Ausgabe 
(6.11.1931) Nr. 148
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Zz« unser« Leser!

Wir haben uns wieder einmal über Nacht entschließen müssen, um die Vorwärtsent- wicklung der Zeitung nicht aufzuhalten, zum Rotationsdruck überzugehen. In Zukunft kann die Zeitung pünktlich geliefert werden, und auch die in letzter Zeit sich häufenden Druckfehler werden rasch verschwinden. Aus diesem Grunde bitten wir den heutigen ver­kleinerten Umfang zu entschuldigen.

Verlag und Schriftleitung.

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Derlagsort Bremen. Herausgeber: Kurt Thiele. Verlag: Bremer Die BNZ erscheint jeden Werktag u. kostet RM. 1,90 frei Haus, Anzeigenberechnung: hiesige die lOgesp. Nonp.-Zeile Rm. 0,25, aus. Nationalsozialistische Zeitung, Kurt Thiele. Geschäftsstelle und durch die Post zuzügl. 36 Pfg. Bestellgeld. Der Bezugspreis ist im wärts Rm. 0,30, im Textteil die 3gespalt. Textzeile Rm. 1,—, aus« Redaktion: Papenstr. 15. Sprechstunden der Redaktion: Montag Voraus zahlbar. Bei Betriebsstörung, Streik, Verbot, Aussperrung wärts Rm. 1,25. Stellengesuche u. Familien-Anzeigen Rm. 0,10. bis Freitag von 17 bis 19 Uhr. — Fernsprecher Domsheide 25878 usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Rückzahl. des Bezugspr. Kleine Anzegien Rm. 0,15. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.

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„Not ist Weg zu Glück. Zersetzung und Auflösung bedeuten nicht Un­tergang sondern Aufgang und Um­bruch. Hinter dem Lärm des Ta­ges wirken in der Stille die starken Kräfte einer neuen Schöpfung."

Es kam der Kampf auf dem Bahnhof Lich­terfelde, Goebbels ging an der Spitze seiner blutenden Männer, es kam die schwere Ver­botszeit für Berlin, Jahre des Kampfes, Ar­beitsjahre. Immer noch spricht er Abend für

gandaarbeit einen Apparat, der uns, der die Bewegung groß und stark gemacht hat.

Heute in München an der Organisations­arbeit, morgen in Danzig bei großer hoch­politischer Rede, übermorgen wieder in Ber-

Diese Goebbels-Worte sind Worte der Re­volution, Joseph Goebbels ist Nationalsozia­list, Revolutionär!

AIs junger Student der Kunstgeschichte suchte er, mitgerissen, aufgefurcht von Krieg und Nachkriegsjahren nach dem Sämann, nach dem Verkünder des Glaubens an die Zukunft. Er fand den Führer, fand in ihm sein Volk, und da schössen aus ihm die Flam­men des Willens, er wollte Jünger, Soldat und Arbeiter sein. So wurde er Revolutio­när, so wurde er Künder.

Und er wuchs, wurde stärker, ein Riese an Energie und Kraft. Als dann der Grund­stein gelegt war, begann er den Bau.

Im Ruhrgebiet, von Elberfeld aus wagte er den Wahnsinn, aus dem Land von Kohle und Eisen ein deutsches Bollwerk in roter Insel, aus dem verhetzten Proletarier den deutschen Arbeiter zu formen. Klein und unscheinbar, in grauer, verwaschener Wind­jacke stand er da. Abend für Abend in engen rauchigen Stuben und baute Stein auf Stein. Dr. Goebbels, der Name machte dann bald die Augen der Kumpels aufleuchten. Tag für Tag trommelte, warb er. Aus Gegnern, aus Todfeinden wurden Jünger, die heute wie er damals als Kämpfer im Herzen des Landes von Schlegel und Eisen stehen.

Der Führer sah die Arbeit, erkannte den Willen, die Leistungen und gab Goebbels die schwerste Aufgabe, die unsere Bewegung zu vergeben hatte. Er gab ihm Berlin!

Berlin, die Millionenstadt. Die Stadt der Fremdstämmigen und Heimatlosen. Sammel­becken des Landes, der Mittelpunkt und der Kopf des roten Volksbetruges. Diese Stadt gab man ihm. Nur ihm konnte man sie geben!

^ Zuerst rührte sich scheinbar nichts. Goeb- ! bels suchte Mitkämpfer, fand sie. Und dann begann Schritt für Schritt, lang­sam und zäh das gigantische Werk. Nun lachten sie, die ihn nicht kannten, sie spotte­ten und höhnten. Und die Presse der Stadt sah nichts, schwieg alles to.t Dann war die Schlacht in den Pharus- sälen. Goebbels inmitten der tobenden,

: - heulenden Meute. Deutschlands beste SA zer- I brach die allgewaltige Mauer der siegge- ; wohnten roten Horden, und Goebbels sprach, sprach in überwältigen Worten vorn kommen- ! den Reich, vom einzigen Führer und von dem l unbekannten, dem treuen, brauen Soldaten, p Jetzt stand das Werk, der erster Terror ! war gebrochen, der Weg war frei zum Kampf ! gegen den Volksfeind. Aber nun heulte die !! Journaille auf, Lügen, Gemeinheit, Schmutz und Dreck prasselten auf den einen Mann, s auf den einen wirklich gefährlichen Gegner, > auf Goebbels,

Zwölf Jahre unerhörten Kampfes liegen hinter uns. Der Kampf für Ehre und Freiheit hat große, große Opfer gefordert.

Und Dank dieses Opfermutes ziehen wir heute als deutsche Freiheitsbewe­gung von unermeßlicher Kraft und unerschütterlicher Geschlossenheit ihres ge­meinsamen Wilelns in den Endkampf.

Parteigenossen, es heißt jetzt alle Kräfte anzuspannen, mit Riesenschritten gehen wir der Wende der Zeit entgegen! Wir tragen unsere blutgetränkten Fahnen von Sieg zu Sieg! Jeder einzelne muh jetzt mehr tun als seine Pflicht, jeder einzelne muß jetzt alles und nochmal alles für die Idee Adolf Hitlers einsetzen.

Wir leiten heute in Bremen den letzten Kampf ein! Bre­men muß unser werden!

Abend, jetzt sind die Säle größer, immer größer geworden.

Man schleift ihn von Prozeß zu Prozeß, er wird nicht müde, eine eigene Zeitung, der „Angriff", ist die Antwort und damit ist auch der Typ der nationalsozialistischen Zeitung geschaffen. Dann hetzte man seine Freunde, seine SA. gegen ihn. Ohne Erfolg. Heute ist das Wort „der Doktor" ein Begriff ge­worden, ein Symbol der Freude, der Liebe und auch der Treue.

Dann geiferte man, er glaube nicht mehr an den Führer, treulos habe er die Disziplin verraten. Zur Antwort gab er seinen „Mi­chael", jenes Buch eines deutschen Menschen, der sucht und sein Volk findet, sein Buch. Er schrieb darin sein Glaubensbekenntnis und den deutschen Schwur zur Treue dem Füh­rer.

Und hinter dem Lärm des Tages arbeitet und wirkt er unaufhörlich, Mensch ohne Ner­ven und Müdigkeit. Täglich gibt er den Leit­artikel für seinen „Angriff". Und unten in München baut er als Leiter aller Propa-

lin, dort morgens in der Tretmühle als Gauleiter, abends im Sportpalast, umbran- det von der Liebe seiner Kämpfer. Immer ist er derselbe geblieben. Wie wir ihn da­mals sahen in Essen vor wenigen Hörern, als er feurig und glühend von der heiligen deut­schen Zukunft sprach, genau so steht er heute im Sportpalast und schenkt 20 000 Menschen eine Predigt überPreußentum und National­sozialismus. Genau so wie damals im klei­nen Raum hallt jetzt seine wundervolle Stimme durch die endlose, hohe Halle.

Größer, einsamer, klarer und vollendeter wurde er. Sein Herz, sein tiefes dunkles Auge, sie sind gleich jung und frisch ge­blieben. —

Wir hier in Norddeutschland drücken dem Führer des deutschen Berlin in herzlicher Verbundenheit die Hand. Wir grüßen ihn und denken dabei in Achtung an sein Wort:

„Ein Leben im Dienst an der Arbeit und der Tod für die Gestaltung eines kommen­den Volkes: Das ist das Tröstlichste, was wir auf Erden sehen können." quen.

llel kiMimImeiM „Vollklkkliinl" meu! verboten

Berlin, 6. Nov. Der braunschweigische Minister Klagges hat, wie der „Vorwärts" aus Braunichweig berichtet, die "'zialdemo- kratische Zeitung „Volkssreund" auf sieben Tage und zwar vom 6. bis 12. November einschließlich verboten.

Hoffentlich lernen sie nun, sich anständig zu benehmen.

Der tägliche Sprengstoffdiebstahl Kassel, 5. Nov. Aus einer Steinkammer am Johannisberg-Steinbruch in Witzenhau- sen ist einem Sprengmeister der gesamte Sprengstoffvorrat gestohlen worden. Es soll sich um insgesamt 27,5 Kg. Sprengstoff han­deln. Bei dem Sprengstoff handelt es sich um einen Sicherheitssprengstoff, der nur mit Hilfe von Sprengkapseln zur Entzündung gebracht werden kann. Die Nachforschungen nach den Tätern haben noch zu keinem Er­gebnis geführt.

Um klilHiWpl enlMii!

Vor zwölf Jahren ein paar unbekannt« Männer, über ihnen die rote Fahn mit dem Weißen Feld und dem schwarzen Hakenkreuz und mit ihnen die große Idee und der eiser­ne Wille des NationaloJialismus.

Die göttliche Kraft und Reinheit der Idee zwang immer mehr Männer in ihren Bann, die entschlossen waren, sich selbst und alles, was sie hatten, in den Dienst ihrer Sache zu stellen, in den Dienst der Bewegung, die nur ein Ziel kennt: Deutschland!

Ein heroischer Kampf entbrannte. Die, die sich Deutschlands bemächtigt hatten, er­kannten, daß das lodernde Feuer des natio­nalsozialistischen Willens mit seinem Fun­kenregen in ganz Deutschland, in allen Schichten des deutschen Volkes, neue Flam­men entzündete. Da kamen: Fabrikarbeiter, Bauern, Kaufleute, daneben der Wissenschaft­ler, der Seemann und der Handwerker, alle beseelt von glühendstem Idealismus, alle einig bereit, für ihre große deutsche Sache, für das Schicksal ihres Volkes alles zu opfern.

AIs die Gegner ansetzen wollten zur Ver­nichtung, da standen sie schon vor dem Kern, der kommenden Einheit der deutschen Na­tion und sie zerbrachen an dem einen eher­nen Willen, der aus dem Nichts die Kraft schuf, die erst Hunderttausende und dann Miillonen deutscher Volksgenossen zusam­menschweißte zu einer neuen Volksgemein­schaft. Alles zerbricht an dem einheitlichen Willen, an der Geschlossenheit der neuen Volksgemeinschaft des nationalen Sozialis­mus; vorbei ist es mit der furchtbaren Zer­rissenheit unseres Volkes, der Traum von der deutschen Einigkeit wird Wirklichkeit.

Denken wir daran, welche ungeheuren Opfer schon vor dem Endkampf gebracht wurden, an die Mordtaten, an die Bluttaten politisch organisierten Verbrechertums. Ueber 200 Tote beklagen wir! Unzählige Verwun­dete und Verletzte zeugen von dem Blut­rausch entfesselten Untermenschentums. Presseverbote, Kerker, Uniformverbote, Ver­sammlungsverbote, roter Mord und Schrek- kensurteile!

Und in dieser Zeit baute Adolf Hitler die Bewegung auf zur stärksten Partei Deutsch­lands, unter dieser Not erschloß er dem deut­schen Volke neue Quellen der Kraft, eine neue Einheit von imponierender Stärke. Denken wir daran, während wir die Saat legten, floß das Blut unserer besten Kämpfer! Heute rüsten wir zur Ernte.

Die letzten Positionen müssen noch genom- men werden, dann können wir den neuen deutschen Staat aufbauen. Noch stehen deut- sche Volksgenossen zögernd abseits und kön­nen sich von dem schleichenden Gift und Irr­lehren ihrer gewissenlosen Führer nicht frei­machen und können die Wahrheit, die man ihnen Jahrzehnte lang vorenthielt und der- fälschte, nicht glauben. Wir rühren unsere Trommel vor dem letzten Kampf und taufende unserer Redner sprechen Abend für