Ausgabe 
(20.11.1931) Nr. 159
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Wie wir erfahren, ist in der Nähe des Volkshauses eine neue, aber stark be­schädigte SA.-Mütze gefunden worden, die in ihrem Innern die Zeichen W. D. trägt. Nach unseren Ermitelungen kann es sich nur um Deckers Mütze handeln. Aber wie kommt diese in die Nähe des Volkshauses?

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parteiamwrkes Organ der kremer Nationalsozialisten

Verlagsort Bremen. Herausgeber: Kurt Thiele Verlag: Bremer Die BNZ erscheint jeden Werktag u. kostet RM. 1,90 frei Haus, Anzeigenberechnung: hiesige die lOgesp. Nonp.-Zeüe Rm. 0,25, aus- Nationalsozialistische Zeitung, Kurt Thiele. Geschäftsstelle und durch die Post zuzügl. 36 Pfg. Bestellgeld. Der Bezugspreis ist im wärts Rm. 0,30, im Textteil die 4gespalt. Textzeile Rm. 0,80,'aus- Nedaktion: Papenstr. 15. Sprechstunden der Redaktion: Montag Voraus zahlbar. Bei Betriebsstörung, Streik, Verbot, Aussperrung wärts Rm. 1,—. Stellengesuche u. Familien-Anzeigen Rm.0,10. bis Freitag von 17 bis 19 Uhr. — Fernsprecher Domsheide 25878 usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Rückzahl. des Bezugspr. Kleine Anzeigen Rm. 0,15. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit^

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Nachdem die Verschleierung der unauf­hörlichen marxistischen Mordtaten an Na­tionalsozialisten infolge des von Tag zu Tag zunehmenden roten Mordterrors durch die jüdisch-marxistische Presse und ihre „bür­gerlichen" Nachbeter in der bisherigen Weise nicht mehr möglich ist und sich das Reichs­innenministerium selbst angesichts der ur­kundlich belegten nackten Tatsachen zu einem, wenn auch zunächst noch wirkungslosen. Ein­greifen gegen diese „Kulturschande für Deutschland" veranlaßt sieht, versuchen die parlamentarischen Wortführer des Marxis­mus nunmehr nach der Methode „Haltet den Dieb" durch dreistes Auftreten und un­bewiesene Behauptungen sich aus der Schlinge zu ziehen und die kommunistischen Mordbrüder zu entlasten.

Während die zuständigen Reichsstellen, offenbar in der richtigen Bewertung dieser marxistischen „Vorstellungen", keinerlei Mit­teilung über die Unterredung mit den Ver­tretern der sozialdemokratischen Reichstags­fraktion herausgeben, verbreitet die SPD. mit der ihr eigenen skrupelosen Unwahrhaf- tigkeit eine parteioffizielle Mitteilung, wo­nach es ihr gelungen sei, „an Hand umfang­reichen Materials den Nachweis zu führen" — — daß die marxistischen Mordbanditen unschuldige Lämmer und im übrigen nicht der Mörder, sondern der Ermordete schuldig sei. Daß die jüdische Presse eifrigst sekun diert und sich auf die Seite des Bolschewis mus und der marxistischen Mörder schlägt, ist selbstverständlich.

Aber diese Manöver sind zu durchsichtig, H als daß die bisher schamlos irregeführte

V Öffentlichkeit noch einmal auf sie hereinfal-

V len könnte. Wenn nach den Worten des Reichsinnenministers „Gerechtigkeit walten" soll, dann dürfen nicht Lügen und unbeweis­bare dreiste Behauptungen zum Maßstab der Wirklichkeit werden, sondern nur Tatsachen Die NSDAP hat dem Reichsinnenministe-

M" rium die ausschließlich auf eidesstattlichen E Erklärungen beruhenden Dokumente des ro rtz ten Mordterrors eingereicht, welche die Er- A klärungen der Marxisten und ihrer Presse K Lügen strafen. Diese beweiskräftigen Un Ä terlagen, die ein erschütterndes, aber klares lk Bild der Recht- und Schutzlosigkeit der in s der nationalsozialistischen Bewegung zusam M mengeschlossenen Millionen Deutscher geben. L enthalten u. a.:

' Die Totenliste der NSDAP, die fast 200 L Todesopfer des roten Mordterrors umfaßt.

Die unangreifbaren Belege dar über, daß allein im letztenBerichts > monat der Hilfskasse der NSDAP 266 Schwerverletzte und 14 Tote (zu den 11 angegebenen kamen in den letzten Tagen noch 3 hinzu) durch roten Blut ! terror gemeldet wurden, wobei zu deiner j ken ist, daß ein großer Teil der Meldun gen für diese Berichtzeit noch aussteht. Die Angaben der Verletzten und Zeugen sind eidesstattlich, durch die nachprüfenden Vor gesetzten ebenfalls eidesstattlich versichert und durch die Angaben und Atteste der Aerzte bestätigt.

Zur Illustration, in welch ungeheurem Maße der marxistische Mordterror gegen die Nationalsozialisten sich ständig gestei

gert hat, sei darauf hingewiesen, daß der Hilfskasse der NSDAP an Schadensfäl­len durch den roten Mordterror an Toten und Verletzten gemeldet wurden: Im

Jahre 1928 — 360, im Jahre 1929 — 880, im Jahre 1930 — 2501, und

seit dem 1. 1. 1931 bisher — 4618.

Die Angriffe, denen diese Nationalsozia­listen zum Opfer fielen, erfolgten ausnahms- os durch Kommunisten und Reichsbanner- eute. In der Regel wurden unsere Leute überfallen und bestialisch niedergemacht, wenn sie, von Versammlungen kommend, einzeln sich auf dem Nachhauseweg befan­den.

Diesen Tatsachen gegenüber wirken die marxistischen Entlastungsmanöver wie Hohn. Wo sind die urkundlichen Beweise, die sie

auch nur annähernd diesen zahllosen er­schütternden Dokumenten ihres Mordterros gegenüberzustellen haben? Die Fälschungen und Hetzberichte mit denen die marxistische Presse arbeitet, um den Nationalsozialisten „Bürgerkriegsvorbereitungen" anzuhängen und den roten Mördern Notwehrrechte zu­zubilligen, konnten ausnahmslos entlarvt werden und beweisen, daß die intellektuellen Urheber der Mordtaten hinter der jüdischen und marxistischen Presse stehen.

Es gibt kein dreistes Leugnen und Ver­schleiern mehr! Die Gräber unserer erschos­senen und erschlagenen Parteigenossen sind eine furchtbare Anklage! Die marxistische Blutschuld, die namenloses Leid und furcht­bares Elend in taufende deutscher Arbeiter­familien getragen hat, ist dokumentarisch er­wiesen und harrt ihrer Sühne.

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Deut'chlands Antrag auf Einberufung des BJZ. Ausschusses ergangen.

Berlin, 19. Nov. Der Antrag der deut­schen Reg'''- ng auf Einberufung des be­ratenden Sonderausschusses bei der BJZ. in Basel ist am Donnerstag nachmittag unmit­telbar nach Eintreffen dc, Nachricht aus Ba­ris über die dort erfolgte Genehmigung ab­gegangen. Der Antrag wird voraussichtlich am Freitag bei der BJZ. überreicht werden. Am gleichen Tage werden die beteiligten Mächte durch die deutschen Vertreter im Aus- lande über den deutschen Schritt unterrichtet werden.

Dem Brüning-Deutschland bleibt also keine andere Wahl als bittend vor die Pariser Tributvögte zu treten und sich ihrem Willen anzuvertrauen. Brüning hat den Schritt unternommen, den er sich selbst zuzuschreib l hat. Grundlage des Handels bleibt der Boungplan. In seinem Rahmen muß nun Deutschland nach französischem Diktat von der Tributbank seine Zahlungsfähigkeit vrü- fen lassen und den Willen der Gläubige,

den Frankreich bestimmt, entgegennehmen. Die Verhandlungen sind noch im Gange, sie werden nicht so rasch zu einer Lösung füh­ren. Das Ergebnis aber ist vorauszusehen. Reparationen wie Doungplan werden unan­getastet bleiben. Für Brüning gibt es nur zwei Möglichkeiten, seinen finanziellen Zu­sammenbrach zu vermeiden: Internationale Anleihe oder weitere Stundung. Wahr­scheinlich wird man ihn von beiden etwas geben unter gewissen wirtschaftlichen Pfän­dern und politischen Verpflichtungen. Da­rum, um diese Bedingungen geht das augen­blickliche Ringen!

Für Deu^ckiland ist keinerlei Besserung zu erwarten, solange ein auf die Sozialdemo- kratie angewiesenes System den Franzosen gegenübersteht! Man wird Brüning für Augenblicke sanieren, um ihn nicht zu ver­lieren, die Sklavenketten aber bleiben. Diese zu ivrengen, vermag nur eine unterm Ha­kenkreuz willensstark geeinte Nation.

London, 20. Nov. In Tokio verlautet, daß die Japaner beabsichtigen, auch die Stadt Funtschau, den letzten Stützpunkt in der Mandschurei, der noch in den Händen der Chinesen ist, zu besetzen. Der Mukdener Kor­respondent einer japanischen offiziösen Agen­tur teilt mit, daß in China große Vorbe­reitungen für einen Gegenangriff gegen die Japaner gemacht werden. In Tahuschan und Nyaoyang seien Panzerwagen bereitgestellt. In Peking und Mukden stehen Lokomotiven und Züge bereit, um die chinesischen Trup­pen befördern zu können. Das japanische Kriegsministerium teilt mit, daß chinesische Panzerwagen in die Eisenbahnzone bei Funtschau vorrücken.

London, 19. Nov. Londoner Bankiers ha­ben den dringenden Wunsch zum Ausdruck gebracht, daß auf Frankreich ein starker Druck ausgeübt werde, um es zu einer ent­

gegenkommenderen Haltung in der Frage der kurzfristigen Kredite zu bewegen. London lege größten Wert auf eine baldige Eini­gung über die kurzfristigen Kredite.

In einem Leitartikel! wendet sich „Finan­cial News" scharf gegen die vom „Temps" und anderen französischen Zeitungen vorge­brachten Beweisgründe für die französische Forderung, daß die Tribute den Vorrang vor den eingefrorenen Krediten haben müß­ten. Das Blatt lehnt die französische Be­hauptung ab, daß die englischen und ameri­kanischen Bankiers Deutschland über den tat­sächlichen Bedarf hinaus Geld zu hohen Zinssätzen geliehen und hierdurch zur Ver­schärfung der deutschen Krise beigetragen hätten. Hiermit widerlege der „Temps" keineswegs die Notwendigkeit, Deutschlands Kreditfähigkeit wiederherzustellen. England müsse darauf bestehen, daß die deutsche Schuldenfrage in ihrer Gesamtheit behandelt werde. Die Lösung dürfe sich nicht nur aus die wirtschaftliche Wiedererholung Deutsch­

lands erstrecken, sondern müsse alle Länder umfassen. Dies könne man aber nur er­reichen, wenn die Forderung des „Temps", daß jedes Land seine eigenen Interessen ver­teidigen solle, zugunsten einer klügeren und großzügigeren Politik abgelehnt werde.

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Madrid, 18. Nov. Das Eintreffen des Mannes, der durch den Pariser Finanzskan- dal berüchtigten Frau Hanau, Bloch, in Bar» celona, hat in politischen Kreisen großes Aufsehen erregt. Bloch versuchte, nach den letzten Meldungen, mehrere Mitglieder der catalonifchen Regierung für eine Offensive gegen die Pesete zu gewinnen, von deren Kurssturz er sich nachteilige Wirkungen sür die Bank von Frankreich erhoffte, die über große Pesetenbestände verfügen soll. Die Sache droht, da auch mehrere Abgeordnete der spanischen Nationalversammlung in die­se Angelegenheit verwickelt sein sollen, zu einem großen Skandal auszuarten. — Kaum Demokratie, da gehts schon los!

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Fünf pädagogische Akademien werden geschlossen

Berlin, 19. Nov. Da die allgemeine Fi­nanzlage ebenso wie die Notlage der Jung- lehrer zu Einschränkungsmaßnahmen auch auf dem Gebiete der Lehrerbildung zwingt, hat die preußische Staatsregierung, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, beschlossen, im Haushaltjahr 1932 die Zahl der pädagogischen Akademien von 15 auf 10 herabzusetzen. Demgemäß stellen die päda- gogischen Akdemien Stettin, Erfurt, Kott- bus, Kassel und Altona ihre Tätigkeit ein. Auch bei den aufrechterhaltenen Akademien in Elbing, Frankfurt a. Oder, Breslau, Beuchen, Halle, Kiel, Hannover, Dortmund, Bonn und Frankfurt a. M., finden im Jah­re 1932 Neuaufnahmen nicht statt. Diese Sparmaßnahmen sollen Idee und Form der neuen preußischen Lehrerbildung grundsätz­lich unberührt lassen.

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Der Mord an dem SA.-Mann Mertens aufgeklärt.

Neumünster, 19. Nov. Der Kommunist Weißig, der im Zusammenhang mit den blutigen Zusammenstößen am 11. November festgenommen war, hat in der vergangenen Nacht gestanden, den SA.-Mann Mertens erschossen zu haben.

17 Kommunisten bei Militärübnugen verhaftet

Esten, 19. Nov. Am Vormittag des Buß- und Bettages wurden, wie die Polizei mel­det, auf dem Hafengelände in Essen-Borbeck 17 Burschen bei der Abhaltung militärischer Uebungen beobachtet und festgenommen. Es handelt sich um Angehörige des kommuni­stischen Kampfbundes gegen den Faschismus. Das Gelände ist als Uebungsplatz kommuni­stischer Gruppen der Polizei bereits bekannt. Gegen alle Festgenommenen ist ein Verfah­ren eingeleitet. Sie sind wegen Vorberei­tung zum Hochverrat dem Richter vorgeführt worden.

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