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partemmMettes Organ öer Sremer Nationalsozialisten
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Unser der Sieg!
Adolf Hitler uver den Weg der ASDAHS
Die Pressestelle bei der Reichsleitung der NSDAP. teilt
mit:
Am 15. und l6. September 1931 fand in München tin'er dem Vorsitz Adolf Hitlers und in Anwesenheit fast aller namhaften Führer der nationalsozialistischen Bewegung eine Tagung der Gauleiter und ZA.-Führer des ganzen Reiches statt, die sich mit der politischen Lage befaßte und auf der die Richtlinien für den kommenden politischen Kampf festgelegt wurden. Reichsorganisationsleiter Gregor Straßer und der Chef des Stabes, Rohm, leiteten die Führerbesprechungen.
Auf der gemeinsamen Tagung zeichnete Adolf Hitler in mehrstündigem vortrag ein Bild der innen- und außenpolitischen Lage und bestimmte die Grundsätze, die für den politischen Rampf der NSDAP. in den nächsten Monaten maßgebend sein werden. In seinen von großen Perspektiven getragenen Ausführungen ging Adolf Hitler von einer vernichtenden Rritik der heutigen kegierungsführung im Reiche aus, die zerbrechen werde an der völligen Zerfahrenheit und Rneinheitlichkeit ihrer außenpolitischen, innerpolitischen und wirtschaftspolitischen Maßnahmen.
In allen grundlegenden Fragen sei die Nation heute vollständig auseinandergeklafft. Ein deutscher Staatsmann, -er Anspruch auf diesen Namen erhebe, müsse aus dem heutigen Parteiklüngel, der die einzige Nraftreserve des Systems sei, erst wieder einmal eine aktionrfähige Gemeinschaft schaffen, ehe er überhaupt davon reden könne, Politik zu machen. An dieser heute allein entscheidenden Aufgabe versage das heutige System vollständig, denn in Wirklichkeit geschähe nicht das Allergeringste, um dem Uebel an die Wurzel zu gehen. Man lasse die Ereignisse an sich herantreten und begnüge sich, gelegentlich Dinge, die im Trägheitsgesetz begründet seien, zu „Erfolgen" aufzubauschen. Dabei werde die unumgängliche Lösung der innerdeutschen Frage durch eine Politik sabotiert, deren höchste Weisheit in dem per
manenten versuch bestehe, die Sozialdemokratie, die Vorstufe des Bolschewismus, von dem schweren nationalsozialistischen Druck zu entlasten, statt den Marxismus seinem verdienten Schicksal zu überlassen.
Demgemäß zeichnete Hitler die klare Linie der nationalsozialistischen Zielsetzung, die von der nüchternen Wirklichkeit ausgehe und allein jener grundlegenden Rrise Herr werden könne, von deren Beseitigung der ganze Heilungsprozeß abhängt. Aus dieser nationalsozialistischen Grundeinstellung heraus entwickelte Adolf Hitler dann die innerpolitischen Tagesförderungen und legte die Marschroute des politischen Kampfes der nationalsozialistischen Bewegung für die nächste Zeit fest. Seine Feststellung, daß die Bewegung sich überall in unaufhaltsam aufsteigender Welle befinde, daß der Geist, der sie beherrsche, bewundernswert, daß die Autorität, die innere Parteidisziplin und das vertrauen zur Führung fester denn je seien, fanden die einmütige Zustimmung der ganzen Führerschaft.
Auch in den anschließenden Sondertagungen der Gauleiter und SA.-Führer, die sich mit den unmittelbar aktuellen politischen Fragen beschäftigten, fand die zielbewußte sachliche Arbeit und innere Geschlossenheit der Führung ihren Ausdruck. Die Berichte über den Stand der Organisation und die Entwicklung der Mitgliederbewegung ließen in eindrucksvoller weise erkennen, daß es der Partei nicht nur in weitestem Maße gelungen ist, einen außerordentlich starken Prozentsatz nationalsozialistischer Wähler in die Parteiorganisation selbst fest einzugliedern und als Kämpfer der Bewegung zuzuführen, sondern daß auch die Resonanz in den bisher noch abseits stehenden Volkskreisen sowohl in der Stadt, wie vor allem auch auf dem flachen Lande trotz übelster Terror- und Abschreckungsversuche weiter sehr starke Fortschritte macht. Die Reichsführertagung schloß in dem vollen Bewußtsein absoluter Zuversicht für den bevorstehenden politischen Winterkampf.
Frettttom DreHsrhetve an Ser (Arvett
Genügen Curtius' Mißerfolge den Dingeldehern noch nicht?
Berlin, 17. Sept. Die Frage „Geht Curtius oder bleibt er?" gehört heute zum politischen guten Ton. Die Presse der Reichshauptstadt beschäftigt sich wieder einmal eingehend damit, da der Rücktritt Curtius'l angeblich infolge des Besuches des Führers der Deutschen Volkspartei beim Kanzler nicht mehr akut sein soll. Das ganze Geschwätz um den anerkannt unglücklichen Außenminister ist schon nachgerade derart abgedroschen, daß eine weitere ernsthafte Erörterung die innere Hohlheit der gegenwärtigen offiziellen Politik nur noch mehr dokumentiert. Der programmatische Eiertanz der Volkspartsi ist ja schließlich nichts neues mehr. Es ist müßig und zwecklos, auf deren Entschließungen gegen den Minister oder gegen irgendetwas anderes überhaupt noch einzugehen.
Warum sollte Curtius gehen? Es ist doch vorn s Standpunkt der Volkspartei aus ein glatter Selbstbetrug, den augenblicklichen Vertreter der Außenpolitik für das Genfer Fiasko allein verantwortlich zu machen. Und wer möchte glauben, daß irgend ein anderer volks- Parteilicher oder ähnlich eingestellter Außenminister
mehr Erfolge oder besser gesagt weniger Mißerfolge aus Genf mit nach Hause gebracht hätte?
Der ganze Rummel um Curtius in der Presse und der Volkspartei ist aber nichts anderes als ein plumpes Manöver, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Unterdes hat sich Brüning auf der gestrigen Besprechung mit Dr. Dingeldey längst wieder „geeinigt".
Die bürgerlichen Parteien können ja auch gar nicht irgend eine Aenderung und Besserung schaffen. Das ganze Kabinett aber wird und muß eines Tages verschwinden, nicht dem Parteihandel, sondern dem Ansturm des Volkes weichend.
Grand, statt SNussottnL
Paris, 17. Sept. Der römische Korrespondent des „Temps" meldet, Mussolini würde sich wegen des Gegenbesuchs der italienischen Minister in Berlin in den nächsten Tagen mit der deutschen Regierung in Verbindung setzen. Mussolini habe zwar die Einladung Brünings, nach Berlin zu kommen, angenommen, ohne den Zeitpunkt festzulegen; aber in der nächsten Zeit werde es ihm nicht möglich sein, nach Berlin zu kommen. Dafür werde aber der Außenminister Grandi Anfang Oktober, also einige Tage nach Laval und Bri- and, in Berlin eintreffen und zugleich im Namen des Duce den deutschen Ministerbesuch in Rom erwidern.
Der „Angriff" auf etne Woeye verdaten
Berlin, 17. Sept. Der Polizeipräsident hat den „Angriff" mit sofortiger Wirkung bis zum 24. September verboten. Maßgebend für das verbot war die Tatsache, daß in der Mittwoch-Ausgabe des „Angriff" eine Zeichnung enthalten war, in der unter der Ueberschrift: „Der „Hieb" ist die beste Parade" einer einen Iuden darstellenden Gestalt ins Gesicht geschlagen wird. Da diese Zeichnung, so teilt der Polizeipräsident mit, eine offenbare Aufforderung zu Gewalttätigkeiten enthält, mußte das verbot für die erwähnte Dauer erfolgen.
Curtius und die SNinderyeiten
„Unser" Reichsaußenminister, der hoffentlich bald ein a. v. an seinen Titel hängen kann, ist außerordentlich eifrig bemüht, das bißchen guten Eindruck, das nach der Zollunion- Blamage die Abrüstungsrede in den bürgerlichen Kreisen er- weckke, wieder zu vernichten. Nach den Frühstücksworten, in denen er versprach, dem großen Aristide Briand nicht von seinem Gängelband zu entlaufen, kam am Mittwoch die Erklärung zur Minderheitenfrage im Europa-Ausschuß. Turtius erklärte kurz gesagt, daß der Völkerbund in der Minderheitenfrage hingebend und erfolgreich gearbeitet habe. Das merkt man ohne weiteres an dem riesigen Anschwellen der Beschwerden von Minderheiten von 57 im Iahre 1930 auf 204. Die Minderheiten scheinen demnach mit der Arbeit des Völkerbundes auch sehr zufrieden zu sein! 66 Komitees haben sich mit den Beschwerden befaßt, man denke, welche Arbeit! und haben 57 als annehmbar erklärt. Ls hatte also noch nicht einmal jedes Komitee eine Beschwerde zu verhandeln. Die anderen 147 sind überhaupt nicht zugelassen worden, weil sie die ewig vielen Vorschriften in den ewigen Instanzen nicht einwandfrei erfüllt hatten. Als wenn eine gequälte Minderheit im Aufschrei über ihre Unterdrückung an nichts anderes dächte, als an Formalitäten und Vorschriften. Wieviel von den 57 zugelassenen Beschwerden aber immer wieder und wieder vertagt sind, und wieviel davon im Sinne der Unterdrückten entschieden sind, das verschweigt der Herr Außenminister liebenswürdigerweise. Denn an ihrer Zahl, die sicherlich an den Fingern einer Hand abzuzählen ist, würde man die wahre Arbeit der 66 Komitees erkennen.
Turtius ganze Rede würde in Minderhenenkreisen einen üblichen Eindruck machen, wenn sie von einem Franzosen, einem Griechen oder sonst einem Anhänger der Theorie von der Aufsaugung nationaler Minderheiten — was wir Nationalsozialisten schon aus rein rassischen, viel weniger aus volklich-nationalen Gründen nie sein können - gesprochen worden wäre. Doch der deutsche Vertreter hat die Worte gesprochen, der Vertreter des Landes, des Volkes, dem die meisten und wichtigsten Volksgruppen in Europa angehören. Der Vertreter des Volkes, der deshalb das Sprachrohr und die einzige Hoffnung aller derer Minderheiten ist, die kein Muttervolk haben, das für sie sprechen kann. Sechzig Millionen Menschen leben heute in Europa in Volksgruppen in fremden Staaten, die meisten werden gegen Menschenrecht und Verträge von ihren Staatsvölkern unterdrückt und geknechtet. In ihrer Ohnmacht und Verzweiflung sind sie allein auf jene traurige Einrichtung des Völkerbundes angewiesen und rufen immer wieder das Forum dieses Mächtigen an. Die sehr seltenen Erfolge haben ihren Mut noch nicht versinken lassen. Doch jetzt ist das Unglaubliche geschehen, der Staat, den sie alle als ihren Anwalt betrachteten, der für die meisten von ihnen ein Staat von Volksgenossen ist, hat sie schmählich ver- l raten, ist ihnen in geradezu beschämender Weise in den Kücken gefallen. Anstatt vor Gott und Gerechtigkeit anzuklagen und das Recht der Unterdrückten zu fordern — stellt sich > sein Vertreter vor die ehrenwerte Versammlung, und erklärt, daß die Minderheitenfrage in Ordnung sei. Und dieser Vertreter ist Herr Turtius, der Totengräber der Zollunion.
__ ___ w. pk.
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