Ausgabe 
(14.12.1931) Nr. 161
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Nanking, 13. Dez. Marschall Tschiang- kaischek teilt mit, daß er das zweite Ulti­matum, daß von dem japanischen Ober­kommando aus Mukden wegen der Räumung Kintschaus an ihn gerichtet wurde, abgelehnt habe. Er erklärte, daß er Kintschau nicht ohne Kampf räumen würde.

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-artMmtückes Organ Nr öremer Nationalsozialisten

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Auf Einladung von Hearst sollte Adolf Hitler in der Nacht vom Freitag zum Sams- ! tag eine Rede vor der amerikanischen Oef- r fentlichkeit halten, die mittels Fernsprecher c bis England und von da durch drahtlose Te- lephonie auf den amerikanischen Rundfunk mit sämtlichen Sendern der Vereinigten >: Staaten, Kanadas und Mexikos übertragen

werden sollte. Die Regierung Brüning hat i im letzten Augenblick die Wiedergabe dieser : Rede verhindert. Die anglo-amerikanische

? Presse hat trotzdem die beabsichtigt gewesene Rode ihren Lesern unterbreitet. Die Rede. deren Text vereinbarungsgemäß festgelegt : worden war und auf deutsch und englisch

i durchgegeben werden sollte, hat folgenden c> Wortlaut:

„Ich möchte zuerst Mister Hearst für die i mir gebotene Gelegenheit, durch die Hearst- i Presse und die Columbia-Rundfunkgesell- schaft dem amerikanischen Volk eine kurze vi Darstellung von Weg, Sinn und Zweck der w nationalsozialistischen Bewegung in Deutsch­st: land zu geben, meinen Dank aussprechen.

Die nationalsozialistische Bewegung ist heute die größte politische Partei Deutschlands.

Im Jahre 1919, wenige Monate nach Be- endigung des Weltkrieges, gründeten ein A paar Männer und ich einen kleinen politi- w sähen Verein, der zunächst nur 7 Köpfe um- 1 faßte. Unter uns befand sich kein promi- rs nenter Name, der im politischen Leben bis- i!. her irgendeine Rolle gespielt hätte.

) Ein Jahr später betrug die Mitglieder- t: zahl 64 Männer und Frauen. Wieder ein ^ Jahr später 3070, ein Jahr später 7000, !N 1923 erreichte die Partei rund 30 000 Mit­ist glieder.

s Nach einer kurzen Periode der Verfolgun- gen und Bedrückungen trat sie erneut unter , meiner Führung ins Leben und zählte schon L 1927 über 70 000 Mitglieder, 1930 aber 6,5 Millionen Wähler, und

heute ist sie unbestritten die größte Partei

.L Deutschlands mit einer Wählerschaft von 14 h: bis 15 Millionen.

Ein unerhörter Siegeszug, s, wie die deutsche politische Geschichte keinen m zweiten ähnlichen auszuweisen vermag! Die rk Gründe für diese enorme Entwicklung sind folgende:

: Im Jahre 1928 erlebte das deutsche Volk

> den schwersten und entsetzlichsten Zusam- menbrnch aller Zeiten. Alle bestehenden f politischen Parteien waren mehr oder we­niger für diese Katastrophe mit verant- wörtlich. Es schien mir notwendig, daß Ü' eine neue Partei aus den jungen Genc- jsi rationen gebildet würde, die sowohl dem

1 deutschen Volke als auch der Welt gcgen-

I! über mit nichts belastet sein konnte.

„Der Sieg des Kommunismus in Deutschland würde der Anfang einer Weltkatastrophe sein!"

? Im Augenblick der Gründung unserer Be- l-w wegung stand Deutschland zum erstenmal r. am Rande des Bolschewismus.

Seit diesem Tage verfolgt die Bewegung als oberstes Prinzip unter keinen Umstän­den eine Entwicklung zuzulassen, die ein so großes Volk wie das deutsche dem Bolsche­wismus und damit der kulturlosen Barba­rei ausliefern würde.

So wie heute, waren wir schon vor 12 Jahren überzeugt, daß der Sieg des Kom­munismus in Deutschland der Anfang ver allgemeinen Weltkatastrophe sein würde. Das politische, kulturelle und ökonomische Leben der zivilisierten Nationen ist mit­einander so verflochten, daß ein Stoß, ge­gen Deutschland gerichtet, sich unweigerlich sofort nach außen hin fortsetzen müßte. Alle Hoffnungen auf eine Genesung der Welt von den heutigen Leiden und Scha­den müßten in dem Moment begraben werden, in dem die rote Sowjetfahne von Moskau bis nach Hamburg und Heidelberg getragen würde. Die Folgen wären für die Welt nicht auszudenken.

Der Kampf gegen diese Gefahr ist ein un­geheurer und schwerer. Die durch einen un­vernünftigen Haß diktierte politische und wirtschaftliche Behandlung Deutschlands seit dem Diktat von Versailles hat es zuwege gebracht, bei uns über 6 Millionen erwachse­ne Kommunisten zu erzeugen, die sich selbst als Avantgarde der Weltrevolution von Moskau erklären. In Amerika ist der Kom­munismus noch verhältnismäßig unbedeu­tend. Würde Amerika heute im selben Pro­zentsatz zwölf Millionen Kommunisten zäh­len, mit den gleichen Tendenzen und den­selben Zielen, dann würde man die Not­wendigkeit unserer Bewegung, den Kampf gegen diese Weltpest mit äußerster Ent­schlossenheit aufzunehmen, verstehen.

„Der französische Imperialismus .st nach Moskau die größte Welt­gefahr"

Angesichts dieser ungeheuren Gefahr möch­te ich als deutscher Nationalsozialist hoffen, daß aus einem innersten Selbsterhaltungs­trieb heraus auch durch Amerika unserem Kampfe Sympathie entgegengebracht wird, indem man hilft, wenigstens einen Teil der Ursachen des Bolschewismus mit zu beseiti­gen. Ich glaube als Nationalsozialist, daß es nicht genügt, den Krieg nur auf den Schlachtfeldern zu liquidieren, sondern daß er auch aus dem täglichen Leben der Völker verschwinden muß. Die Verewigung des Kriegshasses durch den Vertrag von Ver­sailles führt zu einer Zersetzung der Soli­darität der Nationen und damit zur Welt- revolution.

Unsere Bewegung verkörpert die Jugend eines 70-Millionen-Volkes, dessen Bedeutung für die allgemeine Kul­tur der Welt allein durch Namen wie Al­brecht Dürer, Hans Holbein, Bach, Händel, Beethoven, Mozart, Schubert, Wagner, Kant, Goethe, Schiller, Schopenhauer usw. be­wiesen ist. Für was will man uns ver­antwortlich machen, um eine Behandlung zu rechtfertigen, die uns für immer zu einer Nation zweiter Klasse stempelt und unter Umständen morgen schon wieder französische

Neger als Besatzungstruppen zum Rhein bringen kann? Wenn die Welt eine solche Degradierung deckt, dann darf sie sich auch nicht Wundern, wenn am Ende einer solchen Entwicklung das Gespenst des Bolschewismus steht.

Ich kenne den Krieg. Meine Bewegung will den Frieden für Deutschland, den Frieden für Europa. Wir verstehen daher auch nicht, daß durch die Tyrannei der französischen Rüstungen in Europa und in der Welt keine Ruhe einkehren soll.

Der französische Militarismus bildet zusammen mit dem russischen Bolschewis­mus heute eine der größten Gefahren für die ruhige Entwicklung der Menschheit.

Meine Bewegung erkennt jede von Kauf­mann zu Kaufmann gemachte private

Der unverbesserliche „Sieger"

London, 13. Dez. Der Neuyorker Kor­respondent des „Daily Telegraph" hat Kenntnis von einer französischen Geheim- instruktion erhalten, die nach dem deutschen Brief an die BJZ an die französischen Bot­schafter im Auslande versandt wurde, und die ihnen genaue Anweisung gibt, wie sie ihre Verhandlungen über die Reparationen, die interalliierten Kriegsschulden und die kurzfristigen Kredite anlegen sollen.

Das Dokument ist in die Hände gewisser diplomatischer Kreise in Washington ge­langt. Es scheint, wie der Korrespondent versichert, durchaus authentisch zu sein, ob­wohl Paris vielleicht ein Dementi aussenden wird. Die Denkschrift befaßt sich mit folgen­den fünf hauptsächlichen Punkten.

1. Deutschland bleibt auf Grund seiner Verpflichtungen die es im Haag freiwillig und feierlich einging, an den Aoungplan gebun­den, der auch weiterhin die Reparationsver­pflichtungen des Reiches bestimmt, und zwar unbeschadet des eingegangenen Moratori­ums, das sich an die außerordentlichen Schritte anschloß, die vom Präsidenten Hoo- ver unter dem Druck der Umstände vorge­schlagen waren. Insbesondere muß die voll­ständige Trennung zwischen geschützten und ungeschützten Zahlungen aufrechterhalten bleiben, was selbst während des gegenwär-

Wie soeben im Reichsministerium bestimmt worden ist, soll der erste Wahlgang für die Präsidentschaftswahl schon am Sonntag, den 13. März, stattfinden und für den zweiten Wahlgang ist Sonntag, der 10. April, in Aussicht genommen.

Bekanntlich wünschen gewisse Kreise ein weiteres Verbleiben Hindenburgs im Amt. Man hatte gehofft, daß im Reichstag eine Zweidrittelmehrheit für eine Verlängerung der Amtsperiode Hindenburgs vorhanden sein würde, wie das s. Z. mit der Amts-

Schuldverpflichtung an. Das Recht aber, ein Volk aus politischen Gründen für unabseh­bare Zeiten mit Tributen zu belasten und dadurch zum Dauerbankrotteur zu machen, wird die nationalsozialistische Bewegung niemals anerkennen.

Meine Partei ist nicht eine Bewegung der Verzweiflung, sondern eine Bewegung der Hoffnung. Wir glauben, daß wir auf streng legalem Wege die Macht in Deutsch­land erobern werden. Unsere Parole wird dann heißen: Der Welt geben wir, was wir ihr gerechterweise schuldig sind, dem deut­schen Volke aber sichern wir, was es als souveränes Volk zum Leben braucht. Wir wollen nichts anderes als eine monroe doc- trin für alle deutschen Männer. Frauen und Kinder unter dem Motto: Deutschland den Deutschen!"

tigen Moratoriums beachtet worden sei. Dadurch, daß das Deutsche Reich selbst Zu­flucht zu den im Joungplan bezeichneten Maßnahmen genommen habe, um sich beim Ablauf des Hoovermoratoriums solche Vor­teile, wie sie durch die Umstände gerechtfer­tigt sein mögen, zu sichern, hat es die Ini­tiative ergriffen, die jede noch bestehende Unsicherheit über die Rechtsgültigkeit des Joungplanes zerstreuen muß.

2. Dadurch, daß die deutsche Regierung um eine Einberufung des beratenden Aus- schusses ersucht hat, betont sie die Tatsache, daß die im Aoungplan vorgesehenen Zah­lungserleichterungen nicht mehr der gea?n- wältigen Lage entsprechen. Die französische Regierung weist zwar darauf hin, daß Deutschland zum großen Teil selbst die Ver­antwortung für die finanziellen Schwierig­keiten trage, mit denen es heute kämpfe, aber sie sei zu dem Zugeständnis bereit, daß die wirtschaftliche Krise, deren Größe und Ernst alle Erwartungen übertreffen, gewisse Berichtigungen innerhalb des Rahmenwer­kes 8er Vereinbarung über die Schulden rechtfertige. Aber diese Berichtigung dürfe nur für die Zeit der wirtschaftlichen De­pression gelten. Eine andere Möglichkeit be­steht nicht, oder nur dann, wenn die Ver­einigten Staaten endgültig einer Herab­setzung der interalliierten Schulden zustim­men.

zeit Eberts der Fall war. Der Reichsprä­sident hat aber auf das Bestimmteste ein solches Ansinnen abgelehnt. Daher ist eine Ausschreibung der Wahlen nötig geworden.

Die Kandidatenfrage wird also schon sehr bald akut werden. Schon erdreistet sich die jüdische „B. Z. am Mittag", an Hindenburg den Wunsch heranzutragen, sich auch „in die- sem Kamps einer Front zur Verfügung zu stellen, deren Ziel die Rettung vor dem fas- zistischen Chaos ist."

Man kann also auf allerhand gefaßt seinl

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