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Der Vorstand des Bremer Konsum- und Wirtschaftsvereins, Verbrauchergenossenschaft e. G. m. b. H. (früher Beamten-Wirt- schaftsverein e. G. m. b. H., Bremen), hat am 15. Dezember einen Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens gestellt, dem stattgegeben worden ist.
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parteiamtliches Organ öer öremer liationallozialistev
Verlagsort Bremen. Herausgeber: Kurt Thiele Verlag: Bremer Die BNZ erscheint jeden Werktag u. kostet RM. 1.90 frei Haus, Anzeigenberechnung: hiesige die lOgesp. Nonp.-Zeile Rm. 0,25, aus- Nationalsozialistische Zeitung, Kurt Thiele. Geschäftsstelle und durch die Post zuzügl. 36 Pfg. Bestellgeld. Der Bezugspreis ist im wärts Rm. 0,30, im Textteil die 4gespalt. Textzeile Rm. 0,80, aus- Redaktion: Papenstr. 15 Sprechstunden der Redaktion: Montag Voraus zahlbar. Bei Betriebsstörung, Streik, Verbot, Aussperrung wärts Rm. 1,—. Stellengesuche u. Familien-Anzeigen Rm. 0,10. bis Freitag von 17 bis 19 Uhr. — Fernsprecher Domsheide 25878 usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Rückzahl. des Bezugspr. Kleine Anzeigen Rm. 0,15. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.
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TU. München, 16. Dez. Die Pressestelle der Reichsleituny der NSDAP. veröffentlicht einen umfangreichen Auszug aus der Antwort Adolf Hitlers auf die Rundfunkrede des Reichskanzlers als Sondernummer des „Völkischen Beobachter".
Einleitend sagt Hitler, nur parteimäßig bedingte Erwägungen könnten der Anlaß gewesen sein, die nationalsozialistische Bewegung mit Vorwürfen zu überschütten, die ebenso ungerechtfertigt wie leicht widerlegbar seien. Gewiß könne die Regierung handeln, während die Opposition ihre Auffassung nur durch die Rede zur Geltung bringen könne. Der Kurs des heutigen Systems aber habe bis jetzt nicht den Regierungen Recht gegeben, sondern den kritischen Rednern. Wenn man demnach in den Reden der Opposition etwas Unerträgliches sehe, dann solle man ihr das Reden ersparen und
ihr die Macht geben; denn sie sei jederzeit bereit, auch zu handeln.
Das heutige Reichskabinett, ja das System überhaupt, werde von der überwältigenden Mehrheit der deutschen Nation abgelehnt. Nun sagt der Reichskanzler, die nationalsozialistische Bewegung sei kein legaler Verband und sie verfolge kein Programm der Wirklichkeit, sondern ein Programm der Illusionen. Hitler erklärt dazu, zunächst sei es unrichtig, daß nur er als Führer die Legalität der Partei betone, während seine Unterführer anderer Auffassung seien. Er befinde sich in dieser Frage mit allen seiner Führern und Parteigenossen in voller Uebereinstimmung, ausgenommen jenen Elementen, die als Spitzel-Provokateure m die Partei hineingeschoben würden. Es sei auch nicht richtig, daß die Unterführer einen sinnlosen Bruderkampf predigten.
Kommune gegen poüLei
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Berlin, 16. Dez. Am Dienstag kam es in Oppeln, Leipzig, Mainz, Hamburg
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und Bergedorf, wie aus diesen Städten gemeldet wird, zu kommunistischen Demonstrationen.
In Oppeln wurden die Polizeibeamten von Demonstranten tätlich angegriffen. Die Beamten machten dabei vom Gummiknüppel Gebrauch. Unter den Festgenommenen befinden sich auffallend viele Frauen, die die Beamten geschlagen hatten. — Bei Demonstrationsversuchen in Leipzig wurden sechzehn Personen festgenommen. Größere Ausschreitungen fanden jedoch nicht statt. In Lindenau bei Leipzig wurde einem Polizisten von jungen Leuten die Pistole und Seitengewehr entrissen. Das Ueberfallkom- mando nahm die Täter fest. — In Mainz ! kam es besonders in der Altstadt zu Zu- ' sammenstößen zwischen Demonstranten und ! Polizei. Letztere nährn verschiedene Riidels- - sührcr fest. — An Hamburg hatte die Po j lizei schon am Mittag größere Vorkehrun ^ gen gegen Demonstrationen getroffen. An- sammlungen wurden von Polizisten, die auf hi Schnellwagen, Motorrädern und Fahrrädern A überraschend auftauchten, teilweise mit dem ^ Gummiknüppel auseinander getrieben. An K der Reepersiahn spitzte sich die Lage gegen h 19 Uhr etwas zu. Bei energischem Eingrei- P fen der Polizei beruhigte sich die Menge f! jedoch wieder. — In Bergedorf wurden De- ^ monstrationen ebenso wie in dem benach ö dorten Lohbrügge im Keime erstickt.
In Berlin ist es zu irgendwelchen An s, sammlungen nicht gekommen.
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?! Anschläge gegen Geschäftsleute und wohlhabende Geschäftsleute geplant
Torgau, 15. Dez. Große Waffen- und Munitionsfunde wurden bei einer von der Ortspolizei in Gemeinschaft mit der Wit tenberger Schutzpolizei und der Landjägerei behörde in Stadt und Kreis Torgau über raschend vorgenommenen Durchsuchungen ge
macht. Bei vielen verdächtigen Personen wurden Haussuchungen vorgenommen. Zahlreiche Pistolen, Hieb- und Stichwaffen sowie Munition konnte beschlagnahmt werden. Man nimmt an, daß sich noch weitere Per- onen im Besitz von Waffen befinden und daß mr die nächste Zeit Anschläge gegen Geschäftsleute und wohlhabende Bürger geplant waren. Wie TU. von zuständiger Stelle erfährt, handelt es sich bei den verdächtigen Personen um Angehörige der Kommunistischen Partei. Die polizeilichen Ermittelun gen werden noch fortgesetzt.
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Wilhelmshaven, 15. Dez. Vor dem jade städtischen Arbeitsamt kam es im Laufe des Dienstag zu kommunistischen Demonstra tionen. Die Teilnehmer, etwa 200 Personen, bestanden namentlich aus Erwerbslosen und Mitgliedern des kommunistischen Erwerbslosenausschusses. Durch Sprechchöre prote stierten sie gegen die Notverordnung und forderten zum Kampf gegen die Polizei auf, die versuchte, die Gruppen auseinanderzu treiben. Die Kommunisten erhielten aber aus den umliegenden Straßen ständig Zu zug und versuchten dann, auf Wilhelmsha- vener Gebiet zu entkommen. Sie konnten jedoch von einem Ueberfallkommando der Polizei zurückgedrängt werden. Ein Teilneh mer wurde festgenommen. Die Kommunisten wollten dann zum Rüstringer Rathaus mar schieren, wurden dort aber von zwei Ueber fallkommandos empfangen, die die Gruppen auflösten. Auch dort wurde eine Person fest genommen. Die Rüstringer Polizei hatte für diesen Auftakt der für Heiligen Abend ge planten kommunistischen Krawalle ein Ueberfallkommando aus Oldenburg angefor dert?
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Wie nicht anders zu erwarten war, treten in dem Prozeß gegen Reichsbanner, SAP. und gegen die überfallenen SA.-Leute auch jüdische Rechtsanwälte auf, deren geistige und rassische Einstellung wir für besonders geeignet halten, das Reichsbanner zu verteidigen. Mit dem jüdischen Rechtsanwalt Dr. Abraham, der gleichfalls für diesen Prozeß vorgesehen war, hat man sich scheinbar im letzten Augenblick überwarfen. Oder wnnte man nicht die verlangten 350 Mk. Vorschuß sofort aufbringen? Jedenfalls er- cheint Herr Dr. Abraham nicht und wir sind um eine besonders typische Erscheinung der jüdischen Rechtsanwaltschaft betrogen worden. Schade!
Um so mehr bemüht sich der jüdische Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld aus Berlin, den Schaden wieder gut zu machen. Noch hat er zwar nicht viel gesagt, aber was er sagt, hat einmal sofort den bisherigen sachlichen Verhandlungston gestört und zum anderen lassen seine Fragen deutlich erkennen, welch' üblen Verleumdungsfeldzug er gegen die SA. in seinem Plädoyer unternehmen will.
Der Jude Dr. Rosenfeld stellt sich nämlich die Sache so vor, daß Sturmbannführer Clausen nach der Totengedenkfeier — was weiß ein Jude von einer deutschen Totengedenkfeier — die ganze SA. zusammengerufen hat, um sie gegen das Volkshaus aufzuputschen und dann geschlossen mit ihnen nach dem Westen zu ziehen. Der Jude Rosenfeld nimmt selbstverständlich an, daß die SA. dann wie eine wilde Raubtierhorde über das arme Reichsbanner hergefallen sei und bei dieser furchtbaren Schlacht gräßliche Roheiten begangen habe.
Seine Fragen stellt er in so anzüglichem Ton, daß der Vorsitzende des Gerichts immer wieder eingreifen muß, um ihn in seine Schranken zurückzuweisen. Es ist außerordentlich bedauerlich. Laß es einem Juden überhaupt vor einem deutschen Gericht gestattet ist, in Fragen deutschen Rechtsempfindens hineinzureden, und wir verweisen in diesem Zusammenhang auf ein interessantes juristisch-medizinisches Urteil. Ein deutscher Arzt verwies eine Patientin an einen anderen Nervenarzt, weil er selbst nicht in der Lage sei, hier zu helfen. Als die Patientin einen jüdischen Professor vorschlug, riet er ihr, zu einem deutschen Arzt zu gehen, da nur ein solcher ihre seelische Erkrankung heilen könne. Hieraus entstand ein Rechtsstreit, der durch sämtliche Instanzen des ärztlichen Ehrengerichts ging und dahin entschieden wurde, daß in der Tat ein jüdischer Arzt nicht in der Lage sei, seelische Zustände eines deutschen Menschen richtig zu beurteilen.
Was auf dem Gebiete der Medizin gilt, trifft in gleichem Umfang auch auf juristische Fragen zu. Wir sprechen Herrn Dr. Rosenfeld die Fähigkeit ab, sich über die seelischen Zusammenhänge einer deutschen Bewegung, über deutsche Begriffe, wie Führertum, Gefolgschaft, Kameradschaft u. a. m. ein richtiges Urteil zu bilden, denn im jüdischen Volk, das selbstverständlich auch seine Prinzipien hat, werden diese Begriffe anders bewertet und gedeutet. Aus dieser rassischen Einstellung heraus muß der Jude Dr. Ro- senfeld zivangsläutia ru den gänzlich falschen
Boxstellungen über die SA. allgemein und im besonderen über die Vorgänge am 9. November kommen. Aus diesen Gründen be- streiten wir auch Herrn Dr. Rosenfeld das Recht, über die SA. ein Werturteil abzugeben und wir verbitten uns mit aller Entschiedenheit seine unsachlichen und unwahren Unterstellungen. Es geht dem Juden Dr. Rosenfeld nichts an, wie stark die SA. ist und welche Tätigkeit sie ausübt. Es ist eine glatte Mißachtung des größten Teiles des deutschen Volkes, wenn dxr Jude Dr. Rosenfeld den Kampf der deutschen Freiheitsbewegung dahin auslegt, daß sie sich in Niederschlagen von Reichsbannerleuten erschöpft. Aber wir wollen Herrn Dr. Rosenfeld das nicht besonders übelnehmen, denn er kann sich eben auf Grund seiner rassischen Einstellung ein irgendwie zutreffendes Urteil über die deutsche Freiheitsbewegung nicht bilden, und wir haben volles Verständnis für seine Aufgabe, die gestern bereits zu- gegebenen Roheitsakte des Reichsbanners vor Gericht zu entschuldigen und zu rechtfertigen. Ob es ihm gelingt, ist eine zweite Frage. —art.
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Dresden, 16. Dez. Obwohl das amtliche Gesamtergebnis zum Volksbegehren auf Auflösung des Sächsischen Landtages, dessen Laufzeit am Dienstag ablief, erst für Mittwoch vormittag angekündigt wird, ist mit dem Erfolg des von den Deutschnationalen, Nationalsozialisten und Kommunisten unterstützten Volksbegehrens auf alle Fälle zu rechnen. Die für ganz Sachsen erforderlichen rund 351 000 Eintragungen wurden allein schon vom Wahlkreis Chemnitz-Zwickau mit einer Gesamteintragungszahl von rund 368 000 Stimmberechtigten überschritten.
Einigung zwischen Kanton und Nanking
Moskau, 16. Dez. Nach einer russischen Meldung aus Schanghai haben dort am Dienstag Verhandlungen zwischen der Kanton- und der Nanking-Regierung über die Bildung einer neuen Zentralregierung begonnen. Das Mitglied der Kanton-Regierung Sunfo, der in Schanghai eingetroffen ist, erklärte, daß es gelingen müsse die Einheit der beiden Regierungen wieder herzustellen.
Schließung preußischer Staatstheater?
Berlin, 16. Dez. Berliner Blätter veröffentlichen eine Meldung des Sozialdemo- kratischen Pressedienstes über die neue preußische Notverordnung. Darnach sieht die Notverordnung u. a. vor, daß sämtliche preußische Staatstheater in Berlin (mit Ausnahme des Opernhauses und des Staatlichen Schauspielhauses), Wiesbaden und Kassel geschlossen werden sollen. Wie das „Berliner Tageblatt" auf Anfrage erfährt, ist amtlich über diese Angelegenheit noch nichts verlaut- bart. Der Oberbürgermeister von Kassel werde heute im Kultusministerium verhandeln.