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Kritik spricht Donnerstag in «reinen
k Der Gautag der Nationalsozialisten Thüringens »am Sonntag, der im Zeichen der Anwesenheit unseres z Führers Adolf Hitler und des ehemaligen thüringischen s Ministers Dr. Frick stand, war mehr als ein Jahres- Appell und Rückblick auf die 12-monatige Arbeit eines sGaues, dieser Tag von Gera war eine überwältigende ^Bestätigung und ein lebendiger Beweis der Zielsicher- sheit und des Erfolges nationalsozialistischer Regie- örungspolitik in Thüringen, der sich darüber hinaus zu seinem Symbol nationalsozialistischen Siegglaubens gestaltete, wie man ihn noch selten erlebte. Mit Recht A konnte der 'Gauleiter Sauckel den großen Erfolg dieses A Tages zusammenfassen in der Feststellung, daß dir «Saat, die unser Dr. Frick als erster deutscher Minister H gesät hat, tausendfältig aufgegangen ist. Die Leute, die 8 Dr. Frick stützten solange sie davon parteipolitisch profi- R tieren zu können glaubten und die ihn im Bunde mit ^ den Marxisten und Kommunisten stürzten als sie sich - getäuscht sahen, haben sich gründlich verrechnet. Der ir Schuß ist nach hinten los gegangen!
Seit Frick's Abgang ist die Bewegung in Thürin- gen, ebenso wie während seiner Ministertätigkeit, un- H geheuer gewachsen. Wenn unter dem Eindruck eben >d dieser Entwicklung die bürgerlichen Parteien heute ritz neut ihre Fühler nach ihm ausstrecken, so mögen sie »»die Worte Dr. Frick's in Gera als Antwort nehmen: 'tz Sie sollen sich ihr „Kehre zurück, es ist alles verziehen" sparen. 'Unsere Voraussetzung dafür ist heute die, daß A der Wille des Volkes in Thüringen vorher in einer 7! Neuwahl seinen Niederschlag gefunden hat. Der un- P beschreibliche Jubel, der unseren Führer Adolf Hitler in H Gera umbrandete, hat es allen Teilnehmern dieses H Tages zur Gewißheit werden lassen, daß ein erneuter h Appell an das Volk den Beweis erbringen wird, daß tl uns beute nicht nur „das grüne Herz Deutschlands" -I gehörr, sondern daß der nationalsozialistische Gedanke u darüber hinaus seinen unaufhaltsamen Siegeszug über u ganz Deutschland angetreten hat.
Wenn heute noch jemand fragt, worin das Geil heimnis der magnetischen Anziehungskraft dieser Be-
0 wegung liegt, dann hätte er die Antwort darauf am 5 Sonntag schon an den blitzenden Augen der Zehntau- 'i! sende von Braunhemden ablesen können, die a ihrem r obersten Führer auf dem Marktplatz in Gera vorbei-
1 marschierten^ als seien sie die fleischgewordene Verkör- ö perung jenes unwiderstehlichen nationalsozialistischen S Willens, den Dr. Frick am Schluß seiner Kongreß- - Rede nach einer vernichtenden Abrechnung mit der ^ Aera Brüning in die Worte zusammenfaßte: „Und t wenn die Wlelt voll Teufel wär, das Reich muß uns I doch werden."
Was allen Teilnehmern in den Straßen und auf j? den Plätzen dieser thüringischen Industrie-Stadt am t Sonntag zum unauslöschbaren Erlebnis wurde, dem l hat dann Adolf Hitler, nachdem er sich im blumen- i überladenen Wagen von der gewaltigen Kundgebung r am Roßplatz zum Saale der Heinrichsbrücke den Weg durch die begeisterte Menge gebahnt hatte, in seiner ein- zigartigen Rede im Kongreßsaal Ausdruck und Formu- f lierung gegeben. Niemand der in diesem Saale an- F wesend war, vermochte sich der zwingenden Logik seiner s Gedanken zu entziehen und der inneren Kraft wider- s stehen, mit der unser Führer hier unter dem Eindruck >: des soeben Erlebten an die Herzen der deutschen Men- H schen rührte. Hier wurde es jedem kristallklar, was die ff imponierende, man mochte sagen wunderbare Einheit
und Geschlossenheit der Bewegung für das ganze nationalsozialistische Werk bedeutet:
„Der Autoritätsgedanke ist das stählernde Fundament, aus dem die Bewegung geschaffen wurde und auf dem die Bjewegung richt. Ich bin so anmaßend, festzustellen, was geschehen soll. Hier steht ein Wille und ein Gesetz, aber nicht von einem Änzelnen, sondern von jedem als Prinzip vertreten. In großen Kraftanstrengungen gehört ein großer idealistischer Glauben. Wer dem deutschen Menschen diesen großen Glauben gibt, der hat ihn immun gemacht gegen Not und Materialismus.
Seid unter Euch einigt Laßt den kleinlichen unfruchtbaren Streit über jedes Problem, das Ihr doch nicht am Schreibtisch löst, sondern das einmal zu gegebener Stunde ganz wo anders gelöst werden wird. Das Schicksal gab uns 12 Jahre zum Arbeiten und wir können ihm dafür dankbar sein. Wenn wir den tieferen Sinn begreifen, dann scheint das Schicksal uns dazu bestimmt zu haben unser Ziel zu erreichen; denn der Herr hätte uns nicht diese 12 Jahre geschenkt, wenn er uns nicht zum Sieg bestimmt hätte. W5r werden auch im 12. Jahre unseres Kampfes nicht das begehen, was Deutschland nach 4 Jahren unerhörter Leistung um den Sieg brachte. Lieber 12 Jahre kämpfen, die mit einem Tag des Sieges enden, als 100 Jahre feiger Unterwerfung nach außen. Wir sehen heute den Sieg bereits vor uns. Es liegt nur an uns, daß er uns nicht mehr entrissen wird."
DeulsiMtsmSS WetzrSVsMkeLI
Berlin, 8. September. Keichsaußenminister Dr. Lurtius hat in Genf an den Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Eric vrumond, folgendes Schreiben gerichtet:
Die in Ihrem Schreiben vom 13. Iuni d. I. erbetenen Angaben über den deutschen Rüstungsstand beehre ich mich in der Anlage in dreifacher Ausfertigung zu übersenden.
Die beiliegenden Tabellen lassen erkennen, wie gering die Rüstungen Deutschlands im vergleich zu denen anderer an Gebiet und Vevälkerungszahl ihm entsprechender Staaten sind; teilweise bleiben sie sogar hinter dem durch die Rü- stungsbestimmungen des versailler Vertrages festgelegten Stand zurück. So besitzt z. B. die deutsche Marine gegenwärtig nur vier in Dienst stehende Linienschiffe, während sie aus Grund des Artikels l8l des versailler Vertrages und des Schreibens der interalliierten Marine-Rontrollkommission vom 26. März 1920 sechs Linienschiffe im Dienst und zwei Linienschiffe in Reserve, also den doppelten Stand zu haben berechtigt ist.
Das kümmerliche Ergebnis
Berlin, 8. September. Der deutschen Rote sind die vom Abrüstungsausschuß ausgearbeiteten Uebersichten über die Rüstungsziffern, die reichlich eigenartig aussehen, da fast sämtliche Uebersichten die Eintragung „keine" enthalten, beigefügt. In den Uebersichten wird lediglich angegeben, daß die Reichswehr l00 500 Mann und 4500 Offiziere, die deutsche Flotte 15 000 Mann und 1500 Offiziere umfasse und daß die deutsche Flotte eine Gesamttonnage von 125 780 Tonnen besitze, von denen die vier fertigen Linienschiffe 2Z -26 Iahre alt seien. Die Uebersichten über die militärisch organisierten verbände, die Luftstreitkräfte sind immer wieder mit dem Wort „keine" ausgefüllt.
Wege
deutscher Austen HSoNN»
von Alfred Rosenberg (Schluß.)
Frankreich war bei unseren Demokraten und Marxisten schon von vornherein das Ideal. Aus diesem Gründe mußte auch eine Bethmann-Hollwegsche Politik ebenso scheitern, wie die eines Herrn Strese- mann. Derselbe Herr Stresemann, der am 10. August l923 in der Reichstagsrede erklärte, Frankreich sei von einem sadistischen Haß Deutschland gegenüber getrieben, bekam es fertig, wenige Monate später der Ver- künder der Verständigungspolitik zu sein.
Die Aufgabe einer deutschen Außenpolitik wäre nach unserer Ansicht genau das Gegenteil dessen gewesen, was Stresemann und seine Freunde durchgeführt haben.
Das Endziel Galliens.
Wenn man versucht, sich in die Lage Frankreichs nach dem Kriege hineinzuversetzen, so brauchte Frankreich eine Zeitlang Ruhe, um den Bissen zu verdauen, den es verschlungen - wie eine Riefenschlange, die ein Kalb verzehrt hat —. Frankreich brauchte Ruhe, um seine Rüstungen an der deutschen Grenze von der Nordsee bis zu den Alpen neu zu gestalten, Geld, um seine Nordprovinzen neu aufzubauen, Stärke und Ruhe. um seine neuen Verbündeten auf die Beine zu stellen und auszurüsten; denn man darf sich keinen Augenblick darüber täuschen, daß Frankreichs Politik nach 1918'nicht aufgehört hat, das Jahrhunderte alte Gelüst nach dem Rhein fortzusetzen.
O nein! Frankreichs Sehnsucht geht nicht nur bis zum Rhein, sondern auf Deutschlands Vernichtung aus. Deutschland als Staat soll ausgelöscht werden in Europa!
Zu diesem Zwecke sind alle Mittel recht. Die Mittel der Politik, der militärischen Macht und der Finanz. Auf allen diesen Gebieten beweist die französische Außenpolitik eine ungeheure Behendigkeit und ein ungeheures Geschick?
Hier handelt es sich um die nüchterne Tatsache, daß Frankreich nach Beendigung des einen Krieges sofort einen neuen 'Krieg begonnen hat, nur mit anderen Mitteln.-
Und Deutschland zahlt und zahlt und zahlt weiter nichts als die französische Aufrüstung und die französischen Leistungswerke im Osten, und darüber hinaus zahlt Deutschland die französische Flotte, und Deutschland baut französische Häfen als Reparationsleistungen aus und rüstet seinen Todfeind!
Diese Tatsache hat Hitler seit zwölf Jahren verkündet. Er hat erklärt — und die ganze nationalsozialistische Bewegung hat diese Einstellung unbeirrt weiter gewahrt — daß eine Verständigung nicht vor sich gehen kann, soweit man unter Verständigung die Gleichberechtigung zweier Völker versteht. Zu solchem Verständnis zeigt sich aber Frankreich nie und nimmer bereit.
Wir können von uns aus nicht sagen, daß wir einen Revanchekrieg gegen Frankreich vorbereiten. Das kann man auch von unserer Presse nicht sagen; in, Gegenteil, wir haben sogar erklärt, daß, wenn Frankreich etwas Vernünftiges getan hätte, dann hätte es Deutschland im Osten nicht abgeriegelt, sondern es