datums erhalten. Dieser Amtsarzt stimmt mit den anderen Aerzten über Volcks Haftunfähigkeit und die schweren aus neuer Haft sich ergebenden Körperschäden überein. Eine trotzdem erfolgende neue Inhaftierung würde daher nur als Maßnahme aus politischen Gründen gedeutet werden können.
Man darf gespannt sein, ob im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen und im Vergleich mit der Behandlung z. B. der Skla- reks der Fall Herbert Volck weiter zu einem moralischen Agitationsstoff der deutschen Freiheitssront gemacht wird?!
Herr Volck bittet uns, auf diesem Wege für die zahlreichen Sympathiekundgebungen zu danken. Entgegen der Ansicht vieler, ist er nicht der Meinung, daß die ihm erwiesene Behandlung die Quittung für sein in Preußen verbotenes Buch „Rebellen um Ehre" ist, sondern nur eine allgemeine Auswirkung des im entscheidenden Stadium sich befinden den Kampfes um die Freiheit der deutschen Nation.
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Der bekannte Oberst Reinhardt ist am ver gangenen Freitag im Anschluß an die aus gelöste Berliner Sportpalastoersammlung der
NSDAP, beigetrcten. Reinhardt gehörte bisher zu den Deutschnationalen und war Ehrenmitglied des Stahlhelm. Sein Anschluß an die NSDAP, zeigt, daß diese allein heute die Führung hat und unter Adolf Hitler das nationale und soziale Wollen des jungen Deutschland zur Verwirklichung bringt. Der Schritt Reinhardt's verdient größte Beachtung, da er insbesondere innerhalb der „Nationalen Opposition" nicht ohne Rückwirkung bleiben wird.
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Konflikt zwischen Reich und Preußen
Berlin, 19. Jan. Von feiten des Republikanischen Reichs-bundes war als Teilaktion der sogenannten „eisernen Front" für den 20. Januar seit längerer Zeit eine Konferenz verschiedener Linksverbände angesetzt worden, die jetzt zur allgemeinen Ueberraschung ganz plötzlich abgesagt worden ist. weil angeblich soviel Anmeldungen zu dieser Konferenz vorgelegen hätten, daß eine Reichskonferenz stattfinden müsse, die erst im Februar abgehalten werden könne.
Diese Konferenz sollte, wie mit großer Propaganda angekündigt war, unter dem Titel stehen „Gegen Bürgerkrieg und Terror! Was können Armee, Polizei und republikanische Bevölkerung tun, um den Bürgerkrieg zu verhindern?" Als Hauptreserent war der preußische Innenminister, Genosse Sovering, vorgesehen. Allgemein war man außerordentlich gespannt daraus, was der preußische Innenminister zu dieser Fragestellung zu sagen habe, da besonders nach der letzten ganz offenen Bürgerkriegsdrohung des preußischen Regierungsrates Mühle bekannt ist, daß gerade die „eiserne Front", die als Veranstalter hinter dieser Konferenz stand, den Bürgerkrieg aufs aktivste betreibt.
Einladungen waren nicht nur an die preußischen Regierungsstellen, sondern auch an das Reich ergangen. Wie nun ein linksgerichtetes Montagsblatt, das offenbar über die Hintergründe gut informiert ist, mitzuteilen weiß, ist die plötzliche Vertagung dieser Konferenz auf das Eingreifen des Reichsinnen- und Reichswehrministers Groener zurückzuführen.
Groener hatte ebenfalls eine Einladung erhalten, jedoch in sehr scharfer Weise abgelehnt. In seinem Absagebrief soll er u. a.
ausgeführt haben, daß Vertreter d»er Reichswehr an der Konferenz nicht teilnehmen dürften, weil nach der Verfassung und dem Wehrgesetz es den Angehörigen der Reichswehr untersagt sei, sich politisch zu betätigen. Im übrigen sei im Wehrgesetz und in der Verfassung bestimmt, in welchem Rahmen die Armee im Staat zu wirken habe. Sie brauche daher keine Aufklärung über ihre Aufgaben bei einer Verhinderung des Bürgerkrieges.
Pikant mutet es an, daß gleichzeitig mit diesem Absagebrief, der sich naturgemäß in erster Linie gegen den Hauptreserenten, nämlich den preußischen Innenminister Severing richten muß, von preußischer Seite eine Klage gegen das Reich beim Reichsgericht eingereicht worden ist, und zwar handelt es sich um Differenzen wegen der durch den Reichsinnenminister verfügten Aufhebung des Angriff"- Verbots. Bisher war es stets gelungen, Differenzen zwischen Reich und Preußen in Fragen von Zeitungsverboten durch gültige Verhandlungen beizulegen. Die Aufhebung des Verbots des „Angriff" durch den Reichs- innLnminister erschien umso auffälliger, als der Angriff ohnehin bereits am nächsten Tag wieder erschienen wäre, da die Verbotsfrist abgelaufen war. Das preußische Innenministerium hat sich daher entschlossen, die letzte richterliche Instanz anzurufen. Also soll das Reichsgericht entscheiden, ob das Verbot des „Angriff" oder die Aufhebung gerechtfertigt war.
Es ist diese Klage politisch interessant, da hier zum erstenmal ein Konflikt zwischen Preußen und dem Reich über die Durchführung der Pressenotverordnung vor dem höchsten deutschen Gericht zur Austragung ge» bracht wird.
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Paris, 19. Jan. Die Erklärung des Ministerpräsidenten Laval am Dienstag wurde vor vollbesetzten Bänken abgegeben. Briand war, wie das vorauszusehen war, nicht erschienen. Ministerpräsident Laval wies einleitend auf die vergeblichen Bemühungen zur Bildung einer Einheitsregierung hin, um dann sofort auf die Tributfrage überzugehen.
Die Weltkrise hat, so führte er aus, die Meinung der Völker verwirrt und eine Reihe von Lösungsvorschlägen auftauchen lassen, die mehr auf Einbildung aufgebaut sind, als auf Tatsachen. (!) Die Annulierung der Reparationen und der interalliierten Schulden würdeeineFolgedie- s er Geistesverfassung sein!! Wir werden aber keine Lösung zur Behebung der Krise annehmen können, welche die besonderen Interessen Frankreichs und seine durch freiwillig anerkannte Verträge verbrieften Rechte verletzen würde. Wir werden uns das Recht auf die Reparationen nicht streitig machen lassen. Man verlangt von uns eine Quittung zu Gunsten unseres Schuldners. Wir haben aber die Pflicht, gegenüber der Generation, die den Krieg erlebte, nichts von unseren Forderungen ohne eine gleichzeitige
Aufhebung unserer Schulden zu opfern und wir haben gegenüber der kommenden Generation die Pflicht, jedes Abkommen einem gerechten Ausgleich der Erzeugung und Lebenshaltungskosten unterzuordnen. Dieser Ausgleich würde aber nicht geschehen, wenn, sobald einmal die Krise vorüber ist, die ungleichmäßige Verteilung der finanziellen Lasten uns in der internationalen Konkurrenz in eine schlechtere Lage als andere Länder bringen würde. Die Regierung wird sich bei allen Verhandlungen an diese Grundsätze halten, die auch von der Kammer immer wie- er anerkannt worden ^nd.
Laval ging sodann auf die innere Wirtschaftskrise über und erklärte, die Regierung werde alle Maßnahmen ergreifen, die sich für die Industrie, den Handel und die Landwirtschaft günstig auswirkten. Er forderte die Kammer auf, den Haushalt so bald wie möglich zu verabschieden.
Bezüglich der bevorstehenden Abrüstungskonferenz werde sich Frankreich, so erklärte Laval weiter, an seine Denkschrift vom 13. Juli 1931 halten. Diese Politik sei nicht nur diejenige Frankreichs, sondern auch diejenige des Völkerbundes.
Der Ueberfall in Berlin-Reinickendorf
Berlin, 19. Jan. Zu dem kommunistischen Feuerüberfall auf Nationalsozialisten werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Die Nationalsozialisten kehrten am Montag abend von einer Versammlung heim, als sie in der Nähe der Laubenkolonie Felseneck in Berlin-Reinickendorf plötzlich beschossen wurden. Es entspann sich ein regelrechter Kampf, in dessen Verlauf der der NSDÄP. angeho- rige Professor Schwarz erstochen wurde. Ein kommunistischer Arbeiter erhielt tödliche Schüsse in Kopf und Brust. Mehrere Personen, darunter auch zwei Polizeibeamte, wurden schwer verletzt. Die politische Polizei hat festgestellt, daß es sich um einen planmäßig vorbereiteten kommunistischen Angriff handelte.
Nach der zuerst vorliegenden Drahtnachricht mußten wir annehmen, daß es sich bei dem gemeinen Mordüberfall um zwei ermordete Parteigenossen handelte. Heute stellen wir dazu fest, daß Pg. Schwarz durch einen Stich gemeuchelt und ein kommunistischer Angreifer durch einen tödlichen Schuß abgewehrt wurde.