Ausgabe 
(3.9.1931) Nr. 93
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Laval und Erlaub »ornrnen naM «erttn

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„Sanierung" Sei Karstadt

Weser-Zeitung Hetzt

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parkeiamtlicties Organ öer Kremer Nationalsozialisten

Verlagsort Bremen Herausgeber: Kurt Thiele Nerlag: Bremer Nationalsozialistische Zeitung, Kurt Thiele. Geschäftsstelle und Re­daktion: Bahnhosstrahe 26. Sprechstunden der Redaktion: Montag bis Freitag von 17 bis tS Uhr. — Fernsprecher Domsheide 25878

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svooov ttverstHritten?

Die Hausa-Vank als GGeingründung

Nach einer Meldung der Reichsleitung der N. S- <D. A- K hat die Zahl der Mitglieder 600000 bereits überschritten — trotz tzatz, Derror und Verbot.

AksLLemrsrerrLerei rn CHtte

Neuhork, 2. September. Wie aus Valparaiso (Chi­le) gemeldet wird, haben gestern die Mannschaften er im Winterhafen Caquimbo liegenden Kriegsschiffe wegen der von der Regierung angekündigten Soldkür­zung gemeutert: sie haben ihre Offiziere gefangen ge­setzt und gezwungen, ein Protestschreiben ultimativer, Charakters an die Legierung zu unterzeichnen. Hier­auf wurden die Offiziere wieder freigelassen.

ItzsMegMTM AUleüENets'sters

London, 3. September. Die Lage in Chile ge­staltet sich Von Stunde zu Stunde ernster. Es wird erwartet, daß der Belagerungszustand über das ganze Land verhängt wird. Der stellvertretende Präsident Manuel Tucco sowie dLe gesamte Regierung haben ihren Rücktritt erklärt. Die Matrosen sind nunmehr zu offener Meuterei übergegangen. Sie befinden sich im Besitz des größte-n Teils der Flotte, insbesondere auch im Besitz des größten südamerikanischen Schlacht­schiffes „Almirante Lattorrie". Die Meuterer sind an­scheinend von bolschewistischen Ideen beeinflußt, ihre Forderungen lauten auf Beibehaltung der alten Löh­nung, Bestrafung des früheren Präsidenten Jbanez so­wie seiner Freunde, Sondersteuern für die wohlhaben­den Bürger und Aufteilung der großen Glanzgüter. Die Luftstreitkräfte der Armee halten anscheinend noch zur Regierung. Da die Arbeiter sich mit den Forderun­

gen -er Matrosen einverstanden erklärt haben, erwar­tet man die Ausrufung djlrs Generalstreiks. Es er­scheint fraglich., ob die Regierung den offenen Kampf aufnehmen kann, da die Marine weitaus stärker ist und eine Blockade über alle Häfen durchsetzen kann.

LSBKerLsrMetlen rn Genf

Wie wir seit Monaten vorausgesagt haben, ist der so ungeschickt inszenierte Zollunionsplan programmäßig in Genf geplatzt, noch ehe das haager Schiedsgerichtsurteil vorlag. Eine Regierung der konsequenten Erfüllungspolitik kann nicht von heute auf morgen einen aktiven Schritt in der Außenpolitik unternehmen, zumal dann nicht, wenn man sich nicht rechtzeitig um Bundesgenossen bemüht, wir emp­finden es jedoch als unwürdig und lächerlich, wenn man jetzt in Genf nach einer „Formel" sucht, die den Umfall von Eurtius und Schober verschleiern soll. Das deutsche Volk ist es satt, mit diplomatischen Frühstücken und amtlichen Kommu­niques abgespeist zu werden, hinter denen allein der zähe Wille unserer Gegner und die Unfähigkeit unserer Vertreter verborgen ist.

Wie sehr wir im übrigen von der französischen Politik abhängig geworden sind, beweist die Tatsache, daß bei den Beratungen zwischen Schober und Eurtius nur der bekannte Deutschenhasser Francois poncer zugegen war, der eine „Einigung" nunmehr herbeigeführt hat.

Die französische Regierung hat am Mittwoch abend durch den Botschafter Francois Poncet dem Reichs­außenminister mitteilen lassen, daß der Besuch des Mi­nisterpräsidenten Läval und des Außenministers Briand in Berlin am 26. und 27. September stattfinden wird.

ZUe „ASefer-ZeUung hetzt

Unverantwortliche demagogische Unterstellungen

Die Weserzeitung, die sich in letzter Zeit unter der Maske besonderer Sachlichkeit als Zchlitzerin der zahlreichen Uor- ruptionrsälle in Bremen erwiesen und noch in den letzten Tagen einen plumpen versuch gemacht hat, die Verantwortlich­keit für alle diese Vorgänge zu verschieben, dieses traurige Blatt bringt plötzlich den ebenso traurigen Mut auf, in hinterhältigster Weise über die RSDAP. herzufallen.

In der ihr eigenen Tonart nimmt sie zu dem Aus­scheiden von Dr. Franzen und Landtagsabg. Groh Stellung, bringt diese beiden mit Stennes in Verbindung und ergeht sich dann in Angriffen gegen die Reichsleitung, für die ihr jede geprüfte Unterlage fehlt. Schließlich kommt sie zu einer Schlußfolgerung, die die völlige verständnislofigkeit dieser Leute für die nationalsozialistische Bewegung beweist. Sie verweist darauf, daß Einzelgänger der RSDAP. zur KPD. übergetreten wären und somit also auch die übrige Masse folgen könnte.

Ist die Weserzeitung so unwissend oder so verlogen, daß es ihr nicht bekannt sein sollte, daß es bislang allein der RSDAP. gelang, in immer stärkerem Maße kommunistisch verhetzten Arbeitern einen neuen deutschen Staatsbegriff zu geben, sie wieder in ein Gemeinwesen einzufügen, dessen pflichten und Ordnung sie anerkennen und daß darum auch allein nur von der RSDAP. Einzelgänger zurückwechsein können? will etwa die Volkspartei behaupten, daß es ihr seit ihrem Bestehen gelungen ist, einen einzigen deutschen Ar­beiter aus der marxistischen Verhetzung auf den Boden der Nation zurückzuführen. Aus ihren Kreisen tzann darum keiner zur KPD. übertreten. Das weiß die Weserzeitung, und darum können wir mit Recht ihre Auslassungen und

Schlußfolgerungen als üble demagogische Verhetzung bezeichnen.

Zu dem in großer Aufmachung gebrachten Brief des Landtagsabgeordneten Groh unterschlägt die Weserzeitung ihren Lesern und das sollte ihr bereits aus dem Text des Briefes klar geworden sein daß es sich hier um eine per­sönliche Verstimmung handelt, die eine sachliche Beurteilung der tatsächlichen Vorgänge nicht zuließ. Wir stellen nur richtig, daß eine schriftliche Auseinandersetzung zwischen Herrn Groh und der Reichsleitung nicht stattgefunden hat, also von einer Wandelbarkeit und Unentschiedenheit der Reichs­leitung nicht die Rede sein kann. Bei der Berufung auf das angebliche Vertrauensvotum der SPD. im braunschweigischen Landtag, das Gauleiter Rüst veranlaßt haben soll, einen neuen nationalsozialistischen Minister zu stellen, weiß heute jeder Sextaner, daß hier nur eine Verspottung der SPD. in öffentlicher Versammlung vorliegen kann. Allein die Weserzeitung nimmt diese Auslassung ernst, um gegen die RSDAP. hetzen zu können.

Im übrigen haben wir unseren gestrigen Auslassungen nichts hinzuzufügen und stellen nur noch einmal mit Be­dauern fest, daß wir in Dr. Franzen auf Grund eines sach­lichen Konfliktes, der nichts mit den albernen Angriffen der Weserzeitung zu tun hat, einen ehrlichen Kämpfer ver- ! loren haben. Daß der Schritt des Gauleiters Rüst, den Landtagsabgeordneten Groh zu maßregeln, berechtigt war, beweist sein nachträgliches Verhalten in aller Geffentlichkeit.

Der Weg des Rationalsozialismus ist nicht an Einzel­personen gekettet, sondern über ihm steht die nationalsozia­listische Idee, die ihre geschichtliche Mission erfüllen wird.

-art.

ZVre HeriMEenfrve

Die große Herbstoffensive, zu der die National­sozialistische Deutsche Arbeiterpartei in diesen Tagen auf allen Fronten Voung-Dentschlands antritt, wird in ihrer Stoßrichtung bestimmt durch die ungeheure Gefahr, die der Lebenshaltung der breiten schaffenden Massen im kommenden Winter als Auswirkung der verhängnisvollen Politik der schwarz-roten Parteien und des von ihnen vertretenen Systems in einem- bisher noch nicht dagewesenen Maße bedroht. Die Verantwortlichkeit des Zentrums für die kommenden Ereignisse haben wir klar und unverwischbar festgelegt; wir werden sie in dem Aufklärungsfeldzug dem deut­schen Volk immer wieder vor Augen führen, damit es sich der Schuldigen erinnert, die die Verantwortung dafür nicht von sich abwälzen können, daß das deutsche Volk noch tiefer als bisher durch das ungeheure Elend hindurch muß, ehe der Weg zum Wiederaufstieg un­ter Führung neuer, vom 'Willen des erwachenden 'Vol­kes getragenen Männer beschritten werden kann. An­dererseits aber ist festzustellen, daß eine solche Politik, wie wir sie heute sehen, eine Politik, die dem durch Frankreichs Erpressertaktik bestimmten Tributproblem völlig hilflos gegenübersteht und den Niederbruch der deutschen Wirtschaft, statt endlich dem Uebel außen- und innenpolitisch an die Wurzel zu gehen, nur auf den Rücken der breiten Massen abzuladen weiß, welche die sozialdemokratischen Volksverräter dem System leihen. Die Zweckgemeinschaft der durch den nationalsozialisti­schen Ansturm bereits völlig zermürbten sogenannten bürgerlichen Parteigebilde würde schon jetzt zusammen­brechen wie ein Kartenhaus und der noch gesunde Rest ihrer Anhänger ohne weiteres der nationalsoziali­stischen Volksbewegung sich anschließen müssen, wenn nicht die marxistischen Drahtzieher diesen absterbenden Parteigebilden noch durch ihre „Tolerierungspolitik" die Korsettstangen hielten, nur zu dem Zweck, um sich selbst hinter dieser „bürgerlichen" Fassade vor dem Volke verstecken und um ihre politischen Geschäfte in annonymem Dünkel zum Schaden des Volkes weiter betreiben zu können. Unbekümmert um die immer wei­ter fortschreitende Verelendung der Massen stützen die Vertreter dieser .„Arbeiter"i-Partei, die die Verant­wortung für die ganze unselige Entwicklung der letzten zehn Jahre trägt, aus Angst vor der Abrechnung durch das erwachende Volk einen Regierungskurs, dem das deutsche Volk bereits vor Jahresfrist — einschließ­lich der sozialdemokratischen Wähler! ein vernich­tendes Urteil gesprochen hat.

Gegen diese Saboteure des erklärten Volkswil­lens wird nunmehr der Herbstangriff der NSDAP.- angesetzt. Denn diesen Volksverräterischen Marxismus entlarven, heißt, die letzte tragende Säule zum Ein­sturz bringen, auf dem das System in Wirklichkeit ruht. Wir werden endlich die Ratten aus ihren Lö­chern holen und der betrogenen 'deutschen Arbeiter­schaft, soweit sie diese Art von Sozialismus" ihrer Bonzen noch nicht klar durchschaut hat, in den nächsten Wochen und Monaten den notwendigen praktisches Anschauungsunterricht erteilen.

Den marxistischen Zukunftsglauben hat die na­tionalistische Bewegung längst zertrümmert und der deutschen Arbeiterschaft den lebensstarken deutschen So- zialismus Adolf Hitlers als Ziel ihrer Freiheits­sehnsucht gegeben.

Die Zuflußguell.en haben wir der SPD. be­reits völlig abgeriegelt,-aber noch hält sie sich in den