is Pk«n»>s
llimisg. 12.^giiM 1SZ? « Hummers
15 v. H. Lohnkürzung
GIei Witz, 11. Jan. Auf Grund der Notverordnung sind die Löhne bei den ober- schlesischen Eisenhütten vom Schlichter bindend um 15 v. H. gekürzt worden. Die neue Verordnung läuft vom 9. Januar bis 29. Fe- bruar 1932. Sie kann mit einmonatiger Frist erstmalig zu diesem Termin gekündigt werden.
VremevUatiMMziMifckeMtmu
parteimMtKes vrolmöerVreMrUMoualldsmlilwl
Verlagsort Bremen. Herausgeber: Kurt Thiele Verlag: Bremer Nationalsozialistische Zeitung. Kurt Thiele. Geschäftsstelle und Redaltion: Papenstr. 15 Sprechstunden der Redaktion: Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr. — Fernsprecher Domsheide 25L73
Die BNZ erscheint jeden Werktag u. kostet RM, 1.90 frei Haus, durch die Post zuzügl, 36 Pfg. Bestellgeld. Der Bezugspreis ist im Voraus zahlbar. Bei Betriebsstörung, Streik, Verbot, Aussperrung usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Stückzahl, des Bezugspr.
Anzeigenberechnung: hiesige die lvgesp Nonp.-Zeile Rm. 0.25. aus. wärts Rm.0,30, im Textteil die 4gespalt. Textzeile Rm. 0.80. aus» wärts Rm. 1.—. Stellengesuche u. Familien-Anzeigen Rm. 0.10. Kleine Anzeigen Rm. 0.1S. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.
Me Vpp05ition «m«k0Itet
veutirkizuni, iwSenpoliM e»5o»i»e»t nickt Stützung.
soinleim ȟtkttitt Vȟning5
Vy»5tKSsg v». vVÜNßNg,
»vgelonnt
BerIin, 11. Jan. Die Unterredung zwi- chen Hugenberg und Hitler über den Vor- chlcrg des Reichskanzlers Dr. Brüning, eine Verlängerung der Amtszeit des Reichsprii- identen durch den Reichstag vornehmen zu 'asseu, führte zu der gemeinsamen Ueberzeugung, daß diese Maßnahme aus verfassungsrechtlichen Bedenken abzulehnen sei. Es wurde daher beschlossen, eine gleichlautende Erklärung dem Reichskanzler zu übermitteln. Der Vorschlag, Hmdenburg durch den Reichstag neu wählen zu lassen, ist damit gescheitert. Im Vordergrund der politischen Besprechungen steht nunmehr die Frage, ob es möglich ist, seine Wiederwahl durch das Volk vornehmen zu lassen.
Von deutschnationaler Seite verlautet hierzu, daß über die rechtmäßige Präsidentenwahl noch nicht gesprochen worden sei. Die Stellungnahme zu dieser Frage werde von der weiteren politischen Entwicklung abhängen.
Der Wortlaut der Mitteilung an den Reichskanzler wird noch voraussichtlich heute abend veröffentlicht.
Vez LDgsbniH 6SV
veIpDemungen Nttw?—NugendeBg
Berlin, 11. Jan. Von feiten der natio «alsozialistischen Parteileitung wird über das Ergebnis der Besprechung zwischen Hugen berg und Hitler mitgeteilt, daß die Bespre chungen zu einem harmonischen Ende führten. Beide Parteien werden ge trennte, aber inhaltlich gleich lautende Erklärungen dem Reichs kauzler übermitteln. Die Veröffentlichung er folgt jedoch erst morgen auf dem amtlichen Wege.
Nachstehend der Brief von Hugenberg Hitlers Antwort war trotz mehrfacher Rückfragen in Berlin bis zum Redaktionsschluß »licht zu erhalten.
Nugenve»gs Antwort an
»DUNINg
Berlin, 12. Jan. Das Schreiben des deutschnationalen Parteiführers Hugenberg on Reichskanzler Brüning lautet wie folgt
„Sehr geehrter Herr Reichskanzler!
Sie legten mir gestern die Frage vor, wie sich die Deutschnationale Volkspartei zu Ihrem Vorschlage der parlamentarischen Verlängerung der Amtszeit des Herrn Reichspräsidenten, Generalseldmarichall oon Hindenburg, stelle. Sie, Herr Reichskanzler, könnten diese Frage nicht aufgerollt haben wenn Sie dabei nicht des E ? nverstand nisses des Zentrums und der SPD. sicher gewesen wären. Es sind das die Parteien, die seinerzeit die Wahl des Reichspräsidenten auf das schärfste bekämpft haben. Mit dem Rückhalte dieser P arteien treten Sie jetzt an uns heran die wir einst seine Wahl angeregt und durch gesetzt haben. Sie begrüßen Ihr Vorgehen mit der außenpolitischen Notwendigkeit einer Stärkung der „Stabilität" der deutscheu Re
Mue vlutwelle
Iwei NSnneV tot - 22 Verletzte
(Drahtbericht unserer Berliner Redaktion)
Berlin, 11. Jan. Der Kraftwagenführer Rudolf Stelzer aus Wilmersdorf, der der NSDAP, angehört uud in der Silvesternacht in seinem Heimatort, einem Vorort Berlins, aus dem Hinterhalt von Kommunisten beschossen wurde, ist am Sonntag im Krankenhaus seinen Schußverletzungen erlegen. Die Ermittelungen der Polizei nach den kommunistischen Mördern haben bisher noch keinerlei Resultate gezeitigt.
Itzehoe, 11. Jan. Wie die SA.-Oberführuug Nordmark mitteilt, wurden am Sonntag 7V Mann SA. in Rendsburg von etwa 2VV Kommunisten und Reichsbannerleuten überfallen. Ein 22jähriger SA.-Mann namens Menzel wurde getötet, vier SA.-Leute schwer und 16 leicht verletzt.
Wir Nationalsozialisten, die wir erschüttert abermals an der Bahre zweier da- hingemordeter Parteigenossen stehen, wissen, daß einst der Tag kommt, an dem die Gerechtigkeit Vergeltung übt. Dessen ungeachtet geht unser Kampf weiter getreu unserer Parole: „Und setzet Ihr nicht das Leben ein, nie wird Euch das Leben gewonnen sein."
Am Freitag kurz vor Mitternacht wurden auf der Brojastraße in Zaborze bei Hindenburg fünf Nationalsozialisten ohne jeden Anlaß von etwa dreißig Kommunisten überfallen und beschossen. Die Kommunisten gaben auf die Nationalsozialisten sechs Schüsse ab, wobei der Maurer Oskar Gerblich, der Mitglied der NSDAP, ist, einen Schuß in die linke Stirnseite erhielt. Schwer verletzt mußte er in das Hindenburger Knappschaftslazaratt eingeliefert werden, wo er in bedenklichem Zustande darniederliegt.
In Chemnitz-Hillersdorf wurde der SS.-Mann Frisch von 15 Moskaujüngern angefallen.
Frisch, der Angestellter im Gasthaus drei Rosen ist, verbat sich, daß in diesem Lokal die Internationale gesungen wird, darauf gingen die Banditen gleich mit Stühle» und Messern auf unseren Parteigenossen los.
SS.-Mann Frisch hat vier Stichwunden, sowie eine Hiebverletzung und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Sein Daumen ist so zerstochen, daß er Wohl steif bleiben wird. Beim Eintreffen der Polizei waren die Banditen verschwunden. Einige sind aber erkannt worden.
gierungsgewalt. Gleichzeitig schwächen Sie aber selbst diese Stabilität empfindlich durch die zähe Aufrechterhaltung einer Regierung imReichund inPreußen, hinter der keine Mehrheit d es Volkes steht. Sie begründen die Notwendigkeit Ihres Schrittes weiter mit der außenpolitischen Wirkung einer einheitlichen Vertrauenskundgebung für den Herrn Reichspräsidenten. Demgegenüber sind wir der Auffassung, daß die außenpolitische Stellung Deutschlands am meisten durch einenRücktrittder jetzigen Regierung gestärkt würde, deren Vergangenheit es ihr erschwert, dem veränderten Willen des deutschen Volkes dem Auslande gegenüber glaubhaften Ausdruck zu geben.
Sie, Herr Reichskanzler, erstreben die Wiederwahl auf dem Wege der Beschlußfassung des Parlaments. Nach der Verfassung geht die Wahl des Reichspräsidenten unmittelbar vom Volke aus. Dieses Recht auf den Reichstag zu übertragen, liegt um so weniger Anlaß vor, als der Reichstag der wahren Volksmeinung nicht mehr entspricht.
Als die alten Anhänger des uns nach wie vor verehrungswürdigen Generalfeldmarschalls glauben wir zu der Bemerkung berechtigt zu sein, daß die Art seiner Hineinziehung in parteimäßige und parlamentari sche Erörterungen der verfassungsrechtlichen Stellung und dem hohen Ansehe« uicht ge
recht wird, das der Herr Reichspräsident bei dem deutschen Volke genießt. Diese Tatsache wird durch die öffentliche Behandlung der Angelegenheit bedauerlich verstärkt. Der parlamentarische Wahlakt würde als eine Vertrauenskundgebung weniger für den Herrn Reichspräsidenten, als für die von uns bekämpfte Politik und insbesondere für die Außenpolitik der jetzigen Reichsregierung wirken. Unter diesen Umständen muß ich Ihnen nunmehr endgültig mitteilen, daß eine Billigung oder Unterstützung Ihres Vorgehens für uns nicht in Frage kommen kaun.
(gez.) Hugenberg."
v»u«mg» «lieaeWlsge
Paris, 12. Jan. Die Weigerung der Rechtsparteien, einer parlamentarischen Verlängerung des Amtes des Reichspräsidenten zuzustimmen, wird in den Pariser Frühblättern als eine Niederlage Dr. Brü- nings bezeichnet. Das „Echo de Paris" schreibt u. a.. daß das politische Prestige der beiden Rechtsparteien und besonders der Nationalsozialisten bedeutend gewonnen habe. Beide Parteien hätten außerdem sehr geschickt manövriert und dem Reichskanzler eine politische Niederlage beigebracht. Der gleichen Auffassung sind eine Reihe anderer Blätter, zu denen auch das linksgerichtete „Oeuvre" zählt, das ebenfalls von einer Niederlage des Reichskanzlers spricht.
l^vsl gegen v?u«ing
Paris, 11. Jan. In amerikanischen Kreisen in Paris erklärt man, daß Ministerpräsident Laval dem deutschen Botschafter von Hoesch im Verlauf seiner Unterredung am Montag erklärt habe, daß die These des Reichskanzlers hinsichtlich der Tr<s>ure für Frankreich unannehmbar sei.
Paris, 11. Jan. In den Wandelgängen der Kammer verbreitete sich am Montag nachmittag das Gerücht, daß Außenminister Briand seine Rücktrittsabsicht ausgeben und sich nunmehr dazu entschlossen habe, bis zu den Wahlen von den politischen Geschäften zurückzutreten und inzwischen dem Ministerpräsidenten die Geschäftsführung am Qai d'Orsay zu überlassen. Eine Bestätigung dieses Gerüchtes liegt nicht vor, da Laval den Außenminister erst am Diensraz vormittag aufsucht.
plsSSner vei MSSsVl
Berlin, 11. Jan. Der „Börsenkurier" weiß zu berichten, daß es Montag um 21 Uhr unerwartet im Hotel „Kaiserhof" noch zu einer Besprechung zwischen Staatssekretär Meißner und Hitler gekommen sei. An der Besprechung habe auch Hauptmann a. D. Gö- ring teilgenommen, der Staatssekretär Meißner abgeholt hatte.
»
Eine Bestätigung dieser Meldung war nicht mehr zu erhalten.
»SINpt um »DiSNÄ
Paris, 11. Jan. Hinter den Kulissen wird um Briand ein harter Kampf geführt. Während seine Freunde alles tun, um ihn zu der Zurücknahme seines nur mündlich vorgebrachten Rücktrittswunsches zu bewegen, sind seine Gegner lebhaft bemüht, seinen Entschluß als unwiderruflich darzustellen uno sein Ausscheiden zu erzwingen. Dieser Kampf spiegelt sich auch in der Presse wider, da ein Teil der Blätter den Rücktritt Briands als vollzogen ansieht, während andere ebenso betonen, daß von einer Krise am Quai d'Orsay gar keine Rede sein könne. Ein verstärkt auftretendes Gerücht will wissen, daß Briand gar nicht die Absicht habe, im Falle einer einfachen Umbildung des Kabinetts zurückzutreten. Amtlicherseits hüllt man sich in Schweigen. Laval berichtete dem Staatspräsidenten über die Lage.
Haftbefehl gegen „Angriff"-Redakteur
(Bericht unserer Berliner Schriftleitung)
Berlin, 9. Jan. Wie wir hören, hat das Schnell-Schöffengericht gegen den Schriftleiter Krause vom „Angriff" Haftbefehl erlassen, da Pg. Krause infolge von Krankheit zu einem Termin nicht erscheinen konnte. Dem Termin liegt ein Artikel des „Angriff" zugrunde, in dem der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Kuttner als Lebemann bezeichnet worden war.
Neuer Bürgerkrieg in China?
Tokio, 11. Jan. Wie hier verlautet, hat General Feng am Montag seine Truppen aus der Provinz Schansi nach Peking in Marsch gesetzt, wo er General Tschang stürzen und eine neue Regierung bilden will.